Plötzlicher Anfall von Aggression

  • Hallo,

    Ich hab hier grad ein riesiges Problem und mach mir wahnsinnige Sorgen.

    Mein Chuck (5 Jahre alt, Rüde), eigentlich ein total lieber Hund und Zuhause immer sehr ruhig und entspannt spielt seit 10 Minuten total verrückt.

    Angefangen hat es damit, dass ich zur letzten kurzen Runde raus wollte. Ich näherte mich seiner Matratze, wie immer mit "Chucky, koooooomm, Gassi wuhuuu" (so ungefähr) - es kam keine Reaktion. Dann holte ich die Leine und wackelte damit rum, denn manchmal ist er schon ein wenig schwer von Begriff und versteht nicht/ will nicht verstehen, was ich meine. Keine Reaktion, aber er war wach.

    Naja, dann dachte ich halt, ich leine ihn einfach mal an und zupf leicht an der Leine, ein Wink mit dem Zaunpfahl sozusagen.... und dann kam das bösartigste Knurren, dass ich von ihm mir gegenüber je gehört hab. Ich konnte grade noch zurück springen, weil er einen Satz nach vorne gemacht hat und nach mir gebissen hat. Ich war ziemlich verstört, denn beißen tut er normalerweise nicht.

    Deshalb bin ich erst mal in sichere Entfernung, denn er hat sich immer noch nicht beruhigt. Er hört nicht mehr auf zu Knurren, schnappt wild in die Luft, es sieht aus, als würde er einen Hund in der Ecke angreifen (der nicht existiert). Er wirkt, als würde er Schlafwandeln.

    Ich will ihn sofort in die Klinik bringen, aber ich weiß nicht, wie. Bei jedem Annäherungsversuch erstarrt er und nimmt mich ins Visier, droht eindeutig. Ich habe/hatte nie Angst vor meinem Hund, aber das ist grad echt nicht ohne. Ich hab mir überlegt, ob ich mich einfach drauf werfen soll, damit ich ihm das Maulkorb rumtun kann.. aber ich hab Angst ihn zu verletzen oder (wenn auch nicht die Hauptsache) ich verletzt werde.

    Bitte, schnell! Ein Rat!

  • Soweit ich weiß, gibt es hier noch keinen Notdienst (Raum Nürnberg) bzw. soll es bald einen geben, der aber noch nicht ausgebaut ist. Ich werd schauen, ob ich irgendwo einen TA finde, der zu mir kommen kann.

    Oh mann, ich krieg die kriseeeeeeeeeeee.

    Ausweichen kann ich nur ins Bad, ich habe eine Einraumwohnung mit offener Küche. Allerdings läuft er nicht rum, bleibt auf der Matratze

  • Eigensicherung geht immer vor. Auch dabei.

    Laß den Hund für einige Zeit ganz in Ruhe, am besten gehst Du in einen anderen Raum - was auch immer das für ein Anfall ist, ich kann mir vorstellen, dass das bald genauso plötzlich wieder vorbei ist, wie es angefangen hat und er wieder leidlich normal ist.

    Ruf derweil in einer Tierklinik an, schildere dort, was los ist und frag um Rat.
    Möglicherweise kennen die dort wen, der Dir helfen kann. Ggf. gibt es leicht sedierende Medikamente, die Du dem Hund in einem leckeren Futterbrocken hinwerfen kannst?
    Auch eine Möglichkeit wäre es, jemanden von der Polizei-Hundestaffel hinzuzuziehen. Oder auch vom Tierschutz, da sind ja auch einige mit reichlich Erfahrung dabei. Auch gibt es da ggf. Equipment, um den Hund sicher einzu"fangen".

    Was Du gar nicht machen solltest - da jetzt allein was probieren. Nachher wirst Du verletzt und niemand weiß was davon.

    Hast Du richtig "gute" Hundeleute in der Nähe?
    Einen Trainer, den Du anrufen kannst - der zu Dir kommen kann?

    LG, Chris

  • Ich bin auch für die Notdienst...
    Kann auch sein, dass dein Hund wahnsinnige Schmerzen hat? Oder irgendwas stimmt nicht mit ihm ,sonst würde er nicht so auf dich reagieren. Klingt nämlich echt schlimm :/

  • Habe in der Klinik angerufen, die haben mir auch geraten, nicht in seine Nähe zu kommen und sobald er sich beruhigt mit ihm in die Klinik zu kommen.

    Ein paar Häuser wohnt ein Mann, der Hunde für die Rettungsstaffel ausbildet. Ich werde mal schnell rüber laufen und fragen, ob er mir helfen kann.

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