Zu lasche Erziehung?

  • Zitat

    Es wäre mir neu, dass Hunde sich gegenseitig beibringen, keine Fahrräder zu jagen, also, warum lässt man sie es das dann nicht tun?

    Ganz ehrlich, die Methoden der klaren Ansage als einziges Mittel sind glücklicherweise vorbei und der Hund darf beim Lernen inzw sogar Spaß haben.


    Meine Antwort bezog sich hier nicht auf das hinter getrennten von Fahrrädern, sondern auf die Leckerlieerziehung, im allgemeinen. Zu deiner nächsten Frage, ich habe einen Jagdhund, aber der jagd keine Jogger oder Fahrräder. Und meine angewandte Methode ist auch nicht die einzig richtige, hab ich auch nirgends behauptet. Nochmal, wenn es mit Leckerlie funktioniert ist das für mich völlig in Ordnung. Aber halt auch nicht die Einzig richtige. Und nochmal, wenn ich stehenbleibe, dann kommt mein Hund zurück, mehr braucht es bei Radfahrern nicht. Bei einem Reh oder Hasen sieht das natürlich anders aus, aber da würde ihn die Leberwurst nicht interessieren.

  • Ich finde auch das was Nightstalker gesagt hat sehr auf den Punkt.

    Wir haben hier einen völligen Anfänger mit einer nicht ganz einfachen Mischung aus dem Tierschutz. Der Hund ist 1,5 Jahre, keine 8 Wochen. Irgendwie muss er die Aufmerksamkeit seines Hundes und sein Vertrauen bekommen.

    Eine Grundsatzdiskussion über Pro und Contra von Arbeit über Futter empfinde ich in diesem Zusammenhang als nichts weiteres als Egotrips, die dem threadsteller nicht weiterhelfen.

    Klar gibt es auch Erziehung ohne Leckerlie und ohne Gewalt aber ich kenne wenig Leute, die das machen und keiner davon ist Hundeanfänger.

  • Zitat

    Arbeitest du auch fürn Nuller? Wie sonst soll der Hund verstehen, was das gewünschte Verhalten ist, als durch ein Lob mit Futter oder Spiel? Es geht nicht um Manipulation oder Bestechung, sondern um das gewünschte Verhalten durch Überlegen und Denken des Hundes zu bestätigen, wenn es richtig ist.


    Hier muss ich Schopenhauer völlig rechtgeben.

    Bestechung ist: ich zeige das leckerli vorher. Belohnen ist - Hund macht etwas Tolles und bekommt "aus heiterem Himmel" eine Belohnung, damit er das Verhalten öfters zeigt!

    Und warum soll ein Hund meiner "Leitung" vertrauen, nur weil ich so tolle mentale Fähigkeiten habe? Man manipulierst doch auch mit Körperblocks und Leinenrucke am Hund - und nicht, weil du so tolle blaue Augen hast.


    Bettybuh
    Lob und Streicheln (sowie Futter und Spiel) funktionieren nur dann gut als Belohnung, wenn der Hund es in diesen Momenten wirklich mag. Das erreicht man entweder dadurch, dass man sehr reduziert belohnt und jede Zuwendung vom Hund quasi aufgesogen wird (ist bei gehemmt erzogenen "Omegahunden" oft der Fall) - oder es passt situationsabhängig.
    Lob ist einfach ein sehr schwacher Verstärker im Normalfall. Besonders ein Hund, der die Belohnungspalette voll kennt, die auch Umweltbelohnungen miteinbezieht. Bedürfnisorientiert zu belohnen, muss man erst einmal lernen.

  • Es geht doch darum, dass ein Lob nicht nur durch Futter oder Spiel die einzigen Belohnungen sind die es gibt.

    Mir scheint, dass doch viele meinen ohne Futterbelohnung geht gar nichts - und das stimmt nun mal nicht!

  • Futter ist kein Lob.
    Futter ist Belohnung und für viele Hunde ein unverzichtbarer Motivator.
    Hier wurde ja davon geschrieben, dass Hunde sich untereinander auch nicht füttern. Sie loben sich auch nicht mit "Feeeiiiiin" oder führen sich an der Leine spazieren. Der Punkt ist - unser Umgang mit Hunden ist nicht hundlich. Weil wir Menschen sind.

  • Zitat

    Es geht doch darum, dass ein Lob nicht nur durch Futter oder Spiel die einzigen Belohnungen sind die es gibt.


    Was schreibt sie denn hier?

    Zitat

    Futter ist kein Lob.

    Das ist doch Erbsenzählerei.

    Gaby und ihre schweren Jungs

  • Wenn ich nun den Text als Ganzes sehe, dann ist der Sinn des Satzes folgender.

    Zitat

    Es geht doch darum, dass ein Lob nicht nur durch Futter oder Spiel die einzigen Belohnungen sind die es gibt.

    --> Das Lob sei eine Belohnung. Lob könne aber auch durch Futter oder Spiel geschehen.


    Sie hat vorher schon geschrieben:

    Zitat

    Lob mit Futter/Spiel ist doch nicht die einzige Art einen Hund zu loben


    Ich lobe meine Hunde nie durch Futter. Ich lobe Kinder auch nicht mit Bonbons.
    Wenn ich Lob und Futter nämlich so gleichstelle, komme ich schneller in die Argumentation, dass ich kein Futter brauche, weil es ja noch das "verbale Lob" gibt.

  • Zitat

    Ich lobe meine Hunde nie durch Futter. Ich lobe Kinder auch nicht mit Bonbons.
    Wenn ich Lob und Futter nämlich so gleichstelle, komme ich schneller in die Argumentation, dass ich kein Futter brauche, weil es ja noch das "verbale Lob" gibt.

    Futter ist für mich ein Grundbedürfnis. Es wird weder als Lob, noch als Belohnung eingesetzt.

    Lob findet verbal und körperlich - streicheln, abklopfen - statt, Belohnung ist ein Spiel, das meine Hunde gerne spielen.

    Leckerchen, Kauzeugs oder Bonbons, tja, so was gibt´s einfach mal so....

    Unterschiede habe ich da bei Kindern und Hunden nicht gemacht :D


    Gaby und ihre schweren Jungs

  • Zitat

    Nun ja, Jagen ist ja auch ein Grundbedürfnis... ;)

    Mag für viele Hunde gelten, für meine nicht.

    Ich hatte noch nie Jäger, selbst mein Jagdterrier-Mischling jagte nicht.

    Gaby und ihre schweren Jungs

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