Müssen wir in die Hundeschule oder nicht?

  • Hallo,

    ich überlege, ob ich und mein Sil in die Hundeschule gehen sollen oder nicht.

    Sil ist ein einjähriger Spanier, der seit ca. 2 Monaten bei mir wohnt.

    Seit dem habe ich ihm schon mehrere Kommandos beigebracht: Sitz, Platz, Pfote rechts geben, Pfote links geben, High-Five rechts, High-Five links, beide Pfoten geben, kriechen, sich schämen, Männchen, Hier, Bleib, Nein....usw.

    Ja jetzt zu meinem Problem. Es klappt nicht immer. Insbesondere wenn er mir in den Wald abhaut und nicht kommt wenn ich ihn zurückrufe, das Nein scheint eher selten zu funktionieren und beim Sitz werd ich manchmal einfach ignoriert.

    Nun bin ich aber Stundentin und da ist das schon ne große finanzielle Belastung so eine Hundeschule.

    Was sagt ihr? Einfach üben, üben, üben. Oder wäre uns vllt. doch besser in einer Hundeschule geholfen?

  • Zitat


    Was sagt ihr? Einfach üben, üben, üben. ?

    Ich würde vorschlagen - weniger ist mehr. ;)

    In so kurzer Zeit kann kein Hund soviele Kommandos WIRKLICH lernen, so dass sie auch in allen Lebenslagen richtig sitzen.
    Mach viel weniger und beschränke Dich zunächst auf die Dinge, die in Eurem Alltag richtig wichtig sind. Laß dem Hund, der doch sicher in einem Kultur-Schock-Zustand ist und noch gar nicht hundertpro angekommen ist, dazwischen auch immer genügend Ruhephasen, um das Gelernte auch mental zu verarbeiten.

    Pfiffig zu sein, scheint er ja, ich bin überzeugt, mit etwas weniger kommst Du weiter.
    Vielleicht könnte eine Hundeschule für einige Stunden Dir dabei helfen, ein Kommando nicht nur "anzulernen", sondern es auch auf schwierigerem Level so zu vertiefen, dass es wirklich sitzt.

    LG, Chris

  • Wer so fragt, hat sich sicherlich schon damit abgefunden, dass er mehr Input für die Erziehung seines Hundes benötigt. :lol:

    Ob Du nun in die Hundeschule gehst (auch da gibt es finanziell akzeptable, muss man nur finden) oder Dich weiter mittels Ratgebern durchschlägst, bleibt natürlich Dir überlassen. :smile:

    Und im Endeffekt zählt eh nur, was funzt zwischen Hund und Halter. :D

  • Ich weiss ja aus eigener Erfahrung, dass man im Studium in der Regel nicht gerade in Geld schwimmt, aber ganz ehrlich, Hundeschule gehört für mich zu den Ausgaben, die ich zu berücksichtigen habe, wenn ich überlege, mir einen Hund anzuschaffen. Es kann immer zu Problemen kommen, die man alleine nicht hinbekommt. Keine Ahnung, ob du wirklich eine brauchst, aber da du dir selbst nicht sicher bist, wäre es wohl keine schlechte Idee, wenn du dir wenigstens mal eine oder zwei angucken würdest.

    Ich finde allerdings auch, dass du es etwas übertreibst mit der Menge der Kommandos. Ich würde mich ja erstmal auf die wichtigen Sachen konzentrieren und darauf, die Mensch-Hund-Beziehung aufzubauen.

  • also ich finde auch, dass das für 2 monate ganz schön viel ist an kommandos. is sicherlich gut gemeint, und macht auch spaß, aber ich würde erstmal die wichtigsten sachen richtig verinnerlichen. (meiner meinung nach ganz klar nein, abruf, sitz, sowie leinenführigkeit)
    ich würde nicht zu einer hundeschule gehen, war ich mit meinen auch nicht. du bist ja anschienend ambitioniert dabei, ich wüsste nicht, was dir eine hundeschule nutzen sollte. steiger einfach die schwierigkeit, zuerst daheim ganz oft sitz etc, dann zB auf eurer Stammhundewiese (wenn keine anderen Hunde da sind), dann mit anderen Hunden etc.
    vllt wäre auch clickern was für dich, da dein Hund anscheinend schnell (wahrscheinlich auch gerne) lernt, kann man tolle Sachen damit aufbauen. Außerdem finde ich, dass man schneller bessere ergebnisse bekommt. allgemein "übe" ich eig den ganzen tag mit meinen, leckerlies/belohnung gibts eig fast immer mal wieder, auch wenn der rückruf perfekt sitzt. und vermeide vor allem das geben von kommandos, wenn sie wahrscheinl eh nich befolgt werden. zB den rückruf in einer situation bei der du von vorne denkst "uh jetzt kommter warhscheinlich nicht.. ich versuchs trotzdem mal"

  • Hundeschule brauchen tut man nicht, in der Regel übt man dort eh nur die Kommandos unter Ablenkung ein und diese kann man sich auch selber verschaffen, im täglichen Leben passiert die häufig genug. Wenn man allerdings nicht weiß, wie man z.B. einen sicheren Rückruf erarbeitet sollte man sich Hilfe holen, wobei ich da eher 2-3 Stunden einen Trainer kommen lassen würde als in eine Gruppenstunde in der Hundeschule zu gehen. Dort wird dann vermutlich alles funktionieren oder dein Hund ist überfordert, aber Hundeschule ist nicht dasselbe wie Spaziergang im Wald.
    Sichere ihn lieber mit der Schleppleine ab, wenn du dir nicht sicher bist, ob er kommt und baue einen Superrückruf auf oder verhindere schon beim Ansatz, dass er sich davon macht.

  • Zitat

    Hundeschule brauchen tut man nicht, in der Regel übt man dort eh nur die Kommandos unter Ablenkung ein und diese kann man sich auch selber verschaffen, im täglichen Leben passiert die häufig genug. Wenn man allerdings nicht weiß, wie man z.B. einen sicheren Rückruf erarbeitet sollte man sich Hilfe holen, wobei ich da eher 2-3 Stunden einen Trainer kommen lassen würde als in eine Gruppenstunde in der Hundeschule zu gehen. Dort wird dann vermutlich alles funktionieren oder dein Hund ist überfordert, aber Hundeschule ist nicht dasselbe wie Spaziergang im Wald.
    Sichere ihn lieber mit der Schleppleine ab, wenn du dir nicht sicher bist, ob er kommt und baue einen Superrückruf auf oder verhindere schon beim Ansatz, dass er sich davon macht.

    also, ich finde, ganz ehrlich, einen trainer in der situation völlig überzogen.
    ich mein, dass ein hund nach 2 monaten nicht perfekt auf den rückruf hört, finde ich jetzt nich SO schlimm/erstaunlich. ich denke, ein buch oder eine gute (!) internetrecherche reichen da normalerweiße völlig aus. der rückruf ist ja wirklich nix schwieriges.. klar wenn man einen hund mit starkem jagdtrieb hat, gestaltet sich das ganze schwieriger, aber das scheint ja nicht der fall zu sein, wenn sie den hund schon ableinen kann.

    ansonsten stimme ich dir in allen punkten zu :)

  • ich persönlich habe bisher fast 150 hunde resoziaisiert, bei über 500 habe ich mitgarbeitet, vieles davon mit Videoanalyse ... und gehe trotdem mit meinen eigenen in drei verschiedene Huschu. Rein um meine Art von aussenstehenden und unabhängigen leuten überprüfen zu lassen, und für den Austausch...

    ich denke, hundeschule ist NIE verkehrt...

    du hast da einen flotten jadghund, dazu schwer pubertär.. da aus nem buch oder internet den passenden weg zu finden fänd ich eher schwierig...

  • Zitat

    ich persönlich habe bisher fast 150 hunde resoziaisiert, bei über 500 habe ich mitgarbeitet, vieles davon mit Videoanalyse ... und gehe trotdem mit meinen eigenen in drei verschiedene Huschu. Rein um meine Art von aussenstehenden und unabhängigen leuten überprüfen zu lassen, und für den Austausch...

    ich denke, hundeschule ist NIE verkehrt...


    Lieber keine Hundeschule als eine schlechte. Bei einer guten Huschu geb ich dir Recht, aber die muss man erstmal finden und bezahlen wollen/können...

  • Dass ein Hund sich noch nicht richtig abrufen lässt, den man gerade mal 2 Monate hat ist doch völlig normal. Andererseits ist es aber auch traurig, wenn man sich einen Hund holt und dann nichtmal die 8 Euro pro Woche für eine Hundeschule hat...

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