Motivation zum Hundetrainer
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Gast41354 -
15. Oktober 2012 um 14:38
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Hey,
erschreckend ist es schon wenn sich Menschen dafür entscheiden, die noch nicht lange einen Hund und 0 Erfahrung haben aber nach ein paar Monaten Tataaaaa der Ultra-Hundetrainer sind

Andererseits muss jeder irgendwann anfangen in jedem Beruf. Schade ist, dass Hundetrainer noch kein geschützer Begriff ist der eine IHK Ausbildung oder ähnliches voraussetzt.
Ich selbst habe mich für eine Trainerin von D.O.G.S (Martin Rütter) entschieden die Leute haben 2 Jahre Ausbildung und im Anschluss wird ein Jahr in einem Zentrum für Mensch und Hund gearbeitet bevor man ein eigenes Gebiet bekommt. Ob diese Art der Ausbildung der richtige Weg ist weiß ich nicht, meine Trainerin ist gut und ich sehe Erfolge durch das Training. Zunächst hat mich das Franchise-System etwas abgeschreckt.
Wir haben bisher verschiedene Trainer ausprobiert und alleine bei den unterschiedlichen Methoden zum Thema Leinenführigkeit ("Ruck ordentlich am Halsband", "Kauf ein Kettenhalsband"...DER wird NIE Leinenführig) wird mir jetzt noch schlecht.
Ich will erklärt bekommen warum mein Hund wie reagiert und was ich an mir ändern muss damit wir als Team funktionieren. Ich glaube das geht nur durch Erfahrung und konstante Weiterbildung. - Vor einem Moment
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Hi,
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Mir ist das neulich auch wieder aufgefallen. Vor einem Jahr hatte ich eine Frau mit ihrem gut einjährigem Hund bei mir auf dem Platz zur Vorbereitung auf BH oder Teamtest. Das hat sie nicht durchgehalten, nicht geübt, unregelmäßig anwesend, keine Ausdauer, keine Konsequenz und null Timing. Tja und dann les ich vor 14 Tagen oder so auf FB "Hurra, ich hab nen Trainerschein!" Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung wie sowas geht und mir wird himmelangst wenn ich mir denke was da so auf die Menschheit losgelassen wird.
Ich habe von kleinauf Hunde, erst in der Familie und dann mit Tarzan den ersten eigenen, und der war eben der der mich zum aktiven Hundesportler gemacht hat weil er eben nicht so unkompliziert war. Irgendwann durfte ich auch mal mit anderen Teams arbeiten dann die Assistenzzeit von 2 Jahren eigen Hund bis in die O1 geführt und dann die Seminare für den Trainerschein im Bereich Obedience gemacht. Und ich weiß, dass ich von jedem Hund und jedem Hundeführer der zu mir kommt auch noch zu lernen habe.
Bei vielen dieser Hundetrainer wird es ein Stück Prestige sein genau wie der vorhandene Hund meist ja auch und wenn man damit noch Geld machen kann und sein Ego aufpolieren kann muss das besonders toll sein.
Das Ansehen in der Bevölkerung ist jedenfalls da. Ich erzähl eigentlich keinem hier das ich Trainer bin. wozu auch es ist mein Hobby und das teile ich mit anderen aber es spricht sich eben doch immer mal wieder rum und wenn ich dann drauf angesprochen werde dann mit großen oh wie toll und da können sie ja Geld mit verdienen. wenn ich dann sage nö, ich bilde nur für den Sport aus und das auch noch ehrenamtlich und nur in der Freizeit verstehen das die Wenigsten. Mir egal für mich ist es genau richtig.
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Ich erlebe auch gerade ein auf und ab an Hundeschule. Auf der einen Seite eine Hundeschule die sich mit jedem einzelnen mühe gibt wo die Übungen immer so gestaltet sind dass sich niemand langweilt wo man immer die Möglichkeit hat fragen zu stellen und wo man auch durch Prüfungsergebnisse letztlich sieht was Bei guter Arbeit heraus kommen kann und auf der anderen Seite eine Frau die wich wohl dachte ich habe einen Hund und eine. Hof da ist ja eine Wiese frei, da machen wir einfach ne Hundeschule und meine eigenen erziehe ich dann einfach in den Stunden mit und genauso sieht es dann leider auch aus. Statt den besprochenen fünf sind's acht plus ihren eigenen zwei. Schlecht ausgewaehlte Übungen lange Wartezeiten bis man dran kommt, Madame unterhält sich mit ihren bekannten und wirft nur hier und da mal Kommandos in die runde, aber wenn man kritisiert springen ihre Lieblinge für sie in die bresche... Aber man hat ja schon zum Stunden bezahlt was soll man da gros machen? Ich gehe auf jeden Fall nirgendwo mehr hin wo nicht mindestens ein bekannter vor mir schon erfolgreich war...
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Tja ich sags mal so wie ich dazu gekommen bin

1. Jeder Hunz und Arsch hat meine Nummer weitergegeben, gabs ein Problem, ruf Manu an.....Tja und Manu hatte ja immerschon nen Helferkomplex und hat geholfen... Naja und dann kam der Gedanke ( als es dann Überhand nahm) dann kannste auch Geld dafür nehmen
2. Ich behaupte mal ganz frech ich hab den passenden Background für diesen Job, ich nehme seit Jahren wirkliche Problemhunde auf, bin schon ewig in beratender Tätigkeit für die Ämter immer mitgefahren wenn ein Hund beurteilt werden mussten etc.pp habe mich weitergebildet, habe mit vielen Hundetypen gearbeitet
3. Ich bin realistisch und kann mein Ego zurückstellen, kommt jemand mit nem spanischen Angsthund hab ich auch kein Problem den zu nem anderen Trainer zu schickenWER im übrigen so alles Hundetrainer wird hat mich auch erschrocken, ich habe aktuell nen kleinen "Problemfall" in meiner Gegend der eingeschläfert werden sollte weil böser Hund. 2 Trainer haben schon ne Empfehlung geschrieben das der Hund "weg" gehört... Ich war mim O-Amt vor Ort und hab mal n Ründchen mit dem Burschen gedreht, etwas schwierig aber kein unlösbarer Fall ... Den einen Trainer hab ich am Telefon schon rund gemacht und ihm nahe gelegt seine Berufswahl doch nochmal zu überdenken ....
Problemhundetrainer
ja ne is klar -
Also, ich beschäftige mich jetzt 3-4Jahre wirklich sehr intensiv mit dem Thema Hund. Habe in der Zeit zig Seminare, Vorträge, Workshops usw. besucht! Zu bestimmten Themen alle Bücher durch, die es auf dem deutschen Markt gibt usw. Aber ich denke ich habe noch vielllll zu wenig Ahnung um irgendwas in Richtung Hundetrainer zu machen! 100% kenne ich nämlich bis jetzt nur meinen Hund (auch wenn der sehr viele Probleme in sich vereint :P) und ein paar Hunde von Verwandten und Bekannten recht gut! Aber es gibt so viele Hunde und Charaktere und die kenne ich nicht mal ansatzweise! Kann befreundeten Hundehaltern ein paar sinnvolle Tips geben klar, aber mehr auch nicht!
Und ich verstehe wirklich nicht, dass Leute sich nach dieser Zeit schon Hundetrainer nennen dürfen! Meine Trainerin arbeitet seit glaub ich mehr als 30Jahre mit Hunden und das merkt man!
P.S.: Und ich hatte vorher auch schon Familienhunde bzw. bin auch als Kind mit Hunden unterwegs gewesen von meinem Onkel, aber das kann man ja nicht ernsthaft als Erfahrungen bezeichnen! Richtig beschäftigt hab ich mich damit erst seit diesem Hund!
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Genau wie Manu es beschreibt, man wächst da rein und dann noch die nötige Fortbildung und dann ist das auch was mit Hand und Fuss. Anders geht das einfach nicht. Das ist ein Job der Erfahrung, Liebe und auch Durchsetzungskraft erfordert, das lernt man nicht auf 2 oder 3 Wochenedseminaren.
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Ich glaube, nein ich sehe derzeit, dass es auch nicht nur die Leistung ist, die zählt. Klar muss man Seminare, Fortbnildungen usw vorweisen, sonst sollten die etwaige Kunden direkt skeptisch werden, abe rfür mich zählt die Grundeinstellung. Ich sehe ja was passiert, wenn jemand eine Gruppe schulen will mit Hunden auf Anfängerniveau, diejenige abe rnur begrentz Lust dazu hat und die teuren Stunden (12 euro...) eher zum unterhalten nutzt und dafür, ihre eigenen Hunde zu erziehen und es super findet Übungen auszusuchen, wo nur einer was tut und alle anderen warten damit man sich mit denen dann unterhalten kann. Über Bienchen, Blümchen und was weiß ich und wenn man dann nachfragt kommt allen ernstes: Der Hund muss auch lernen zu warten.... ja und dafür zahle ich ja auch geld *groll*
Ich glaube sowas muss auch irgendwo von selbst kommen. Man muss das vielleicht einfach als ein Hobby lieben um es dann zum Beruf machen zu können und zu wollen und auch dann ist noch die Frage, ob man charakterlich dazu passt. Schließlich müssen ja auch die Besitzer mit einem zurecht kommen.
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Zitat
Ich finde es in letzter Zeit immer wieder interessan bzw eigentlich auch erschreckend, welche Motivation manche Menschen dazu bewegt Hundetrainer zu werden.
Von früher bin ich es eigentlich so gewohnt, dass man in die Sache mehr oder minder reinwächst. Man hat einen Hund - vielleicht auch nicht umbedingt den einfachsten - arbeitet mit dem, eignet sich Wissen an, bildet sich theoretisch fort, arbeitet bei anderen Trainern mit und irgendwann teils nach Jahren, trainiert man dann selber Hund-Mensch-Teams egal ob im Verein oder der eigenen Hundeschule.
Aber zur Zeit treff ich immer öfter auf Leute, die Trainer geworden sind, weil sie sich vor einem Jahr einen Hund angeschafft haben, mit dem nicht zurechtkamen und drum jetzt irgendwo bei XY einen Trainerkurs besucht haben, um sich selbst und anderen helfen zu können.
Das kann doch nicht der richtige Weg sein oder?

warum nicht? du holst dir einen hund, arbeitest mühevoll (!) ein jahr mit ihm und lernst ungemein viel dazu weil du eben nicht mit dem hund durch duziduzi zurecht kommst und dir mühe gibst ihn zu verstehen und besuchst fortbildungen, eignest dir wissen an, es klappt du verstehst ihn
wenn du auf die zeitkomponente anspielst dann möchte ich zu bedenken geben dass ne reguläre ausbildung 3 jahre dauert ...
wo ist das problem? ich verstehe den thread nicht
muss man unbedingt 22 Jahre Erfahrung mit Hunden vorweisen bis man den Trainer machen darf? hast du schlechte erfahrung gemacht?
ich denke eher dass du es verteufeln kannst wenn jemand sagt "ach auf die rütter-schiene springe ich jetzt auch auf, ist grad so aktuell" ... aber nur weil jemand probleme mit seinem hund hatte und sich dadurch fortgebildet und das thema so interessant fand, dass er sich vorstellen kann das zu seinem beruf zu machen finde ich nicht verwerflich
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Right aber dabei darf es mM nach nicht bleiben.
Ich bin ja nu auch keine Fuffzig und unter den Hundetrainern hier im Kreis eher das Küken
Die Problematik ist einfach, eigener Hund janz jut hinbekommen und weitergebildet ist eben keine Praxis auf der man aufbauen kann.
Man bekommt als Trainer die unterschiedlichsten Hundetypen vorgesetzt, wirklich schwere Fälle, n paar die nur Sitzifeini lernen wollen, unterschiedlidliche Backgrounds etc.
Bei mir gingen z.B. wirkliche Problemfälle ein und aus zum resozialisieren, kein wir ziehen an der Leine oder Pöbeln ein wenig sondern Hunde mit ner richtigen Klatsche, trotzdem habe ich es beruflich erst Anfang des Jahres in Angriff genommen weil.... Wenn ich nen Hund aufnehme dann rock ich das schon und wenns nicht klappt ist es MEIN Problem, als Trainer arbeitest Du aber nicht am eigenen Hund sondern bist für einen fremden Hund zuständig, man bietet eine Dienstleistung an
Wenn man da Shit baut ist es eben nichtmehr das eigene Problem ( Thema realistische Selbsteinschätzung)Genauso ärgere ich mich über Immobilienmakler die keine Ahnung haben was sie erzählen oder die Fleischereiverkäuferin Schwein nicht vom Rind unterscheiden kann
Wenn einer auf die Idee kommt... Hey das wäre ein Beruf für mich soll er eben nicht zum Gewerbeamt laufen und sich nen Wisch ausstellen sondern erstmal Fortbildungen besuchen, im Verein evtl mal erste "Trainerluft" schnuppern, andere Hundetypen arbeiten Praktikum bei erfahrenen Kollegen machen DANN kann derdiedas gerne anfangen
Aber im Regelfall läuft es doch so: Oh ich habe meinen Hund gut hinbekommen, ich bin nicht völlig Ahnungslos dann rock ich auch andere Hunde und Abrakadabra haben wir nen neuen Trainer auf dem Markt -
Man darf das wohl nicht überkritisch betrachten, aber generell gesagt bedeutet die Arbeit mit Hunden, dass es nicht ausreicht, EINEN Hund gehabt zuhaben... ich bin da beste Beispiel dafür, ich bin jetzt 30, wir haben unseren Labrador bekommen als ich 11 war, ich bin 15 Jahre mit ihm aufgewachsen, habe die Welpenschule, Hundeschule usw miterlebt, wir haben die BHP gemacht und den Wesenstest usw und ich hab auch gedacht, dass ich dann wohl etwas Ahnung habe weil ich das alles schon mit den Kindesbeinen aufgenommen habe und auf dem Dackel meiner Tante Erziehung nahegebracht habe, aber Pustekuchen!
Als unser Labbi dann verstarb haben sich meine Eltern quasi fast zeitgleich getrennt und meine Mutter hat sich eine Kurzhaarcollie zugelegt. EInen extrem sensiblen, unsicheren, superlieben und verschmusten aber eben schwierigen HUnd, der auch noch ein paar Ticks von seiner Mutter übernommen hat. Nach einem Jahr war meine Mutter fast soweit ihn abzugeben, also wurde eine Hundespezialistin aufgesucht, viel Arbeit investiert und wir mussten ALLES anders machen als beim Labbi. Ruhige Umgebung, kein Stress, nochmal wieder zur HUndeschule usw. Da wurde mir schon klar, dass EIN Hund NIE reicht.
Dann kam der Dackel meiner Tante dazu, also der zweite, nach dem von mir erzogenen, verstorbenen ersten. UNd die ist ein Powerpacket, ein rotzfreches, selbstbewußtest. Die braucht Action, eine konsequente Hand und auch mal lautere Worte, die den Colie aber dazu bringen total in sich zusammen zu fallen.
Dann habe ich meinen Freund kennengelernt und mit ihm den Sch#ferhund-Colliemix Rocky mit dem ich jetzt auch arbeite. Auch ein lieber Hund, selbstständig undschlau, aber sehr ängstlich und latent aggressiv wenn man ihn überfordert. Nochmal also ein komplett anderes Kaliber als Collie, Labrador oder Dackel....
Somit habe ich jetzt insgesamt Erfahrung mit4 verschiedenen HUndetypen gemacht, habe die BGH mit Labrador, Collie und Dackel erlebt aber trotzdem ist das immernoch lang nicht genug um zu glauben, man hätte in irgendeiner Form umfassend Ahnung, auch trotz der Lektüre vieler Fachbücher usw, das reicht trotzdem noch nicht.
Ich würde auch gerne irgendwann den Trainerschein machen, aber der Weg dahin ist für mich noch sehr lang. Dafür braucht es meiner Meinung nach trotzdem erstmal einen eigenen HUnd, den man von Grund auf erzieht, mit Welpenschule, HUndesport, BGH und vll noch mehr darüber hinaus und erst wenn man das selbst alles durch hat kann man das angehen und auch dann bedeutet das nicht, dass man damit auch erfolgreich ist. Aus meiner SIcht ist das kein Job, den man einmal lernt und dann verdient man nur noch dran, ich finde es ist eher ein Hobby an dem man super SPaß haben muss, wo man freiwillig viel Arbeit steckt und woran man nicht unbedingt reich wird, das kann man nicht erwarten...
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