Althund bedrängt Welpe
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Hallo zusammen,
seit 2 Tagen ist nun Lilly (9 Wochen) da und hier ist ordentlich was los
.Hatte mir Chesters (5 Jahre) Verhalten anders vorgestellt, nun ja so kann man sich täuschen.
Also:
Chester hatte hier mit Besucherhunden nie Probleme, darum war ich sehr erstaunt wie Eifersüchtig er auf Lilly reagiert wenn ich sie auf den Arm nehme. Wir wohnen im 2. Stock, darum muß ich sie hochnehmen wenn sie raus muß, gehe mit ihr alleine runter, da Chester die Treppen nicht runter laufen darf. Mir beide unterm Arm zu klemmen dauert zu lange, da wir manchmal ja schon nach 20 Min. wieder runter müssen.
Lilly bekommt ja mehrere Mahlzeiten am Tag, gebe Chester dann ein Leckerchen, damit da keine Eifersucht entsteht.
Wenn Lilly zu mir kommt, drängt Chester sich dazwischen.
Ich kümmer mich intensiv um Chester und lass Lilly ziemlich links liegen, die TÄ hat mir gesagt, ich soll die Beiden machen lassen, gehe auch nicht dazwischen wenn er sie zurecht weist.
Was kann ich machen, damit Chesters Eifersucht nicht noch mehr geschürt wird ?
Heute haben sie zum ersten Mal gespielt, wobei Chester aber immer wieder aufreiten will, (er hat zwar nichts ausgefahren
) das kenn ich auch nicht, selbst heiße Hündinnen hat er in Ruhe gelassen.
Ist das als Dominanz zu bezeichnen und unterbinde ich dieses Verhalten ?
Bin grad ziemlich ratlos
, sind zwar erst 2 Tage, aber ich möchte alles richtig machen, damit hier ein harmonisches Miteinander ist.Liebe Grüße
Ines - Vor einem Moment
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Hallo Ines,
ich weiß nicht, ob du alleine lebst oder einen Partner hast - nein, ich möchte das nicht wirklich wissen!
Stell dir vor, dein Partner kommt heute nach Hause, schließt die Haustür auf und er steht da mit einer Frau und sagt dir:
"Das ist Berta, die wohnt ab heute hier."
Berta setzt sich auf's Sofa, kuschelt mit deinem Mann und setzt sich an den Tisch...Ok, das ist sicherlich nicht 1:1 auf einen Hund übertragbar, Eifersucht im menschl. Sinne, haben Hunde nicht.
Im Grunde ist es einfach wichtig, dass sich für Chester nicht viel ändert, er wird sich daran gewöhnen, dass Lilly bei euch wohnen wird.
Du hast zu bestimmen, welcher Hund gerade Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten erhält, wenn Chester sich ständig dazwischen drängt, würde ich das schon abblocken, es sei denn, es gibt keine Probleme, wenn du beiden gleichzeitig Aufmerksamkeit gibst, das musst du spontan entscheiden und schauen, ob du da zukünftig überhaupt regulierend eingreifen musst.
Ich habe es so gemacht, als ein Welpe einzog, dass der ältere Hund auch wieder mehrere Mahlzeiten bekam, bis beide nur zweimal tägl. gefüttert wurden.Anfänglich bin ich häufig getrennt mit beiden gegangen, einer blieb beim Welpen, damit ich mich intensiv dem Ersthund widmen konnte, für Kurzstrecken habe ich beide mitgenommen.
Das Aufreiten würde ich aus der Ferne als Stress deuten und unterbinden würde ich es sowieso.
Es wird sich einspielen, verstehe ich es richtig, dass es sich um einen Rüden (Chester) und eine Hündin (Lilly) handelt?
Sie werden, bei gutem Management, "zusammenwachsen".Viele Grüße und starke Nerven!
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Hallo!
Du hast schon mal einen großen Vorteil. Du hast eíne Hündin zu einem erwachsenen Rüden geholt. Warte mal ein paar Monate ab, dann hat Lilly die Hosen an und Chester wird ihr bereitwillig das Zepter übergeben. Und das ohne, dass es eine Kampf geben wird. SIE wird das einfach so machen!
Das Verhalten von Chester ist eigentlich normal. Lilly ist eine Eindringling und muss erst einmal lernen, wo der Hase langläuft. Oft sieht das schlimm aus und Lilly mag auch manchmal ängstlich wirken. Aber deine Hunde klären das unter sich!
Was ich regel würde, dass sind Schlafplätze und Futternäpfe. Da haben meine Beiden auch ihre eigenen und das setze ich auch durch.
Vor 4 Jahren war ich in genau der gleichen Situation. Es hat ca 6 Monate gedauert und dann waren die beiden UNZERTRENNLICH. Bis dahin hatten sie ihre Findungsphase.Mein Tipp noch für dich: trainiere hin und wieder getrennt mit deinen Hunden. Und übe mit beiden das Alleinesein (also auch getrennt voneinander).
Eingreifen würde ich nur, wenn es für einen der Beiden gefährlich wird oder einer DICH zurechtweisen möchte.
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Zitat
arum war ich sehr erstaunt wie Eifersüchtig er auf Lilly reagiert wenn ich sie auf den Arm nehme.
Wie sieht die "Eifersucht" denn aus?ZitatWenn Lilly zu mir kommt, drängt Chester sich dazwischen.
Ich kümmer mich intensiv um Chester und lass Lilly ziemlich links liegen,
Das heißt also, das Chester derjenige ist, der bestimmt mit wem du dich wann beschäftigen kannst, oder wie ist das zu verstehen? :)Zitatwobei Chester aber immer wieder aufreiten will, (er hat zwar nichts ausgefahren
) das kenn ich auch nicht, selbst heiße Hündinnen hat er in Ruhe gelassen.
Ist das als Dominanz zu bezeichnen und unterbinde ich dieses Verhalten ?
Das Aufreiten muss weder sexuell noch mit Dominanz zu tun haben. Es kann auch einfacher Stressabbau sein. Und ja, unterbinden. -
Das ist alles normal.
Mein Rüde hat auch versucht, bei meiner Welpin aufzureiten.
Das war nervig, hat sich aber nach wenigen Tagen komplett gelegt.
Einschreiten würde ich, wenn die Kleine dabei Angst hat.Warte mal ab, in wenigen Tagen sieht das sicher schon anders aus.
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Ich würde nicht gänzlich auf ein Einschreiten verzichten, schließlich haben erwachsene Hunde auch schon Welpen getötet. Sie ist nunmal ein Eindringling in sein Revier. Diese akute Phase habt ihr vermutlich überwunden, aber dennoch wäre ich vorsichtig mit dem gar nicht Einschreiten. Das Aufreiten wird hauptsächlich aus Stress geschehen, wenn du es beobachtest kannst du die Situation abbrechen damit er sich nicht weiter reinsteigert. Außerdem hatten bei uns die Welpen immer ihre Box und in den ersten zwei Tagen waren niemals beide gleichzeitig unterwegs (Altrüde und Babyhündin) nach ca 2 Wochen war es soweit, dass ich gesagt habe ich kann sie gefahrlos auch ohne Aufsicht zusammenlassen. Wenn ich heute mit meiner Maus zu Besuch komme dreht der Rüde vor lauter Freude richtig ab, da wird draußen getobt und Öhrchen geleckt usw.
Also für den Anfang normal, sorg dafür, dass er definitiv nicht zu kurz kommt und schreite bitte ein wenn du meinst die Situation könnte bald kippen. -
Vielen Dank für eure Antworten,
ihr habt mir sehr geholfen, denn so hatte ich es mir eigentlich auch gedacht, war mir nur nicht sicher
.
Das Aufreiten werde ich sofort unterbinden, damit er sich nicht so hoch puscht.
Agressives Verhalten zeigt Chester zum Glück nicht, er weist sie in die Schranken wenn sie ihn zu sehr nervt, wird es mit dem toben zu doll, breche ich das Spiel der Beiden ab.
Alleine lasse ich die Beiden noch nicht, möchte mir ja keine Vorwürfe machen müssen wenn durch meine Dummheit der Maus was passiert.
Ganz doll aufpassen muß ich wenn die Beiden einen Knochen haben, denn da geht Chester richtig ab
obwohl er die Kauknochen gar nicht frisst.@ Themis
Wenn mein Mann eine andere Frau mitbringen würde, ginge es hier anders ab als zwischen den beiden Hunden
, aber guter Vergleich.LG Ines
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Zitat
Wie sieht die "Eifersucht" denn aus?
Das heißt also, das Chester derjenige ist, der bestimmt mit wem du dich wann beschäftigen kannst, oder wie ist das zu verstehen? :)
Dieses "Dazwischendrängen" gemäß dem Motto "Hier komm ich!" ist das was wir als Eifersucht erkennen bzw. deuten. Ihm passt es nicht, dass dem Neuling soviel Aufmerksamkeit zuteil wird und will auch was davon abhaben.
Das Aufreiten muss weder sexuell noch mit Dominanz zu tun haben. Es kann auch einfacher Stressabbau sein. Und ja, unterbinden.Japp....ich würds auch unterbinden. Klar befinden sich die Beiden in der "Findungsphase" aber SOWAS muss nicht entdeckt werden und gehört unterbunden.
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Zitat
Ganz doll aufpassen muß ich wenn die Beiden einen Knochen haben, denn da geht Chester richtig ab
obwohl er die Kauknochen gar nicht frisst.Klingt ganz so, als würde Chester seine "Ressource" verteidigen. Achtung, hier solltest du wirklich genau aufpassen. So ein Kauknochen kann ruckzuck zum Auslöser für einen Konflikt sorgen. Achte zumindest darauf, dass in der Zeit wo Chester seinen Knochen bekommt, der Kleine nicht unbedarft dorthin gelangen kann. Ich würde Kauknochen wohl fürs Erste mal vom Speiseplan streichen und erst wieder hervorbringen, wenn die beiden sich ein Weilchen kennen und eingespielt haben.
Ansonsten.......der Welpe ist erst 2 Tage im Haus. Was du beschreibst ist vollkommen normales Verhalten des Ersthundes. Einzig das Aufreiten würde ich im Keim ersticken, dass sollte nicht sein. Aber wenn er mal "motzt" um den Kleinen zurechtzuweisen, ist das ok. Schliesslich ist der Welpe ja im Moment unerschütterlich, wenn es darum geht Neues zu entdecken und wird mit dieser Einstellung bei Chester hin und wieder anecken ;-)
Wenn er dann also mal im übertragenen Sinne sagt: "Schluß jetzt und gib Ruh!" dann ist das ok.
Viel Spaß mit deinen Hunden ;-)
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Zitat
Hallo Ines,
ich weiß nicht, ob du alleine lebst oder einen Partner hast - nein, ich möchte das nicht wirklich wissen!
Stell dir vor, dein Partner kommt heute nach Hause, schließt die Haustür auf und er steht da mit einer Frau und sagt dir:
"Das ist Berta, die wohnt ab heute hier."
Berta setzt sich auf's Sofa, kuschelt mit deinem Mann und setzt sich an den Tisch...Ok, das ist sicherlich nicht 1:1 auf einen Hund übertragbar, Eifersucht im menschl. Sinne, haben Hunde nicht.
ein sehr guter vergleich, themis. allerdings würde ich definitiv sagen, dass die menschliche eifersucht der hündischen wahnsinnig ähnelt. wo siehst du hier die unterschiede? es werden sogar die gleichen hormone (oxytocin und vasopressin) freigesetzt

ansonsten schließ ich mich den anderen an: du entscheidest, wann gestreichelt und gekuschelt wird, nicht chester. wer sich dazwischendrängelt, muss warten. das aufreiten würde ich ebenfalls als stressabbau deuten.
hier würde ich dafür sorgen, dass chester seinen stress anders loswerden kann. ich würde hier auch jeden tag etwas ganz alleine mit ihn machen, damit er sich nicht zurückgesetzt fühlt. aber auch da solltest du darauf achten, dass du entscheidest, wann du das machst, nicht chester
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