Pflegedominanz

  • Ich habe das Wort Pflegedominanz mal in irgendeinem Buch gelesen, aber ich finde es gerade nicht...
    Soweit ich es im Kopf habe, wird damit das sauber lecken der Welpen durch die Mutterhündin beschrieben.

    Ich würde es auch nicht machen, aber wenn dir wichtig ist später mal im Falle eines Falles ihren Bauch auf diese Art (also Hund liegt auf dem Rücken) anschauen zu können, würde ich es ihr anklickern.
    Dauert halt bisschen, aber Welpen lernen ja gerne was neues wenn man behutsam vorgeht.
    Der Hund von einer Freundin von mir kann das, sie musste ihm eine Zeit lang immer den Bauch eincremen weil er da eine Allergie hatte.
    Das Kommando ist: "Tu's der Mama zeigen" :lachtot:

  • Zitat

    Mein Hund lässt sich von übrigens problemlos auf den Rücken drehen - etwa, weil sie ne Zecke hatte oder nach den Kastration, als ich das Pflaster wechseln wollte - , aber das hat mit Vertrauen zu tun, nicht mit Dominanz.

    Das seh ich genauso.
    Dafür muß ich nen Hund nicht, mit anderen Hunden zusammen, bei so ner dubiosen Trainerin aufn Rücken drehen.

  • Bubuka, wir haben uns glaube ich überschnitten. :) mein Bauchgefühl war wie gesagt nicht gut.

    Lunasmama, danke für Deine weiteren Ausführungen. Ich sehe das ähnlich. Meine Kinder z.B. sind auch angespannt, wenn ich einen Splitter entferne. Finde ich völlig natürlich, alleine schon der Situation, unabhängig von mir, geschuldet.

    PocoLoco, Jonna soll mich glaube ich dadurch anerkennen, also verstanden habe ich es ja auch nicht. Auf jeden Fall soll ich das jetzt jeden Tag ein Mal machen.

    Mirum, der Witz ist, ich kann Jonna ja überall untersuchen. Zu meiner "Verteidigung" muss ich sagen ich habe sie weder im Nacken gepackt noch auf den Rücken geknallt. Ich habe sie rangerufen und ins Platz gelegt. Dann habe ich sie behutsam auf die Seite gedreht, was für Jonna alles noch kein Problem war, das kennt sie ja auch von zu Hause, dass wir dann kuscheln und die Krallen durchzählen bspw. spielerisch, eben dass sie es lernt, überall angefasst zu werden. Jonna legte sich hin, Kopf entspannt nach hinten und war auch cool bis zu dem Moment, als ich mit meiner Hand ihren Brustkorb fixieren sollte (ich Trottel fragte was ich damit pflegen soll, Antwort war eben "Das ist die Pflegedominanz, muss sie sich gefallen lassen"). Nach 5 Sekundn wurde Jonna zappelig, sie wollte aufstehen und da sollte ich sie weiter fixieren. Sie hörte recht schnell auf zu zappeln, fiepte erst laut und irgendwann kläglich. :(

    Edit: Inadobifan, ich kann Jonnas Bauch minutenlang begucken, jeden Tag beim Kuscheln. Da legt sie sich nämlich sofort auf den Rücken, streckt ihre Pranken von sich und den Quarkbauch zum Kraulen raus. :)
    Mir geht es hauptsächlich darum, dass Jonna mit anderen Welpen spielen kann. Ich brauche noch gar keine Tipps weil die Maus sich prima macht.

  • Zitat

    PocoLoco, Jonna soll mich glaube ich dadurch anerkennen, also verstanden habe ich es ja auch nicht. Auf jeden Fall soll ich das jetzt jeden Tag ein Mal machen.


    Sie wird dich dadurch nicht mehr anerkennen. Entweder geht das Vertrauen flöten das sie in dich hat oder sie ergibt sich der Prozedur weil sie keine andere Wahl hat. Beides nicht erstrebenswert und auch nicht ratsam.

  • von Jonna » 17.03.2013 23:27

    Zitat

    Bubuka, wir haben uns glaube ich überschnitten. :) mein Bauchgefühl war wie gesagt nicht gut.

    Ja, das hat sich überschnitten.
    Ich kann Dich nur ermuntern, bei Deinem Bauchgefühl zu bleiben und Dinge zu verweigern, die Dir quer im Magen liegen.

  • Jonna
    Das sollte auch gar kein Vorwurf sein ;)
    Wenn du spielerisch gut damit zurechtkommst, dein Welpchen zu untersuchen, bleib dabei. Wozu solltest du ihren Brustkorb fixieren? Wenn ich nicht atmen kann, drehe ich auch durch. Sie lässt sich von dir viel gefallen, baue darauf auf. Sie vertraut dir, also untersuche sie ohne Zwang. So kannst du sie auch später untersuchen, ohne dass sie Angst vor dir haben muss. Ich hatte auch schonmal einen schreienden Schäferwelpen unter der Hand und hab ihn dann befreit, weil mein Bauchgefühl mir ebendas sagte. Wenn du dich mit einer Trainingsmethode unwohl fühlst, lass es einfach ;) Du musst nicht tun, was der Trainer dir vorgibt - nur das, mit dem du dich wohlfühlst.

  • Also wenn der Hund sichtlich gestresst ist, würde ich das auch bleiben lassen. Wenn er quiekt und jammert würde ich ihn wieder loslassen bzw. es gar nicht so weit kommen lassen.
    Ich kann mir schon vorstellen, dass sanftes auf-den-Rücken-Drehen nützlich sein kann, wenn der Hund dadurch lernt, dass er sich dir so zu sagen "ausliefern" kann und dabei gar nicht schlimmes passiert. Vielleicht ist das sogar vertrauensfördend? Aber wirklich nur wenns nie unangenehm wird.
    Kann sein, dass ich mir totalen Quark zusammenreime, aber das könnte für mich eine mögliche Rechtfertigung für die Pflegedominanz sein...

  • Ich kann dich verstehen, man will da gerne mitmachen (also bei der Welpengruppe) und dann widerspricht man erstmal nicht aber hat trotzdem ein ungutes Gefühl.

    Aber sag das nächste mal einfach freundlich dass du das nicht willst (sie wird dann vielleicht ein verdutztes Gesicht machen aber das wäre mir dann auch egal).
    Und ich würde mich auch auf kein Wieso, Weshalb, Warum einlassen, einfach ein WEIL :smile:
    Diskussionen bringen da eh nichts, die Trainerin ist ja von ihrer Meinung überzeugt sonst würde sie es euch ja nicht zeigen.

  • Ich denke, durch solche Hau-Ruck-Aktionen riskiert man das Vertrauen des Welpen, das er gerade erst aufzubauen angefangen hat, deshalb kann ich an solchen "Tipps" wirklich rein gar nix Gutes finden.

    Dein Thread beweist allerdings wieder Mal, dass wir alle mehr auf unser Bauchgefühl hören sollten. Das hat dir schon die richtige Richtung gewiesen, aber man lässt sich halt dann doch wieder verunsichern, wenn so ein "Trainer" etwas sagt. Menschlich, denk ich. Alles Gute weiterhin mit deinem Hund.

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