Wann Hund erlösen :(?
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Die Symptome kommen mir irgendwie sehr bekannt vor.
Teddybär hatte eine schwere Spondylose. Er wurde irgendwann blind, taub, inkontinent und kam einfach nicht mehr richtig hoch. Er bekam dann irgendwann Schmerztabletten und es ging ihm schlagartig besser. Er bewegte sich wieder mehr und hatte wieder Spaß am Leben. Irgendwann reichten die Medikamente nicht mehr und das war dann der Punkt, an dem ich ernsthaft an eine Erlösung dachte.
Als er dann eines Morgens nicht mal mehr aufstehen konnte, um zum Wassernapf zu kommen und immer wieder mit den Hinterbeinen weg rutschte, war es klar.
Er zeigte mir mit seinem Blick auch ganz deutlich, dass es an der Zeit war.
Ich machte also einen Termin bei unserer Tierärztin für nachmittags, fuhr mit Teddybär dort hin und er hatte das erste Mal keinerlei Angst im Wartezimmer. Das bestärkte mich in meinem Tun. Auch die Tierärztin sagte: Ja, man sieht, dass es an der Zeit ist.Ich habe diesen Schritt nie bereut. Auch, wenn ich beim Schreiben dieser Zeilen mal wieder stark mit den Tränen zu kämpfen habe. Aber es war genau der richtige Zeitpunkt.
Sieh deinem Hund in die Augen, er wird Dir zeigen, wann es soweit ist.
Aber ich würde vielleicht im Vorfeld wirklich mal zum Tierarzt und das Hundetier auf Schmerzmittel einstellen lassen. Eventuell kannst Du Deiner Maus so noch ein paar schöne Monate, oder sogar Jahre ermöglichen.
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Hallo,
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Das ist schwer zu sagen. Ich glaube DEN richtigen Zeitpunkt gibt es (aus menschlicher Sicht) eh nicht. Wir haben unseren Familienhund erlöst als,wir gemerkt haben, das er sich von uns zurückzieht, kaum noch fressen wollte und auch sonst keine Lebenslust mehr erkennbar war. Wir haben deutlich gemerkt, das er nicht mehr wollte. Er war 15 zu dem Zeitpunkt und er ist friedlich im Kreis der Familie eingeschlafen . Ich bin überzeugt er war erleichtert, als es soweit war. Hunde senden da, meiner Meinung nach, sehr deutliche Signale, wenn es für sie Zeit wird zu gehen.
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Huhu...wir müssen Uns auch damit befassen.Ich tät sie ja gehen lassen-wenn sie soweit ist aber ich hab auch Angst davor den richtigen Zeitpunkt-wenn es sowas gibt-zu verpassen.
Luzie hat schwerste Arthrose,Spondylose und HD...letzte Woche hatte sie einen Bandscheibenvorfall und ansonsten wird sie halt einfach nur dement.Sie lebt schon seit längerem sehr zurückgezogen-sprich verschläft den ganzen Tag im Kinderzimmer zum spazierengehen steht sie dann mit klapperigen Beinen an der Tür.Abends wird sie dann "umtriebig"bettelt am Tisch,fordert Leckerlis ein und lümmelt mal hier mal da rum.Fressen tut sie manchmal mehrere Tage kaum was...aber das betteln am Abend bleibt.Sie macht Pipi,nachts ins Wohnzimmer,seit dem Bandscheibenvorfall hat sie auch schon das ein oder andere "Knödelchen"verloren.
Es ist ein ständiges auf und ab...ich fürchte den Tag wo es nur noch "ab"geht aber ich hoffe wir bestehn den mit Würde.
lg Alex -
Zitat
Es ist ein ständiges auf und ab...ich fürchte den Tag wo es nur noch "ab"geht aber ich hoffe wir bestehn den mit Würde.
Auch ich stehe wohl an diesem Punkt mit unserem Rocky
Aber ich möchte den Punkt erwischen, wo sein Leben nicht nur noch aus Abs besteht. Er soll gehen dürfen, ohne vorher leiden zu müssen nur weil ich nicht richtig hingeschaut habe.Rocky ist deutlich älter als uns gesagt wurde, er muss gut 15 sein. Er hört kaum noch, seine Augen sind trüb, er ist wackelig auf den Beinen. In den vergangenen Wochen hat er mich so genervt, mit seiner Unruhe, den ständig klackernden Krallen auf dem Laminat, er hat vermehrt rein gemacht, weil er wohl vergessen hat, sein Geschäft zu erledigen als er draußen war oder er hat vergessen, sich zu melden... Ich war so sauer, weil ich teilweise 2 Mal am Tag hinter ihm her putzen musste. Dabei hatte ich mir einfach nicht die Zeit genommen, ihn genau anzusehen. Gestern kam er das erste Mal, seit ich ihn habe, zum richtigen Kuscheln zu mir, legte sich über meine Beine, sah mich mit einem ganz seltsamen Blick an. Und er ist in so kurzer Zeit so unglaublich alt geworden. Die Muskeln am Kopf sind weg, die Wirbelsäule steht raus, der Bauch ist dagegen relativ dick, er tut sich schwer beim Kot absetzen, beim Aufstehen. Er sucht dauernd meine Nähe, ist rastlos, schaut mich immer wieder mit seinen trüben Augen an... Ich habe das Gefühl, dass es an der Zeit ist. Nicht, weil ich von seinem Reinmachen und dem Klackern der Krallen genervt war (das tut mir im Nachhinein so unglaublich Leid), sondern weil er nicht mehr der Rocky ist, den ich damals bekommen habe. Er bettelt nicht mehr, will keine Zeit mehr mit uns draußen verbringen, er spielt nicht mehr mit Finchen...
Und ich möchte wie gesagt nicht, dass er zu einem Zeitpunkt gehen muss, wo nichts mehr geht und seine letzten Tage nur noch ein einziges Abwärts waren. Ich kann mich nur nicht überwinden, meinen TA anzurufen. Ich weiß eigentlich schon, was dieser mir sagen und mir Recht geben wird, aber es fällt so schwer. Nachdem ich so genervt war die letzten Wochen hab ich so Angst, dass mein Mr Pieps denken könnte, er sei mir einfach nur lästig geworden

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Für mich wäre eine Grenze erreicht, wenn mein Hund nicht mehr aufstehen könnte. Eine liebe Freundin hat erst kürzlich ihren 17 Jahre alten Hund erlösen müssen, er kam nicht mehr von seinem Platz hoch und hatte offensichtlich starke Schmerzen bei jeder Bewegung. Natürlich wünschen wir uns alle, unsere Hunde stürben einen natürlichen Tod, aber leider ist das ja relativ selten, so dass wie Besitzer die Entscheidung treffen müssen.
Ich bin sicher, ihr spürt, wenn es so weit ist.
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Oh,Bagerrah...ich denke ich kann Dich gut verstehen und ja vielleicht ist das der Zeitpunkt Dein Hundchen gehen zu lassen.Du schreibst-er schaue Dich so an!!Was fühlst Du??
Luzie ist halt-für mich-noch nicht "klar"genug.Es ist mal hü und dann wieder hott.
Mach Dir auch nicht so einen Kopf wegen Deiner Ungeduld,machmal braucht Mensch halt länger um zu realisieren.Mittlerweile hast Du doch bemerkt was los ist und bestimmt hat Rocky auch bemerkt,daß es Dir leid tut ungeduldig gewesen zu sein.
LG -
In vielen Beiträgen hier geht es um Hunde, die kaum mehr selbstständig aufstehen und sich hinlegen können. Hunde, die nicht mehr mit Freude fressen, nicht mehr zur Ruhe kommen und offensichtlich starke Schmerzen haben. Ich bin der Meinung, wie viele hier, dass es mehr als fair ist, meinen Hund in diesem Stadium gehen lassen zu können. Wäre es egoistisch, ihn eines natürlichen Todes sterben zu lassen oder ist es egoistisch, den Tod eines Lebewesens zu "beschleunigen" (vielleicht, weil man das Leid nicht mehr mitansehen/ertragen kann...)?
In meinem Leben habe ich zwei Hunde beim Sterben begleitet. Beide sind nicht eines natürlichen Todes gestorben sondern "wurden gegangen" aufgrund oben genannter Faktoren.
Ich habe einen Menschen über lange Zeit beim Sterben begleitet (Sterben ist m.E. ein Prozess, es kann durchaus lange dauern). Er (und auch ich) hatten keine Möglichkeit, den Todeszeitpunkt zu wählen. Ich habe monatelang in Augen geschaut, die ganz klar nicht mehr leben wollten und trotzdem hat man seinen Körper am Leben erhalten.
Aufgrund dieser Erfahrung bin ich dankbar dafür, dass man Hunde in Würde, Ruhe und Frieden gehen lassen darf.Wenn Du Deinem Hund ehrlich in die Augen schaust und Du erkennst, dass er nicht mehr Leben will, dann geh mit ihm den schweren Weg. Er wird es Dir danken. Alles Gute!
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Als er mich so angesehen hat, habe ich innere Unruhe gespürt und mir sind die Tränen in die Augen geschossen und ich habe mit meinem Hund auf dem Schoß auf dem Sofa gesessen und geheult. Es fühlte sich wie ein Abschied an. Ich glaube schon an Tierkommunikation, habe aber eher so einen Draht zu Pferden. Aber das gestern war wirklich sehr aufwühlend. Die letzten beiden Hunde musste ich einschläfern lassen, weil sie so krank waren, dass wir keine andere Wahl hatten. Von daher kannte ich dieses Gefühl "Der Hund zeigt einem, wenn er nicht mehr kann/möchte" gar nicht. Aber wenn Hunde es wirklich "sagen", ich glaube, dann hat Rocky mir gestern gesagt, dass es Zeit für ihn wird zu gehen.
Windi09, danke für den Post, auch wenn er wohl eher fürden/die TE gedacht war, auch von mir Danke dafür!
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Vielen Dank für eure Beiträge und lieben Worte!
Wir waren vorhin bei TA, sie bekommt jetzt für die nächsten 3 Wochen Schmerzmittel und Durchblutungs fördernde Mittel. Wenn sich ihr Zustand dadurch für sie angenehmer macht bekommt sie natürlich auch weiterhin Medis , es ist der letzte Versuch! Vorhin beim TA hatte sie in meinen Augen, neuen Lebensmut ;sie hat sich hingelegt und konnte einfach so wieder aufstehen, als ob sie uns sagen wollte" Hey noch bin ich nicht soweit"!
Wir sind gespannt wie die nächsten Wochen werden und beobachten sie ganz genau!Lg
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Zitat
Vielen Dank für eure Beiträge und lieben Worte!
Wir waren vorhin bei TA, sie bekommt jetzt für die nächsten 3 Wochen Schmerzmittel und Durchblutungs fördernde Mittel. Wenn sich ihr Zustand dadurch für sie angenehmer macht bekommt sie natürlich auch weiterhin Medis , es ist der letzte Versuch! Vorhin beim TA hatte sie in meinen Augen, neuen Lebensmut ;sie hat sich hingelegt und konnte einfach so wieder aufstehen, als ob sie uns sagen wollte" Hey noch bin ich nicht soweit"!
Wir sind gespannt wie die nächsten Wochen werden und beobachten sie ganz genau!Lg
Klasse, damit seid ihr auf jeden fall auf dem richtigen weg und mit Medikamenten kann man bei kranken und alten Hunden ja auch wirklich nicht mehr viel "kaputtmachen" (klingt krass, ist aber leider so), da hat schmerzfreiheit oberste Priorität, daher geize ich bei meinem eigenen Oldie auch nicht mit Medikamenten, wenns ihm mal nicht so gut geht.
Ich Wünsche euch von Herzen, dass eure Hündin nochmal auflebt und ihr nochmal eine schöne Zeit miteinander verbringen könnt.Liebe Grüße von einer Leidensgenossin
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