Es ist so ermüdend ... oder auch Vorurteile fremder Menschen

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    Die Leute spinnen doch echt... Ich möchte z.B. absolut nicht, dass jemand meinen hund antatscht, daher hat er auch ein Schild mit: Nicht anfassen drauf......


    ist echt nervig sowas. Und man steht da und sieht den Leuten ins Gesicht - und oft haben die den Menschen hinterm Hund gar nicht erst bemerkt.... :verzweifelt:


    ja und das EIGENTLICHE problem besteht darin, dass die meisten die körpersprache der hunde null zu deuten wissen ... erst wenn er schnappt heißt es dann "oh mein gott was für ein bissiger hund" ... aber dass der hund davor schon anzeichen gegeben hat, nicht angefasst werden zu wollen und auch das recht dazu hat, das sieht keiner ...

    es ist ja noch der idealfall, wenn der hund zurückweicht - DAS sehen die meisten (und selbst dann wird noch gelockt und drübergebeugt und sonstiges)

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    ja und das EIGENTLICHE problem besteht darin, dass die meisten die körpersprache der hunde null zu deuten wissen ... erst wenn er schnappt heißt es dann "oh mein gott was für ein bissiger hund" ... aber dass der hund davor schon anzeichen gegeben hat, nicht angefasst werden zu wollen und auch das recht dazu hat, das sieht keiner ...

    es ist ja noch der idealfall, wenn der hund zurückweicht - DAS sehen die meisten (und selbst dann wird noch gelockt und drübergebeugt und sonstiges)

    jau.... heute in der bahn hat meinen auch eine einfach von hinten angefasst, ich habe das gar nicht kommen sehen... Er ist ja brav und recht unerschrocken, aber dennoch will ich sowas nicht, er kann sich da auch mal ganz übel erschrecken, wenn er nen schlechteren Tag hat oder eine unsichere Phase....
    Zum kotzen sowas....

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    jau.... heute in der bahn hat meinen auch eine einfach von hinten angefasst, ich habe das gar nicht kommen sehen... Er ist ja brav und recht unerschrocken, aber dennoch will ich sowas nicht, er kann sich da auch mal ganz übel erschrecken, wenn er nen schlechteren Tag hat oder eine unsichere Phase....
    Zum kotzen sowas....


    ist mir auch passiert ... sitze in der u-bahn .. meine liegt brav auf dem boden .. steigt eine ein, setzt sich hin, tippt auf ihrem handy rum und irgendwann fängt sie an meine am kopf zu tätscheln ... wäre meine nicht so abgelenkt von der u-bahn (geräusche, gerüche) gewesen hätte das nach hinten losgehen können ... heidenei ... ich habe dann noch so nebenbei gesagt "bitte nicht anfassen, sie ist extrem unsicher" - damit die frau sich nicht erschreckt und womöglich überreagiert ...

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    ich habe nun mal leider nicht so viel Zeit, um wirklich jedem zu erklären, warum mein Hund sich nicht freut wenn er sich bedrohlich über ihn beugt und ihn anfassen möchte obwohl er deutlich zeigt, daß er es nicht möchte...

    Meine Güte, also wenn Du keine anderen Sorgen hast. Es ist ja nicht so, dass Du permanent angesprochen wirst. Und der Satz (Er ist aus dem Tierheim) ist ja wohl nicht so zeitaufwendig. Ich finde es überhaupt nicht schlimm, wenn sich andere fürsorglich Gedanken machen. Besser als hundeverachtende Reaktionen.


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    Ja, irgendwie haben sich die Ansprüche nochmal verändert.

    Grad bei Eltern, die ihre kleinen Kinder zu uns schicken, merkt man es oft: ist genug Platz da, weich ich aus und gehe. Wenn es nicht geht, sage ich: "Wir möchten bitte keinen Kontakt haben".

    Dann gibts bei manchen Unverständnis bis hin zur Schimpfkanonade über den bissigen Hund.

    Manchmal frage ich mich, woher der Anspruch kommt, dass ich ein Kuscheltier für die Allgemeinheit auf meine Kosten zur Verfügung stellen soll..... :???: :hilfe:

    Einfach mal hingehen und das Kind antatschen. Wirkt Wunder!
    ;)

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    Meine Güte, also wenn Du keine anderen Sorgen hast. Es ist ja nicht so, dass Du permanent angesprochen wirst. Und der Satz (Er ist aus dem Tierheim) ist ja wohl nicht so zeitaufwendig.


    also ich für meinen teil werde ständig angesprochen warum sie so ängstlich ist ... das nervt!!!! und mit dem satz "sie ist aus dem tierheim" möchte ich NICHT dass jeder denkt, alle hunde aus dem tierheim sind so extrem wie sie, das erhöht die vermittlungschancen definitiv nicht und wird den hunden, die im tierheim sehnlichst auf ein neues zuhause warten nicht ... ich weiß wovon ich rede ... ich habe ein jahr dort ehrenamtlich mitgearbeitet ...

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    also ich für meinen teil werde ständig angesprochen warum sie so ängstlich ist ... das nervt!!!! und mit dem satz "sie ist aus dem tierheim" möchte ich NICHT dass jeder denkt, alle hunde aus dem tierheim sind so extrem wie sie, das erhöht die vermittlungschancen definitiv nicht und wird den hunden, die im tierheim sehnlichst auf ein neues zuhause warten nicht ... ich weiß wovon ich rede ... ich habe ein jahr dort ehrenamtlich mitgearbeitet ...

    Verstehe ich. Aber ich wäre manchmal froh, wenn mich die Leute ansprechen würden, anstatt Blicke à la "Du Monster hast dem Hund den Schwanz abgeschnitten" zu kassieren. Ich kann damit umgehen, kein Problem, aber noch kein einziger hat gefragt.

  • Irgendwie hast Du es nicht kapiert wie die Entwicklung läuft.

    Am Anfang hat Dein Hund u.U. vor fremden Menschen richtig Panik. Du übst und tust und machst, damit er lernt ruhigzubleiben, sich nicht bedroht zu fühlen, wenn ihn jemand anredet oder anschaut.

    Das sind viele kleine Schritte, die dauern. Und irgendwann kommt die Einsicht: okay, mein Hund ist mittlerweile relaxed was Fremde angeht, solange sie ihn in Ruhe lassen......aber er wird nie ein Hund werden, der Fremde einfach toll findet und sich von jedem durchknuddeln lässt. Gleichzeitig bist Du auf den Erfolg stolz: ich kann meinen Hund ohne Probleme überall hin mitnehmen - es passt.

    Und dann kommen die Situationen, wo Du Dir denkst: "das müsste jetzt eigentlich nicht sein". Du tust und machst ja schon, läufst Bögen, blockst den Hund, falls er doch noch Unsicherheiten zeigt.

    Genau in der Phase "Menschen sind ja eigentlich ganz okay" brauchst Du einfach niemanden, der Deinen Hund bedrängt - am besten noch an einer Örtlichkeit, wo Du keine Chance hast irgendwie auszuweichen.

    Weil es Dich und Deinen Hund wieder einen Schritt zurückwirft: Menschen sind ja doch manchmal bedrohlich und unberechenbar. Der Hund wird für die nächsten paar Begegnungen erstmal wieder skeptischer.

    Irgendwann magst Du nicht mehr wirklich ausführliche Erklärungen abgeben, sondern stellst ganz einfach die Forderung in den Raum: "lasst doch einfach meinen Hund in Ruhe und fertig".
    Nicht mehr, nicht weniger.

    Dabei stößt Du aber öfters auf Unverständnis und Unbelehrbarkeit. Das reicht von "der ist bissig" bis "aber mich lieben alle Hunde"....

    Unter den Motorradfahrern, im Museum, bei Kindern, im Alltag - überall ist es doch so: anschauen okay, aber anfassen nicht.... und irgendwie versteht man es nicht, warum es gerade beim Hund anders sein sollte....

    Wenn Du Dein neues I-Phone in der Eisdiele auf den Tisch legst, jemand sieht es und nimmt es einfach um mal zu sehen wie es in der Hand liegt - dem würdest Du doch was erzählen....???

    Also die Frage: was ist am Hund soooo anders?

  • Lass dich davon nicht beirren, denn die einzige, die deinen Hund lieb haben und verstehen muss, bist du. Was andere Menschen sagen, sollte dir v.a. bei einem TH-Hund egal sein.
    Meine Hündin ist auch ängstlich und sehr vorsichtig, Kinder sind ihr unheimlich - das ist eben so. Der Rüde prollt bei großen Hunden und ich nehme ihn vorsichtshalber an die Leine - ist eben so. Beide mögen keinen Lärm, keinen Straßenverkehrt - ist eben so. Leckerlis ziehen bei uns überhaupt nicht und wenn Tassia Angst bekommt, läuft sie einfach so nach Hause...wann sie Angst bekommt, ist für uns allerdings nicht immer nachvollziehbar.
    Am schlimmsten ists in der Hundeschule - daher gehen wir dort momentan ungerne hin -, da meine Hunde eben kein Platz machen, Paco nicht mal "Sitz", ablegen und entfernen ist unmöglich.
    Ich packe meine Hunde nicht in Watte, aber gewisse Dinge werden sie nie (gerne) tun. Allerdings gibt es Sachen, wie z.B. dass sie von Kindern angefasst werden (sind ja beides treudoofe Fußhupen), die nehme ich einfach hin. Klar sage ich ab und zu, dass sie aufpassen sollen, aber wenn ich mir über alles Gedanken machen würde, dann käme ich ja aus dem Denken nicht mehr heraus.

    Wenn dich Leute auf deinen Hund ansprechen, dann sage doch einfach, dass es schon viel besser geworden ist, aber sie eben 2 Jahre nicht sozialisiert wurde und das eben langsam geht. Oder einfach "Und für mich ist er dennoch der beste Hund auf der Welt".

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