Nach Kastration von Hund angegriffen
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Hallo Leute,
mich interessiert mal eure Erfahrung.
Mein Hund (10 Monate) wurde vor 3 Wochen kastriert. Er ist ein sehr freundlicher und aufgeschlossener Hund der allen Hunden so wie Menschen freundlich begegnet.
Er war noch nie in einer Rangelei verwickelt.
Jetzt 1,5 Wochen nach der Kastration sind wir wieder auf eine Hundeauslaufwiese gegangen, da die Fäden nun raus waren konnte wieder getobt werden.
Leider war direkt die erste Hundebegegnung richtig doof. Die Besitzerin kannte ich nicht, also wurde erst mal gefragt ob der Hund sozialverträglich ist. "Na Klar, die können gerne spielen, meine macht nie was"
Also haben wir die Hunde abgemacht und sofort hat Tamu den Dobermann zum spielen aufgefordert. Tamu liebt es mit anderen Hunden über Felder und Wiesen zu laufen, mal fängt er mal wird er gefangen. AAAAAAAAABER sofort als der Dobermann losgelaufen ist habe ich gesehen der will nicht spielen, der packt sich tamu jetzt. Und zack, da lag tamu shcon jaulend am Boden, hat sich unterworfen und sich nicht gerührt. Doch der Dobermann hörte nicht auf. Dann wollte Tamu zu mir laufen und Zack hat der Blödmann ihn umgerissen und gebissen. So gejault hat mein Hund noch nie. Während der ganzen Aktion habe ich mehrmals zu der Besitzerin gesagt sie soll ihren Hund da weg holen. Doch sie tat nichts. Also bin ich wohl oder übel dazwischen, ich konnte es einfach nicht mit ansehen.Ich habe Tamu sofort untersucht, es ist nichts passiert, aber die blöde Frau meinte auch gleich das sie ihren Hund so nicht kennt und hat einfach das weite gesucht... pfffff

Ich war viel zu aufgewühlt um mir ihren Namen geben zu lassen und so... egal das nächste mal bin ich schlauer.
so nun habe ich gehört, dass Hunde nach der Kastration einige Zeit sehr schwach riechen und daher häufiger angegriffen werden, leider konnte ich in Foren hier nichts finden. Könnt ihr mir weiter helfen? Stimmt das? Wie lange ist das dann so? 
Ich will nicht das mein Hund solche blöden Hundebegegnungen hat. Leider hat er nun auch ein wenig Angst vor schwarzen Hunden und sowas muss nicht sein.
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Hi,
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so direkt kann ich dir das nicht beantworten, aber kann schon sein, dass dein hund "geschwächt" rüberkommt.
meine hündin greift z.b. ängstliche hunde an. (sie trägt maulkorb und ist an der leine, noch nie was passiert).
wenn sich ihr aber ein kleiner hund, voll selbstbewusst und ohne eine spur von ängstlichkeit, nähert tut sie im nichts.
letzten griff sie ein jack russell terrier massiv an, er zwickte sie sogar, mit dem spielte sie dann, ergibt sich aber einer, dann würde sie ihn fressen.
(bildlich gesprochen)
vielleicht wirkt er "schwach" und manche hunde reagieren dann so massiv drauf. schlimm finde ich nur das verhalten von der anderen hundehalterin. -
Himmel, wer läßt denn seinen Hund so früh kastrieren?
Der Dobermann war eine Doberfrau?
Das kann Deinem Hund sein ganzes Leben lang passieren, einige kastrierte Rüden werden nicht mehr eindeutig als Rüden erkannt, die werden dann von Rüden belästigt und von Hündinnen verkloppt.
Wie gesagt, kann, muss nicht!
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Die Attacke, oder was es war, muss ja nichts mit der Kastration selbst zu tun haben. Ich erinnere mich das mein Rüde in dem Alter, bzw mit 11 Monaten auch ein Prügelknabe für andere Hunde war. Und mein Rüde ist nicht kastriert. Nur meiner hat sich nie unterworfen sondern sich gewehrt. Und heute trauen sich nur noch wenige Rüden ihn schief anzumachen.
Dein Hund ist allerdings in einer ziemlich wichtigen Selbstfindungszeit kastriert worden. Es kann schon sein das es Unsicherheiten und Ängstlichkeiten verstärkt. Meine Olle ist mit 8 Monaten kastriert worden (was nie passiert wäre, wenn ich da das sagen gehabt hätte) und sie benimmt sich gern sehr widersprüchlich. Einerseits ein wenig Jugendlich und dann wieder sehr ernst. Es gibt Hunde die mit so einem Verhalten nicht gut umgehen können und es kann dann schon dazu kommen das es mal knallt.
Der Dobermann kann also nichts dazu, aber von der Besitzerin hätte ich auch mehr Aktion erwartet. Merke ich das mein Rüde einen Kastraten zu sehr bedrängt, gehe ich auf jeden Fall dazwischen.
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Vielen Dank für die schnellen Antworten.
Ich hoffe das es mal ein Einzelfall. Allerdings merke ich dass ich zur Zeit jedes mal unsicher bin wenn uns ein Hund entgegen kommt den ich noch nicht kenne.
und das ist ja nicht so toll. Hab eAngst das mein Hund das merkt und auch unsicher wird. -
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Zum Thema Kastration wollte ich eigentlich nichts schreiben, aber muss ich doch. Das Tierschutzgesetzt besagt dass wenn eine eindeutige Indikation vorliegt der Tierarzt es machen darf, und leider Gottes lag eine bei uns vor.
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Wir mussten diese Erfahrungen zum Glück nicht machen... unserer wurde auch mit ca 9 Monaten kastriert, was aber keine Auswirkungen auf seine Umwelt hatte.... er hat sich aber auch nach der Kastra so wie immer gegenüber anderen Hunden verhalten.... Ich kann jetzt nicht sagen, ob es am Geruch liegt, weshalb manche Kastraten so unterbuttert oder sogar angegriffen werden. Ich hab nur mitbekommen, dass sich manche Kastraten nach der Kastra etwas anders verhalten...zwei Hunde, die ich kenne, wurden nach der Kastra "schüchterner", zurückhaltender gegenüber anderen Hunden.....zum Teil auch ängstlicher gegenüber Situationen, obwohl sie die bereits kannten und zuvor gut ab konnten.... Aber, da hört man die unterschiedlichsten Meinungen bezüglich Geruchs- oder Verhaltensveränderungen.... wir haben nichts dergleichen feststellen können. Und ich hoffe, das bleibt auch so. Und selbst intakte Rüden werden mal "überfallen".
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Schau dir deinen Hund aber nochmal genau an, nicht, dass er doch "gelöchert" worden ist.
Wir hatten auch mal ´ne unangenehme Begegnung und ich habe die Verletzungen unter dem Fell dann erst später gesehen. Das hat nicht geblutet. -
Zitat
Zum Thema Kastration wollte ich eigentlich nichts schreiben, aber muss ich doch. Das Tierschutzgesetzt besagt dass wenn eine eindeutige Indikation vorliegt der Tierarzt es machen darf, und leider Gottes lag eine bei uns vor.
Eine Indikation bei einem sooo jungen Hund. Sorry, wenn ich das anzweifle.
Du hättest Dich besser vor solch einer schwerwiegenden Entscheidung informieren sollen.
Zitat
Das kann Deinem Hund sein ganzes Leben lang passieren, einige kastrierte Rüden werden nicht mehr eindeutig als Rüden erkannt, die werden dann von Rüden belästigt und von Hündinnen verkloppt.Das kenne ich auch so.
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Zitat
Vielen Dank für die schnellen Antworten.
Ich hoffe das es mal ein Einzelfall. Allerdings merke ich dass ich zur Zeit jedes mal unsicher bin wenn uns ein Hund entgegen kommt den ich noch nicht kenne.
und das ist ja nicht so toll. Hab eAngst das mein Hund das merkt und auch unsicher wird.
Das kann leider passieren, dass so ein Ping-Pong-Effekt einsetzt.
Kannst du vielleicht gezielt mit einen anderen HH zusammen spazieren gehen, der sicher ist und dadurch deine Unsicherheit eindämmt?
Und es kann auch helfen, wenn man sich mit der Körpersprache des Hundes näher auseinandersetzt, Hunde "lesen" lernt. Dann kannst du besser unterscheiden, ob ein Hund zum Aufmischen kommt (wie der Dobi) oder in friedlicher Absicht. Du kannst deine Wahrnehmung schulen und ihr vertrauen lernen.
Wenn es dir stark nachhängt, würde ich auch über Trainerstunden oder Hundeschule nachdenken. Einfach um meine Qualitäten als souveräner Hundeführer zu stärken.Ich beruhige mich auch zwischendurch damit, dass ich denke, dass die allerallerwenigsten Hunde wirklich Beschädigungsabsicht haben und fast immer - wenn es überhaupt zu was kommt - mehr Getöse als alles anders ist. Es gehört leider zur Hundehaltung, dass man auch immer mal wieder unschöne Situationen erlebt.
Du musst "Gefühlsmanagement" betreiben, sonst hast du viel mehr unschöne Situationen "in deinem Kopf" als real bzw. real mehr als nötig, weil du deinen Hund/die Hunde mit deiner Unsicherheit hochpushst.Die Frage, ob er wg der Kastration so angegangen wurde, würde ich zur Seite schieben, weil sie dich nicht weiterbringt. Er ist jetzt nun mal kastriert. Hunde, die ihn deshalb verprügeln wollen, sind Arschlochhunde, denen man aus dem Weg gehen sollte. Aber wie will man sagen, ob sie das nur deshalb tun, weil er kastriert ist? Man weiß nicht, wie die Situation anders verlaufen wäre, wenn er nicht kastriert wäre. Wäre-hätte-...
Das verstärkt nur deine Unsicherheit, solchen Gedanken würde ich deshalb nicht nachhängen.Und selbst wenn dein Hund durch die Kastration ggf. für Arschlochhunde ein "Opfer" darstellt, sie werden ihn deshalb in aller Regel nicht totbeißen und auch eher selten wirklich beschädigen wollen (s.o.). Dann wären es gestörte Hunde. (Sag ich jetzt so verkürzt.)
Und dein Hund hat - sozusagen als "Ausgleich" auch einige Stresssituationen weniger als Kastrat, der sich nicht mehr aktiv um die Fortpflanzung kümmern muss und für (statusbewusste) intakte Rüden keine Konkurrenz mehr darstellt.Wenn du die Möglichkeit hast, sie sich ergibt, würde ich gezielt mit dunklen Hunden laufen, damit er kein Angstbild ihnen gegenüber aufbaut. Da kann auch helfen, (ggf. angeleint) hinter einem fremden dunklen Hund her zu gehen, damit dein Hund die Erfahrung macht, dass nichts passiert.
Dein Hund ist mit 10 Monaten tatsächlich in einer gewissen heiklen Phase und wenn du jetzt nichts unternimmst, vor allem mit deiner Unsicherheit, kann sich das bei deinem Hund verfestigen und er kann anderen Hunden (ggf. auch mit ähnlichem Aussehen) gegenüber unsicher bleiben. Muss er aber nicht!- Noch zur Kastration: Das ist für mich auch eine Einstellungs- und Gewissensfrage. Da gibt es für mich kein 100%iges, grundsätzliches richtig oder falsch! Und das hier individuell auseinander zu bröseln, was man tun müsste, um es angemessen beurteilen zu können - dafür ist dieser Thread hier ja nicht da.

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