Spürnasen - Mantrailing Laber Thread
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Hallo, ich hatte gestern einen Mantrailing Schnupperkurs und könnte mir vorstellen, das weiter zu betreiben. Ich rede allerdings von rein privater Natur zur Auslastung meiner Hunde, also keine ernsthafte Rettungshundearbeit / Prüfungen. In meinem Thread hab ich mal vom Schnupperkurs berichtet, vielleicht mag der eine oder andere was dazu sagen. Falls es hier nur um "ernsthaftes" Mantrailing gehen soll, sagt es ruhig auch.
Der Trainer sagte, dass er nach Fichtlmeier arbeitet.
Dankeschön!
Der Mantrailing Kurs gestern war sehr interessant. Wir haben bis kurz vor 22 Uhr gemacht.
Eigentlich waren 2 Stunden angedacht, begonnen haben wir kurz vor 6 (eigentlich halb 5, aber es lag etwas abgelegen, daher hat es gedauert, bis alle eingetrudelt sind).
Erst wurde ein wenig erklärt und sich vorgestellt. Ein paar Teilnehmer haben schon mit anderen Hunden getrailt, aber mit dem jetzigen noch nicht. Ein paar waren auch totale Anfänger, wie ich ja auch. Dabei waren zwei Malis, ein Flat, ein ehemaliger Laborbeagle, zwei Aussies, ein mittelgroßer Mischling und ein Großpudel. Den GP Calle und seine Halterin kannte ich schon, das war natürlich eine Überraschung sich da wieder zu sehen.
Es wurde betont, dass es sich um eine Funtrailing-Gruppe handeln soll (also die evtl. aus dem Schnupperkurs entstehen kann ) und nicht um ernsthafte Rettungshundearbeit / Vorbereitung für Prüfungen. Trotzdem wurde das jetzt nicht larifari gemacht. Aber die VP soll halt mit Futter belohnen und die restlichen Teilnehmer liefen auch den Trail mit etwas Abstand mit und sollten dann auch den Hund "feiern" und mit Futter belohnen, so dass der Hund ein richtig gutes Gefühl bekommt. Dabei wurde auf die einzelnen Teams aber gut eingegangen, ein Hund konnte z.B. besser mit Spieli belohnt werden, bei einem anderen wollte die Halterin nicht, dass er von allen mit Leckerlis belohnt wurde. Auch auf den Hund gingen sowohl Trainer als andere Teilnehmer toll ein, meine beiden z.B. waren in der ungewohnten Situation eher zurückhaltend und haben auch keine Leckerlis von den anderen angenommen (das Katzenfutter, dass die Zielperson von mir für sie bekommen hat, haben sie aber natürlich nicht verschmäht). Da fiel das "den Hund feiern" dann weitaus ruhiger und unaufgeregter aus, als z.B. bei dem ein oder anderen Freuhund wie dem Flat oder Mali.
Wir fingen an, indem die Zielperson sichtbar vom Hund weg lief, auch sichtbar mit Futter lockend, nach ein paar Schritten ihren Geruchsgegenstand "verloren" hat (wir sollten getragene Socken oder T-Shirts mitbringen) und erst mal nur um eine Ecke verschwand. Hundeführer mit Hund hinterher, so gut wie alle Hunde haben auch mit dem Geruchsgegenstand Kontakt aufgenommen, dann wurde das Kommando Trail (oder welches man sonst verwenden wollte) gegeben und die Hunde sind direkt um die Ecke zum Ziel gekommen, wo die tolle Belohnung wartete. Zwei kleine Trails liefen so auf Sicht, beim dritten versteckte sich die Person schon um eine weitere Ecke. Meine Jungs haben das beide super gemacht, ohne sich ablenken zu lassen, ohne zu kaspern, schienen sie direkt zu wissen, worum es ging.
Der Trainer hat zu jedem Trail sofort Feedback gegeben und man hat viel gelernt, auch wenn man selbst gar nicht dran war. Natürlich hat es sich etwas gezogen und die Hunde mussten ja leider größtenteils im Auto warten. Aber das soll wenn eine Gruppe entsteht natürlich etwas anders laufen. Dann werden wir wohl zeitlich gestaffelt, so dass es nicht immer so eine große Gruppe ist und mit der Zeit werden die Trails ja auch länger und anspruchsvoller.
Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht und auch den Hunden schien es zu gefallen. Man lief den Trail als Gruppe zurück und selbst wenn meine Jungs eher zurückhaltend waren, was das Lob der anderen Teilnehmer betraf, so liefen sie dann sichtbar stolz zurück zwischen der Gruppe. Gerade bei Bjarki hat der Trainer noch extra darauf hingewiesen, dass er gerade richtig stolziert.
Klein Jaffa hat auch alle beeindruckt, hab nur am Rande mitbekommen, dass der Trainer zu einer anderen Teilnehmerin sagte: Siehste, hab ich dir doch gesagt, dass der das gut machen wird.
Bin stolz auf meine Jungs und würde es gerne weiter machen. leider hab ich Montags eigentlich auch Agility, allerdings bin ich mit dem Training nicht soo zufrieden, vielleicht mach ich dann lieber das Mantrailing und schau noch mal nach nem anderen Verein fürs Agi oder lass Agi sein, da ich ja auch RO noch recht interessant finde.
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So wurden viele Hunde angetrailt, die ich kenne.
Mein Mexx auch, für ihn wars im Nachhinein eher schlecht. Bei Felia haben wirs ähnlich gemacht, für sie wiederrum hat es gepasst.Viele rümpfen ja die Nase, wenn der Hund die VP weglaufen sieht.
Ich finde inzwischen, dass man das individuell sehen muss, je nach Hundetyp und Individuum.
Gleiches gilt für die Art der Belohnung.Wenn du dich wohl gefühlt hast, deine Hunde ebenso, dann ist doch alles wunderbar
Die Gruppe ist halt recht riesig, finde ich nun nicht so optimal, aber das war ja anscheinend eine einmalige Sache in dieser Konstellation
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Inwiefern war es für ihn im Nachhinein schlecht?
Das der Hund die VP weglaufen sieht, ist doch nur am Anfang so. Der Hund weiß doch bisher noch gar nicht, was von ihm erwartet wird.
Zukünftig soll es wohl gestaffelt werden, dass die, die schon früher können früher anfangen und die später können eben später, dann ist dann natürlich die Gruppe auch jeweils kleiner. Immer soo viel Zeit dafür aufbringen, wo die Hunde nur im Auto sitzen, würde ich nicht wollen (das Wartezeiten für die Hunde beim Mantrailing normal sind, ist mir bewusst).
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Nun man kann auch einen Entdecker Trail legen, bei dem der Hund die VP nicht weglaufen sieht
Für Mexx wars im Nachhinein schlecht, weil er sowieso eher ein "Augenhund" ist (er ist ein Hütehund) und er hat demnach nicht gelernt, die Nase einzusetzen, sondern "Guckarbeit" statt Nasenarbeit zu machen. Er neigte außerdem dazu, hektisch zu werden, wenn er die Person dann nicht gesehen hat (wäff wäff) hatte dabei Frust und es war für uns einfach nicht zielführend (er kreiselte/pendelte, schaute nur..aber das lag sicher nicht nur an der Art des Antrails sondern am gesamten - für uns nicht passenden - Trainingsaufbau)
Haben nach einer Pause von etwa einem Jahr bei einer anderen Trainerin nochmal neu begonnen (Entdecker Trail gelegt, Hund kommt nicht auf Sicht zum Ziel, Motivations Trails beim Mexx so gut wie gar nicht bzw dosiert, der ist eh stets mehr als motiviert
) und einfach noch ein paar andere Dinge beachtet und siehe da - alle "Probleme" waren wie weg geblasen..Tendenzen hat er natürlich, aber wenn man damit gut durchdacht umgeht, ist das nicht weiter schlimm.
Edit: und ja, mir ist schon klar, dass es nur am Anfang so ist
Wie gesagt, man kann es so oder so machen, beides hat Vor- und Nachteile, die es je nach Hundetyp abzuwägen gilt. -
Ich werde mal sehen, wie es für uns passt.
So viele andere Möglichkeiten in der Nähe gibt es ja eh nicht und wir wollen es rein spaßmäßig machen. Meine Hunde sind eher von der ruhigen Sorte und drehen nicht so auf.
Wenn du dich wohl gefühlt hast, deine Hunde ebenso, dann ist doch alles wunderbarSo sieht es wohl aus. Ich hoffe es bleibt dabei.
Leider geht es erst in zwei Wochen weiter. -
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Wie viel Sichthilfe ein Hund braucht und bekommt, sollte man daran festmachen wie "gerne" er seine Augen benutzt. Wenn ein Hund eh gerne auf Nase geht, weil er von der Rasse/vom Naturell so ist, dann ist eine Sichthilfe recht leicht abzubauen, auch, wenn sie sehr ausgiebig genutzt wurde. Bei Hunden, die gerne mit den Augen suchen, kann einem das halt Probleme verursachen, wenn das zu lange genutzt wird bzw. nicht zügig und korrekt abgebaut wird. Solche Hunde sollten so schnell wie möglich lernen die Nase zu nutzen, nicht die Augen.
Und da anfängliche Erfahrungen mit einer neuen Sache bzw. Beschäftigung sich besonders gut verankern, wird davor gewarnt.
Trotzdem kann man in meinen Augen auch einen solchen Hund über Sichthilfe aufbauen, allerdings setzt das voraus, dass der Trainer zügig die Schritte weg davon, hin zur Nase hinbekommt und halt auch weiß wie man das bei diesem Hund am geschicktesten macht.
Ich denke, das ist die "Warnung", um die es hier geht.
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Ich kann das ja nächstes Mal ansprechen, wie schnell der Trainer diese Hilfe absetzten will.
Beim ersten Zusammentreffen mit den Hunden kennt er ja die Hunde nicht, wie soll er da sofort einschätzen können, ob sie Augenhunde sind oder nicht?
Der letzte kleine Trail ging ja dann schon um eine Ecke und dann die nächste, da hat der ein oder andere Hund schon "Probleme" bekommen, immer zu Frauchen geschaut, wollte zurück zur Gruppe und sowas.
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Aus dem Gespräch mit den Besitzern und auch beim ersten Trail erfährt/sieht man eigentlich recht schnell Tendenzen (was der Hund beim Suchen bevorzugt einsetzt), finde ich.
Auch der Hundetyp bzw die Rasse kann (muss aber nicht) einen Hinweis darauf geben.Bei uns war eben das Problem, dass es zu intensiv eingesetzt wurde (inkl. Rufen usw) und nicht gut abgebaut wurde. Das war für die meisten Beagles dort kein so großes Thema, für uns wars nicht optimal und wurde problematisch.
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Beim ersten Zusammentreffen mit den Hunden kennt er ja die Hunde nicht, wie soll er da sofort einschätzen können, ob sie Augenhunde sind oder nicht?
Das sieht man mit etwas Erfahrung sehr schnell - die ersten Minitrails liefern weitere Aufschlüsse, ob und wie der Hund instinktiv seine Nase einsetzt.
Ich mache sehr gute Erfahrungen mit Sichtreiz beim Antrailen, und setze den zunehmend etwas länger ein als früher. Wie schnell und in welcher Weise ich ihn abbaue, hängt stark vom Hund ab - so in der 3. oder 4. Trainingseinheit starten fast alle Hunde auf Naturboden blind. Auf Asphalt brauchen manche Hunde dann wieder etwas mehr Starthilfe - was sie auch kriegen.
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klingt ja ganz gut.
Ehrlich gesagt, hatte ich eher gedacht, dass evtl. kritisiert wird, das alle dem Trail folgen und den Hund belohnen. Das fanden einige Teilnehmer anscheinend komisch.
ich fand, wie Fichtlmeier das hier beschreibt, dass der Hund hinterher 10cm größer ist, konnte man bei meinem Bjarki wirklich beobachten. Obwohl er ja zunächst sehr zurückhaltend war gegenüber der Gruppe.
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