Motivation zum Hundetrainer

  • Zitat


    muss man unbedingt 22 Jahre Erfahrung mit Hunden vorweisen bis man den Trainer machen darf?


    Manche geben auch mit 30 Jahren Hundeerfahrung einen miserablem Trainer ab.


    Ist aber wirklich lustig was für Leute Hundeschulen eröffnen und was dann auch alles von einer Person Angeboten wird, nachdem man mal einen Kurs besucht hat: Mantrailing, Agility, Obedience, Longieren, Problemhunde, Welpenstunde... ich bin mit 1 1/2 Sportarten schon komplett ausgelastet und gebe im Obedience auch keinen sehr nützlichen Trainer ab. :D

  • Der erste Hund mit dem ich selbst gearbeitet hab war ein Problemhund. Da war einfach die Zeit gar nicht da, sich mal in aller Ruhe mit Thema A oder Thema B zu befassen, wenn es denn mal auftaucht, da musste Know How her und zwar fix und zwar viel, damit da keine Zwischenfälle passieren.

    Und dann stand ich einige Monate später mit einer Menge Theorie im Schädel vor "erfahrenen" Hundeleuten, die seit 20 Jahren immer dieselbe Scheiße verzapfen. Aber weil seit 20 Jahren dabei weder ein Hund Suizid begangen hat noch sie (ernsthaft) gebissen wurden, haben sie selbstverständlich Recht. Und die Diskussionen darum, wie du den Hund zu handeln hast machen dann so richtig Spaß.

    Von Lehrern und Erziehern würde niemand verlangen, erst mal selbst Kinder zu kriegen. Aber bitteschön mindestens 2. Ein Kind ohne Vorstrafe durch die Pubertät zu kriegen ist ja nun nicht das, was man Erfahrung nennen kann ...

    Aber bei Hunden wäre das ein vernünftiger Ansatz?

    Ich bitte euch!

  • Ich schreibe mal als Laie...

    In dem letzten Jahr habe ich so einige HT kennenlernen dürfen,die mir wärmsten von Bekannten empfohlen wurden.
    Meine Enttäuschung war groß.Die die ich kennen gelernt habe pauschalisieren ohne Ende.Hier musste auf jeden Hund der selbe Deckel egal wie und wenn das nicht geht ist der Hund nicht therapierbar oder die HH sind Schuld.Es wurde null auf den jeweiligen Hund eingegangen.

    Dann habe ich im ein Mädel kennegelernt.Arbeitete bereits als HT,hatte keine Ausbildung gemacht,ein paar Bücher gelesen,das ein oder andere Seminar besucht und hatte halt selber Hunde.
    Diese Person hatte ein unglaubliches Händchen,das war nichts angelerntes sondern eine natürliche Begabung auf das jeweilige Tier einzugehen und aus dem Bauch herraus richtig zu handeln.

    In dem Fall ist mir so ein "Hobbytrainer" allemal lieber als jemand der nen Trainerschein gemacht hat und keinerlei Gespür und Händchen hat.

  • Zitat

    Und dann stand ich einige Monate später mit einer Menge Theorie im Schädel vor "erfahrenen" Hundeleuten, die seit 20 Jahren immer dieselbe Scheiße verzapfen. Aber weil seit 20 Jahren dabei weder ein Hund Suizid begangen hat noch sie (ernsthaft) gebissen wurden, haben sie selbstverständlich Recht. Und die Diskussionen darum, wie du den Hund zu handeln hast machen dann so richtig Spaß.

    Hab ich ne ganz einfache Methode für :D
    Leine in die Hand drücken mit den Worten : "Mach mal ich lerne gerne dazu"

    @ Tamita mir is da ne Mischung wichtig, Händchen ist eins aber Background ist, für mich persönlich, eben unersätzlich WIE man sich den aneignet is aber Wurst. Es muss kein "zugelassener Trainerschein von Hundeausbilderschule xyz" sein aber auch die Theorie sollte stehen

  • Buddy-Joy, auf jeden Fall muss das nötige Wissen da sein,sonst bringt mir das beste Einfühlungsvermögen und Händchen nichts.

    Mir ist aber der starke Kontrast aufgefallen. 2 Trainer die ne Ausbildung in Hüddeldüddel gemacht haben und bei wer weiß wie vielen "Experten" ihre Seminare und Fortbildungen besucht haben und trotzdem null Gefühl für den Hund haben und dann ein Mädel was sich ihr Wissen selber angeignet hat,ein paar Seminare besucht hat und mit einer enormen Komplexibilität Hunde trainiert.

  • Ich lese hier immer von schwierigen Hunden und Problemhunden.

    Ist es nicht als erstes, wenn man als Trainer z.B. in nem Verein arbeitet, mal wichtig, nen ganz stinknormalen Hund ausbilden zu können? Das sind doch erstmal die Basics, also sprich, Lerntheorie kennen, Sitz/Platz/Fuß beibringen können etc., Hintergrundwissen zum Thema Hund verbreiten zu können (auch was steuerliche Belange, Versicherungen und Krankheiten/Impfungen betrifft oder das Thema Hund im Ausland im Urlaub), eben einfach Alltagsdinge dem "Hundeneuling" beibringen zu können. Leinenführigkeit, Rückruf erklären, Sozialisierung und Alltagsgewöhnung in kleinen Gruppen unterstützen mit Terminen vor Ort (Bahnhof, Marktplatz, Läden, eben neue Situationen).

    Dafür brauch ich doch keine 3 Jahre Hundetrainerausbildung für 10.000,- €! DAFÜR reicht es meiner bescheidenen Meinung nach dicke, wenn ich meinen Hund entsprechend (erfolgreich..) ausgebildet habe und mich sehr viel mit der Theorie beschäftigt habe, gelesen habe, das ein oder andere Seminar besucht habe, Hintergrundwissen gesammelt habe.

    Daß ich, wenn ich sowas mache, natürlich net "Problemhundeausbildung" oder "Verhaltenstherapie" auf mein Türschild pappen sollte, is ja auch klar. Aber das ist ja auch was Anderes als ein stinknormales Training.

    Wenn ich allerdings mit einem echten Problemhund (Aggressivität) zu einem Trainer gehen möchte, der ausgebildet ist, sollte dieser schon in der Lage sein, mit dem Hund umzugehen, wenn er schon ne teure Ausbildung hinter sich hat. Daß hierfür weitaus mehr theoretisches Wissen und auch eine entsprechend begleitete Praxiserfahrung (bes., was Methoden betrifft, die ich für ein bestimmtes Problem nutzen kann) nötig sind, werd ich mit Sicherheit nicht bestreiten!

    Ich unterscheide da also schon deutlich die Anforderungen an einen Vereins-Trainer, der "einfach" nur die Basics rüberbringen können muß, und den "Profi", der sich um Problemhunde kümmen kann und will. Wenn der damit erfolgreich ist, investiere ich auch gerne entsprechend in seine Stunden und finanziere damit dessen Ausbildung mit. Würde aber dagegen nicht einsehen, als Welpenstunde für nen ganz normalen Hund eine Einzelstunde für 60 Euro zu buchen, nur weil der Trainer nen Professor in Hundekunde gemacht zu haben glaubt.

    Und -um dem Argument zuvorzukommen- so alles gut läuft, sind dann dessen Kunden dann auch NICHT die HH, die aus der Gruppenstunde vom Verein kommen..... *gg

  • Jo aber dafür muss man ne gewisse "Ehrlichkeit" an den Tag legen

    Der Trainer als Beispiel von dem ich auf der 2. Seite schrieb hat ne Hundeschule und trainiert Basis und Agi
    Und das macht er gut, keine Frage
    Aber statt zu sagen "Nein mit Problemhunden kenne ich mich nicht aus" hat er sich die 90 Euro für die Bewertung einkassiert und mal eben nen schönklingenden Wisch ausgestellt das der Hund ne gesteigerte Matschbirne is und ne Gefahr für alles um ihn herum ( und dabei Fachbegriffe wild durcheinandergeworfen)

    Wie gesagt ich war zur zu ner "Bewertung von Amtswegen" da um zu beurteilen OB er nu übern Jordan geht oder nicht .. Machen wir es kurz er geht nicht :D es war ne totale Fehleinschätzung
    Wenn jemand sich Problemhunde auf die Fahne schreibt dann muss er auhc Problemhunde können.
    Ich würd nen Teufel tun und Agi anbieten, meine Herren ich weiss mal grad wie die Geräte ausschauen :ugly:

  • Zitat

    Ist aber wirklich lustig was für Leute Hundeschulen eröffnen und was dann auch alles von einer Person Angeboten wird, nachdem man mal einen Kurs besucht hat: Mantrailing, Agility, Obedience, Longieren, Problemhunde, Welpenstunde... ich bin mit 1 1/2 Sportarten schon komplett ausgelastet und gebe im Obedience auch keinen sehr nützlichen Trainer ab. :D


    Genau das denk ich mir auch immer. Wir machen ja Agility und Obedience und sind damit mehr als ausgelastet. Wenn man beides richtig betreiben will ist das schon viel finde ich. Und dann sprießen irgendwelche Hundetrainer aus dem Boden die anscheinend Ahnung von fast allen Sportarten plus Welpen- und Junghundetraining plus Erziehungskurse plus Problemhundetherapie plus Ernährung und so weiter und so fort haben. :hust:

  • Nachträglich bin ich schon etwas säuerlich auch darüber, was HT so auf ihre Webseite schreiben... frei nach dem Motto: Mehr ist mehr!
    Vopn Problemhundbetreuung über Welpenkaufbetreuung, Leinentraining, verschiedenste Hundesportarten, Welpenschule, Fungruppen (heißt der HT bekommt Geld dafür, dass die Hunde miteinander spielen) und natürlich alles Richtung Hausbesuche, Anti Jagdtraining, Fährtentraining usw... im Plan stehen dann mehr als 8 verschiedene Gruppen pro Woche, natürlich die Möglichkeit Hunde dort Pensionsartig abzugeben oder auch nur für einige Stunden, der HUnd hätte dort einen"tollen Tag" oder ähnliches...

    Frustrierend ist es dann, wenn man das Geld für 10 Stunden schon zu Anfang abgeknüpft bekommt und erst nach der 2-3 Stunde merkt, dass da keine Stunden wie besprochen mehr auseinanderdividiert werden, sondern es eine große Gruppe bleibt und die ganzen auf der HP erwähnten Dinge weder aktuell noch im letzten Jahr stattgefunden haben. Manchmal hab ich das Gefühl, dass der BEgriff "Hundetrainer" nicht nur total willkürlich ist, sondern manche auch einfach nur toll sein wollen und glauben, als Trainer würde man angejimmelt werden und jeder fragt einen um Rat oder sonstwas... :ugly:

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