Echte Wölfe und blöde Fragen

  • Nö, eigentlich nicht. Klar, wenn sie satt sind gibt es auch Phasen, in denen sie rumliegen, aber meine Schäfchen haben den ganzen Tag über was zu tun. Eines passt auf und meldet, wenn irgendwas komisch ist oder die Futterlieferanten kommen. Die jüngeren und Lämmer rennen und springen den ganzen Tag durch die Gegend, auch auf die Alten drauf. Wenn der Kindergarten groß ist, dann passen abwechselnd verschiedene Altschafe auf, während die Kleinen beim Vater und den Tanten geparkt werden, fressen die Muttis. Auch die älteren Schafe springen gerne mal wie angepiekt durch die Gegend und haben Spaß. Natürlich nimmt die meiste Zeit das Fressen ein, aber manche Sorten klettern sehr gern. Sie putzen sich gegenseitig und sind auch neugierig. Wirklich faul in der Gegend rumliegen tun meine Schafe dann, wenn die Wiese sehr satt ist und es relativ warm. Schafe helfen sich auch gegenseitig. Sind Bäume auf den Weiden, an deren Ästen die Schafe knabbern können (und dürfen), dann klettern sie am Stamm hoch, um größer zu sein. Manchmal dient ein Schaf als Aufstieghilfe während ein anderes die Äste runterholt. Sich gegenseitig boxen und Schaukämpfe kommen auch zwischen den Damen vor, gern dann, wenn ein Aulamm in der Herde bleibt und irgendwann so erwachsen ist, dass es mal Grenzen austestet und auch gern nach dem Scheren - da erkennen sich die Schafe scheinbar nicht gleich wieder. Gib denen Bälle und sie spielen auch damit.

  • Glennkill halt ;)

    Das erste Buch habe ich geschenkt bekommen und da schon Tränen gelacht, weil gewisse Parallelen unverkennbar sind. Mein Mopple the Whale heißt Moby Nick und eine Miss Marple (ganz ohne Ahornsirup) haben wir auch, aber die wird wegen ihres fluffigen Erscheinungsbildes eigentlich nur Bausch gerufen.

  • Ich hab heute mit jemanden gesprochen, der im äußersten Osten Deutschlands an der polnischen Grenze wohnt. Er meinte, bei ihnen im Ort seien schon drei Wölfe geschossen worden. Man spricht da nur nicht in der Presse drüber, aber es sei ein offenes Geheimnis unter den Einheimischen.

    Meint ihr, das stimmt? Also dass durchaus Wölfe geschossen werden, aber nicht darüber berichtet wird? Weil entweder keiner drüben will (Schuss mit Genehmigung) oder drüber reden kann (Schuss ohne Genehmigung)?

  • Ich hab heute mit jemanden gesprochen, der im äußersten Osten Deutschlands an der polnischen Grenze wohnt. Er meinte, bei ihnen im Ort seien schon drei Wölfe geschossen worden. Man spricht da nur nicht in der Presse drüber, aber es sei ein offenes Geheimnis unter den Einheimischen.

    Meint ihr, das stimmt? Also dass durchaus Wölfe geschossen werden, aber nicht darüber berichtet wird? Weil entweder keiner drüben will (Schuss mit Genehmigung) oder drüber reden kann (Schuss ohne Genehmigung)?

    Vorstellen kann ich es mir - ich hätte auch keinerlei Interesse daran, zu wissen, wer aus dem Ort einen Wolf geschossen hat und noch weniger Interesse hätte ich daran, den hinzuhängen oder gar die Presse, Wolfskuschler und Ordnungsorgane (, die ja nur ihren Job machen,) auf den Plan zu rufen.

  • Die ungenehmigte Variante kann ich mir gut vorstellen. "Schießen, schaufeln, schweigen" ist nicht neu, aber bekannt.

    Wenn ein genehmigter Abschuß verschwiegen würde, könnte ich das zwar verstehen wegen dem Rattenschanz (Anzeigen etc.) der da nach kommt - aber das glaube ich nicht so recht. Genehmigt kann ja nur ein Wolfsabschuß sein, der schon ordentlich öffentliches Interesse auf den Plan gerufen hat. Wie will man da noch was heimlich machen?

  • Ich weiß aus zuverlässiger Quelle, dass die Strategie "Schießen und Schnauze halten" zumindest im benachbarten Ausland offen vertreten wird. Beispielsweise wurde einem mir bekannten Berufsjäger auf einer Drückjagd in Frankreich diese Anweisung gegeben, sollte er einen Wolf sehen. Und das wäre dort nichts besonderes. In Russland und Polen wird nach dem Schuss ein kleiner Bericht gefertigt und dann ist das Thema auch durch. Ob es das in Deutschland in der Form auch schon gibt (dass sich überhaupt einer traut, zu schießen), weiß ich nicht. Ich glaube nicht, dass sich das ein Jäger aus meinem Bekanntenkreis trauen würde, aber ich wohne halt auch nicht im Osten Deutschlands, wo die Problematik schon deutlich größer ist.

  • Wenn ein genehmigter Abschuß verschwiegen würde, könnte ich das zwar verstehen wegen dem Rattenschanz (Anzeigen etc.) der da nach kommt - aber das glaube ich nicht so recht. Genehmigt kann ja nur ein Wolfsabschuß sein, der schon ordentlich öffentliches Interesse auf den Plan gerufen hat. Wie will man da noch was heimlich machen?

    Es waren wohl alles drei "Problemwölfe" - stadtbekannt sozusagen, weil mehrere Risse und nicht menschenscheu. Die Bekannte wusste nicht, ob mit Genehmigung oder ohne geschossen wurde, aber sie meinte, dass es vorstellbar wäre, die Behörden bloß keine Presse auf den Plan rufen wollen.
    Ich hab manchmal den Eindruck, dass da ganz weit drüben öfter mal andere Gesetze gelten... :pfeif:
    Sie meinte, sie wäre froh um die gezielte Reduktion. So könnten die "braven" Wölfe bleiben ohne dass Gefahr von ihnen ausginge. Wäre ja gut so. :ka:

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