Herzwürmer, angeboren oder doch älter?

  • hallo zusammen,
    ich wusste nicht so recht, wo ich diesen thread starten sollte, also hab ich ihn hier reingestellt. es geht um folgendes: seit mitte november 2012 habe ich meinen angsthund lisa, pudelmix, geschätzt auf ca. 3-4 jahre aus einer spanischen tötungsstation. sie hatte alle checks und impfungen der spanischen tierärzte und bin dann auch erst 2 wochen nach ihrer ankunft zu unserem hiesigen tierarzt zur allgemeinen untersuchung und impfung hingefahren (den stress wollte ich ihr am anfang nicht zumuten). alles ok, laut seiner aussage. naja, aufgrund so mancher gründe hab ich mir eine andere tierarztpraxis ausgesucht, bei der ich heute war. eigentlich bin ich dort hingefahren, da lisa so "knubbel", teilweise erbsengroß, am körper unter der haut hat, und fast wöchentlich einer dazukommt. punktiert, lediglich verstopfung der drüsen. so, dann zähne angesehen, tierärtzin: wie kann denn dieser "junge" hund schon so viel zahnstein haben? ok, pudel sollen für so etwas anfälliger sein, aber so extrem? und wer hätte mir denn gesagt, dass sie noch so jung wäre? dann der nächste hammer: hat noch keiner etwas über ihr herz berichtet? sie hat extrem auffällige herzgeräusche. ich hab mir schon immer gedacht, warum sie - als junger hund - so schnell schlapp macht. es gibt jetzt 3 möglichkeiten: herzwürmer (wenn sie klein sind, sind sie noch zu behandeln, wenn größer, dann???), eine vererbte herzkrankheit oder sie ist doch um einiges älter als vermittelt. es wurde heute blut abgenommen, ein teilergebnis bekomm ich am montag ca. 18.00 uhr und am freitag haben wir einen herzultraschall. als ich mich für lisa entschieden habe, war es mir im vorfeld klar, dass irgendwelche krankheiten auftreten können und ich immer bereit bin, alles für sie zu tun, was möglich ist. aber wenn es einem gesagt wird, ist das immer sehr schlimm. für erfahrungsberichte wäre ich wirklich sehr, sehr dankbar da ich ziemlich auf heissen kohlen sitze und mir riessige sorgen mache. danke schon mal jetzt...

  • Das ist ärgerlich, dass da bei der Vermittlung wohl mal wieder geschummelt wurde :sad2:

    Zum Herz:
    Auch große Herzwürmer kann man behandeln, nur sind dann die Risiken höher und es kommt häufiger zu gefährlichen Komplikationen.
    Seltsam ist, dass das bei den Untersuchungen vor der Impfung nicht aufgefallen sein soll, dass mit dem Herzen etwas nicht stimmt.

    Wie stark Zahnstein in dem Alter ausgeprägt sein kann, weiß ich nicht, aber wenn der TA zweifelt, dass das Alter stimmt...

    Drücke euch fest die Daumen, dass bei den Untersuchungen behandelbare Ursachen zu Tage kommen, bzw. solche, mit denen Hund ohne Probleme alt werden kann.

  • Weisst Du, welche Krankheiten genau "alle Checks und Impfungen" beinhaltet? Wenn nicht, dann wuerde ich das so schnell wie moeglich in Erfahrung bringen.
    Eine serioese Tierschutzorganisation sollte bei Importen aus Spanien mindestens auf "Mittelmeerkrankheiten" testen - also Leishmanien, Ehrlichien, Babesien, Anaplasmen, und eben auch Herzwurm. Bei Vermutung auf Herzwurm (im Anfangsstadium) und negativem Test sollte man 6 Monate spaeter noch mal nachtesten.
    Falls die Tierschutzorganisation nicht auf diese Krankheiten getestet hat solltest Du das schleunigst nachholen, um nicht noch mehr Ueberraschungen zu erleben.

    Bei derselben Gelegenheit wuerde ich auch gleich kontrollieren, ob die Impfungen ordnungsgemaess durchgefuehrt wurden.

    Adulte Herzwuermer sind schon zu behandeln, aber man muss dabei sehr vorsichtig sein, gerade bei Hunden, deren Herz eh schon in Mitleidenschaft genommen wurde. Man toetet dabei erst die Mikrofilarien ab (die unreifen Wuermer), und dann relativ saft die adulten Wuermer. Wenn alle Wuermer auf einmal und zu schnell abgetoetet werden kann es zu Zirkulationsstoerungen/Infarkten durch abgeschwemmte Wurmbuendel kommen.
    Oftmals wird auch waehrend der Therapie niedrig dosiert Aspirin gegeben.

    Man kann zwar die Wuermer toeten, aber die Schaeden, die sie bereits am Herzen hinterlassen haben, sind nicht mehr rueckgaengig zu machen. Deshalb macht es auf jeden Fall Sinn, ein Herzultraschall und EKG zu machen und ggf mit Herzmedikamenten zu unterstuetzen.

    Auf keinen Fall solltest Du Deine Huendin im Moment zu sehr belasten - weniger Bewegung ist bei Herzproblemen immer besser als zuviel.

    Viel Glueck und Gute Besserung dem Hund!

  • vielen dank für eure antworten.
    ich glaube, dass der "fehler" eher in spanien sitzt, als bei der deutschen vermittlungsfamilie. ich muss eins vorausschicken: ich wollte eigentlich einen alten hund (so bin ich halt nun mal, ich möchte ihnen einen schönen lebensabend ermöglichen), mindestens 13 bis 14 jahre alt, doch dieser kleine kerl ist vor seiner ausreise gestorben. naja, das mit lisa war ja eher zufall und hab dann gesagt: ok, dann halt eben ein junger hund. ich hätte sie auch genommen, wenn sie bereits 10 gewesen wäre, auch dann, wenn ich über etwaige krankheiten bescheid gewusst hätte. die tierärztin wollte sich wirklich nicht zu hundert prozent festlegen, ob sie schon älter ist oder nicht. aber für jemanden, der einen jungen möchte, ist dies natürlich eine bodenlose frechheit. aber wie gesagt: für mich persönlich macht es keinen unterschied, werde dies allerdings an die vermittelnde familie weitergeben.

    so, hab dann heute wieder mal gekramt, weil mir natürlich so viele fragen durch den kopf schiessen:
    1. sollten diese herzgeräusche aufgrund ihres doch hohen alters auftreten, frag ich mich, warum der spanische und auch der deutsche tierarzt dies nicht bemerkten. lisa dann als gesunden hund zu vermitteln, ist ....
    2. wenn dieses herzfehler angeboren ist, dann müsste man es sowieso entdeckt haben
    3. sie wurde im oktober 2012 auf leishmanien, ehrlichien, babesien getestet, anaplasmen und herzwurm nicht (zumindest finde ich in ihrem untersuchungsprotokoll nichts darüber). alle anderen blutwerte sind alle ok sowie die impfungen auch.
    wenn man jetzt allerdings einen zeitraum von 6 monaten hernimmt, dann kann es ja wirklich sein, dass sich diese dinger erst vor kurzem entwickelt haben.
    ich sag ja: fragen über fragen. ich weiss, dass ich letztendlich vor den testergebnissen nur dasitzen und abwarten kann...

  • wir waren jetzt grade spazieren, ca. 20 minuten keine steigungen mehr, nur noch auf der ebene unterwegs, nach 2 minuten hing die zunge schon heraus. das ist jetzt 30 minuten her, und sie legt sich immer noch völlig platt im garten auf die wiese. wenn ich sie so sehe, dann mach ich mir ernsthaft sorgen um sie. mir kommt das auch so vor, als ob es von tag zu tag schlimmer wird, aber vielleicht bilde ich mir das ja auch nur ein. ihr geht es so eigentlich hervorragend, benimmt sich auf wie ein quirliges kerlchen aber ist anscheinend bzw. ihr herz von jeder körperlichen anstrengung überfordert. den herzultraschall lass ich ja sowieso machen, ob jetzt mit oder ohne würmer, denn es liegt ja definitiv ein herzproblem vor. 2012 war ein schlechtes hundejahr (starb mein seelenhund) und ein gutes hundejahr (da kam lisa), aber 2013 will wohl noch nicht so seine guten seiten zeigen, aber wir haben ja noch zeit...

  • Ich wuerde ehrlich gesagt bis das Herzproblem vollstaendig abgeklaert ist gar nicht mehr mit ihr spazierengehen. Ueberlastung eines eh schon vorgeschaedigten Herzens kann boese Folgen fuer die Lunge und den Kreislauf haben, z.B. in Form eines Lungenoedems.
    Bei Unterstuetzung mit Herzmedikamenten "repariert" man auch ein geschaedigtes Herz nicht, sondern nimmt die Last von der geschaedigten Struktur (z.B. durch Senken des Blutdrucks bei einer Klappenschaedigung, damit die Klappen nicht mehr so hart arbeiten muessen), und durch Diurese (Entwaesserung), damit Folgeschaeden wie Lungenoedeme verhindert werden.

    Ich wuerde mir im Moment auch nicht allzu viele Sorgen darum machen, wie und warum das Herzgeraeusch uebersehen werden konnte. Es ist zwar aergerlich, aber aendern kannst Du jetzt auch nichts mehr dran.

    Fuer uns war 2013 bisher auch keine gutes Jahr was die Tierarztrechnungen angeht (erst Nova mit ihrem beidseiteigen Kreuzbandriss, und vor ein paar Wochen hatte das Pferd einen Reheschub), aber das wird schon alles wieder :).

  • Regula: ich drück euch auch ganz fest die daumen, dass es wieder gut wird. du hast schon recht, dass ich nichts mehr ändern kann. aber wenn ich es früher gewusst hätte, dann wären meine spaziergänge anders verlaufen. das arme kerlchen, schlepp sie 2,5 stunden durch die prärie, sie hat sich dann eh schon immer hingelegt, sie konnte einfach nicht mehr und ich blöde kuh hab´s halt eben auf´s wetter und ihr ziemlich dickes fell geschoben. es gab ja keinerlei anzeichen, im winter ist sie immer rumgesaust wie eine irre. ich dacht halte wirklich, es ist ihr einfach nur zu warm. und schon wieder, ich weiß. ich denke zuviel. bis morgen zum testergebnis sollte ich das eigentlich nicht mehr tun....

  • Ich drücke euch die Daumen, dass der Süßen evtl mit den richtigen Medis geholfen werden kann.

    Mein Rocky wurde in der Anzeige als 8-9 Jahre alt angegeben. Nachdem er bei mir eingezogen war, war er auf einmal schon 11 und mein TA schätzt ihn auf etwa 14. Mir geht es mit dem Alter wie dir, ich hätte ihn so oder so genommen, wäre aber nett gewesen, wenn man direkt gesagt hätte, welches Alter vermutet wird.

  • was soll ich sagen: ich bin bis 20.30 uhr dagessen wie auf heissen kohlen und hab auf den anruf der praxis gewartet. eigentlich ging es ja um die herzprobleme, um evtl. herzwürmer und nun? herzwürmer hat sie keine, aber sie hat leishmaniose. im oktober letzten jahres wurde sie negativ darauf getestet (ich weiß: inkubationszeit kann auch bis zu 10 jahre sein, aber die krankheit hätte man bereits vor 5 monaten feststellen können), bei uns in deutschland kann sie sich wohl schlecht infiziert haben. ich möchte noch eins vorausschicken: ich möchte hier jetzt bitte keine kommentare über "hunde aus dem ausland oder sonstiges" hören, das hilft mir, meiner familie und meinem hund nicht weiter. es geht mir jetzt auch nicht wirklich darum, dass sie jetzt diese krankheit hat, aber dass zwei tierärzte nicht in der lage waren, dies festzustellen, find ich weiß ich nicht was. dass sie jetzt ein "lebenslanger patient" ist, das ist mir klar, und ich bin auch froh, dass ich ihr, wenn sie schon erkrankt ist, helfen kann, soweit es eben möglich ist. die krankheit ist bei ihr ja nicht ausgebrochen, wär auch in hundert jahren nicht draufgekommen, dass sie soetwas haben könnte, ihr äußeres spricht genau das gegenteil. ich bin ja gespannt, was am freitag bei der herz-sono rauskommt, das kommt dann natürlich noch erschwerend dazu. vielleicht kommen ihre herzproblme auch von leishmaniose, die soll ja auch in manchen fällen die inneren organe befallen, hab aber noch nichts davon gelesen, dass auch das herz in mitleidenschaft gezogen werden soll. naja, für heute muss ich wohl die sache erst mal sacken lassen und morgen sehen wir weiter...

  • Puuuuuuuuuuuuuh... das ist echt hart. Ich drücke euch weiterhin die Daumen und dass ihr sie mit Medis wieder stabil bekommt. Und natürlich sind für das Herz-Sono die Daumen auch fest gedrückt!

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