Es ist so ermüdend ... oder auch Vorurteile fremder Menschen

  • Ich hatte als Ersthund eine junge Hündin aus dem Tierschutz, panisch ängstlich vor allem und jedem.
    Anfangs habe ich versucht zu erklären, später habe ich ignoriert. Mit verständnisvollen Menschen habe ich geredet und viel gelernt, mein Hund auch.
    Durch Hundeschule und später einen Verein habe ich Selbstbewußtsein bekommen und mein Hund ebenfalls.
    Aus dem Panikhund ist ein Sporthund geworden der jahrelang erfolgreich im Agility gestartet ist und irgendwann vor nichts mehr Angst hatte. Heute ist die alte Dame fast 16 Jahre und der Liebling aller Zwei- und Vierbeiner.
    Mich hat das Gelaber auch genervt, aber 3 Jahre nach Ankunft unserer Süßen habe ich es noch mal getan. Ein zweiter Panikhund zog ein und auch er ist heute die Coolness in Person. Bei ihm hat es 3 Jahre gedauert und es war eine Menge Arbeit. Leute die ihn anfangs kannten sprachen mich oft an ob ich einen neuen Hund hbae der genau so aussieht.
    Es macht mich stolz und ich bin froh das ich die Geduld und die Nerven hatte und das ich einen tollen Hundeverein mit verständnisvollen Trainern gefunden habe.
    Unser dritter Hund ist auch anfangs ängstlich gewesen. Sie hat aber nach Händen geschnappt (ohne zu beissen) und das Thema "Angrapschen" hat sich von alleine erledigt.
    Gruß Terrortöle

  • Zitat

    Also bei uns wirkt das K9 Schild: Nicht anfassen manchmal Wunder... Die lezte fragen dann zumindest (er hat es aber nicht immer an).

    :gut: Hab mir grad eins bestellt mit "Nicht anfassen" und als Steigerung für die andere Seite "Nicht anschauen". :D Ist vielleicht übertrieben, aber ich hab hier auch so einen Angstkandidaten.

    Letztens: die morgendliche Löserunde. Hundi sucht sich grad passende Kackstelle, ich stehe mit Beutelchen daneben. Kommt ein Tourist (die hier gerade am WE zu Hauf das Kaff fluten, in dem ich wohne) mit seinem Sohnemann vorbei und beide direkt: süßer Hund, na komm doch mal *zungeschnalz*. Ich mittelgradig geduldig "bitte einfach meinen Hund nicht beachten". Der Vater latscht pikiert weiter und betont, er habe auch einen Hund. Der kleine Sohn ganz empört: "Aber wir haben doch gar keinen mehr." :lol:
    Zwei Meter weiter spricht der mich wieder an, obwohl offensichtlich ist, dass ich mit Lemmy beschäftigt bin, ich bin dann aber einfach weitergegangen. :mute:

  • Häng doch im Hausflur ein Zettel auf um die Leute aufzuklären inkluseive den Hinweis, dass der Hund seine Ruhe haben möchte. Der Chefin würde ich eine E-Mail schicken (gibt bestimmt eine Seite über Auslandshunde) oder ein paar Seiten aus einem Buch für Auslandshunde ausdrucken.

    Vielen unsicheren Hunden hilft das Signal "Back" aufzubauen, wo der Hund hinter den Besitzer geht und andere Menschen/Hunde von dir abgeblockt werden können.

  • Mein italienischer Straßenmacho hat sich anfangs bei jeder blöden Handbewegung, bei jedem rauen Tonfall sofort auf den Boden geworfen und sich vor lauter Angst bepinkelt. :verzweifelt:

    Frag nicht, was ich mir alles anhören durfte..., aber ich weiß auch nicht, was ich mir als Außenstehende gedacht hätte, wenn ich eine solche Situation beobachtet hätte...

    Leg dir ein dickeres Fell zu - du wirst es brauchen. ;)

  • Zitat

    Hab mir grad eins bestellt mit "Nicht anfassen" und als Steigerung für die andere Seite "Nicht anschauen". Ist vielleicht übertrieben, aber ich hab hier auch so einen Angstkandidaten.

    Letztens: die morgendliche Löserunde. Hundi sucht sich grad passende Kackstelle, ich stehe mit Beutelchen daneben. Kommt ein Tourist (die hier gerade am WE zu Hauf das Kaff fluten, in dem ich wohne) mit seinem Sohnemann vorbei und beide direkt: süßer Hund, na komm doch mal *zungeschnalz*. Ich mittelgradig geduldig "bitte einfach meinen Hund nicht beachten". Der Vater latscht pikiert weiter und betont, er habe auch einen Hund. Der kleine Sohn ganz empört: "Aber wir haben doch gar keinen mehr." :lol:
    Zwei Meter weiter spricht der mich wieder an, obwohl offensichtlich ist, dass ich mit Lemmy beschäftigt bin, ich bin dann aber einfach weitergegangen. :mute:


    Uuuuuah, das kenne ich doch nur zu gut. Asra sucht sich eine schöne Stelle fürs Geschäft und irgendwer muss schnalzen, dutzidutzi oder sonst etwas machen :muede:

    Da hilft wirklich nur ein dickeres Fell, ich habe auch keinen Lust jeden Menschen die Lebensgeschichten meiner Hunde zu erklären, wenn die direkt damit ankommen ich würde die Hunde schlagen :muede2:

  • Meine ehemalige chefin (eig. eine ganz tolle frau) war auch der Meinung, dass ein Hund sich alles gefallen lassen muss oder er wird eingeschläfert
    Sophie wollte sich nicht von ihrer Enkelin streicheln lassen und ist weggegangen.
    Was ein Theater -.- "Der Hund mag keine Kinder, der ist gefährlich, warum hat der keine Maulkorb?" ect.
    Ihr tollster Satz war "Was stärker als der Mensch ist muss beherscht werden" :kotz:
    @ Tennesse
    wenn wieder jemand der Meinung ist, er müsse deinem hund in die Augen starren, dann stell dich vor die Person und glotz sie an...nix sagen, nur gucken ;)

    Ganz liebe Grüße

  • Zitat

    ja und das EIGENTLICHE problem besteht darin, dass die meisten die körpersprache der hunde null zu deuten wissen ... erst wenn er schnappt heißt es dann "oh mein gott was für ein bissiger hund" ... aber dass der hund davor schon anzeichen gegeben hat, nicht angefasst werden zu wollen und auch das recht dazu hat, das sieht keiner ...

    es ist ja noch der idealfall, wenn der hund zurückweicht - DAS sehen die meisten (und selbst dann wird noch gelockt und drübergebeugt und sonstiges)

    OHJAAAA
    das kommt mir auch so bekannt vor,
    rocco hasst es von ihm wildfrmeden Menschen begrabhsct zu werden, und hat dann schon gleich sein Ohren umgelegt und ich hab dann echt schiss das er auch mal haps macht,wen man das nicht zu deuten weiss,das er deutlich zeigt, er möchte e snicht
    aber wen ich jemanden das sage und er trotzdem übern kopp streicheln muss, sind die leute es ja seöbsts chul wen de rhund zuschnapp t find ich

  • Zitat

    Mein italienischer Straßenmacho hat sich anfangs bei jeder blöden Handbewegung, bei jedem rauen Tonfall sofort auf den Boden geworfen und sich vor lauter Angst bepinkelt. :verzweifelt:

    Frag nicht, was ich mir alles anhören durfte..., aber ich weiß auch nicht, was ich mir als Außenstehende gedacht hätte, wenn ich eine solche Situation beobachtet hätte...

    Leg dir ein dickeres Fell zu - du wirst es brauchen. ;)

    sag doch das könnte er auf ein bestimmtes kommando :lachtot:

  • Zitat

    Unser Hausmeister sagt immer "toll, was sie für fortschritte macht, wenn du dich früher mit mir unterhalten hast, ist sie nicht ruhig sitzen geblieben". Das baut mich immer auf, wenn ich mal so gar keine fortschritte sehen.

    Ja genau! Meine sieht auch zuckersüß aus und jeder sagt immer "ooooh was für ein süßer hund". das ist leider ihr "manko", jeder meint nur weil sie niedlich aussieht dass er sie streicheln lässt.


    Das was du alles schilderst kenne ich acuh. Nur das der Unterschied der ist, dass mein Hund auf Grund der rassetypischen Reserviertheit nicht von jedem angefasst werden will. Und nur weil er gestern von dir gekrault werden wollte, heißt es nicht, dass er heute Lust darauf hat..
    Auch das wird als ANGST abgestempelt und ich durfte mir auch schon mehrere Male anhören, wie der Hund denn bitte nicht lernen kann, dass Menschen und Kraulen nicht schlimm ist.
    Dass er bei mir und seinen Lieblingen am liebsten den ganzen Tag auf dem Schoss hängen möchte, das ist denen dann egal, denn SIE dürfen ja nicht anfassen und kraulen

    Ich kann auch verstehen, dass du keine Lust mehr hast, das alles zu erklären. Denn irgendwann nervt das einfach. Ich habe auch nicht immer Lust zu erklären, wie das mit dem Anfassen ist - und der Körpersprache und dem Empfinden des Hundes und und und. Ich habe auch nicht immer Lust zu fragen, ob die Person, die sich so darüber empört, dass mein Hund nicht angefasst werden will, sich immer, überall und von allen in den Arm nehmen lässt.

    Leider braucht man wirklich ein dickes Fell, wenn man Hundehalter ist. Entweder begegnen dir Menschen, die einfach partout Hunde hassen, dann gibt es die, die deinen Hund besser zu erziehen glauben, als du es schaffst und dann gibt es die Minderheit, die Verständnis für deine Lage haben und es gut mit dir meinen.

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