Schäferhund springt meinen Freund an

  • Hallo ihr Lieben...


    Es geht um meinen Schäferhund Kenny, 10 Monate alt und mitten in der Pubertät.

    Mein Freund und ich wohnen schon seit 3 Jahren zusammen, Kenny zog als Welpe bei uns ein...kennt uns also beide schon genau gleich lange.
    Ich bin oft schon früh von der Arbeit Zuhause, Kenny ist den ganzen Tag mit mir unterwegs. Mein Freund kommt gegen Abend und dann rastet der Hund natürlich total aus....er wedelt wie verrückt, winselt und springt meinen Freund an....dieser versucht ihn zu ignorieren und "schubst" ihn jedesmal runter...irgendwann kommt ein "nein" hinzu und wenn Kenny dann anfängt ihm mit den Pfoten ins Gesicht zu springen wirft er ihn auf den Boden. Das bringt nix (stört Kenny nicht^^) und ich hab schon soooo oft versucht ihm das zu erklären...aber er regt sich so abartig über den Grossen auf das er sich vermutlich einfach nicht mehr anders zu helfen weiss.

    Meistens kommt Hundi erst wieder runter wenn mein Freund den Raum verlassen hat oder ich ihn zu mir nehme und ein paar Kommandos durchgehe...also einfaches "sitz" und "platz".

    Komme ich zB Abends vom feiern nach Hause freut Kenny sich auch...er springt mich aber nicht an.

    Ich habe den Hund den ganzen Tag bei mir, erziehe ihn, gehe mit ihm aufn Platz, füttere ihn und übernehme alle Spaziergänge.
    Mein Freund kommt Abends ab und zu mit...sind wir am Wochenende draussen ist er natürlich auch dabei. Er ist sehr konsequent in der Erziehung, spielt aber auch gerne mit dem Hund (vermutlich mehr als ich...und auch "lustiger" weil er mehr Kraft hat) :)


    Was denkt ihr könnten wir machen?

    Ich habe an weg drehen gedacht, oder einen Keks nehmen und ihn auf seinem Platz ablegen.
    Ich habe mal versucht ihn jedesmal anzubinden wenn mein Freund nach Hause kommt, der vergisst aber fast immer zu läuten.

    Ich wäre echt Dankbar wenn mir jemand einen Sinnvollen Tipp geben könnte...etwas das wirklich funktioniert.

  • Hallo,
    so wie es klingt würde ich sagen, der Hund hält das wegschubsen oder auf den Boden werfen für eine tolle Rangelei.
    Dein Freund sollte versuchen möglichst ruhig und selbstverständlich reinzukommen.
    Und dann den Hund nicht beachten, höchstens leise Hallo sagen und kurz über den Kopf streicheln.
    Springt der Hund trotzdem, ist einfaches ruhiges wegdrehen vermutlich das Beste, den Hund also einfach ins leere springen lassen.

    Hat der Hund sich wieder eingekriegt, kann dein Freund ja hingehen oder ihn zu sich rufen und ruhig streicheln.

    LG

    P.S. es dauert natürlich bis man Erfolg hat, der Hund muss ja erst einmal verstehen, das er gestreichelt wird, wenn er ruhig ist.

  • Ich denke auch das ihm das weg schubsen Spass macht...und das aufn Boden werfen findet er bestimmt auch mega klasse.

    Das Problem beim weg drehen ist, das er dann einfach von hinten anspringt....und der geht auch nicht von sich aus wieder runter :hust: Es tut aber schon ein bisschen weh wenn so ein riesen Schäfi an einem hoch springt und zT auch noch mit den Pfoten im Gesicht rumkratzt. Vielleicht machen wir das mit dem weg drehen aber auch einfach falsch?


    Mein Freund sagt auch nix zum Hund...er kommt zur Tür rein, Kenny hört ihn und rennt zum Eingang und wedelt, mein Freund geht weiter und Kenny springt ihn an. Evtl. könnte er ihm ausweichen, dann müsste er sich aber SEHR schnell bewegen und ich bin mir sicher das er dann erst recht "lustig" wird.. |)

    Hundi braucht bestimmt 10min bis er wieder runter kommt.

  • Meine Schäferhündin hat mich auch lange angesprungen wenn ich nach Hause kam (oder morgens nach dem aufstehen,..)
    Bei ihr hat es geholfen, dass ich mich immer wieder weggedreht hab. Zumindest soweit, dass sie nicht mehr an mir hochspringt, sonden ohne Berührung neben mir in die Luft hüpft.
    (Bei uns ist es übrigens auch so, dass sie meinen Mann und mich gleichlang kennt, ich bin Hauptbezugsperson und meinen Mann hat sie noch nie angesprungen)

  • Zitat

    Mein Freund kommt gegen Abend und dann rastet der Hund natürlich total aus....er wedelt wie verrückt, winselt und springt meinen Freund an....dieser versucht ihn zu ignorieren und "schubst" ihn jedesmal runter...irgendwann kommt ein "nein" hinzu und wenn Kenny dann anfängt ihm mit den Pfoten ins Gesicht zu springen wirft er ihn auf den Boden.


    Ignorieren und schubsen/"nein" sagen/auf den Boden werfen schließt sich für mich gegenseitig aus ;)
    Ich habe den Eindruck, als ob sich Hund und Halter gegenseitig hochschaukeln. Wichtig wäre in der Situation, dass dein Freund sich von der Hektik des Hundes nicht anstecken lässt, sondern ruhig und souverän bleibt.

    Meine Maja hat als Junghund ähnlich reagiert. Ich hab dann immer auf dem Absatz kehrt gemacht und bin wieder raus. Nur wenn sie sich beherrscht hat, bin ich geblieben und habe ihr ruhig (!!) Aufmerksamkeit gegeben. So hat sie sehr schnell gelernt, dass sie mich und meine Aufmerksamkeit nur für ruhiges Verhalten bekommt.

  • Es fällt ihm leider sehr schwer ruhig zu bleiben, darum hatte ich gehofft das ICH etwas daran machen könnte.
    Ich versuch ihm mal zu erklären das er sich weg drehen und unbedingt mit dem schubsen aufhören soll.

    Aber was soll er denn machen wenn Kenny anfängt ihn von hinten anzuspringen?...wenn er ihm ganz ausweicht muss er ja schon fast weg "rennen".. :???:

  • warum nicht ein Kommando geben wie Sitz und bleib dann ausziehen und Hund muss sitzen und dann wirst du begrüßt und erst dann gibts ganz ruhig ein Lecker für den Hund. Klar ist das anfangs sehr schwer weil ja eine andere Verhaltenskette besteht aber er wird es lernen und der Ablauf wird irgendwann reibungslos fuktionieren. Einfach wenn er aufsteht wieder sitzen lassen auch wenn es nervig ist. Mach ihm doch zur besseren Kontrolle eifach schon ein kleines Leinchen dran das dein Freund dann greifen kann wenn er heimkommt.

  • Für den Hund ist es ne Riesenparty, die da stattfindet.

    Strukturiert den Ablauf, damit der Hund Orientierung hat und ihr nicht gefangen seid in euren Vorahnungen, Ärger und Genervtsein.

    Bringt ihm bei, auf seinem Platz zu bleiben und unterbrecht das Ritual der Riesennachhausekommgaudi :party: :cooler:

  • Zitat

    Es fällt ihm leider sehr schwer ruhig zu bleiben, darum hatte ich gehofft das ICH etwas daran machen könnte.
    Ich versuch ihm mal zu erklären das er sich weg drehen und unbedingt mit dem schubsen aufhören soll.

    Aber was soll er denn machen wenn Kenny anfängt ihn von hinten anzuspringen?...wenn er ihm ganz ausweicht muss er ja schon fast weg "rennen".. :???:

    Dann muss er es eben lernen ruhig und souverän zu bleiben. Schätze mal, dein Freund ist schon genervt, bevor er überhaupt zur Tür rein kommt und das spürt der Hund natürlich, daher sollte er an sich arbeiten und ich bin mir sicher, wenn er das dann drauf hat, klappt es auch mit dem Hund ;)

  • Zitat

    Es fällt ihm leider sehr schwer ruhig zu bleiben, darum hatte ich gehofft das ICH etwas daran machen könnte.
    Ich versuch ihm mal zu erklären das er sich weg drehen und unbedingt mit dem schubsen aufhören soll.


    Dein Freund, ein erwachsenes vernunftbegabtes Wesen, schafft es nicht, ruhig zu bleiben, aber ein Junghund soll das können? :???:

    Zitat

    Aber was soll er denn machen wenn Kenny anfängt ihn von hinten anzuspringen?...wenn er ihm ganz ausweicht muss er ja schon fast weg "rennen"..


    Das ist genau der Grund, warum ich bei meiner durchgeknallten Junghündin wieder aus der Tür raus bin. Sie hat mich nämlcih auch immer von hinten angesprungen und sich auch noch in meinen Pullover verbissen. Jede Aktion meinerseits hat sie noch mehr animiert. Ein kurzer Aufmerksamkeitsentzug in Form von aus der Situation rausgehen hat bei ihr Wunder gewirkt.

    Man kann das natürlich auch über eine Platzzuweisung/ein Kommando regeln, aber das muss man dann auch auch souverän und kompromisslos durchsetzen.

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