Hündin leidet fürchterlich nach Vollnarkose

  • Liebe Hundeleute, ich brauche Euren Rat...

    Es geht um die Hündin meiner Nichte: Englisch Setter, kastriert, 4 Jahre alt, Notfellchen aus Spanien, sehr schlank... Seit Mitte Dezember ist sie in D. Zuvor wurde sie negativ auf alle bekannten Krankheiten getestet und ist durchgeimpft und entwurmt.

    Am letzten Montag wurde ihr unter Vollnarkose Zahnstein entfernt und es wurden zwei Zähne gezogen. Der Zahnsteinbefall war sehr stark, sie roch auch schon stark aus dem Maul. Antibiotika, Schmerzmittel etc.

    Am Nachmittag habe ich sie gesehen. Sie war schwach,hat sich übergeben und hatte keine Kontrolle über den Schließmuskel, konnte aber laufen, war orientiert.

    In der Nacht verschlechterte sich der Zustand: sie fraß nicht, trank nur wenig, konnte kaum Laufen, erbrach sich weiter regelmäßig, Durchfall, aber kein Urinabsatz; Zudem schrie sie regelmäßig vor ungeklärten Schmerzen.

    Tags darauf ging es in die Tierklinik, wo eine Röntgenaufnahme gemacht wurde, auf der nur eine übervolle Blase festgestellt wurde. Die Hündin konnte dort schliesslich pinkeln. Sie wurde für den Tag dort behalten, bekam 3mal einen Tropf mit Ringerlösung und Glukose. Es wurde auch ein großes Blutbild gemacht, das lediglich eine Blutarmut ergab, die sich mit der Kastration im letzten Oktober begründen läßt. Weitere Werte waren nicht perfekt, aber innerhalb der jeweiligen Bandbreiten. Die Ärzte konnten die anderen Symptome nicht schlüssig erklären. Beim Abholen war sie ruhig und zuhause schlief sie - erstmal. Danach wieder Unruhe und Schmerzlaute und Spucken.

    Am nächsten Morgen also wieder zum Haustierarzt. Hier kam die Vermutung auf, dass sie sich nach der Entspannung in der Narkose danach sehr verkrampft hat und diese Krämpfe nicht loswird. Es gab also Muskelrelaxan und Schmerzmittel und einen Tropf für zuhause. Der Hund wurde ruhiger und konnte ein bißchen besser laufen. Nachts wieder Schmerzen - diesmal beim Umdrehen auf dem Kissen. Sie fraß ein wenig vom Krankenfutter: Hühnchen und weicher Reis.

    Heute Nacht wieder Spucken und kein Fressen. Sie liegt nun nur noch flach auf der Seite und wird immer schwächer. Der HausTA weiß auch nicht mehr wirklich weiter.

    Nach der Kastration im Oktober hat sie keine Probleme gezeigt. Sie war zwei Tage danach wieder fit wie ein Turnschuh.

    Habt Ihr noch Ideen` :???: Die Eltern denken nämlich schon daran, das Tier zu erlösen... :sad2:

  • Ich würde defintiv einen zweite Klinik aufsuchen, und zwar möglichst schnell. Manchmal können die den entscheidenen Ansatz liefern - in eurem Fall evtl. sogar den lebensrettenden.

    Deine Bekannten sollen nicht aufgeben, manchmal ist es ganz "einfach", aber die Ärzte kommen schlichtweg nicht drauf. Alles schon passiert. Auf jeden Fall ist der jetzige Zustand für die Hündin nicht tragbar, daher würde ich wirklich zügig handeln.

  • Wurde der Sachverhalt der Tierschutzorga, über den das Settertier nach Deutschland kam, schon geschildert? Vielleicht gab es in Spanien schon mal irgendwas in der Art, was nur "vergessen" wurde, Euch zu sagen?
    Nachfragen würde ich dort auf jeden Fall!

    Und vorsorglich würde ich eine andere Tierklinik aufsuchen. Wer weiß, ob das wirklich von der Narkose kommt oder nur zufällig zeitgleich auftritt.

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