Über- oder unterfordert?

  • Ich habe keine Retriever, ich habe Aussies. Hätte ich einen Welpen, würde als aller erstes ein Clicker konditioniert werden. Damit könnte ich ihn rechtzeitig umorientieren, wenn er was fressbares gesichtet hat. Dadurch entwickelt sich die Verhaltenskette fremdes Futter-> Orientierung zu mir.

    Ich bin auch der festen Überzeugung, dass ein Hund sehr wohl unterscheiden kann ob ich ein Futterspiel gestartet habe oder etwas einfach so gefunden wurde.

  • Zitat

    Ich finde diese Diskussion völlig unnötig an dieser Stelle, weil das Hundchen eh noch keine Beschäftigung braucht ;)


    Es ging doch aber darum, ob Futtersuchspiele draußen dem Hund suggerieren, draußen Sachen vom Boden zu fressen sein okay?! :???: :???:
    Und irgendwann wird die TS damit bestimmt anfangen wollen (mit Beschäftigung). ;)

  • Zitat

    Na ja, wie gesagt. Du hast keinen Retriever. Das man alle von denen einfach mal eben mit einem Clicker von irgendwas draußen weg locken kann wage ich zu bezweifeln (weil ich das durch habe).


    nein, ICH habe keinen Retriever, aber meine Trainerin. Der Hund hat z.B Maiskolben immer gefressen. Als Alternative apportiert er sie jetzt.


    flying-paws

    Wieso hat das nichts damit zu tun? :???:

  • Also ich habe einen Retriever und ich mache Futtersuchspiele mit ihr. (Oft auch als Belohnung. Weil sie Suchen liebt und Futter + suchen das tollste ist.)
    Ich habe den Eindruck Lina kann recht gut unterscheiden zwischen Suchspiel (inkl. Ritual und auch Kommando) und einfach so gefundenem "Fressen".

    Mit 10 Wochen habe ich da noch nicht angefangen mit, aber Lina war auch noch recht jung. Trotzdem würde ich noch den anderen anschließen. Auslastung braucht ein Welpe noch nicht. Er erlebt jeden Tag so viel und lernt eine Menge dabei, dass sollte reichen um ihn auszulasten.

  • Ich weiß nicht ob das jetzt noch passt, wird ja schon ziemlich speziell gerade, aber egal, ich geb meinen Senf mal noch dazu:

    Also an "Auslastung" muss ich bei Alf (7 Monate, Deutsch Drahthaar uas Leistungszucht, also ziemlich arbeitsgeil) wohl erst so seit (nagelt mich nicht drauf fest) vielleicht einem Monat denken, als seit er so grob ein hales Jahr alt ist.
    Vorher war er tatsächlich mit den alltäglichen Dingen so gut beschäftigt, dass ein spezielles "Programm" nicht nötig war. Bis dahin hat er so viel zu lernen gehabt (Alltagsregeln, Auto, Stadtbesuche, Bahn fahren, mal in Zoo, Grundkommandos, zwischendurch mal wildes Gespiele mit uns und seinem Tau oder dem Ball oder einfach so.......), dass er davon platt war und für speziell ausgedachte "Auslastung" gar keine Kraft mehr übrig gewesen wäre. zumal er ja auch lernen musste, dass auch mal nichts passiert nd er Langeweile auch mal aushalten muss. Ich finde Langeweile zu erreichen bei einem Welpen, dem man ja viel nahebringen möchte schon schwierig genug.

    Ballwerf-Spiele (oder alles andere was fliegt und er rennt stumpf hinterher) haben wir allerdings auch von Anfang an unterlassen und dann iwann eingeführt, als er zuverlässig sitz und Platz konnte, da durfte er dann erst auf Kommando hinterher. Hat jetzt den Vorteil, dass das so tief und fest sitzt, dass vor ihm aufspringen oder wegfliegen kann was will, er hat sich soweit im Griff, dass er nicht einfach losrennt, sondern sich zu uns orientiert. Da wir aber auch davon ausgehen müssen, dass der Jagdtrieb sehr stark wird, haben wir es lieber sofort gefestigt, als dem Hund erst etwas zu erlauben und es ihm dann abzugewöhnen. Klappt super. Ob das bei Retrievern notwendig ist, weiß ich nicht, kenne zu wenig...
    Allerdings raten die meisten tierärzte eh davon ab soweit ich weiß, da diese schnellen Wendungen und Bremsmanöver auf Dauer nicht gut für die zarten Knochen sind. Aber da kommt es sicher auch wieder auf die Dosierung an....

    Also raus in die Welt mit dem kleinen, nimm ihn in viele Situationen mit, die er in seinem Leben meistern muss, da wird ne ordentliche Liste zusammenkommen und dan ist der so müde, dass du dir keine Gedaken mehr über besondere Spile machen musst. Das kommt dann später! Wir zB sind mit 2x Rettungshundetraining und 1x Agility (für die Koordination) pro Woche und sonst viel Bewegung, Grundgehorsam vertiefen ein paar (kontrollierten) Ball und Suchspielen und vor allem ZUSAMMEN die Welt entdecken völlig ausgelastet.

  • Zitat

    zumal er ja auch lernen musste, dass auch mal nichts passiert nd er Langeweile auch mal aushalten muss. Ich finde Langeweile zu erreichen bei einem Welpen, dem man ja viel nahebringen möchte schon schwierig genug.


    :gut:
    Und genau das wird oft nicht gemacht. M. E. einer der wichtigsten Punkte.

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