Agility mit Border Collie

  • Hallo liebe Hundefreunde ;) ,
    ich überlege mir im Frühjahr einen Boder Collie (Showzucht)
    anzuschaffen. Da ich mich schon etwas informiert habe, las
    ich in mehren Foren das Boder sehr viel Action und auch (Kopf)arbeit
    brauchen, würde ich später (natürlich nur wenn es auch dem Hund
    Freude macht) gerne mit Agility anfangen! Vielleicht könnt ihr mir ein paar
    Tipps geben: Z.b. würde mich interessieren ab welchem Alter ihr mit
    Agilitiy angefangen habt. In einem anderen Forum habe ich gelesen das man
    das erst ab 1Jahr anfangen soll( weil die Knochen noch weich und verformbar
    sind). Stimmt ihr dem überein??? :???: Außerdem würde ich gerne wissen ob
    ihr Agility schon in Verbindung mit Hundeschule angefangen habt. Kennt ihr
    vielleicht Übungen die man auf normalen Spaziergängen machen kann und die
    die Vorraussetzungen für Agility geben??? Oder haltet ihr eine andere Sportart
    für den Border Collie für sinnvoller???
    Ich würde mich über viele hilfreiche Tipps sehr freuen!
    Danke schon mal im Voraus :smile: !
    Liebe Grüße
    dogifan123

  • Ich halte gar nichts davon mit einem Border Collie Agility zu machen, es sei denn du findest eine reine Border Collie Gruppe. Die Border Collies die ich bislang beim Agility erlebt habe, waren permanent am kläffen, weil sie beim Agility total überdrehen und das nervt einfach total.

  • Hallo!
    Bevor du dir wirklichen eine Border anschaffst, solltest du dich auf jeden Fall sehr gründlich über diese Rasse informieren. Ein Border ist auf keinen Fall ein "Nebenbeihund" und hat bestimmte Anforderungen an seinen Halter und an die Beschäftigung. Mach dir auf jeden Fall klar, warum diese Rasse gezüchtet wurde. Auch, wenn du dir einen Hund aus der Showline holst, so hat er das Hüten im Blut. Und genau DAS macht einen Hütehund aus und genau DAS macht ihn erst richtig glücklich.
    Ein Border möchte ausgelastet werden, das ist richtig. Leider sehe ich im Moment aber sehr viele Hütehunde (Boder, Aussies und co), die einfach nur total hochgepusht wurden. Sie beginnen Autos, Radfahrer, Kinder oder Anderes zu hüten. Die Halter sind restlos überfordert und geben die Hund dann irgendwann ab oder lassen die Hunde ihr dasein fristen.
    Grundsätzlich sieht man sehr oft Border im Agility und auch im Flyball. Diese Sportart ist aber nur bedingt geeignet. Ich gehe davon aus, dass dein Hund als Familienmitglied und nicht als Sportgerät angeschafft wird, oder? Dann geh mit ganz viel Ruhe ans Training und lass dir nicht einreden, dass der Hund auf jeden Fall VIEL Bewegung braucht.
    Das erste Jahr solltest du gar nichts, wirklich gar nichts im Bereich von Hundesport machen. Lass den Hund den Alltag kennen lernen. Üb Leinenführigkeit und entspanntes Verhalten in allen Situationen. Und vorallem: BRING DEM HUND RUHE UND ENTSPANNUNG BEI!!! Anfangs muss man den Junghund vielleicht dazu "zwingen" aber glaub mir, das macht sich bezahlt. Ansonsten hast du später einen Hund, der 24 h bespaßt werden möchte, völlig überdreht und vor Stress krank wird.
    Du kannst es mit Agility dann mal probieren. Du musst aber sehr viel Selbstdisziplin haben. Ich führe ja selbst einen Hütehund (Aussie) im Agility. Sie ist aber nicht mein erster Hund. Ich habe auch im Training sehr viel Wert auf ruhige Arbeit gelegt und mache das noch immer. Fährt sie im Training hoch, bekommt sie eine Pause. Anfangs musste ich die häufiger einsetzen. Jetzt arbeitet sie ruhug und konzentriert.


    Was man mit Hütehunden recht gut machen kann ist Nasenarbeit. Mantrailing, Personensuche, Fährte etc sind Arbeiten, die sehr ruhig ablaufen.


    Mein Tipp an euch wäre, dass ihr euch mit mehreren guten Züchtern trefft und euch ein Bild der Hunde macht. LAsst euch berichten, wie diese den Alltag meistern und ihre Hunde erziehen/händeln.

  • Hallo,


    in manchen Städten gibt es doch auch Hüte Hund Gruppen.
    Kann mir Agility bei einem Border Collie am Anfang noch Spannend finden, aber wenn der das mal komplett Draußen hat, wird es auch schon wieder Langweilig.
    Ich bin (und jetzt bitte keine :headbash: :headbash: :headbash: ) immer der Meinung, wenn man einen Hund hat, der Eigentlich für Arbeit gezüchtet wurde, Sollte dies auch Möglich sein, ihm diese Natur getreu zu Ermöglichen.


    Einem Hüte bzw. Treib Hund das Agility anzubieten als Ersatz für seine Eigentliche Bestimmung Finde ich Persönlich Fragwürdig.

  • Hast du dich mit Agilitymal beschäftigt? Warum sollte das einem Hund (oder auch Border) langweilig werden. Kein Parcours ist wie der Andere. Die Hindernisse werden immer anders gestellt. Der Hund hat also keine Change sich die Reihenfolge zu merken oder so.
    Ich hab eher ein Problem damit, dass viele einfahr nur viel zu sehr hochdrehen. Nicht, dass dem Hund langweilig wird.
    Zum Thema Bestimmung kann ich nur sagen, dass ich dem generell zustimme. Das lässt sich nur leider nicht immer so umsetzen. Auch bei anderen Rassen nicht.
    Es gibt aber auch Ausnahmen unter den Hunden. Emma hat mit Schafen nicht wirllich was am Hut. Sie hatte mal ganz leichte Ansätze letzten Sommer gezeigt, als wir auf einer Schafwiese waren. Daraufhin haben wir das vor ein paar Wochen mal unter Anleitung probiert. Was soll ich sagen: sie hat sich neben die Schafe gestellt und mit denen Gras gefressen :lachtot: Aber das nur so nebenbei!


    So wie man bei einem Jagdhund sogenannte Jagdspiele machen kann, kann man dem Hütehund vielleicht mit Treibball eine ähnliche Beschäftigung bieten.
    Vielleicht meldet sich Corinna ja hier noch. Züchtet selbst und hütet auch mit ihren Bordern. Sie kann dazu bestimmt mehr sagen.

  • Zitat

    Z.b. würde mich interessieren ab welchem Alter ihr mit
    Agilitiy angefangen habt. In einem anderen Forum habe ich gelesen das man
    das erst ab 1Jahr anfangen soll( weil die Knochen noch weich und verformbar
    sind). Stimmt ihr dem überein??? :???:


    Na ja, was willst Du denn mit nem jüngeren Hund im Agi gross machen?


    Springen darf Hundi nicht wirklich bevor er ausgewachsen ist, Slalom ist auch tabu, die hohen Zonengeräte auch .... Die wenigsten Vereine haben eine Spezielle Junghundegruppe und in einer Hundeschule würde ich prinzipiell kein Agi machen.


    Ich habe mit meiner Jüngsten mit 7-8 Monaten angefangen sie einfach mal am Zonenende hinzustellen und zu füttern, das Ganze max. 5 min. Dafür braucht man nicht extra zum Agitraining zu fahren.


    Alles andere auch erst als sie schon nahezu ein Jahr war ... Und damit wir uns verstehen, mein Ziel ist NICHT Agi nur so ein bischen just for fun zu machen ... Mein Ziel mit der Kleinen sind Turniere im A3 und Teilnahme an Meisterschaften, WM-Qualis usw.



    Ja klar kann man auch schon früher was machen, wenn man weiss was man tut.


    Aber als Anfänger sollte man nicht mit irgendwas einfach mal so anfangen, schon gar nicht nur mit kurzen Anmerkungen irgendwo im Internet. Da schleichen sich schnell Fehler ein, die man später dann mühsam wieder raustrainieren muss.

  • Ich kenne ein paar Border Collies die im Agi zu finden sind. Ich finde es furchtbar!


    Gerade die Border Collies sind extrem Reizempfindlich und neigen daher zum "hochpushen". Im "Idealfall" (Achtung, Ironie!) denkt der Besitzer bei einem rumspringenden Hund er sei unterfordert und pusht weiter.
    Im 1. Jahr würde ich nichts großartiges machen, einfach weil du mit Ruhe beibringen und der Grunderziehung genug zu tun haben wirst. Du kannst den Hund vielleicht mal über am Boden liegende Stangen laufen lassen um die Koordination zu fördern, aber das wars dann auch schon an "Agility".



    Weisst du über die "negativen" Eigenschaften bescheid (Thema Jagdtrieb und so)?

  • Nicht alle Border sind so wie beschrieben.


    Meine Zuechterin hat den Welpen von Anfang an Ruhe beigebracht. Drinnen Ruhe, draussen Action. Das musst du fortfuehren. Wenn du denen Ruhe beibringst, kannst du schon nen konzentrierten Border haben.


    Ja, Agi beginnt mit einem Jahr circa.


    Was man bis dahin machen kann? Grundegehorsam, Shaping-Uebungen, sozialisieren. Eher Zerr-als Ballspiele....


    Wir haben nen Junghund-Agi-Kurs.



    Ich kenn auch klaeffende Boders und Aussies, meine Huendin interessiert das nicht.

  • Wir haben hier einen Jungspunt von 5,5 Monaten. Der lernt erst einmal Ruhe, Ruhe und nochmal Ruhe.
    Im Agility hat er bisher nur Tunnel gemacht. Er lernt zu warten und nur auf Kommando loszulaufen. In ein paar Wochen darf er die Kontaktzonengeräte lernen, aber die werden ganz runter gestellt. Sprünge kommen erst wenn er etwa ein Jahr ist und die sind dann von ganz geringer Höhe.
    Er wird geclickert und bietet von selbst schon Sachen an die man prima trainieren und verfeinern kann. Er fährt nicht hoch, läßt sich immer und überall abrufen und er ist still. Wir lassen es langsam angehen und Übungen zum Gehorsam dauern nur ganz kurz und wir sind verblüfft wie gut das klappt. Wer vorher jagdbegeisterte Hunde ausgebildet hat, ist nur erstaunt und freut sich. Spaziergänge sind Spaziergänge. Da darf er flitzen und spielen. Man sieht richtig wie entspannt er ist und wie er seine Umwelt kennen lernt. Angst hat er keine. Hibbelig ist er auch nicht und wenn er schläft, dann schläft er. Er geht von alleine auf seine Decke, auch wenn sich die Familie in einem anderen Raum aufhält. Bietet man ihm lernen an, schaltet er sofort in den Arbeitsmodus und ist voll dabei, manchmal übereifrig. Da muß man schon mal abbrechen und Ruhe einkehren lassen. Das ist bei ihm aber kein Problem.
    Er ist für mich ein Traumhund und eigentlich habe ich mir das Zusammenleben mit einem BC aus Hütelinie schlimm vorgestellt. Er ist aber nicht mein Hund, sondern gehört meiner Tochter und sie arbeitet auch mit ihm.
    Am Wochenende kann er sich Schafe anschauen und wir werden sehen ob sie ihn interessieren. Dann wird später Hütetraining gemacht. Falls er Spaß hat bieten wir ihm noch Obedience an. Wir sind in einem Verein und haben viele Möglichkeiten. Schaun wir mal.


    Gruß Terrortöle

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