Sichtjäger "desensibilisieren"?
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Hallo zusammen,
in ein Paar Wochen zieht mein Whippetwelpe ein *freuuu*
Nun habe ich eine Frage: Windhunde sind ja Sichtjäger. Obwohl beide Eltern nur einen sehr gering ausgeprägten Jagdtrieb haben, ist mir bewusst, dass das bei dem Kleinen nicht auch so sein möchte und ich weiss auch, dass es ein rassetypisches Verhalten ist. (Ergo bitte kein "wenn Du einen Hund ohne Jagdtrieb suchst, dann schaff Dir doch lieber XYZ an").
Was ich mich allerdings frage:
In erreichbarer Nähe haben wir einen sehr schönen Wildpark mit freilaufendem Damwild, vielen Eichhörnchen etc. - Hunde dürfen dort angeleint laufen.
Glaubt ihr es ist eine gute Idee, dort mit einem sehr jungen Hund schon spazieren zu gehen, um gewissermaßen zu zeigen, dass "Beute" keine Beute sein muss (Wie bei "Findet Nemo" - "Fische sind Freunde, kein Futter"
) oder würde das ggf. sein Interesse am Jagen eher vergrößern?Danke im Voraus für eure Meinungen
LG
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Zitat
Glaubt ihr es ist eine gute Idee, dort mit einem sehr jungen Hund schon spazieren zu gehen, um gewissermaßen zu zeigen, dass "Beute" keine Beute sein muss (Wie bei "Findet Nemo" - "Fische sind Freunde, kein Futter"
) oder würde das ggf. sein Interesse am Jagen eher vergrößern?Schaden wird es meiner Meinung nach nicht, so lange man dem Hund nicht gerade durch übertriebene Aufmerksamkeit beibringt, dass Wild ne ganz dolle Sache ist

Ob es wirklich nutzen wird, bezweifle ich aber auch. Das Verhalten von Wildtieren im Gehege ist einfach ein anderes als von Wildtieren in freien Lebensräumen.
Viele Grüße
Frank -
Ich bezweifle es auch. Allerdings kann man dort die ersten Ansätze des Antijagttrainings vielleicht anfangen. Ich wünschte wir hätten hier sowas um mit meiner Jägerin Impulstraining usw trainieren zu können. Aber unser Wildpark hat Hundeverbot.
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Unser Hund ist ein Sucht- und Sichtjäger erster Güte, aber alle Tiere hinter Gittern sind ihm total egal, ohne jedes Training.
Insofern solltet Ihr nicht enntäuscht sein, wenns nicht funktioniert.Viele Grüße
Ingo
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Bei uns in der Nähe ist auch ein Wildpark, leider dürfen da auch keine Hunde rein. Wir sind dann mal mit Lucky, der ja auch ein extremer Jäger ist, in den Tierpark hier in Berlin, weil ich dachte, dass wir da ein bissel trainieren können. Pustekuchen, den hat das fast alles nicht die Bohne interessiert. Okay, das erste was er gesehen hat, war ein Bär, da ist er völlig ausgerastet, hatte aber wohl mehr Schiss als Jagdlust
Alle anderen Tiere fand er nicht spektakulär, nicht einmal die Kaninchen und Meerschweinchen, im Gegenteil, der ist da wie mit Scheuklappen durchgelaufen ...und hat auch nichts an seinem Jagdtrieb in freiem Gelände geändert 
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Eine Beute ist erst dann eine Beute, wenn sie sich verhält wie eine Beute

Das plus Lernerfahrungen machen die Jagd

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Sichtjäger = reagiert auf Sichtreiz (rennende/flüchtende Tiere sind besonders toll)
Bei uns im Wildpark rennt allerdings kein Tier weg = es bringt nicht viel.
Natürlich schadet es nichts, dort zu trainieren, wo Ablenkung größer ist, wenn es in reizarmer Umgebung klappt, aber sehr wichtig finde ich einen guten Rückruf und eine gute Impulskontrolle.
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Huhu,
ich finde den Ansatz ganz gut! Und selbst dann wenn es dein Whippetchen späer nicht zum NICHTJÄGER mutieren lässt, aaaaber du kannst vllt einen Grundstein legen und zwar im Bezug darauf, das Hund im Wildpark was *tolles* erspäht dich aber gleich anschaut...also die Aufmerksamkeit auf dich umlenken! Das würde ich einfach nutzen und belohnen!
Ausserdem ist es sicher eine schöne Übung fürs Welpchen, andere Menschen; andere Gerüche, die Wildtiere usw.... Für mich gehört ein Besuch in solch einem Park zur Welpenzeit einfach dazu. Bei meiner ErstHündin war es mega uninteressant...sie fand die Tiere nicht wirklich spektakulär...ich konnte aber mit ihr dort dann das Leinelaufen in Mitte von *fremden* Menschen trainieren etc
Meine jetzt 18Monate junge Hündin zeigte recht früh Jagdtrieb und der Besuch im Park mit ihr war wirklich *anstrengend* ganz besonders bei den Rehen und den Kleintiere. Dort habe ich dann das *Umlenken* gebt, was mir im AntiJagdTraining sehr geholfen hat später!Fazit: Schlecht ist es nicht so etwas mit Welpi zu erleben- aber ob es vom Jagen abhält sei dahin gestellt :)
Viel Spaß mit der Langnase
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Ich denke auch, dass es entscheidend darauf ankommt, ob es dir gelingt, das evtl Interesse an den Viechern auf dich umzulenken. Die freilaufenden Damhirsche sind da wohl eher weniger nützlich (vielleicht musst du sogar deinen welpen davor "beschützen"), aber die herumflitzenden Eichhörnchen / Kaninchen könnten da schon Anreize bieten.
Also: zeigen/vorstehen belohnen und eine spannende Verhaltensalternative anbieten. Ganz wichtig: richtiges Timing!
Viel Spaß!
LG -
Hallo zusammen,
vielen Dank für eure Antworten :)
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