Welpenschule ohne Spielen??
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Ich finde eine Welpenspielgruppe wichtig für die Sozialisierung. Natürlich dürfen die Welpen nicht machen was sie wollen, und ein guter Hundetrainer schreitet ein, wenn das Spiel kippt. Aber immer angleint?
Ich hab kein gutes Bauchgefühl, bei den Zeilen gehabt, die ich gelesen habe. Es spielen aber auch einige Faktoren rein. Wie alt ist der Welpe etc.
Wir sind sehr zufrieden mit unserer reinen Welpenspielgruppe. Kein Welpe wird "gemobbt" weil da durchgegriffen wird, sollte das passieren, und sie können sich austoben.ja ich habe auch kein gutes Gefühl, deshalb gehen wir da auch nicht mehr hin und wir schauen uns jetzt am Samstag noch eine an. da wird am Anfang nur gespielt wenn man zu früh dran ist, ansonsten trainiert und zum Schluss praktisch als Belohnung wird gespielt (das gilt jetzt für die Junghunde), ich finde das hört sich schon mal nicht schlecht an. Nochmal vielen lieben Dank für die schöne Diskussion die entstanden ist.
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Ich finde eine Welpenspielgruppe wichtig für die Sozialisierung. Natürlich dürfen die Welpen nicht machen was sie wollen, und ein guter Hundetrainer schreitet ein, wenn das Spiel kippt. Aber immer angleint?
Ich hab kein gutes Bauchgefühl, bei den Zeilen gehabt, die ich gelesen habe. Es spielen aber auch einige Faktoren rein. Wie alt ist der Welpe etc.
Wir sind sehr zufrieden mit unserer reinen Welpenspielgruppe. Kein Welpe wird "gemobbt" weil da durchgegriffen wird, sollte das passieren, und sie können sich austoben.eine reine welpenspielgruppe empfinde ich als enorm schlecht für die sozialisation. es geht nicht nur um mobbing, sondern auch darum, dass die hunde darauf programmiert werden, beim anblick anderer hunde/außenreize ihre menschen völlig zu vergessen und nur noch die hunde zu sehen.
zur sozialisation eines hunde gehört weit mehr als das spiel zwischen gleichaltrigen. die bindung zum menschen ist enorm wichtig - und in einer gruppe, in der wirklich nur gespielt wird, leidet diese enorm.
hinzu kommt, dass hunde, die in einer reinen spielgruppe waren, in der sie nur toben durften, oftmals große frustrationsprobleme ins erwachsenenalter schleppen - weil sie nie gelernt haben, frust auszuhalten.
das sind dann genau die hunde, die beim anblick anderer hunde an der leine völlig auskeksen, weil sie unbedingt hingehen wollen.
und das kann - je nach hundetyp - sehr schnell zu einer erbitterten leinenaggro führen.
ich finde spiel total wichtig, aber eine reine spielstunde ist in meinen augen unnötig und eher schlecht für die sozialisation des hundes.
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Hi,
Welpengruppen gibt es viele und ich meine, dass 99% schlecht sind.

Die 1 % gute liegen irgendwo in Süddeutschland oder auf dem Mond.
Ich habe selbst Welpengruppen in Vereinen geleitet und auch in einer Hundeschule.Im Verein habe ich nur gegen angekämpft, schlimmstes zu verhindern. Was natürlich nicht bei allen klappte.
So ist zumindest ein Hund dort bedeutend ängstlicher und unsicherer geworden.
Das "Mittelfeld" hats überstanden, die aggressiven Ausreisser wurden versucht auf die Spur zu bringen , um schlimmstes zu verhindern (wer noch nie einen angstagressiven 12 wöchigen Malinois erlebte, kann sich nicht vorstellen, was da abgeht....- okay, die Halter fanden das toll
)Ich habe irgendwann aufgehört, weil ich so nicht trainieren mag.
Dann in Eigenregie, war es auch schwierig, denn der Kundenwunsch war dann witzigerweise: Lasst die Leinen los und eine Stunde Hundekinder platt machen....
Manche Kleingruppen waren klasse und effektiv, aber längst nicht dass, was ich wollte.Mit meinen eigenen Hunden bin ich in "die beste Schule" am Platz marschiert, mit dem Erfolg, dass 3 Rodaisien Rigdebacks mit 16 Wochen meinen 9 wöchigen BC mobben wollten....Ich habe es natürlich verhindern können, aber....naja, danach musste ich den Schock bei meinem mit 3 mal Miniwelpengruppe wieder löschen, dort wurde mein Hund dann von einem wesensschwachen bekloppten 9 Monate altem Chihuahua angeschrien, wenn mein bis dato immer noch vollkommen offener Welpe dran vorbei ging

Mit meinem Collie marschiert ich wieder dort hin....guckte aber erstmal draussen zu uns nahm Zeit und Länge des Freispiels komplett in meine Hände, was auf Unverständnis traf, aber freundlich akzeptiert wurde.
Der Sinn war, dass mein Collie, der hier nur sein Rudel hat, andere Rassen sieht. Mehr hattte ich nicht vor. Ich habe ihm 3 mal die Welpengruppe gezeigt und das reichte auch.Ich hätte mir gewünscht in einer Gruppe abrufen aus dem Spiel zu lernen, tja...das klappte in den 3 Stunden natürlich nicht....musste ich halt in der freien Wildbahn üben..
Ich würde sehr gerne mit meinen Hunden zu Flying Paws in die Hundeschule....Das ist genau das was ich unter einer guten Hundeschule verstehe (nach der Beschreibung und den Videos ect....)
TJA...gibts hier nicht, muss ich alleine weiterkäpfen
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Es gibt übrigens viele Welpenbesitzer, die schwer enttäuscht sind, dass ich in meiner Welpengruppe nicht auf einem Platz stehe und die Hundekinder sich mitsamt Bällbad müde toben

Diejenigen, die das Konzept mitmachen verstehen spätestens in der Junghundezeit, warum das so aufgebaut ist wie ich es aufbaue und können damit wunderbar an den aufkommenden Problemen wie Jagdverhalten, Sexualverhalten etc. arbeiten.
Allerdings habe ich mittlerweile den Luxus, dass ich es mir leisten kann nicht alle Kunden halten zu müssen bzw. meine Gruppen so gestalten zu können, denn dadurch gehen mir die oben genannten Hundehalter natürlich durch die Lappen, weil viele dann zu Hundeschulen gehen, die das Bild vom sich müde spielenden Welpen bedienen. Und ein bisschen Geld verdienen muss ich als Selbständige ja auch dabei
Langfristig lohnt es sich aber, denn oft bleiben mir diese Hundehalter in meinem Beschäftigungskursen jahrelange erhalten - und es macht total Spaß mit Leuten zu arbeiten, die man so aufgebaut und da hingeführt hat, wo sie sind. Ach, ich muss mal schwärmen über meine Stammkunden 
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Hm, ich bin ein bisschen baff über die doch recht schlimmen Negativbeispiele. Ich war ja auch mal bei ner schlechten Welpenspielstunde, aber da bin ich einfach nicht mehr hingegangen. Bleibenden Schaden hat das, glaube ich, nicht hinterlassen.
Ich erinnere mich einfach, dass es nur mich gab und meinen winzigen Wautz, der plötzlich keine Hundefamilie mehr hatte. Ich wollt einfach, dass sie ein bisschen 'Geschwisterfeeling' bekommt. Wenn man bereits andere Hund hat oder viele andere HH kenntm braucht man das natürlich nicht.
Was mich in den Welpenstunden nur so fertig gemacht hat war, dass ich nie den Unterschied sehen konnte wann man nun eingreifen sollte oder nicht. Heute würde ich es wahrscheinlich eher sehen, damals bin daran echt verzweifelt.Ich stell mir das auf dem Land schwer vor. Als ich Weihnachten drei Wochen bei meinen Eltern war haben sowohl ich als auch meine Maus irgendwann echt am Rad gedreht, denn es gibt im Dorf meiner Eltern fast keine Hunde und die, die es gibt, wollen mit Artgenossen nix zu tun haben. Ich bin nicht jemand, die außer langen Spaziergängen gerne und viel mit ihrem Hund konkret macht, deshalb ist Hundekontakt bei uns einfach ein wichtiger Programmpunkt damit meine Maus ein bisschen Abwechslung in ihrem Tag hat.
Ich weiss mittlerweile, dass es besser gewesen wäre ich hätte meine Maus nicht immer zum Hundespielen animiert - sie wird demnächst zwei und ich arbeite immer noch daran, dass sie auch mal 'ignorant' an nem anderen Hund vorbeigeht.
Beim nächsten und würde ich das sicher anders machen, aber mir geht halt einfach das Herz auf, wenn meine Maus mit anderen Hunden im Galopp über eine Wiese tobt. -
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Hm, ich bin ein bisschen baff über die doch recht schlimmen Negativbeispiele. Ich war ja auch mal bei ner schlechten Welpenspielstunde, aber da bin ich einfach nicht mehr hingegangen. Bleibenden Schaden hat das, glaube ich, nicht hinterlassen.
Ich erinnere mich einfach, dass es nur mich gab und meinen winzigen Wautz, der plötzlich keine Hundefamilie mehr hatte. Ich wollt einfach, dass sie ein bisschen 'Geschwisterfeeling' bekommt. Wenn man bereits andere Hund hat oder viele andere HH kenntm braucht man das natürlich nicht.
Was mich in den Welpenstunden nur so fertig gemacht hat war, dass ich nie den Unterschied sehen konnte wann man nun eingreifen sollte oder nicht. Heute würde ich es wahrscheinlich eher sehen, damals bin daran echt verzweifelt.Ich stell mir das auf dem Land schwer vor. Als ich Weihnachten drei Wochen bei meinen Eltern war haben sowohl ich als auch meine Maus irgendwann echt am Rad gedreht, denn es gibt im Dorf meiner Eltern fast keine Hunde und die, die es gibt, wollen mit Artgenossen nix zu tun haben. Ich bin nicht jemand, die außer langen Spaziergängen gerne und viel mit ihrem Hund konkret macht, deshalb ist Hundekontakt bei uns einfach ein wichtiger Programmpunkt damit meine Maus ein bisschen Abwechslung in ihrem Tag hat.
Ich weiss mittlerweile, dass es besser gewesen wäre ich hätte meine Maus nicht immer zum Hundespielen animiert - sie wird demnächst zwei und ich arbeite immer noch daran, dass sie auch mal 'ignorant' an nem anderen Hund vorbeigeht.
Beim nächsten und würde ich das sicher anders machen, aber mir geht halt einfach das Herz auf, wenn meine Maus mit anderen Hunden im Galopp über eine Wiese tobt.Ja genau das ist das was ich meine.
wir wohnen auf dem Land und es ist wirklich nicht einfach Hunde im selben oder jungen Alter zu finden. Aber ein paar Kontakte haben wir ja durch unsere alte Hundeschule, das ist doch schon mal was. LG -
Kleine Anekdote am Rande..... Ich habe über Jahre mit einer Trainerin gearbeitet, die in ihrer Hundeschule auch Welpentraining mit Spieleinheiten anbot. Sie und ihr Mann hatten in den Jahren die wir uns kannten drei Welpen und kein einziger von denen hat je eine Welpenstunde aus der Nähe gesehen.
Hab ich mir früher nichts dabei gedacht, rückblickend finde ich es sehr.....interessant. -
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Kleine Anekdote am Rande..... Ich habe über Jahre mit einer Trainerin gearbeitet, die in ihrer Hundeschule auch Welpentraining mit Spieleinheiten anbot. Sie und ihr Mann hatten in den Jahren die wir uns kannten drei Welpen und kein einziger von denen hat je eine Welpenstunde aus der Nähe gesehen.
Hab ich mir früher nichts dabei gedacht, rückblickend finde ich es sehr.....interessant.Wenn ein Welpe mit vielen anderen Hunden zusammenkommt, braucht man nicht unbedingt eine Welpengruppe. Und mit eigenem Hund als Trainer gleichzeitig eine Gruppe führen, vor allem Welpe, wird kaum ein Trainer machen. Also ich meine mit Welpen im eigenen Kurs.
Und der Welpentrainer sollte ja wissen, wie es gehen soll.
Sinnvoll ist ein Welpenkurs für viele Leute, die ihren ersten Hund haben und wenig wissen. Ein Trainer sollte also auch viel Wissen über diese wichtige Zeit vermitteln können. Wie bereits gesagt, ich halte spielen, wie gesagt, für Welpen wichtig, da sie dabei viele Fähigkeiten schulen. Aber nur in kleineren Gruppen kombiniert mit Übungen und einem Theorieteil, wenn möglich mit sozialisiertem Althund.
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Wissen wie es geht...ja.
Aber wieso sollte ich, wenn ich davon überzeugt bin und es draußen angeblich so schwer ist gleichaltrige zu finden und das Alter der Hundekontakte so essenziell ist, wie gern behauptet, nicht auch als Trainer den einfachen Weg gehen und meinen Mann mit seinem Welpen zu mir in die Trainingsgruppe zitieren
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Wissen wie es geht...ja.
Aber wieso sollte ich, wenn ich davon überzeugt bin und es draußen angeblich so schwer ist gleichaltrige zu finden und das Alter der Hundekontakte so essenziell ist, wie gern behauptet, nicht auch als Trainer den einfachen Weg gehen und meinen Mann mit seinem Welpen zu mir in die Trainingsgruppe zitieren
Ich glaube, ich hätte meinen Mann mit meinem Hund nur ungern in meinem Kurs.

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