Wie merkt ein (junger) Hund, dass ich der Schlauere bin?
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Hey liebe Foris,
gerade jetzt, wo wir unseren Zweithund im Haus haben (13 Wochen alter Welpe) stelle ich mir nun doch häufiger die Frage, woran ein junger Hund eigentlich merkt, dass ich als Hundehalter schlauer bin als er, vorausgesetzt man ist es auch wirklich
Unser Welpe ist gerade in der Phase, in der sie ihren Platz im Rudel bzw. der Gruppe sucht und ich habe auch vermehrt gelesen: Der Hund lernt einen eher zu respektieren, wenn man ihm psychisch also mit Selbstbewusstsein und Intelligenz überlegen ist, anstatt ihm physisch zu zeigen, wer der Stärkere ist.
Wir sind in der Erziehung konsequent, aber wie merkt der Welpe, dass man tatsächlich schlauer ist als er?
Gibt es dafür Beispiele? Würde mich interessieren :)Liebe Grüße!
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Hi,
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Vergiss es, der Hund ist definitiv der Schlauere. Er hat dich jetzt bereist schon durchschaut und analysiert jetzt wahrscheinlich schon deine Schwächen, wie er sie für sich nutzen kann.
Sie sind uns einfach in der Beobachtungsgabe überlegen und je nachdem was für ein Kaliber HUnd man hat, wird man dies auch schnell merken. Wobei, wenn ich es recht überlege
viele Manipulationen durch unseren Hund merken wir gar nicht oder empfinden sie gar nicht als solche.
Hunde sind einfach so toll und genau deswegen macht es ja so viel Spaß mit ihnen gemeinsam etwas zu lernen/ zu arbeiten/ zu unternehmen.
Ansonsten weiß jeder Hund recht schnell, wer die Resourcen verwaltet und hält sich an denjenigen. Ansonsten hilft es in der Kommunikation am Besten, wenn man immer konsequent, ruhig und soverän auftritt. Nie einen Zweifel an den eigenen Entscheidungen hat und über jede Situation erhaben ist. Was für uns Menschen ja kein Problem darstellt
.MfG und ganz viel Spaß mit deinem Welpen
Sunshine -
Theoretisch ist das ganz einfach: Du reagierst in jeder Situation fixer, folgerichtiger und souveräner als dein Hund, der dich ja unausgesetzt beobachtet und studiert. Praktisch ist genau das das Schwierigste im Hundehalter-Dasein...
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Meine Hunde sind nur bei einer Sache sichtlich beeindruckt von mir. Wenn ich ihre Gedanken lesen kann.
Damit scheinen sie nämlich nicht wirklich zu rechnen. Sowohl der Kleine (14 Wochen) als auch die Große (5 Jahre) haben noch nicht so recht durchschaut, dass ich ihnen an der Nasenspitze ablesen kann, wenn sie wieder irgendeinen Mist planen. Sage ich just in dem Moment, indem die Idee ins Hundehirn plumpst schon direkt ein Abbruchkommando, wird der Plan sofort fallen gelassen und die Hunde schauen mich sehr verdutzt an.
Ich muss nur schnell genug sein. -
Die gleiche Frage habe ich mir letztes Jahr als Welpi hier einzog auch gestellt und konnte sie für mich beantworten.
Souveränität ist i.m.A das A und O und dem Hundekind zeigen das du alles im Griff hast.
Hier ein paar Beispiele.1. Mein Hundekind war die ersten 5 Monate unsicher was Hundekontakte anging bzw. hatte ein Problem damit wenn der andere Hund schlechte Manieren zeigt (auf einen zu brettern ungebremst,aufdringlich werden,mobben wollen etc.)
Ich habe von Anfang an mich hingehockt wenn andere Hunde kamen um dem Hundekind die Möglichkeiten für einen Rückzug zu ermöglichen und habe jeden aufdringlichen Hund abgewährt.
Auch wenn ich merkte das Baby unsicher wurde in einer Situation habe ich mich hingehockt,Welpi Schutz und die Möglichkeit geboten in sicherem Abstand die Situation auszulotenDas hatte den Vorteil das das Baby nicht blindlings wegrannte wenn es Angst bekam sondern immer schön bei Frauchen zwischen den Beinen hockte.
Das ist auch heute noch der Fall,das sich der Jungspund hilfesuchend an mich wendet wenn sie Situationen nicht einschätzen kann oder nicht zurecht kommt.
2. Feste Regeln. Es gibt hier nicht viele Regeln aber die die ich habe sind einzuhalten und zwar immer.
3. Ich habe nicht alle Faxen oder Frechheiten bierernst gesehen sondern auch mal mit einem Lächeln quittiert.
Oft hatte/habe ich das Gefühl das sie im hormonellen Chaos steckt und mit sich so viel auszumachen hat,das ich ihr nicht noch zusätzlichen Druck gemacht habe.4. Schneller sein als der Hund.Du musst bevor der Hund ansetzt schon wissen was kommt und entsprechend reagieren.
Ich habe das erste Jahr meine Dicke großwerden lassen und ihr die grundlegende Regeln beigebracht sowie viel Wert auf gute Sozialisation gelegt.
Jetzt fange ich an mehr mit ihr zu im Bereich der UO zu arbeiten.Sie beherrscht zwar die Grundkommandos, ich möchte diese aber mehr festigen und erweitern.
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Zitat
Hey liebe Foris,
gerade jetzt, wo wir unseren Zweithund im Haus haben (13 Wochen alter Welpe) stelle ich mir nun doch häufiger die Frage, woran ein junger Hund eigentlich merkt, dass ich als Hundehalter schlauer bin als er, vorausgesetzt man ist es auch wirklich
Unser Welpe ist gerade in der Phase, in der sie ihren Platz im Rudel bzw. der Gruppe sucht und ich habe auch vermehrt gelesen: Der Hund lernt einen eher zu respektieren, wenn man ihm psychisch also mit Selbstbewusstsein und Intelligenz überlegen ist, anstatt ihm physisch zu zeigen, wer der Stärkere ist.
Wir sind in der Erziehung konsequent, aber wie merkt der Welpe, dass man tatsächlich schlauer ist als er?
Gibt es dafür Beispiele? Würde mich interessieren :)Liebe Grüße!
Genaus das ging mir durch den Kopf als ich den thread gelsen haben ('Bist Du's denn tatsächlich?')
Ich weiss Martin Rütter ist nicht super beliebt bei allen aber in seinem Buch 'Hundetrainign' stand etwas gutes über Agieren und Reagieren, das mir als Hundeanfägnerin sher weitergeholfen hat.Ich denke, wenn man der Impulsgeber, der Ressourcenverteiler, der Beschützer, der Tonangeber und vieles mehr ist, dann muss man den Hund nicht vom Sofa schicken nur um ihm zu zeigen wer Chef ist.
Und, ja, man muss schneller sein. Viel Glück dabei
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Das sind schon mal super Antworten, danke!!
Naja, bei Emma (Ersthund) war alles noch ganz anders. Sie ist mein erster eigener Hund und da habe ich viel aus dem Bauch heraus gehandelt, habe sie ja auch erst mit 7 Monaten bekommen, also nicht mehr als Welpe. Jetzt bei Lina frage ich mich manchmal schon: "Hast du jetzt richtig gehandelt? Welche Folgen hat das?" etc, was ja eigentlich nicht so gut ist, wenn ich zu meinen Entscheidungen stehen soll. Am Ende merkt sie noch, dass ich bei manchen Entscheidungen hadere, ob es jetzt richtig war. Sie ist ja auch noch ein ganz anderes Kaliber als Emma, zur Zeit sowieso noch sehr interessiert an ihrer Umwelt und weniger aufmerksam für mich.
Da ich natürlich vorbeugen will, dass sie mir auf der Nase herumtanzt suche ich eben nach Möglichkeiten ihr zu zeigen, dass ich die Situation im Griff habe. Ist eine doofe Eigenschaft von mir, am liebsten will ich immer schon alles vorher wissen, was passiert etc., was sich beim Welpen aber schwierig gestaltet, daher bin ich oft überrascht, weil meine Vorstellungen vielleicht nicht erfüllt wurden und dann reagiere ich zu spät
Und natürlich auch die Umstellung, Emma ist top erzogen, sie hört aufs Wort und manchmal merke ich, wie ich nicht so recht mit dem Welpen umzugehen weiß, wenn sie nicht zu mir zurückkommt oder den Ball an mir vorbeiträgt anstatt ihn vor mir auszuspucken.
Manchmal denke ich glaube ich einfach viel zu viel nach :? -
Mir ist es wurscht, ob meine Hunde mich für schlau oder dumm halten.
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Zitat
Mir ist es wurscht, ob meine Hunde mich für schlau oder dumm halten.

Hauptsache man ist man selbst, egal ob schlauer (was doch ziemlich schwierig wird wenn es um Hundesprache etc. geht) oder nicht. nur wenn du authentisch bist wird ein Hund dich respektieren

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Zitat
Meine Hunde sind nur bei einer Sache sichtlich beeindruckt von mir. Wenn ich ihre Gedanken lesen kann.
Damit scheinen sie nämlich nicht wirklich zu rechnen. Sowohl der Kleine (14 Wochen) als auch die Große (5 Jahre) haben noch nicht so recht durchschaut, dass ich ihnen an der Nasenspitze ablesen kann, wenn sie wieder irgendeinen Mist planen. Sage ich just in dem Moment, indem die Idee ins Hundehirn plumpst schon direkt ein Abbruchkommando, wird der Plan sofort fallen gelassen und die Hunde schauen mich sehr verdutzt an.
Ich muss nur schnell genug sein.
genau das beeindruckt auch meine. Aber für mich enorm wichtig. Sie und ihr Kumpel haben in neun Jahren gelernt "ohne Worte" was auszuhecken. Meine läuft dann ganz dicht neben Kumpel, dann kommt ein kurzer Stups an ihn und ab gehts. Bei dem stubs kommt auch ein "wag dich ja nicht" es kommt ein verwunderter Blick und man lauert auf den nächsten "günstigen" Zeitpunkt.
Für clever werd ich wohl auch nicht gehalten in den Augen meines Hundes, ich mecker wenn sie sich in Hundeparfüm wälzt, wenn auf dem Weg noch ne Stulle liegt die man ja noch fressen könnte etc. In ihren Augen glatte Verschwendung von Resourcen da kann man einfach nicht schlau rüberkommen
Aber irgendwas muß ich ja auch an mir haben, denn sie folgt mir, erwartet Hilfe in Notsituationen und himmelt mich an wenn es in die Küche geht
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