Nachbarhund geht auf meinen los

  • Ich wuerd da nix dran machen ausser Sicherung. Zaun, Leine, Gehorsam. Das ist so haeufig, dass sich benachbarte Rueden nicht aufs Fell gucken goennen, oft werden da gepflegte Erzfeindschaften draus. Frueher mit meinem Maxe habe ich mal per SocialWalk versucht, dem entgegen zu wirken. Da konnte man sich trotzdem nie sicher sein, dass die Stimmung nicht kippt. Bringt letztlich mehr Stress fuer Halter und Hunde, als wenn man sich einfach aus dem Weg geht.

  • Ich glaube, man hat da eine Einfriedungspflicht. Jeder ist für die sagen wir mal rechte Seite zum angrenzenden Grundstück verpflichtet einzuzäunen, soweit ich das noch in Erinnerung habe.

    guck mal hier

    http://www.haufe.de/recht/deutsche…4_HI884479.html

    ist auch von Bundesland zu Bundesland anders geregelt.

    Wichtig wäre in diesem Fall, dass die Pflicht zur Einfriedung (dann ja für den Vermieter) erst dann entsteht, wenn sie vom angrenzenden Nachbarn eingefordert wird.

  • Zitat

    Zaun, Leine, Gehorsam (für BEIDE Hunde) und eben damit leben, dass nicht alle Hunde gut Freund sind.

    Gut auf den Punkt gebracht :gut:

    Tips kann man viele geben. Aber es ist völlig egal wer wen als erstes provoziert hat.
    Als Hundehalter steht man in der sog. Gefährdungshaftung, das heiß man muss sein möglichtes tun, damit es nicht zu einer Beißerei kommt. So wie ich es verstanden haben ging der TS auf der anderen Straßenseite angeleint, weil er schon wusste, dass dort ein Zaun-Keifer wohnt. Was hätte man denn noch mehr machen können? Eine andere Straße gehen lässt sich nicht immer umsetzen, grad als Nachbar.
    Warum aber der Nachbar den Zaun wegbaut , obwohl bekannt ist, dass der Hund starkes Territorialverhalten zeigt, ist mir schleierhaf. Da hat der Nachbar seine Sorgfaltspflicht verletzt.
    Vielleicht hilft ja mal ein Gespräch unter Nachbar.

  • Bei zwei HH in meiner Nachbarschaft fehlt es auch an jeder Einsichtsfähigkeit, dass die Hunde Schaden verursachen können. Einer der Parteien gefällt es sogar außerordentlich gut, wenn ihre Hunde andere Hunde attackieren, sie mögen es, wenn die Hunde sich am Zaun aufführen, wie die Berserker, sobald ein anderer Hund vorbei geht, finden es völlig ok, wenn ihr Hund sich auch außerhalb auf andere Hunde stürzt.
    Jetzt muss man aber sagen, dass die Hunde sowieso nur einmal pro Woche das Grundstück verlassen, außer sie brechen aus, was auch häufiger schon passiert ist. Alles nicht schlimm, wird toleriert und wenns den richtigen Halter erwischt, dann wird sogar mal gelobt.
    Im Gegenzug stellen die Halter sich an meinen Zaun und provozieren meinen Hund durch herumfuchteln und rufen. Außerdem hat einer der Besitzer draußen schon mal versucht, meinen Hund zu treten. Es waren sonst keine Hunde in der Nähe, es gab nichts zu treten, das war einfach so, im vorbei gehen.
    Der Zweck der Übung sollte wohl, so ähnlich wie das Gebaren am Zaun, meine Hund anstacheln und zur Aggression verleiten. Das sind die einen Halter. Den anderen ist es völlig egal was ihr Hund den ganzen Tag macht, Mülleimer anderer Leute umwerfen, den Müll verstreuen, auf fremde Grundstücke käckeln, Katzen und Schafe jagen. Wenn man da was sagt, dann wird man sofort angefeindet.

    Ich bin wirklich ein toleranter Mensch und habe kein Problem damit Kompromisse zu machen oder Entschuldigungen anzunehmen. Mit allen anderen Hundehaltern komme ich bestens klar.

    Bei diesen Leuten aber gibt es nur eines - sofort an die Behörden wenden. Lange im Guten versucht, ohne Wirkung.

    LG
    Prunus

  • Manche Hund mögen sich eben nicht und das muss man akzeptieren. Meiner Meinung kann man aber auch das mit Erziehung eindämpfen (wenn auch nicht ganz unterdrücken).
    Sonst stimme ich zu, dass ein Zaun gebaut werden sollte und abgesprochen wird wann/wo Gassi gegangen wird.

    Und ich verstehe nichts, warum der Schäferhund direkt als "tut nix" beschimpft wird. Der TS hat genau das selbe von seinem Hund behauptet und das ist genauso wenig bewiesen (für die User hier), wie bei dem anderen Hund.
    Falls der Schäferhund nicht irgendwie Verhaltensgestört ist, dann hat dein Hund genauso dazu beigetragen (vielleicht fürs menschliche Auge unaufälliger) wie er. Man sollte aber immer vorsichtig sein, seinen Hund als "Unschuldslamm" verkaufen zu wollen.

    Prunus
    Mir wird jetzt nicht ganz klar, wie dein Beispiel aus der Nachbarschaft hier weiterhelfen soll. Und direkt zur Behörde würde ich dem TS auf keinen Fall raten. Die Nachbarn sind neu eingezogen und da lässt sich bestimmt noch etwas mit der guten alten "Kommunikation" regeln.

  • Zitat

    Hallo,

    Ich bin zwar prinzipiell der Meinung dass man Hunden nicht beibringen kann, einen,, Feind'' zu mögen. Aber es gibt durchaus Möglichkeiten ihnen zu zeigen, dass der andere gar nicht so schlimm ist wie sie denken.
    Meine Methode der ersten Wahl, die sich bisher ganz gut bewährt hat, wenn es mir einfach wichtig war, dass mein Hund einen anderen Hund den wir öfter treffen, nicht gleich fressen will obwohl er ihn nicht leiden mag, ist folgende:
    Die Hunde müssen an der Leine gesichert sein und dann geht ihr einfach miteinander spazieren, in dem Abstand in dem sich beide Hunde halbwegs entspannt verhalten bzw ihr sie zumindest gut händeln könnt. Im Laufe der Zeit könnt ihr den Abstand verringern, achtet auf Eure Hunde und schaut welchen Abstand sie vertragen. Irgendwann könnt ihr versuchen nebeneinander zu gehen. überstürzt das nicht, das geht meist nicht in 5 Minuten. Später könnt ihr dann auch kontrollierte Annäherungsversuche ohne Leine machen, mit oder ohne Maulkorb, je nachdem wie ihr eure Hunde eieinschätzt.
    LG Lisa

    Würde ich auch vorschlagen.

    Verstehe gar nicht, warum so viele hier diese Art der langsamen Annäherung so ablehnen ( ist mir jetzt schon öfters aufgefallen ) - vielleicht weil diese Vorgehensweise viel von Cesar Millan vorgeschlagen wird und es deshalb sowieso schon schlecht sein muss :???:

    Da frage ich mich, wie oft habt ihr diese Art der Annäherung schon ausprobiert? Es wäre so einfach dieses mal zu versuchen, als sofort zu sagen - dass geht nicht ;)

  • Hallo Susanna.
    ich kann dir sagen warum ich diese Art der Annäherung ablehne. Weil sie im Grunde, außer noch
    mehr Stress für die Hunde, nichts bringen wird.
    Erfahrungsgemäß gibt das nichts mehr wenn Nachbarrüden sich von Anfang an nicht mögen.
    Man kann mit ihnen zusammen spazierengehen und sie, an der Leine, soweit unter Kontrolle bringen, aber bei
    nächstbester Gelegenheit werden sie wieder aufeinander losgehen.

  • Das ist schon möglich, aaaber....... durch den angeleinten Spaziergang können beide Hunde lernen, den anderen zu tolerieren. Freunde werden sie wohl nicht werden, finde ich aber auch nicht nötig. Und ohne Leine würde ich sie auch nicht aufeinandertreffen lassen.

    Ich habe in der Straße auch einen recht neu zugezogenen Rüden. Wenn wir unseren und den neuen so aufeinander losgelassen hätten, wäre das mit Sicherheit nicht gutgegangen. Nun aber gehen wir mehr oder weniger regelmäßig an der Leine miteinander spazieren und die beiden Hunde lernen sich so kennen und akzeptieren. Wohlgemerkt : akzeptieren NICHT mögen.

    Ob es ohne Leine mal funktionieren wird, steht in den Sternen, das wage ich momentan zumindest noch nicht ausprobieren. Und wenn, dann auf jeden Fall beide Hunde durch Maulkorb gesichert.

  • Ok - ich habe keine Erfahrung mit Rüden ;)

    Vielleicht wäre es anders gelaufen, hätte man diese Art von Spaziergang gleich am Anfang gemacht, bevor es sich - so liest es sich für mich - hochgeschaukelt hat.

    Aber allgemein scheint diese Art von Spaziergängen - um das sich Hunde annähern können, ohne erstmal frontal aufeinander zu treffen - hier eher negativ bis bringt nix, habe ich ja noch nie was gehört usw - erachtet zu werden.


    Wenn das bei Rüden so ist, dass sie so verfeindet sein können, das gar nichts mehr zu verändern ist - was ich als nur Hündinnenhalterin dann auch nicht beurteilen kann - nehme ich deine Aussage dann auch so hin ;)

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