Welcher Welpe ist der Richtige?
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Hallo!
Wir haben ein kleines Probem, denn wir können uns nicht zwischen zwei Deutschen Pinscher Welpen entscheiden!!!
Es geht darum, dass wir nun schon häufiger bei den Züchtern waren und zwei in die engere Auswahl gekommen sind. Wir finden es nur unheimlich schwer, zwischen den beiden schlussendlich den richtigen zu finden.
Der eine Welpe ist wunderschön, er bekommt 10 von 10 Punkten, was die Schönheit angeht. Er ist der größte unter seinen Wurfgeschwistern, was ja darauf hinweist, dass er - zumindest was das Fressverhalten angeht - Dominanz zeigt und sich gegen die anderen durchsetzen kann. Nach mehreren Besuchen würden wir ihn so charakterisieren: Er ist eher ruhig bzw. ausgeglichen. Er rangelt durchaus mit seinen Brüdern und Schwestern, und meistens gewinnt er auch, was wahrscheinlich auch auf die Größe zurückzuführen ist. Es ist aber durchaus so, dass er keine Streitereien sucht oder immer derjenige ist, der anfängt. Wie gesagt, eher ruhig und ausgeglichen. Menschen gegenüber ist er auch sehr ruhig. Er kommt nicht von selbst und mag es auch nicht, auf dem Schoß zu liegen, geschweige denn einzuschlafen. Das einzige, das funktioniert, ist, dass man ihn im Tiefschlaf auf seinen Schoß legt, und er dann offensichtlich einfach nur zu müde ist, wieder zu gehen.
Wir haben auch versucht, ihn auf den Rücken zu legen, auf unseren ausgestreckten Beinen. Allerdings entspannt er sich niemals komplett. Man merkt, dass sein ganzer Körper sich zwar immer ein bisschen mehr entspannt, aber an seinem Kopf, der immer noch starr und aufgerichtet ist, sieht man, dass er trotzdem noch angespannt ist. Das zeigt sich auch, sobald man ihn loslässt, da bewegt er sich sofort und verschwindet.
Der andere Welpe bekommt "nur" 9 von 10 Punkten, was die Schönheit angeht. Er ist jedoch zutraulicher und kommt sofort auf uns zu, lässt sich streicheln und zwickt sogar ab und zu schon mal in Hand und Fuß. Doch er kommt uns auch seeeehr aktiv und energiegeladen vor. Er ist immer der erste, ob bei uns oder bei anderen Besuchern, also er ist nicht zu uns persönlich so zutraulich, sondern einfach immer ganz vorne mit dabei, wenn etwas passiert, wie z.B. wenn Besuch kommt. Außerdem haben wir beobachtet, dass er immer auf Zack ist, also auch sehr häufig mit seinen Wurfgeschwistern rangelt. Auch er gewinnt häufig, da er auch relativ groß ist.
Als wir ihn dann auf den Rücken gelegt haben, hat er sich zwar anfangs auch gewehrt, doch nach und nach entspannte er sich immer mehr und am Ende hat er sogar seinen Kopf komplett auf die Beine gelegt und sich gänzlich entspannt. Selbst als man ihn losgelassen hat, blieb er noch ein wenig so liegen, bis er sich wieder aufgerichtet hat und sich ins Leben stürzte.
Nun sind wir hin- und hergerissen und wissen nicht, womit man besser umgehen kann.
Deshalb die Frage an euch: Für welchen Welpen würdet ihr euch entscheiden?
Bei dem "Schönen" stellt sich die Frage, ob er nicht zu ruhig ist, ob er vielleicht eigensinnig, eigenbrötlerisch oder ähnliches werden könnte, da er nicht so den Kontakt zu Menschen sucht.
Bei dem anderen ist die Frage, ob er nicht zu hyperaktiv ist und nicht ausgelastet sein wird, was ihn natürlich zu einem unbefriedigten und unglücklichen Hund machen würde.
Ich hoffe, ihr versteht was ich meine und könnt mir helfen.
Ich würde euch noch bitten, dieses Thema ernst zu nehmen, und auf Antworten wie: "Das soll der Hund selbst entscheiden", "der Hund sucht sich den Halter aus", wenn der Hund erst mal deiner ist wird sich alles ändern" zu verzichten. Ich bitte euch darum, dieses Problem gemeinsam mit mir zu analysieren und herauszufinden, womit wir besser umgehen können.Vielen Dank schon mal!!
Destan's Mom - Vor einem Moment
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Was sagt denn der Züchter der Hunde dazu? Ich erwarte von einem Züchter unter anderem auch, dass er mir in dieser Hinsicht Rat geben kann. :) Er kennt euch und die Welpen. Hat er euch schon mal was in der einen oder anderen Richtung hin geraten?
Das Problem hier im Forum ist: Wir kennen euch nicht. Wir wissen nicht, ob der aktivere Welpe was für euch ist, oder eher der ruhigere. Verstehst du?
Was sagt denn euer Herz? Welcher Welpe berührt euch eher?
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Das ist schwierig so aus der Ferne. Fragt doch mal den Züchter wie dessen Erfahrungen
mit der weiteren Entwicklung seiner Welpen ist. Oder ist es der erste Wurf aus der
Verpaarung?
Rein von dem was du schreibst würde ich zu dem zweiten Welpen tendieren. Wie ist
denn euer Gefühl, wenn ihr mal alle Theorie aussen vor lasst? Auf seinen Bauch zu
hören ist nicht das schlechteste.
Meinen ersten Welpen habe ich damals ausgesucht, weil er er war der auf meinen Schoß
geklettert ist und dort eingeschlafen ist. Und Bungee, da habe ich mir einen anderen Hund
bei der Züchterin angeschaut, ich habe den bunten Kerl gesehen und es war Liebe auf den ersten Blick. Sandro war einfach der knuffigste und immer vorne dabei. Er war
sofort "meiner". Das hilft dir jetzt nicht wirklich, aber ich habe es bei keinem meiner
Hunde bereut auf mein Gefühl gehört zu haben. -
Die Züchter sollten euch da eigentlich unterstützen, bei der Auswahl...sie sehen die Welpen ja noch öfter, bei euch ist es ja nur eine "Momentaufnahme".
Vielleicht könnt ihr auch mal jemanden mitnehmen, der ein wenig Ahnung hat?
Ich kann nur von meinen beiden sprechen.
Gordon war so wie du eure "Nr.2" beschreibst - und er ist ein toller Hund geworden, nicht überdreht, nicht übermäßig aktiv, versteht sich mit allem und jedem. Er ist der ruhigere von meinen beiden Jungs, der sich auch mal mit sich selbst beschftigt und mir nicht nonstop am Rockzipfel hängt, aber dennoch eine tolle Bindung zu mir hat und mich auch vermisst,wenn ich nicht da bin.
Connor dagegen war war beim fressen auch immer der erste (und der letzte der wieder vom Napf ging*g*). Aber während die anderen wild tobten, saß er meistens dabei und schaute nur zu. Und wenn die anderen zur Ruhe kamen, versuchte er sie nochmal zu animieren, doch weiter zu machen, spiele/rangelte dann mit ihnen und legte sich wieder hin, öfter etwas abseits.
Ich fand das toll, "meeein" Hund ist ein ruhiger Kerl, da hab ich alles richtig gemacht :)
Ha, Pustekuchen. Schon eine Kollegin von mir (Hundetrainerin, aktiv im THS) meinte, als die kleinen kurz vor der Abgabe standen "Der wird mal Spaß machen, ein kleiner Matcho, aber wenn man den im Griff hat - Powerpaket mit Spaßgarantie!" Hä? Wie kommt sie denn dadrauf? Dieser ruhige liebe Kerl soll ein Powerpaket sein?
Aber sie hatte recht. Schon als Junghund hat er sich hier zu Hause die Position 1 geschnappt, Gordon stand schnell unter ihm, hat das auch einfach so akzeptiert. Er ist super aktiv (dagegen ist Gordon ne Schlaftablette), findet kein Ende (wenn man ihm kein Ende setzt), ist wirklich ein kleiner Matcho (naja, macht halt gern auf dicke Hose, aber das haben wir mit Erziehung ganz gut im Griff) und sehr auf mich fixiert. Einfach nur so "Gassigehen" ist gar nicht sein Ding, er ist immer aufgedreht und will was tun, nicht einfach nur mitlaufen.
Spielen mit anderen Hunden (außer Gordon) ist nicht sooo seins, aber wenn er nen Kumpel gefunden hat, dann sind sie dicke Freunde :) Sprich: regelmßige Gassigehpartner sind super, da merkt man auch seine Freude, aber fremde Hunde werden höchstens mal beschnuppert und gut ist (wohingegen Gordon am liebsten mit jedem ne große Runde toben würde).
Jetzt bist du wahrscheinlich auch nicht weiter. Geht nochmal in euch, wsa ihr euch von eiem Hund wünscht, was ihr ihm bieten könnte und redet nochmal mit den Züchtern,vielleicht fällt der Groschen dann :)
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Also ich fände Welpe Nr. 1 sehr sympathisch von dem was du erzählst.
Wirkt wie ein ruhiger, souveräner Hund, der nicht auf jeden gleich zurennt. Ich könnte mir vorstellen, dass er etwas eigensinniger ist und sich bei Kommandos eher mal denkt "und warum soll ich das jetzt tun?". Ich glaube nicht, dass er keine Bindung zu euch aufbaut, das kommt eben noch.
Mit ihm werdet ihr wahrscheinlich mehr Arbeit haben euch durchzusetzen, was mit Druck nicht gehen wird, sondern nur mit Motivation und mit Sachen die der Hund auch sinnvoll findet.Beim zweiten kanns schon sein, dass der etwas überdrehter ist. Das kann in viele Richtungen gehen (Arbeitseifer, Sportskanone, ängstliches Wibbel, geringe Frustrationstoleranz) oder sich wieder legen. Ich schätze mal, dass es schwer sein wird ihn ruhig zu bekommen ohne ihn zu überfordern, aber glaube, dass ihr leichter zu ihm durchkommt was die Erziehung angeht.
So würde ich das jetzt analysieren, aber es ist natürlich unglaublich schwer im Welpenalter da überhaupt Aussagen zu machen, ohne die Welpen zu kennen.
Die Frage ist auch, was wollt ihr? Seid ihr schon hundeerfahren? Wollt ihr die Herausforderung, oder lieber einen ruhigen Begleiter usw.
Mit dem Züchter reden würde ich auch empfehlen.
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Ich kann mich den anderen nur anschließen - der Züchter kennt seine Hunde am besten, er ist tagtäglich quasi 24 Stunden mit ihnen zusammen und kann sie charakterlich am besten einschätzen!
Habt ihr mit ihm (also dem Züchter) schon geredet was ihr später machen wollt mit Eurer Fellnase?
Was sind für Vorlieben da - also soll es eher ein Sporthund werden, wenn ja, was für Sport wäre Euch am liebsten?; oder eher ein "Spaziergeh- und Wanderhund?"; wie ist die Umgebung in die er kommt? Eher städtisch; eher ländlich, soll er immer wieder mit auf Einkaufstouren in die Großstadt oder seid ihr eher der "Feld-Wald-Wiesen-Typ"?Habt ihr schon darüber geredet, was Euch generell eher zusagen würde an Hund? Also eher der wildere Typ, eher der ruhigere....
Wie gesagt, ich finde diese Beratung kann am allerbesten der Züchter machen!
Letztendlich würde ich aber auch auf mein Bauchgefühl hören; geh in Dich - magst Du vielleicht den einen doch eher als den anderen?
Wenn ihr vor der Welpenbande sitzt - wo geht Dein Blick eher ständig hin? Zu dem einen oder dem anderen?Viel Spaß beim Aussuchen!

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Ich würde "die verfressene Schlaftablette" nehmen. Die meisten Pinscher die ich kenne sind eher nervös. Insofern wäre Nr. 1 eine wohltuende Ausnahme.
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Zitat
Er ist der größte unter seinen Wurfgeschwistern, was ja darauf hinweist, dass er - zumindest was das Fressverhalten angeht - Dominanz zeigt und sich gegen die anderen durchsetzen kann.
Nö - absolut NICHT.
Meine Jungspundine war mit Abstand die Kleinste im Wurf - Geburtsgewicht 140g, ihre grösste Schwester hatte über 300g - also mehr als das Doppelte.
Die restlichen Geschwister, sowohl die 4 Brüder als auch die zweite Schwester, waren alle über 100g schwerer bei der Geburt.
Der Grössenunterschied hat sich inzwischen etwas angeglichen, aber sie ist nach wie vor die Kleinste.Und Klein Jeanny wurde der frechste Rüpel von allen. Kommentar der Züchterin war, dass sie diese kleine Maus nur an jemanden mit Hundeerfahrung abgibt, da die sich hemmungslos durchsetzt - selbst gegenüber ihren "riesigen" Geschwistern.
Zitatdeshalb die Frage an euch: Für welchen Welpen würdet ihr euch entscheiden?
Was sagt denn der Züchter dazu?
Der kennt doch seine Welpis am besten.ZitatIch würde euch noch bitten, dieses Thema ernst zu nehmen, und auf Antworten wie: "Das soll der Hund selbst entscheiden", "der Hund sucht sich den Halter aus", wenn der Hund erst mal deiner ist wird sich alles ändern" zu verzichten.
Ganz ehrlich - von diesem ganzen "das soll der Hund entscheiden", "Hund sucht sich Halter aus" usw. halte ich persönlich gar nichts.
Nette kleine Ammenmärchen, nichts weiter.
Ich habe mir von meinen letzten 5 Hunden keinen einzigen auf diese Weise ausgesucht - und trotzdem wurden sie alle "meine" Hunde. Eine meiner Hündinnen hätte ich sogar beim Abholen am liebsten gegen ihre Schwester getauscht. Ging aber nicht mehr - heute würde ich nicht mal mehr im Traum daran denken - sie wurde genau zu dem Hund, den ich wollte ...Grundsätzlich - anhand deiner Beschreibungen kann man mE nicht wirklich was sagen - einfach deshalb, weil keiner hier sagen kann, inwieweit deine Beobachtungen nun richtig sind. Versteh mich nciht falsch, es ist einfach ein Erfahrungswert, dass die wenigsten Leute in der Lage sind, die Welpis richtig einzuschätzen. Da gehört nämlich viel Erfahrung dazu.
Ich würde an deiner Stelle mit dem Züchter reden, ihm sagen, was Du dir zukünftig vorstellst und was Dir so vorschwebt. Und dann seine Einschätzung der Welpis anhören.
BTW - nur weil Welpe 1 eher etwas "schlaftablettig" wirkt, muss das nicht so bleiben.
Umgekehrt kann aus Welpe 2 ein relativ souveräner, ruhiger Hund werden. -
Zitat
Er ist der größte unter seinen Wurfgeschwistern, was ja darauf hinweist, dass er - zumindest was das Fressverhalten angeht - Dominanz zeigt und sich gegen die anderen durchsetzen kann.
Das weist darauf hin, daß es genetische Variabilität gibt, der eine ist zunächst größer, der andere kleiner - kann alles noch im Laufe der Zeit anders werden, trefft Euch alle in einem Jahr noch mal.

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Hallo ihr!
Vielen lieben Dank für die Antworten!!!!
Vielleicht konntet ihr euch schon denken, dass wir uns den Hund nun angeschafft haben und ganz schön auf Trab gehalten wurden.
Also wir haben uns, vor allem auch dank eurer Mithilfe, für die "Nr.2" entschieden, einfach weil wir uns das vorgestellt und gewünscht haben...
So, nun ist er also da, unsere Knalltüte!
Wir lieben ihn sehr und können uns schon gar nicht mehr vorstellen, ihn nicht mehr zu haben!!!
Natürlich ist es schon anstrengend und das mit der Stubenreinheit klappt natürlich auch noch nicht, aber alles in allem sind wir überglücklich!
Mein Freund hat ihm auch eine "Schlafbox" gebaut... Das ist eine große Kiste, die man sowohl oben auf und zu machen kann als auch vorne mit einer Schiebetür mit einem Gitter verschließen kann. Darin legt er sich nachts schlafen und fiept wenn er muss, klappt ganz gut.
Da wir allerdings vor allem mit Welpen nicht so viel Erfahrung haben, gibt es einige Sachen, bei denen wir nicht sicher sind, was sie bedeuten.
Zum Beispiel schnappt er nach unserem Gesicht, besonders nach dem von meinem Freund. An sich hat man uns gesagt, dass das kein schlechtes Zeichen ist, aber er hat meinen Freund tatsächlich mal an der Nase erwischt, und jetzt gehen wir natürlich ganz anders an die Sache ran! Was sollten wir jetzt am besten tun?
Und was uns draußen beim Gassigehen aufgefallen ist: Die Züchter haben die Welpen offensichtlich kein bisschen an die Leine gewöhnt, und vor allem bei diesem Wetter fiept er ganz fürchterlich, wenn wir ihn auf die "ekelhaft" nasse Wiese ziehen möchten. Es ist manchmal echt eine Qual, mit ihm rausgehen zu wollen, weil er sich vehement in die Leine stemmt. Als kleiner Furz!
Außerdem scheint er auch eine große Furcht vor Autos zu haben. Habt ihr damit schon Erfahrungen gemacht, könnt ihr uns irgendwelche Tips geben?
Vielen vielen Dank schon mal, im Voraus und auch nachträglich für die rege Beteiligung!
Grüße,
Destan's Mom - Vor einem Moment
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