Schleppleinentraining-jetzt wird's gefährlich :/

  • Beim Rückruftraining wird das in die Leine laufen und dann gegen die "Mauer" rennen sogar geübt. Der Hund macht das 2 - 3 mal und dann nie wieder. Allerdings muss da natürlich vorher das Rückrufkommando kommen.

  • Zitat


    Ich 2 billige vom FN-die sind auch rund.
    Uns wurde dazu geraten (die biothane saugt sich sowie ich gesagt bekommen hab nicht mit Wasser voll),
    weil diese sich vollsaugt und diese im Schnee auch den Hund "abbremst".
    Damals lag Schnee, als ich sie kaufte ;-)

    Sorry, aber gerade diese dünnen Nylonstrippen sind der absolute Horror in meinen Augen. Vertüddeln sich immer und über all, nehmen Dreck, Wasser und Äste mit, bekommen Knoten (an denen sie dann im Ernstfall reißen) und verursachen so ziemlich die schlimmsten Brandblasen, die man sich vorstellen kann.
    Was ist denn das für ein Argument "der Hund soll "abgebremst werden"? :o0: Mal wieder typisch unqualifiziertes Personal im Zoo"fach"handel.... :/

    Letztendlich sollte beim Schleppleinentraining dem Hund die Leine so wenig wie möglich auffallen. Man will sie hinterher ja abbauen.

    Hier gibt's nen Thema zu den Vorteilen von Biothane:
    https://www.dogforum.de/post10680360.html

    Das Zeug ist zwar sauteuer, ich geb's zu, aber es ist auch unverwüstlich und für ordentliches Arbeiten das einzig wahre....

  • Zitat

    Ich möchte, dass Hund auf mich achtet und sage keinen Richtingwechsel an. Er soll aufpassen und nach mir gucken, und hören nur, wenns drauf ankommt. Und wenn er gut aufpasst, wird er belohnt. Ich mache die Wechsel so oft, bis er blickt, was ich will.


    Meine Erfahrung ist, dass mein Hund in Stress gerät, wenn ich " kreuz und quer " laufe.
    Seine ganze Körpersprache ändert sich.

    Ich kündige mein Handeln immer an und damit geht es ( für uns) tausendmal besser.

    Mein Hund kann so völlig entspannt neben mir her latschen .

    Ich schnalze mit der Zunge oder mache zumindest ein Zeichen, dass er weiss " jetzt muss ich aufpassen" .

  • Zitat

    Beim Rückruftraining wird das in die Leine laufen und dann gegen die "Mauer" rennen sogar geübt. Der Hund macht das 2 - 3 mal und dann nie wieder. Allerdings muss da natürlich vorher das Rückrufkommando kommen.


    Woher nimmst du diese Sicherheit? Einer meiner Hunde würde das 50 mal und mehr machen....

    Ausserdem muss man sich bewusst sein, dass so das Rückrufsignal negativ belegt wird. Da gibt es unterschiedliche Meinungen, aber ich persönlich möchte das nicht. Blöd genug, wenn es im Ernstfall mal passiert, aber bewusst provozieren möchte ich das nicht. Dafür habe ich ein aversiv verknüpftes Abbruchsignal.

  • Zitat


    Woher nimmst du diese Sicherheit? Einer meiner Hunde würde das 50 mal und mehr machen....

    Ausserdem muss man sich bewusst sein, dass so das Rückrufsignal negativ belegt wird. Da gibt es unterschiedliche Meinungen, aber ich persönlich möchte das nicht. Blöd genug, wenn es im Ernstfall mal passiert, aber bewusst provozieren möchte ich das nicht. Dafür habe ich ein aversiv verknüpftes Abbruchsignal.

    Natürlich ist jeder Hund verschieden, aber so wurde es uns eben auf dem Seminar, das ich besucht habe, vermittelt.
    Unsere hört auf Stopp und bleibt auch stehen, allerdings haben wir dort eben das Rückrufkommando geübt.

  • Zitat


    Ja, das Reinbrettern wird durch die 7m Leine schon vermieden, bzw. das er total reinbrettert.

    Auch ne 3 Meter Leine verhindert kein Reinbrettern, wenn Hundi was wirklich will.

    Also:
    – Schleppe ist in der Hand
    – Hund sieht Vogel (oder whatever) und startet durch
    – Kurz vor dem Reinbrettern, weil das Ende der Leine erreicht wurde, bleibst Du stehen und rufst "Stopp" (das machst Du zuverlässig und konsequent jedesmal, bevor er reinbrettert)
    – (so wirds anfangs sein:) er brettert trotzdem rein: Pech gehabt, Du hast ihm die Chance gegeben, das zu vermeiden
    – (so kann es sein, wenn Du immer konsequent zum richtigen Zeitpunkt "Stopp" gerufen hast:) er hält an, weil er gelernt hat, das "Stopp" => "jetzt häng ich gleich fest" bedeutet und weil er das vermeiden möchte.

    Des weiteren musst Du weder ein weiteres Verhalten abfragen noch sonst was tun. Es geht nur um die Verknüpfung zwischen dem Wort und dem Reinbrettern. Keine Belohnung, kein Alternativverhalten. Er kann die Warnung berücksichtigen oder nicht und Punkt. Sieh das nicht als Übung an, es handelt sich um einen reinen Negativ-Marker, eine erlernte Warnung quasi.

    Es ist Dir überlassen, ob Du weitergehst oder ihn rufst, wenn er reingebrettert ist. Das hat keinen Einfluss mehr auf die oben beschriebene Konditionierung.

  • Ich hab das Thema seit heut morgen verfolgt und habe ein ähnliches Problem mit meinem Dicken. Ich hab jetzt die Stop Übung auf dem Spaziergang eben angewandt mit einer 5 m Schlepp. Und siehe da: nach dem 3. Mal reinbrettern bleibt er beim stop rufen stehen!
    Wahnsinn! Vielen Dank für die guten Beschreibungen :)

    Gesendet von meinem GT-I9300 mit Tapatalk 4

  • Zitat

    Ich hab jetzt die Stop Übung auf dem Spaziergang eben angewandt mit einer 5 m Schlepp. Und siehe da: nach dem 3. Mal reinbrettern bleibt er beim stop rufen stehen!

    Super :gut: er wirds Dir danken!
    Erstaunlich, wie die Hunde diese relativ gewohnte, immer wiederkehrende Einschränkung vermeiden, wenn sie die Möglichkeit dazu bekommen.

    Mit diesem Signal lässt es sich übrigens auch ganz nett an der Leine toben (mit dem Menschen).

  • Zitat


    Okay, also er geht seine Nase nach, ich sag vorher Stop.
    Er wird beim erstem mal höchstwahrscheinlich nicht hören (wäre ja auch ganz toll :roll: )
    und gelangt an das Ende. Dann rufe ich ihn zu mir und dann die Übung wieder von vorne-richtig?

    Sollte ich dabei lieber stehen bleiben, oder auch laufen?

    Das ist Training aus der Zopfzeit.
    Das schaffst du nur, wenn du absolut auf den Punkt mit Strafreizen arbeitest.
    Ich bezweifle, dass du das kannst. Das mag frech von mir sein, weil ich dich nicht kenn, aber so wie du schreibst, verstehst du nicht was das überhaupt soll. Das ist eine schlechte Basis.

    Das ist Training über Meideverhalten.

    ABER!! fairer ist es, wenn du dem Hund ein STOPP beibringst, langsam die Schwierigkeit steigerst, an verschiedenen Orten übst, übst, dass ein Stoppimmer gilt, egal wo DU stehst, wie weit der Hund entfernt ist...ect.
    Dafür bietet sich der Garten an. Bringe dem Hund bei, zu stoppen! Überall.

    Wenn du damit fertig bist, gehts mit Schleppleine weiter.

    Dann gehst du auf eine Wiese, wirfst einen Ball über seinen Kopf, der Hund steht...
    Du wirfst den Ball, der Hund darf rennen, aber muss auf halber Strecke STOPPEN!

    Wenn du damit fertig bist und der Hund immer noch meint dich und deine Signale zu ignorieren, dann nimmst du die Schleppleine 26 m...wirfst einen Ball, der Hund rennt, du sagst Stopp, er stoppt nicht.......


    STOPPPPPP!
    Da stoppt Hund ja plötzlich....na kein Wunder, du hast es ihm mit viel Geduld beigebracht :D

  • Wo bitte ist da Meideverhalten und wo der Strafreiz? Ich find Deine Aussagen ziemlich vermessen, vor allem, wenn Du Begriffe nutzt, die null und nichts mit dem beschriebenen Aufbau zu tun haben und dabei andern noch Unwissen unterstellst.

    Ich finds mehr als fair, dem Hund das Reinbrettern anzukünden wie ihn tausend Mal reinbrettern zu lassen...

    Jemandem zu unterstellen, er könne den richtigen Zeitpunkt nicht bestimmen, ist tatsächlich mehr als frech. Dafür kann man übrigens nen Knoten zwei Meter vor Ende der Schleppe machen und so den Zeitpunkt sogar fühlen.

    Ich vermisse den Übungsaufbau deiner mir völlig unschlüssigen Version. "Bringe deinem Hund Stopp bei" ist einfach gesagt. Nur wie? Schlussendlich ist das hier

    Zitat

    genau dasselbe, nur mit 26 Meter durchaus Lebensgefährlich. Und mit von dir geworfenem Ball definitiv extrem unfaires Training. DAS ist Zopfzeit! Da krieg ich nen Hals, ehrlich...

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