Sterilisieren Ja oder Nein ??

  • Zitat

    könne mit der kastration auch das krebsrisiko etwas minimieren!
    ganz ausschliessen natürlich auch nicht.


    ja, das behaupten nach wie vor viele TÄ... ;)

    Klar, natürlich kann eine kastrierte Hündin kein Gebärmutterkrebs bekommen ;) dafür steigt jedoch das Risiko für andere Krebserkrankungen.... das ist also "den Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben" :roll:
    (steht auch in oben eingesetztem Link).

  • Ich musste meine Hündin Anfang des Jahres aus medizinischen Gründen kastrieren lassen.

    Das ist meiner Meinung nach schon ein größerer Eingriff im Bauchraum und ich kann nicht verstehen, warum man seinem Hund solch eine OP ohne Grund antun will. Zumal ja auch die Komplikationen und Risiken einer Operation im Raum stehen.

    Wenn Notwendigkeit besteht, ja, aber nur weil mir eine Läufigkeit zu anstrengend ist? Und die Geschichte mit dem Krebs ist für mich auch eher eine zweifelhafte Sache.

  • Also, nochmal zum Leinenknast während der Läufigkeit: meine kann anfangs noch frei laufen. Nach ca. einer Woche, wenn das Interesse der Herren stärker wird bleibt sie an Schlepp oder Flexi. Dann kommen irgendwann die Stehtage, 3-7 Tage lang.
    In der Zeit ist sie weiter an Flexi oder Schlepp, sofern wir in einer Gegend sind, in der nicht so viele andere Hunde sind. Sind wir in sehr belebtem Gebiet kommt sie an die kurze Leine. Aber für die paar Tage kann man auch andere Gassistrecken suchen.
    Wenn sie nicht mehr steht bleibt sie trotzdem noch ein paar Tage an der Schlepp, sicher ist sicher. Danach ist sie wieder ohne unterwegs.
    Die Schleppzeit dauert bei uns ca. 2 Wochen.

    Zur Eindämmung der Scheinträchtigkeitssymptome gibt es in der Läufigkeit leicht reduziertes Futter und viel Bewegung am Fahrrad.

    Zur Auslastung darf ich zum Glück auch in der Läufigkeit auf den Hundeplatz zur Unterordnung und zum Agi. Nur in den Stehtagen nicht.

    Ich würde auch nicht sterilisieren, denn wenn du dann sorgloser durch die Gegend läufst kann es gut passieren, dass ein größerer Rüde aufspringt und deine Hündin dabei verletzt.

  • Ich weiß nicht warum sich diese dämliche Gerücht, eine Kastration würde das Krebrisiko senken, immer noch hält! Dazu muß man wissen, dass es dabei vorallem um Gesäugeleistenkrebs geht. Es wird behauptet, dass das Risiko nach der ersten Läufigkeit noch um etwa 80% gesenkt wird. Jaaaa, dazu sollte man dann aber vielleicht auch wissen, dass nur etwa 1-2% der unkastrierten Hündinnen überhaupt nur daran erkrankt! D.h. grob geschätzt erkranken bei kastrierten Hündinnen statt 2 nur 1 pro 100 :headbash:

    Tolles Argument, wenn man betrachtet welche Nebenwirkungen die Kastra mit sich bringen kann.

    Ich bin bestimmt nicht pauschal gegen Kastration aber eben nur bitte nur bei medizinischer Indikation! Eine scheinträchtigkeit zählt ganz sicher nicht dazu. Die ist biologisch so vorgesehen, damit früher m Rudel alle Hündinnen bei der Aufzucht mithelfen konnten und hat NICHTS mit einer Krankheit zu tun. Die Symptome lassen sich in den meisten Fällen ganz gut durch einfache Maßnahmen in den Griff bekommen. Es gibt natürlich auch Hündinnen bei denen das extremer ausfällt und die dann auch zu Entzündungen neigen, dann wäre ev. eine. Indikation gegeben.

    Stellt euch doch mal vor, man käme auf die Idee Frauen, die vor o. nach der Menstruation zickig o. gestresst sind, zu kastrieren. :rollsmile:

  • Zitat

    Beim Tierschutzgesetz: klar steht das drin - aber normalerweise sollten der Kastration nach Möglichkeit weniger tief ins Leben des Tiers einschneidende Maßnahmen vorausgehen, und diese nur als letzte Möglichkeit gelten! Wie heißt es so schön: "Zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung" - und das geht mit ein bißchen gutem Willen auch anders!

    Yap, genau so! =)

    Zitat

    Ich weiß nicht warum sich diese dämliche Gerücht, eine Kastration würde das Krebrisiko senken, immer noch hält!

    Das ist nicht "dämlich" :pueh:

    Zitat

    Jaaaa, dazu sollte man dann aber vielleicht auch wissen, dass nur etwa 1-2% der unkastrierten Hündinnen überhaupt nur daran erkrankt!

    Hast du für diese Zahl eine Quelle? Würde mich echt sehr interessieren, da die Mammatumoren ja mit zu den häufigsten Neubildungen zählen.

  • Zitat


    dann ist ja jede kastration eines hengstes, bullens katze rechtswiedrig? in einigen städten ist es sogar inzwischen pflicht, katzen zu kastrieren?


    Mit Pferden kenne ich mich nicht aus. Bei Katzen ist es allerdings so, dass eine Katze durchaus in eine Dauerrolligkeit kommt, die in manchen Fällen sogar tödlich verläuft. Ganz anders also bei einer Hündin, wo eine Dauerläufigkeit eher selten ist.
    Desweiteren geht es bei der Kastrationspflicht um freilaufende Katzen. Streuner und sich wildvermehrende Katzen, also das unkontrollierte Vermehren wie es im Tierschutzgesetz steht, sind ein riesen Problem für viele Städte. Dagegen gibt es in Deutschland eher ziemlich wenige freilaufende Hunderudel. Somit ist es eine medizinische Indikation Katzen zu kastrieren, da eine Überpopulation nicht nur Ärgernisse für die Bevölkerung ist, sondern auch ein großer Pool für verschiedenste Krankheiten, ganz davon abgesehen, dass Streunerkatzen sicherlich nicht das schönste Leben führen.

    Hunde hingegen vermehren sich in der Regel nicht unkontrolliert. Und wenn sie es tun, so hat der Halter allein schon gegen die bestehende Hundeverordnung verstoßen, seinen Hund jederzeit unter Kontrolle zu haben. Klar, Unfälle passieren, sind alles nur Menschen. Aber ich persönlich habe einen 7 Jahre alten unkastrierten Rüden, der noch nie gedeckt hat, meine Schwester eine 14 Jahre alte intakte Hündin, die noch nie gedeckt wurde. Allein nur weil man keine Welpen haben möchte, ist für mich persönlich keine Indikation dafür, eine Hündin unnötig eine so große OP anzutun. :ka: Aber nur weil ich so denke, stelle ich andere Menschen die es tun nicht als Tierschänder hin. Es ist einfach nur unnötig.

    Meine jetzige Hündin ist kastriert, weil sie schon kastriert war als sie hier einzog. Meine Hündin davor war unkastriert und das obwohl ich einen unkastrierten Rüden habe. Managment ist alles. :)

  • Zitat

    Yap, genau so! =)


    Das ist nicht "dämlich" :pueh:


    Hast du für diese Zahl eine Quelle? Würde mich echt sehr interessieren, da die Mammatumoren ja mit zu den häufigsten Neubildungen zählen.

    Es gibt von Dr. Udo Gansloßer ein interessantes Buch zum Thema: Kastration und Verhalten beim Hund. In diesem Buch geht er ausführlich auf die möglichen Folgen von Kastrationen sowohl bei Rüden als auch bei Hündinnen ein.

  • Zitat

    Es gibt von Dr. Udo Gansloßer ein interessantes Buch zum Thema: Kastration und Verhalten beim Hund. In diesem Buch geht er ausführlich auf die möglichen Folgen von Kastrationen sowohl bei Rüden als auch bei Hündinnen ein.

    Das beantwortet aber nicht meine Frage :/
    Oder ist das deine Quelle für die 1-2%?

    Habe mal nach Dr. Gansloßer gegoogelt und einen Abstract überflogen.
    Ist er der Grund warum immer so viele das Tierschutzgesetz falsch wiedergeben?
    Das ist ja schade :/

    EDIT: Ah! dieser Artikel muss es sein, sehr interessant. Da stehen auch die Zahlen drin
    http://hasenhirsch.bplaced.com/bouv/images/M_…/kastration.pdf

  • Zitat

    Das es heute noch einen Tierarzt gibt, der Sterilisationen anbietet ist echt hammer.

    Wann war es überhaupt jemals üblich, dass ein TA eine Sterilisation anbot? :roll:

  • Zitat

    Wann war es überhaupt jemals üblich, dass ein TA eine Sterilisation anbot? :roll:

    Menno, ich weiß jetzt nicht, ob du das ironisch meinst oder nicht...

    Ich dachte nämlich wirklich, dass man heutzutage kaum noch sterilisiert....vor 30 Jahren kannte ich noch einige Hündinnen, die kastriert wurden..

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