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Beiträge von Larsson

    @Larsson
    Was machst du, wenn der Hund durchstartet (nicht jagen geht, sondern einfach nach vorne wegflitzt aus Spaß an der Freude), sobald die Leine ab ist? Dann würde diese Vorgehendsweise ja gar nicht funktionieren. Das setzt ja voraus, dass der Hund ohne Leine sowieso neben bzw. bei einem bleibt, oder? Gibst du dafür ein Kommando z.B. "Fuß" oder woher soll der Hund wissen, dass er nichts darf?


    Was darf der Hund dann machen, wenn er nach diesen 10-15min. wieder angeleint wird? Darf er dann schnüffeln oder muss er da weiterhin "aufmerksam" sein?

    Ich versuche es noch mal zu erklären. Stell dir vor, du gehst spazieren und plötzlich fällt dir etwas vor die Füsse. Was tust du? Die meisten werden wohl stehen bleiben und sich umsehen, woher das jetzt kam. Der Hund tut nix anderes. Es fällt ihm etwas vor die Pfoten, er bleibt stehen und dreht sich um. Ottonormalhund vorrausgesetzt, mag Hunde geben, die anders reagieren oder auch gar nicht.
    Also Leine los, Hund läuft vor, Gestand fliegt ihm sofort vor die Pfoten, liegt der Gegenstand, kommt das Signal. Der Hund steht und dreht sich zu dir, du lockst ihn zu dir und lobst ihn. Dann gehst du weiter, Hund läuft los, Gegenstand landet ihm vor den Pfoten, Signal, Hund anlocken u. loben. Mein Hund lief nach dem zweiten Mal schon nicht mehr vor. Er ging neben mir, blieb ich stehen, stand auch der Hund. Es ist sozusagen dein verlängerter Arm. Und ja, er hat es aus Meideverhalten heraus getan. Und es setzt nicht voraus, dass er ohne Leine sowieso bei mir bleibt durch ein gegebenes Kommando, sondern er macht die Erfahrung, gehe ich nach vorne, kommt von hinten etwas geflogen, er wird das also, ja schlicht vermeiden.
    Wenn wieder angeleint ist, darf er das, was Hund tut, schnüffeln, makieren, etc. Es ist ein stinknormaler Spaziergang, davor und danach.
    Nach den 4 Wochen, Leine kommt ab und dann gibst du dem Hund die Freiheiten zurück. Der Gegenstand wird überflüssig, da er auf das Signal reagieren wird, wenn es denn nötig ist. Natürlich lief meiner die ersten gut 20min danach, im Meideverhalten, er hat aber auch super schnell begriffen, dass da garnix mehr fliegt. Der Radius wurde wieder grösser, etc. Bei uns ist das drei Jahre her. Wir machen stinknormale Spaziergänge. Und meiner hat einen grossen Radius, der läuft ordentlich voraus. Darf er ja auch. Ich kann mich darauf verlassen, dass der Hund bei Rückruf kommt. Und tut er es mal nicht, kommt das aufgebaute Signal, erneuter Rückruf, Hund kommt. Und ja, es kommt auch alle paar Monate mal vor, dass noch mal etwas fliegt, um die Fronten zu klären. Hund ist ja keine Maschine.
    Das alles kann jeder finden wie er will. Es ist kein Allheilmittel, kommt auf den Hund an.

    Aversiv absichern würde ich so definieren das ich mit einem Hund ein Kommando positiv aufgebaut trainiere und ihn zur Absicherung bewusst Fehler machen lasse, damit ich diese bestrafen kann. Diese Strafe sollte so hart sein das sie nur 2 - 3 x nötig ist. Danach sollte das Kommando sitzen. Wie die Strafe aussieht wäre für den Hund individuell, für den einen reicht eine laute Stimme, den anderen juckt das nicht. Theoretisch ist aber aversive Strafe nicht nötig, wenn das Kommando richtig aufgebaut wurde. Ich verwende Strafe nie bewusst, ich trainiere alles positiv, aber manchmal bin ich auch nur ein Mensch und aus dem Bauch erfolgt eine Strafe.


    @Larsson so recht verstehe ich die vorgeschlagene Methode nicht. Was wird trainiert, was bestraft ? Was ist das Ziel ? 15 Minuten permanente Aufmerksamkeit ist schon extrem, finde ich.

    Vielleicht sollte ich mal die vorangegange Situation beschreiben. Der Hund war ein Jahr an der Schleppe, Rückruf nd andere wichtige Alltagsdinge wurden aufgebaut. Soweit so gut. Der Rückruf hat an der Schleppe super funktioniert, auch bei Ablenkung. Aber nur solange diese in meiner Hand war. Schleppte sie oder er war ganz ohne Leine, hat er einfach sein Ding gemacht. Rückruf, klar ich komme, aber nur wenn ich Bock darauf habe. Zudem ist er ein Jagdhund, sehr selbstständig im Denken. Also Leine los, Hund gab Pfotengas. Dann hab ich ihn 4 Wochen so trainiert, wie beschrieben. Danach habe ich keine Schleppe mehr gebraucht. Danach kam einfach Leine ab, er durfte schnüffeln, toben, rennen, was Hund halt so tut. Dann kam Rückruf, upps Hund kommt. War die Ablenkung sehr gross und er kam nicht bei Rückruf, kam das Signal, was ich da aufgebaut hatte. Dann kam er. Er hat einen sehr grossen Radius, 20-30 Meter, er lässt sich stoppen und weiter schicken, oder stoppen und zurückrufen. Ganz normal alles aufgebaut. Aber wenn er es ignoriert kommt das Signal. Er ignoriert es aber äusserst selten, nur bei Katzen und da könnte ich ihm auch ein Elektrohalsband anlegen, das würde ihn bei Katzen auch Null interessieren. Aber damit kann ich leben. Da wo er frei läuft, gibt es keine Katzen. Vor diesem Training bin ich auch immer mal in einen eingezäunten Freilauf mit ihm. Leine ab, Hund zwei Stunden nicht mehr gesehen. Danach im Freilauf, Leine ab, er kommt spätestens nach 2 Minuten schauen, wo die Olle ist.

    Das ist auf jeden Fall ein sehr guter Einwand gegen diese Vorgehensweise.

    Auch hier nochmal. Es handelt sich um eine 4 wöchige Trainingsphase. Wo ich das für 10-15 min von meinem Hund verlangt habe, auf eine Gassirunde von 1,5 bis 2 Std, die wir im Schnitt gehen. Und seine Geschäfte muss er vorher erledigt haben.

    Sehr verdreht... vorne schreibst Du, dass Du den Hund nur 10 Minuten ohne Leine lässt, und da darf er dann exakt gar nix mehr. Und nu ist es anders rum?

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Oder ich habe mich doof ausgedrückt? In der Trainingsphase von 4 Wochen ist das so, ja. Und das habe ich auch so geschrieben. Danach nicht mehr. Wäre ja schön doof für den Hund. Ich will ja keinen Robotor.

    Wenn ich dem Hund wichtige Elemente über einen so langen Zeitraum entziehen muss, die in meinen Augen zur Gesunderhaltung des Hundes notwendig sind (Stichwort Funktionskreise wie Erkundungsverhalten etc...), dann würde ich mich fragen, ob ich als Trainer den richtigen Job habe...


    Ich besitze übrigens nicht nur Border Collies. Mit denen wäre so was allerdings durchzuziehen und die würden am Ende gehorsam wirken. Allerdings definiere ich Gehorsam nicht so wie es beschrieben ist - meine Hunde müssen und sollen (!!!) auf einem Spaziergang nicht durchgehend mit der Aufmerksamkeit bei mir sein. Sie sollen Erkunden, Schnüffeln, sich entspannen. Wie ein Hund drauf ist, der eine Stunde "bei mir" war, kenne ich noch von früher. So was möchte ich keinem Hund mehr antun.

    Ähm, wichtige Elemente entziehen über einen langen Zeitraum? Ich glaub da kommt etwas falsch rüber. Ich entziehe es ihm auf einem Spaziergang von 1,5 Stunden für ca 15 min seine wichtigen Elemente, ja das stimmt. Und wichtig ist auch, dass er sich voher ausgiebig gelöst hat. Und mein Hund hat auch nicht 2 Stunden nur so Freilauf. Der darf toben, rennen, schnüffeln, makieren, nur nicht jagen. Er hat einen gut aufgebauten Rückruf, ein Stoppsignal, etc. Aber halt auch ein absolutes Abbruchsignal, was selten gebraucht wird. Und der hat auch nicht nur für 15 min Freilauf, sondern ganz normal halt.

    Ich würde es auch per se nicht mit jedem Hund so machen. Aber es wurde hier nach Methoden gefragt, das ist eine. Und man benimmt sich auch nicht, wie ein Irrer.
    Und es bleibt ja auch jedem selbst überlassen.
    Aber nicht falsch verstehen. Es handelt sich um 4 Wochen, wo vom Hund für 10-15 min. Verlangt wird, sich voll auf den Halter zu konzentrieren, wenn die Leine ab ist. Den Rest des Spaziergangs bleibt Hund an der Leine und geht ganz normal spazieren. Und einen gut aufgebauten Rückruf sollte man trotzdem haben.

    Das ist ja furchtbar

    was findest du daran furchtbar? Weil ich für 10-15min seine volle Aufmerksamkeit verlange? Um ihm nach der Trainingsphase mehr Freiheiten zu gewähren? Ist ja nicht so, dass das so bleibt.
    Das ersetzt auch nicht einen gut aufgebauten Rückruf.

    Du gehat mit dem Hund an der Leine los. Wenn er seine Geschäfte erledigt hat, machst du für 10-15min die Leine ab. Ab dem Zeitpunkt darf der Hund nix, wirklich nix. Nicht schnüffeln, nicht makieren, nicht die Umgebung scannen, den Radius nicht verlassen. Er darf nur neben dir gehen. Tut er etwas, was er nicht darf, fliegt ihm ein Gegenstand vor die Nase und ein Abbruchsignal folgt. Steht der Hund, wird er gelobt, leise und verbal oder mit kurzem Streicheln. Fährt er fort, fliegt wieder ein Gegenstand und das Abbruchsignal. Gegebenenfalls ein dritter, meist steht er beim ersten sowieso. Nach 15min wird Hund wieder angeleint. Nach 4 Wochen Training, so im Schnitt, gibt esnur noch ein Abbruchsignal, der Gegenstand wird überflüssig. Natürlich darf er dann auch ohne Leine schnüffeln, makieren, etc. der Radius kann vergrössert werden.

    Ich kann dein Bäh-Einwand verstehen. Mich kostet es auch Überwindung, denn ich selbst finde Leberwurst total eklig. Schleckerchen kenne ich nicht. Die Tiben find ich scheisse, weil sie ständig Löcher zu haben scheinen nd der Inhalt in Tasche und meinen Händen klebt. Ich backe alle 14 Tage Kekse, fertig.

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