Was tun, wenn der Welpe knurrt?
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Meine Maika ist jetzt seit 4 Tagen bei mir.
Sie hat schon am zweiten Tag angefangen, Hunde anzuknurren, die ihr zu nahe gekommen sind.
Sie tut es nicht bei jedem und nicht in jeder Situation. Am ehesten scheint es zu sein, wenn sie bei mir Schutz gesucht hat. (also in der Nähe von meinen Beinen ist)
Ich weiß nun nicht, wie ich mich richtig verhalte.
Einerseits denke ich, es ist nicht gut, sie hochzuheben, wenn sie gegen ihren Willen beschnuppert wird.
Andererseits knurrt sie ja, weil sie genau das nicht will.
Ein anderer Hundebesitzer, der schon mehrere Welpen hatte, hat mir gesagt, ich soll ihr das Knurren sofort verbieten, weil sie es sich sonst angewöhnt. Aber an anderer Stelle habe ich auch schon gehört, dass Hunde, denen man das Knurren verbietet, irgendwann dazu übergehen, gleich ohne Vorwarnung zu beißen, wenn sie etwas nicht wollen.
Ja, wie mache ich es nun richtig?

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Ich würde da gar nichts verbieten. Ich würde es erst gar nicht zu so einer Situation kommen lassen.
An der Leine ist Kontakt eh immer schwierig, deshalb würde ich meine Hündin (auch schon als Welpe) nicht mit anderen zusammen lassen. Sollt so etwas doch vorkommen, dann musst du das für deinen Welpen regeln, schick den anderen Weg, blocke ihn, wenn er zu aufdringlich wird (in dem Sinne, stell dich vor sie, schieb ihn mit dem Fuß weg oder mach dich nur groß und bedrohlich).
Ich hab hier auch so einen Hund(Dackelmix), der nie wirklich den Kontakt mit Artgenossen - vor allem an der Leine - mochte und mag. Ohne Leine ist kein Problem, aber wenn es ihr zuviel wird, dann sucht sie auch bei mir Schutz und dann greife ich auch ein!
Letztens waren wir bei Freunden grillen, mein Hund war dabei, sie haben auch einen Pinsher in Amys Alter. Sie haben total gespielt und alles supi, plötzlich springt mir Amy panisch auf den Schoss, und das ist ihre Art mir zu zeigen, dass sie meine Hilfe braucht. Dann wurde Kusco, der Pinsher, von mir weggeschickt und schon war alles wieder gut.
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Sie beschützen und verhindern, das sie beschnuppert wird, wenn sie es nicht will!
Dann lernt sie, das sie sich auf Dich verlassen kann und braucht nicht knurren! -
Zitat
deshalb würde ich meine Hündin (auch schon als Welpe) nicht mit anderen zusammen lassen.
huch.... ja, und wie wird der Hund dann mit anderen Hunden sozialisiert?
Mein Ziel ist es, sie gerade jetzt, wo sie noch so jung ist, mit so vielen Hunden wie möglich in Kontakt zu bringen. Was du schreibst, klingt jetzt gerade andersrum.
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Du schreibst doch, sie knurrt nicht bei jedem Hund.
Also laß Kontakt zu den Hunden, die sich nicht fürchtet, zu.
Das reicht für den Sozialkontakt mit anderen Hunden. Sie muß nicht jeden Hund gut finden.Verbiete ihr das Knurren bitte nicht. Ein Hund der nicht knurren darf, wird wahrscheinlich später ohne Warnung beißen.
Gaby und ihre schweren Jungs
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Zitat
Sie beschützen und verhindern, das sie beschnuppert wird, wenn sie es nicht will!
Dann lernt sie, das sie sich auf Dich verlassen kann und braucht nicht knurren!Das klingt jetzt schon wieder anders, obwohl Du wahrscheinlich genau das gleiche meinst wie Napffüllerin.
Trotzdem bleibt die Frage mit dem Sozialisieren. Ich will ja, dass sie irgendwann mit allen Hunden gut auskommt und weder ständig an meinem Rockzipfel hängt noch aggressiv auf andere losgeht.
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Zitat
huch.... ja, und wie wird der Hund dann mit anderen Hunden sozialisiert?
Mein Ziel ist es, sie gerade jetzt, wo sie noch so jung ist, mit so vielen Hunden wie möglich in Kontakt zu bringen. Was du schreibst, klingt jetzt gerade andersrum.
Bloss nicht. Den Fehler habe ich auch gemacht - das badest Du dann noch Jahre später aus, denn ein Hund der immer sofort zu jedem anderen Hund hinwill, um Party zu machen ist sehr anstrengend.
Wir schicken unsere Kinder (sorry, für solche Vergleiche, ich finde sie eigentlich auch doof) auch nicht als Babies in ein volles Fussballstadion, sondern bauen Kontakt zu anderen MEnschen langsam auf.Hundekontakt langsam, nicht an der Leine und mit ausgewählten Hunden von Bekannten. Man lernt ja ne Menge Leute kennen als Welpenbesitzer. Such Dir einfach die aus, deren Hunde auch eher zurückhaltend sind un und verabrede DIch mit denen auf ner Wiese oder geht gemeinsam ein Stück Gassi.
Knurren ist ein Warnsignal. Wenn man es verbietet wird im Zweifel irgendwann sofort zugebissen.
Es ist Dein Job, die anderen Hunde zu blocken oder gleich vorher auszuweichen.Anders ist es, wenn es das Knurren zu einer Ressourcen-Verteidigung wird. So nach dem Motto: MEIN Frauchen. Da würde ich Deinen Wautz dann einfach ignorieren oder kurz wegschicken.
Aber Dein Wauz ist ja erst 4 Tage bei Dir, hat gerade den Schock ihres Lebens hinter sich und ist wahrschienlcih noch ziemlich verstört und durch den Wind. Lass sie erst mal in Ruhe ankommen und konzentrier Dich auf die Stubenreinheit und das gemeinsame Kuscheln. Der Rest kommt früh genug. Mir wurde damals gesagt in der ersten Woche gar nix mit dem Hund zu unternehmen und ich fand das einen guten Ratschlag. -
Zitat
Ich will ja, dass sie irgendwann mit allen Hunden gut auskommt und weder ständig an meinem Rockzipfel hängt noch aggressiv auf andere losgeht.
Das ist unwahrscheinlich. Jala hat als Welpe/Junghund wirklich mit allen (!) Hunden gespielt, getobt oder sich zumindest neutral verhalten.
Ich dachte: Bingo!
Doch ein erwachsener Hund mag in den seltensten Fällen wirklich alle (!) Hunde.
Jala hat heute ihre "festen Freunde" - fremde Hunde nun ja, manche mag sie, es entwickelt sich vielleicht sogar mal ein kurzes Spiel, meist jedoch nur ein gegenseitiges Beschnuppern und schnell geht wieder jeder seiner Wege, häufig jedoch auch "Kamm stellen" und nicht mögen...

Ein Hund - so hab ich mittlerweile gelernt - muss genauso wenig wie ein Mensch alle anderen Hunde (Menschen) mögen

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Mein Ziel ist es, sie gerade jetzt, wo sie noch so jung ist, mit so vielen Hunden wie möglich in Kontakt zu bringen.Es geht nicht um die Quantität der Kontakte sondern um die Qualität. Es muss auch nicht mit jedem Hund gespielt werden, sondern es reicht wenn man sich mal umrundet und beschnüffelt hat und festgestellt hat, es gibt Hunde mit platten Nasen, es gibt große, es gibt kleine, es gibt Kringelschwänze usw.
Aber was ganz anderes. Mir scheint du bist Ersthundehalterin? Hol dir doch einen Trainer hinzu, der dich dabei unterstützt, das Verhalten richtig zu deuten und dir Empfehlungen gibt, wie du am Besten in der jeweiligen Situation reagierst.
Grade jetzt ist es ja wichtig, dass ihr nen guten Start habt und du weder übervorsichtig, noch zu locker bist :) -
Zitat
huch.... ja, und wie wird der Hund dann mit anderen Hunden sozialisiert?Du hast aber nur einen Teil meines Posts scheinbar gelesen oder? Es ging darum sie NICHT an der LEINE zusammen zu lassen. Ohne darfst du das natürlich, solltest aber trotzdem ein Auge darauf haben. Gut geht sowas auch in einer Welpenspielstunde.
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