Schleppleinentraining-jetzt wird's gefährlich :/

  • Zitat

    ABER!! fairer ist es, wenn du dem Hund ein STOPP beibringst, langsam die Schwierigkeit steigerst, an verschiedenen Orten übst, übst, dass ein Stoppimmer gilt, egal wo DU stehst, wie weit der Hund entfernt ist...ect.
    Dafür bietet sich der Garten an. Bringe dem Hund bei, zu stoppen! Überall.

    Wenn du damit fertig bist, gehts mit Schleppleine weiter.

    Dann gehst du auf eine Wiese, wirfst einen Ball über seinen Kopf, der Hund steht...
    Du wirfst den Ball, der Hund darf rennen, aber muss auf halber Strecke STOPPEN!

    Wenn du damit fertig bist und der Hund immer noch meint dich und deine Signale zu ignorieren, dann nimmst du die Schleppleine 26 m...wirfst einen Ball, der Hund rennt, du sagst Stopp, er stoppt nicht.......

    windi09: du solltest richtig lesen :???:
    Liv beschreibt den Trainingsaufbau für ein " Stop" doch hier.

    Und Meideverhalten ist, wenn der Hund so dermassen in die Leine brettert und das Ganze so unangenehm ist, dass er das beim nächsten Anlass nicht mehr tut.

    Und genau das nutze ich, wenn ich dem Hund nicht vorher beibringe, was ich mit Stop meine, sondern einfach mal rufe und den Hund in die Leine rennen lasse.

  • Ich habs nochmals gelesen und finde nirgends WIE ich ein Stopp beibringe. Ich lese nur von langsamer Schwierigkeitssteigerung, an div. Orten, Distanzaufbau (also einfach die Grundsätze von Verhaltensaufbau).

    Aber wahrscheinlich kann ich wirklich nicht lesen.

    Das Prinzip nennt sich negative Verstärkung: Wiki meint dazu: "Von negativer Verstärkung wird gesprochen, wenn ein unangenehmer Reiz entfernt wird. Die negative Verstärkung führt – wie die positive Verstärkung – zu einer Erhöhung der Auftretenswahrscheinlichkeit von Verhalten. (In vielen Fällen ist sie sogar noch wirkungsvoller als positive Verstärkung.) Eine Verstärkung kann auch darin bestehen, dass ein (z. B. angstauslösendes) Ereignis in der Umwelt des Organismus vermieden wird und die Rate des Verhaltens daraufhin ansteigt.
    Achtung: Negative Verstärkung darf nicht mit Bestrafung verwechselt werden, die die Auftretenshäufigkeit von Verhalten reduzieren (!) soll! Die Negative Verstärkung wird nicht deshalb als „negativ“ bezeichnet, weil etwas „Negatives“ (z. B. ein Stromstoß oder die Anwesenheit eines angstauslösenden Objekts) beendet wurde. Vielmehr leitet sich der Begriff von der gewissermaßen inversen Anwendung (etwas wird weggenommen) der Verstärkungsprozedur her."

    In diesem Fall ist das Reinbrettern das unangenehm einschränkende, ggf. schmerzauslösende Ereignis, welches durch ein Signal vermieden werden kann. Ich weiss nicht, was dran negativ sein soll. Das Ereignis findet sowieso statt, ob ich was sage vorher oder nicht.

    Zitat

    Und Meideverhalten ist, wenn der Hund so dermassen in die Leine brettert und das Ganze so unangenehm ist, dass er das beim nächsten Anlass nicht mehr tut.

    Ja, klar. Ich geb mit meinem verbalen Signal dem Hund die Möglichkeit, das Ereignis zu vermeiden. Von generiertem Meideverhalten würde ich dann sprechen, wenn ich die Schleppe an einen Pflock binde und der Hund immer genau 20 Meter zur Verfügung hat. Dann würde er es auch rasch lernen, nur leider haben wir das Ding ja in der Hand und bewegen uns dazu noch.

  • Zitat

    Ich habs nochmals gelesen und finde nirgends WIE ich ein Stopp beibringe. Ich lese nur von langsamer Schwierigkeitssteigerung, an div. Orten, Distanzaufbau (also einfach die Grundsätze von Verhaltensaufbau).

    .

    Möchtest du erklärt bekommen, wie man ein Stopp trainiert?
    Das ist doch das 1 x 1 im Hundetraining. SITZ, PLATZ, STEH, FUSS...

    Sitz bringt man auch nicht über: "in die Leine reinbretten" und 2 m vorher "Sitz" schreien bei.
    Oder lernt man das im Seminar :headbash:

  • Kurzer Bericht-hab es gleich heute mal versucht :)

    Ich habe es allerdings nicht mit Schleppleine, sondern mit Halsband und normaler (2m) Leine probiert.
    Jack lief auf der Wiese rum, bevor die Leine gestrafft war, sagte ich "Stopp".
    Mein Tonfall war dabei ernst gemeint, aber nicht ärgerlich.
    Jack versuchte es 4 mal-dann blieb er stehen und schaut mich an.
    Seine Blicke "Hä? Was denn jetzt los?!".
    Ich rief ihn zu mir und er kam und bekam auch ein feines Lob.
    Ich habe diese Übung heute Abend 6 mal erfolgreich wiederholt.

    Finde ich super.
    Ich werde es dann, wenn es Morgen den ganzen Tag auch so toll funktioniert auf eine Schleppleine erweitern.
    Diese knote ich aber erst mal bei 5m zu.

    Wow-bin gespannt wie er sich morgen macht :) :gut:

  • Zitat

    Sorry, aber gerade diese dünnen Nylonstrippen sind der absolute Horror in meinen Augen. Vertüddeln sich immer und über all, nehmen Dreck, Wasser und Äste mit, bekommen Knoten (an denen sie dann im Ernstfall reißen) und verursachen so ziemlich die schlimmsten Brandblasen, die man sich vorstellen kann.
    Was ist denn das für ein Argument "der Hund soll "abgebremst werden"? :o0: Mal wieder typisch unqualifiziertes Personal im Zoo"fach"handel.... :/

    Letztendlich sollte beim Schleppleinentraining dem Hund die Leine so wenig wie möglich auffallen. Man will sie hinterher ja abbauen.

    Hier gibt's nen Thema zu den Vorteilen von Biothane:
    https://www.dogforum.de/post10680360.html

    Das Zeug ist zwar sauteuer, ich geb's zu, aber es ist auch unverwüstlich und für ordentliches Arbeiten das einzig wahre....


    Solche Schleppi hat der FN auch-leider nicht, als ich sie mir gekauft hatte.
    Ja, ich hätte lieber warten sollen, aber meine Vorfreude/Kauffreude war da größer :headbash:
    Das mit dem Ast, Dreck und Wasser stimmt.
    Ich muss meine immer danach auswaschen, weil die sonst voll anfängt zu stinken.
    Ich hab ja am Samstag Geburtstag und meine Mutter weiß nicht,
    was sie mir schenken soll, da ich den Mixer für das Barfen schon hab-jetzt hab ich eine Idee :D

  • Sehr schön!
    Wenn du jetzt das STEHEN belohnen möchtest, kannst du das, indem du variabel belohnst.
    Wenn du ihn danach immer heranrufst, hast du eine Verhaltenskette und er wird irdenwann entweder auf STOPP sofort kommen, oder zumindest den Drang haben.
    Das kann in 30 m Entfernung blöd sein.

    Wenn ich STOPP übe, wenn Hund auf mich zuläuft, verknüpfe ich es mit einem Handzeichen. HAND/Arm nach oben. Praktischerweise ist in der Hand ein Leckerchen, was ich dem Hund dann in den Schnabel werfe, wenn er steht.
    Stopp von mir weg kann mit einem Ball belohnt weren, der dann über den Hundekopf in Laufrichtung fliegt.

    Ich finde es auf jeden Fall toll, dass du den Hund nicht "reinbrettern" lässt.

  • Zitat

    Wenn du jetzt das STEHEN belohnen möchtest, kannst du das, indem du variabel belohnst.
    Wenn du ihn danach immer heranrufst, hast du eine Verhaltenskette und er wird irdenwann entweder auf STOPP sofort kommen, oder zumindest den Drang haben.

    DAS wollte ich auch ergänzen :gut:
    Bei mir ist ein Stop ein Stop und kein " okay, dann lauf ich mal zu Frauchen" , denn das kann passieren, wenn du ihn ranrufst ( hat Liv ja erklärt).

    Wenn Bandit voraus läuft und von vorn oder von hinten kommen z.b. Radfahrer, soll er stehen bleiben und nicht auf dem Weg rumeiern.

    Deswegen bedeutet Stop " Bewegungsverbot" bis ich ihn abhole.

  • Zitat

    Wenn Bandit voraus läuft und von vorn oder von hinten kommen z.b. Radfahrer, soll er stehen bleiben und nicht auf dem Weg rumeiern.

    Deswegen bedeutet Stop " Bewegungsverbot" bis ich ihn abhole.

    Zwei von meinen 4 Hunden nehmen/nahmen das so ernst, dass der häufigste AUSLÖSER (also Radler zum Beispiel) das Signal zum sofortigen STOPP ist. Und zwar ohne, dass das gefordert wird.

    Eine Hündin trieb es so weit, dass sie sich selbst auf die Klingel der Radler konditionierte und in Platz fiehl beim ertönen einer Klingel (okay, issen Border :smile: ...die machen "Schnellverknüpfung"...dieselbs ist auch auch die Bahnjägerin gewesen...also alles hat immer 2 Seiten oder "Nobody is perfekt" :D )

    Der Collie hat verknüpft: STRASSE ist Stopp (eigentlich wollte ich ihm beibringen die Strassenkante als Barriere zu sehen :D ...naja...ich kann ja noch ausbessern..)


  • Ja, ich würde gerne das stehen belohnen, dass hätte ich auch gestern.
    Wie sieht es aus mit "fester" Belohnung, also ich nehme Muskelfleisch.
    Sollte ich es zu ihn hinwerfen oder soll ich zu ihm hingehen?
    Beim hinwerfen wird er dem Leckerli nach gehen,
    aber wenn ich in seine Richtung gehe, dann denkt er dass es weiter geht.

  • Ja das kann passieren. Deswegen macht es meiner Meinung nach Sinn, das sauber zu trainieren und den Hund frei zu geben.
    Zumindest mach ich das so.
    So kann ich auch an ihm vorbei laufen, ohne dass er mitgeht.

    Wenn ich z.b. zu meinem Kind gehe, welches sich vor dem Hund aufhält, möchte ich an ihm vorbei gehen können, ohne dass er mitlatscht.

    Ich hab also jede angedeutete Bewegung seinerseits abgebrochen , so dass ihm klar war, dass er auf mich und das Freigeben warten muss.

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