Wie hoch schätzt Ihr die Borreliosegefahr ein?

  • Ich weiß nicht, wo du wohnst, aber bei mir ist das Risiko an Zeckenwrkrankungen sehr groß. Meine Hündin hatte Anaplasmose und seit Jahren chron. FSME.

  • Oh man, das ist ja wirklich schlimm. Vor allem die Wesensveränderungen. Es ist schrecklich, wenn man den Vergleich hat wie der Hund früher war und wie er jetzt ist. Aber "komisch" ist es doch schon, dass ihr das so auf die Psyche schlägt, auch in den Phasen, in denen sie keinen Schub hat? Arme Ebby :verzweifelt:

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    Ich weiß nicht, wo du wohnst, aber bei mir ist das Risiko an Zeckenwrkrankungen sehr groß. Meine Hündin hatte Anaplasmose und seit Jahren chron. FSME.

    Man hört von immer mehr Hunden, die Anaplasmose haben und sie sich in Deutschland geholt haben. Wo wohnst du denn? FSME soll bei Hunden aber tatächlich sehr, sehr selten sein...

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    Man hört von immer mehr Hunden, die Anaplasmose haben und sie sich in Deutschland geholt haben. Wo wohnst du denn? FSME soll bei Hunden aber tatächlich sehr, sehr selten sein...

    Sie kam aus Norditalien und hat Anaplasmose mitgebracht. Ist heute aber ok.

    Ich bin viel unterwegs, in Süddeutschland gibts inzw alles,besonders im Rheintal, sogar die Schmetterlingsmücke. Süddeutschland ist Borreliose weit verbreitet, selbst Babesiose kommt vor.
    FSME hat meine sich übrigens im Januar seinerzeit geholt. Es ist über das Blut nachgewiesen. Entweder der Hund stirbt oder muss damit leben. Ich hatte mich über Verhaltensänderungen gewundert und dass sie am Körper oft wechselwarm ist.

  • Zitat

    Aber "komisch" ist es doch schon, dass ihr das so auf die Psyche schlägt, auch in den Phasen, in denen sie keinen Schub hat?

    Nein, eigentlich nicht.
    Ich glaube, das schwere Erkrankungen sogar sehr häufig dazu führen, dass man sich verändert - egal, ob Mensch oder Tier.

    Ich bin froh über das, was wir gewonnen haben, auch wenn ich natürlich in manchen Momenten etwas wehmütig an die Zeit vor Dezember 2010 denke, an die Zeiten, in denen alles noch in Ordnung war. Es ist, wie es ist. Wir nutzen die guten vielen Tage und leben mit den schlechten.

    Genug von Ebby, zurück zu den Zeckenbiestern, die ihr hoffentlich fleißig und effektiv killt, wenn ihr sie an eurem Hund findet... Bei mir gibt's zum Dank für den Besuch auf meinem Hund einen Gutschein für einen Schwimmkurs in Frontline - absolut tödlich. :devil2:

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    Dann ist euer Fall Dr. Naucke wohl nicht bekannt, dieser schießt eine Ansteckungsmöglichkeit mit Ehrlichiose in Deutschland absolut aus (so war's jedenfalls bei unserem letzten Telefonat im Juni letzten Jahres).

    Auch *dieser* Hund wurde zunächst mit einem Titer von 1:160 positiv auf Ehrlichiose getestet - bei einem weiteren Test stellte sich dann heraus, dass das Ergebnis falsch war.

    Dann ist dem Arzt unser Fall wohl nicht bekannt. Die Tierärzte kannten bis zu unserem Fall auch keinen, der sich damit IN Deutschland angesteckt hat. Und sie hatten noch nie eínen Fall bei dem es so schlimm war wie bei uns.

    Unser Hund wurde wöchentlich auf Ehrlichiose ( am anfang auch auf Anaplasmose, Babesiose usw) getestet und das Ergebnis war nie falsch. Er hatte einen Titer von 1:4000. Er lag 14 Tage in der Klinik und hat um sein Leben gekämpft. In den 14 Tagen wurde jeden Tag eine komplette Blutuntersuchung gemacht. Nach dem wir ihn wieder zu Hause hatten mussten wir am Anfang alle 2 Tage in die Klinik zur Blutuntersuchung. Und einmal in der Woche wurde er wieder auf Ehrlichiose getestet.

    Damals haben wir in München gewohnt.

    Lg
    Sacco

  • Conny,
    Atze hatte vor zwei Jahren Anaplasmose und Booreliose. Hier in den Donauauen ist auch das Risiko recht hoch. Er war nur noch ein Schatten seiner selbst. " verhütet" habe ich damals biologisch, CD vet Abwehkonzentrat, und das kommt mir nicht mehr auf den Hund. Bei Atze - blödes schwarzen Lockenfell - habe ich nie eine Zecke gesehen und bei Hera waren Zecken direkt neben der Stelle, wo ich das Zeug drauf hab.

    Seit dem nehme ich Advantix und beide hatten/haben keine Zecken mehr; es lagen, liegen auch keine mehr hier rum.

    Ich kann nur denen zustimmen, die sagen, wer einen Hund mit Erkrankung hat, denkt über die Gefahr anders.

    Gott sei Dank sehe ich keine akuten Nebenwirkungen. Man hat die Wahl zwischen Pest und Cholera, ich habe für uns entschieden :|

    Und zu den Verlegenheitsdiagnosen: ich musste meinen TA fast nötigen, den Bluttest einzuschicken, weil ich ja keine Zecke am Hund gesehen hatte, und die normale Blutuntersuchung nur teilweise knapp über den Grenzen lag, und der TA mir nicht das Geld aus der Tasche ziehen wollte.
    VG
    Arnie

  • Jetzt bin ich total verunsichert und werde eine Enscheidung treffen müssen. Pest oder Cholera.......

    Werde wohl morgen Advantix beim TA holen.

    Puh Astrid, ich wusste gar nicht, dass Atze so krank war und bin froh, dass er die Krankheit gut überstanden hat

  • In der Humanmedizin ist eine Borelliose schwer nachzuweisen, ich bin erstaunt dass es in der Veterinaermedizin anscheinend nicht das Problem ist.
    Oder doch genauso unsicher aber drauflos behandelt und diagnostiziert?
    Muss glatt mal bei Gelegenheit meinen TA fragen.

  • Zitat

    In der Humanmedizin ist eine Borelliose schwer nachzuweisen, ich bin erstaunt dass es in der Veterinaermedizin anscheinend nicht das Problem ist.
    Oder doch genauso unsicher aber drauflos behandelt und diagnostiziert?

    Findest du es nicht ein wenig anmaßend, dich über die Diagnose eines studierten Parasitologen und die einer Tierärztin zu stellen?
    Weißt du, wie lang und schwer der Weg war? Weißt du, was wir bis dahin alles unternommen haben? Vielleicht hast du ja ne passendere Diagnose. Wenn nicht, dann bleib mir weg mit dem dummen Gerede, das ich mir schon seit 2011 ständig an jeder zweiten Ecke anhören darf. Ich bin diesen Weg mit meinem Hund gegangen, ich musste dabei zusehen, wie es meinem Hund immer schlechter geht, ich stand hilflos daneben, wenn mein Hund einfach umgefallen ist, weil der linke Ellenbogen so sehr schmerzte, dass sie sich nicht mehr darauf halten konnte, ich war es, die den Hund bei etlichen Tierärzten vorgestellt hat und ich , die neun Monate lang verzweifelt für den Hund gekämpft hat, maße mir an, einzuordnen, ob ich den Befund für richtig oder für falsch halte. Ich finde, das ist die einzige stimmige Diagnose, die wir in der ganzen Zeit bekommen haben und ob du dich damit anfreunden kannst, kann mir dermaßen egal sein...

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