Schäferhund springt meinen Freund an

  • Mein Tip hat jetzt nichts mit Respekt verschaffen oder Erziehung in dem Sinne zu tun.
    Aber wir haben auch so einen Springteufel (junge Bouvierhündin) zu Hause.
    Sie macht das nicht, wenn wir nach Hause kommen.
    Sondern a) wenn ich beide Hunde ins Arbeitszimmer sperren muß, weil Hundekundschaft kommt. Die Tür wird dann über ein Kindergitter zugemacht und wenn der andere Hund dann weg ist, hole ich beide Hunde wieder raus. Da flippt sie so aus, springt und hüpft und latscht auf der Älteren rum, daß wir schon zweimal fast ne Keilerei hatten.
    Und b) wenn sie am Hundeplatz oder zum Spaziergang aus dem Auto geholt wird.
    Sie ist noch nicht auf dem Level, daß sie sich gut beherrschen kann. Alles in ihr sprudelt einfach über und "bleib" egal in welcher Körperhaltung kann sie noch nicht gut über einen längeren Zeitraum.

    In der Gitter-Situation streue ich eine Hand voll Trockenfutter ins Zimmer. Da fährt sie sich mit schnüffeln und knuspern fast automatisch ruckzuck runter.
    Und am Auto bekommt sie ein Spieli in die Schnute gedrückt, was sie dann verhauen darf.

    Vielleicht ist das was für Euch? Natürlich wird parallel an der Impulskontrolle gearbeitet, aber bis dahin kann ich als Übergang mit solchem Betuppen gut leben.

  • Zitat

    ...Ich habe den Hund den ganzen Tag bei mir, erziehe ihn, ...

    Ja warum greifst Du denn da nicht ein ? Pflück den "Kasper" von Deinem Freund bring ihn auf seinen Platz und Ruhe ist !

    Und ein bißchen Mithilfe von einem erwachsenen Menschen in Form von "Ruhe reinbringen" muss man doch erwarten können. Soweit sollte er sich doch im Griff haben.

  • Mein Dalmatiner war auch immer hyper wenn mein damaliger Freund heimkam. Geholfen hat nur ein strikter Plan, der galt, quasi für immer, weil das eine Tendenz ist.

    Freund kommt heim, Hund flippt, Freund dreht sich mit dem Gesicht zur Wand damit der Hund nicht vor ihm springen kann, dann abwarten.... ca 5min später war dann ein normaler Umgang möglich. Das Problem war nach ca 2 Monaten kuriert, aber immer mit einem grossen Auge drauf meinerseits.


  • Wenn das diese "ich unterwerfe den Hund" Nummer werden sollte... das bringt in der Tat nichts. Lässt der Hund das mit sich machen, hat er sich shcon längst "unterworfen" und diese Handlung ist unnötig.
    In eurem Fall findet er es wahrscheinlich witzig, da es ja auch Aufmerksamkeit ist.


    Wie wäre es damit, ihn auf seinen Platz zu schicken, oder ihm sonst ein Alternativverhalten anzubieten?

  • Ich denke auch, ihr habt 3 Möglichkeiten:

    1. Dein Freund muss ignorieren lernen ;) Wegdrehen!!!
    2. Dein Freund hebt das Knie rechtzeitig, so dass der Hund da EINMAL richtig reinknallt- in zusammenhang mit einem scharfen "Schluss"...danach wird ignoriert, falls er weitermacht- evtl sogar aus dem Zimemr gehen und ihn nicht hinterher lassen(Ich gehe nach deiner Beschreibung von einem klotzigen Schäfermann aus, der kann sowas a- mit nem Collie oder goldi würd ich das nicht raten)
    3. DU greifst ein, holst den Hund da weg, gibts ein Kommando oder bringst ihn auf seinen Platz, wo er runterfahren muss...

    bei meinem Schäfer war das Thema schnell erledigt- ich habe ihn ignoriert, mich weggedreht, RÄume gewechselt etc. und ihn erst wahrgenommen, wenn er ruhig war, das hat er nach 2 tagen kapiert- ich wurde nie angesprungen, egal, wie groß die Freude war!

  • Ich würde einfach scharf "Schluss jetzt!!!" oder "Aus!!" oder beides sagen und mich wegdrehen. Außerdem könnt ihr ihm doch "Geh auf deinen Platz" beibringen. So macht mein Mann das immer, er kommt rein, wenn unser Hund freudestrahlend ankommt, sagt er "geh auf deinen Platz!", ruft unseren Hund danach entweder zu sich oder geht selbst zum Platz und sagt kurz Hallo. Unser Hund springt zwar nicht an, hüpft aber ständig schwanzwedelnd um uns im Kreis herum. Und so lässt sich das prima abbrechen.

  • Anspringen kann man auch unangenehm machen, in dem man dem Hund, wenn er auf 2 Beinen steht, leicht mit dem Fuß auf die Hinterpfoten tapst.
    Nein, nicht tritt oder stampft - einfach nur ganz leicht drauftapst.

  • Aiyanaaa, ich habe auch solch einen Flummi :D
    Wir handhaben es so.
    Geht die Türe auf (man weis ja ungefähr wann der Mann heim kommt) gehe ich zur Türe hin, lasse Jacko absitzen bis mein Mann sich ausgezogen hat. Wenn Jacko ruhig sitzen geblieben ist bekommt er etwas zu kauen (etwas womit er länger als 2 min beschäftigt ist). Danach begrüßt er meinen Mann nur noch mit Schwanzwedeln.

    Ist die Aufregung zu groß das er dem Sitz nicht folgt muss er auf seinen Platz bis er sich beruhigt hat, danach geht mein Mann zum Hund und begrüßt ihn.

    Bei meiner Tochter wird wieder anders begrüßt. Sie erscheint, er hüpft. Sie stampft mit dem Fuß auf dem Boden auf und sagt scharf SITZ, danach stellt sie ihre Schulsachen ab, geht zum Hund und macht 1-2 Kunststücke mit ihm, macht er erfolgreich mit,dann wird geknuddelt und begrüßt.
    Macht er nicht mit wird er ignoriert und sie geht in ihr Zimmer :D

    Beim mittlersten Sohn wird so gehandhabt wie bei meinem Mann.

    Nur bei mir und dem kleinsten (7 Jahre) wird nicht gesprungen, das hat er von sich aus noch nie getan :headbash:

    Du siehst also, alle Wege führen nach Rom! Ist dein Freund nicht ernst genug musst Du schalten und walten :gut:

  • Zitat

    Es fällt ihm leider sehr schwer ruhig zu bleiben, darum hatte ich gehofft das ICH etwas daran machen könnte.
    Ich versuch ihm mal zu erklären das er sich weg drehen und unbedingt mit dem schubsen aufhören soll.

    Aber was soll er denn machen wenn Kenny anfängt ihn von hinten anzuspringen?...wenn er ihm ganz ausweicht muss er ja schon fast weg "rennen".. :???:

    Dein Partner sollte sich wie ein Rudelführer verhalten, wenn er nach Hause kommt.
    Seine gestresste Grundeinstellung könnte der Grund sein, dass der Hund versucht, zu beschwichtigen, indem er versucht, mit seiner Schnauze an den Mund deines Partners zu kommen.

    Dein Partner sollte mal versuchen, sich eine innere ruhige Haltung zuzulegen, bevor er die Tür öffnet. Man kann sich durch eine kleine Vierteldrehung abwenden, so dass der Hund an einem vorbei springt. Dann kann der Hund einen nicht von hinten anspringen.
    Wichtig ist hierbei Ruhe und eine souveräne Ausstrahlung.

    Dann sollte Dein Partner den Hund begrüssen, sobald dieser mit allen 4 Pfoten auf dem Boden ist.

  • Für mich klingt das nicht undebingt nach Beschwichtigungsversuchen, sondern völlig dreistem Anspringen aus Freude und aus "ey, wo warst du"...müsste man natürlich die Körpersprache sehe, um das beurteilen zu können, egal welche Gründe es hat, ich dneke alle 3 Methoden können funktionieren...

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