...Help...macht meinen Hund die Schule verrückt?

  • Hallo zusammen,

    ich habe mich in diesem Forum angemeldet, da es seit neuestem ein paar Merkwürdigkeiten bei meinem Dobermann Engine gibt.

    Engine ist von Beginn an ein absoult friedlicher und unkomplizierter Zeitgenosse. Wir haben Welpenspiele besucht, er hat tagtäglich in seinem Hundegarten während meiner Arbeitszeit Hundekontakt und war stets artig und konnte überall mit hingenommen werden. Er lernte schnell an der Leine zu laufen und ist bis heute sehr ruhig, man merkt gar nicht, dass er da ist, er bellt vielleicht alle 3 Tage einmal.

    Da es nie zu komplikationen gekommen ist, habe ich erst als er 10 Monate alt wurde mit ihm die Ausbildung in der Hundeschule begonnen, weil ich mit ihm die BH machen möchte. Davor habe ich selbstständig Sitz, Fuß, Platz usw. mit ihm geübt, und er machte einen recht ausgeglichenen Eindruck. Anfangs hat er konzentriert und brav mitgearbeitet und hat reichlich Lob kassiert.
    mittlerweile ist Engine 13 Monate alt und jede Stunde in der Hundeschule findet er ein neues Mätzchen (das er zuhause niemals macht) um negativ aufzufallen.

    Anfangs dürfen alle Hunde in der Gruppe zusammen laufen. Seit ca. 4 Wochen stänkert er bei Rüden herum. und zwar stetig mehr! zuerst nur ein drohen, dann ein Ankeifen und letztes Mal, hat er einen cirka gleichaltrigen Rüden unterworfen und als dieser abgehauen ist, wollte er ihm hinterher. Die Trainer der Hundeschule schütten dann den streithähnen einen Eimer Wasser drüber und die Situation beruhigt sich dann.

    dann im Training arbeitet Engine zwar eifrig mit, aber sobald er schlichtweg im "Platz" bleiben soll, fängt er an Unfug zu treiben. Springt mich ständig an, möchte mit mir raufen usw.
    Letztes mal wurde er sehr hart ins Gericht vom Ausbilder genommen. ihm ists im Prinzip wurscht...wo andere Angst bekommen, hockt er trotzig da und probiert es dann mit anderen mitteln.
    sobald er mich anspringt binde ich ihn nun allein am Zaun an und ignoriere ihn. wenn ich ihn dann wieder zu mir hole und ins Platz verweise, hält er es dann vielleicht 5 minuten aus und fängt dann wieder an mich anzupöbeln und hüpft mich an wie ein känguru. sehr unangenehm bei einem 41 kg Rüden!

    Zuhause ist Engine ein super Kerl, unsere Spaziergänge sind wunderbar. bis auf gelegentliche Jagereien (darum Schleppleine) ist er absolut brav. Springt nie rum und verbringt die Zeit am liebsten auf der Couch. Manchmal hat er schon unfug im Kopf, weil er einfach keine Geduld hat, aber dann erst recht muss er auf seinem Platz bleiben, solange bis ich ihn freigebe.
    Das macht er dann auch, wenn auch jammernd.

    mir ist vollkommen bewusst, dass mein herr mitten im Hormonchaos der Pubertät steckt....aber Geduld und Verständnis allein bringt mich momentan nicht weiter. Ehrlich gesagt...ich musste schon ordentlich mit ihm schimpfen, weil normales "nein" ihm einfach wurscht ist. zumindest reagiert er wenn ich die Stimme erhebe, das kapiert er ganz genau. Ich kann mir das ja auch nicht gefallen lassen...

    aber was kann ich tun? warum führt er sich auf dem Hundeplatz so auf und dreht so hoch? er kommt nicht zur ruhe und kann nicht einfach liegen bleiben?

  • naja, bei den Welpchen war er natürlich als Dobi ein riesen Kasperl....
    und wollte spielen, spielen, spielen.

    allerdings gings bei ihm mit 4 Monaten los, dass er Rüden nicht leiden konnte. Erwachsene schon, vor denen hatte er Respekt, aber gleichaltrige oder etwas ältere Junghunde (insbesondere blonde Rüden) hat er ordentlich runtergebuttert!
    bis er dann mal an einen geriet, der sich nicht von ihm auf der Nase herumtanzen lies, er wurde - wie das bei Hunden so ist - unterworfen und von dem Tag an war er eher skeptisch und wolllte mit Jungs nichts mehr zu tun haben.
    das will er bis heute an der Leine auch nicht. Je schneller wir vorbeigehen umso lieber ists ihm.
    Solange der Rüde 1 m auf abstand bleibt ignoriert er den vollkommen. man kann dann auch ohne probleme nebeneinander her gehen. Aber wenn der ihn beschnuppern will, dann wird er sauer. Dann knurrt er und schnappt in die luft.

    Er war schon immer absolut selbstständig. der hatte nie angst, war als baby nie zurückhaltend oder hätte sich hinter mir versteckt...im gegenteil, mit 3 monaten wär der auf entdeckertour gegangen....

  • Aus dem was du schreibst, ist dein Hund ein recht normaler pubertierender Kerl und dazu mit der Situation wohl überfordert und neigt dadurch zu Übersprungshandlungen.

    Ich würde in diese Schule keinen Fuß mehr setzen, wenn die Trainer dort nicht in der Lage sind eine Situation einzuschätzen und direkt Wassereimer entleeren und nicht mal versuchen zu splitten. Zum anderen hat niemand außer ich meinen Hund ins "Gericht" zu nehmen.

  • Zitat

    Anfangs dürfen alle Hunde in der Gruppe zusammen laufen. Seit ca. 4 Wochen stänkert er bei Rüden herum. und zwar stetig mehr! zuerst nur ein drohen, dann ein Ankeifen und letztes Mal, hat er einen cirka gleichaltrigen Rüden unterworfen und als dieser abgehauen ist, wollte er ihm hinterher. Die Trainer der Hundeschule schütten dann den streithähnen einen Eimer Wasser drüber und die Situation beruhigt sich dann.

    Ich würde dieses "Spiel" meiden bzw. nicht mit meinem Hund daran teilnehmen. Gerade bei Rassen, die Revierverhalten haben, Rüden sind und dann noch im besten Alter dafür, entwickelt sich so gerne etwas auf Hundeplätzen, was man nicht möchte... es werden Mobber und sie entdecken das Provozieren und sich Prügeln. Ich lasse meine Hunde an Orten, an denen regelmäßig Hunde aufeinandertreffen und nur herumgestanden wird gar nicht mehr mit anderen laufen, weil sie dabei eigentlich nur Dinge lernen, die ich nicht möchte. Wenn, dann gehe ich mit ausgewählten Hunden spazieren - das ist eine ganz andere Situation für die Hunde. Durch die Bewegung lösen sich Situationen immer wieder, die Hunde müssen noch drauf achten, wo der Besitzer ist - können sich also nicht völlig im rummobbern vergessen und es entsteht nicht der Trugschluss "Mein Hundeplatz!".

    Zitat

    dann im Training arbeitet Engine zwar eifrig mit, aber sobald er schlichtweg im "Platz" bleiben soll, fängt er an Unfug zu treiben. Springt mich ständig an, möchte mit mir raufen usw.
    Letztes mal wurde er sehr hart ins Gericht vom Ausbilder genommen. ihm ists im Prinzip wurscht...wo andere Angst bekommen, hockt er trotzig da und probiert es dann mit anderen mitteln.
    sobald er mich anspringt binde ich ihn nun allein am Zaun an und ignoriere ihn. wenn ich ihn dann wieder zu mir hole und ins Platz verweise, hält er es dann vielleicht 5 minuten aus und fängt dann wieder an mich anzupöbeln und hüpft mich an wie ein känguru. sehr unangenehm bei einem 41 kg Rüden!

    Klingt nach Überforderung. Ich denke, dass er durch das Spielen vorher viel Stress aufbaut und dort ja lernt, den an anderen Hunde auszulassen. Zudem wird er wohl beim Fußgehen etc. auch ordentlich motiviert werden, was er ja in Bewegung umsetzen kann. Und nun soll er plötzlich ewig lang stillhalten. Das geht nicht.

    Fünf Minuten liegen finde ich übrigens in dem Alter immens lang. Ich würde mal ein paar Gänge zurückschalten, Ruhe in das Training bringen und das Abliegen kleinschrittiger mit viel Belohnung für ruhiges Verhalten aufbauen.

    Zitat

    Zuhause ist Engine ein super Kerl, unsere Spaziergänge sind wunderbar. bis auf gelegentliche Jagereien (darum Schleppleine) ist er absolut brav. Springt nie rum und verbringt die Zeit am liebsten auf der Couch. Manchmal hat er schon unfug im Kopf, weil er einfach keine Geduld hat, aber dann erst recht muss er auf seinem Platz bleiben, solange bis ich ihn freigebe.
    Das macht er dann auch, wenn auch jammernd.

    Das Jammern zeigt, dass er unter Spannung steht. Dort kann er sich wohl wegen der Umgebung noch gerade beherrschen. Ruhiges Warten ist das aber auch noch lange nicht ;)

    Zitat

    aber was kann ich tun? warum führt er sich auf dem Hundeplatz so auf und dreht so hoch? er kommt nicht zur ruhe und kann nicht einfach liegen bleiben?

    Hingehen, Freilauf weglassen, zuschauen und rumsitzen die nächsten Wochen. ;) Für jedes ruhige Verhalten belohnen, belohnen, belohnen...

    Viele Grüße
    Corinna

  • Naja Dobis in dem Alter und Erwartungshaltung wenn er im Platz bleiben muss is schon n nettes Spielchen :D

    Das steigert sich natürlich dadurch das die Hunde zusammen laufen dürfen, gibts für meine Hunde nicht, Hundeplatz ist arbeit, spielen können se woanders
    Eigentlich klar das er "überspringt" er ist ja dauerhaft im "Tippelmodus"

    Da wirste schwer dran vorbeikommen die ganze Sache nochmal neu aufzubauen

    BtW nutzt es Dir nix wenn der Trainer sich den Kumpel zur Brust nimmt ;) wir haben eine Hündin aufm Platz die läuft mit Tante Manu suba, ihrem Frauchen tanzt sie aber mit schöner regelmässigkeit auf der Nase rum |)

  • Zitat

    Aus dem was du schreibst, ist dein Hund ein recht normaler pubertierender Kerl und dazu mit der Situation wohl überfordert und neigt dadurch zu Übersprungshandlungen.

    Ich würde in diese Schule keinen Fuß mehr setzen, wenn die Trainer dort nicht in der Lage sind eine Situation einzuschätzen und direkt Wassereimer entleeren und nicht mal versuchen zu splitten. Zum anderen hat niemand außer ich meinen Hund ins "Gericht" zu nehmen.

    ich muss dir da in gewisser weise zustimmen. seit neuestem wird mein hund nämlich als ungezogen, kompliziert und dominant betitelt.
    Ich ging in die erste Stunde der hundeschule mit der gewissheit, dass ich da einen lieben Kerl an der Leine hab. Und jetzt heißt es auf einmal ich hätte mir zu viel gefallen lassen uws. dabei macht er doch den Blödsinn nicht, also gabs ja nie was, was ich mir tatsächlich gefallen ließ.

    Ferner weiß ich nicht, ob ich diese Spielgruppe am Anfang für so gut heißen kann. Was soll ich davon halten wenn alles ab einem alter von 8 Monaten, Hündin, Rüde, kastriert und unkastriert auf einer Wiese rumlaufen darf...gerade mit unkastrierten Rüden so wie meinem ists doch nur eine Frage der Zeit bis was passiert....

    Engine springt mich nur an, wenn er mich auf etwas aufmerksam machen möchte. ich weiß dann genau, dass er absolut überfordert ist und was nicht passt, aber das muss er doch auch lernen, dass man sich einfach mal hinlegt und Ruhe gibt....und wenn noch so viele andere hunde da sind.

  • Aus der Ferne kann man das schlecht sagen,denke da aber wie Cerridwen.

    Ich denke auch,das dein Hund in den Momenten einfach mit der Übung überfordert ist.Meine Hündin zeigte das Verhalten damals auch und ich habe es nicht ausgesessen und auf mein Kommando bestanden sondern hab die HUschu verlassen und ganz gewiss würde ich den Trainer nicht an den Hund lassen,der diesen nicht richtig lesen kann (wenn man davon ausgeht das dein Hund tatsächlich überfordert ist,kann man ja nicht wirklich sagen)

    Ich sehe es nicht ein meinen Hund zu etwas zu zwingen womit er offensichtlich nicht zurecht kommt.

  • Ja erzähle mal ein bisschen wie die Hintergründe so aussehen.

    Sam macht auf dem Platz auch mal ganz gerne Quatsch :smile:
    Da wird schonmal aus dem Dauerplatz losgedüst, weil er genau weiß, dass in der hinteren Ecke noch irgendein Spielzeug liegt. Damit springt der Clown dann, alle viere in der Luft, über den Platz und macht Mätzchen.
    Mal im Ernst... Er ist jetzt 13 Monate alt und ich könnte mich oft über ihn bekringeln. Bei uns ist es übrigens so, dass die Trainer sich mit totlachen, da wird vieles mit Humor genommen, solange man seinen Hund dann auch wieder abrufen kann.

    Ich hab einfach immer im Kopf, dass er ein kleiner pubertierender Jungrüde ist, der eh gerne mal Hampelmann spielt und nicht die größte Geduld hat. Also ist ruhig und konsequent bleiben angesagt und einfach vieles mit Humor nehmen.
    Auf dem Platz kommt natürlich noch die Ablenkung dazu. Mehrere Hunde (manche davon gute Kumpels-da will man gerne spielen) und auch mehrere Menschen, die da rumlaufen. Und wir sind da schon in der Welpenschule gewesen. Ihr geht ja noch gar nicht so lange in die HuSchu. Vielleicht kommt dann noch dazu, dass es ja besonders spannend und aufregend ist.

    ...Und kein Trainer dürfte einen EIMER WASSER über meinem Hund entleeren. Besonders da ich dieses Verhalten als völlig normal empfinde! Da muss man halt dran arbeiten, aber bestimmt nicht so!!!

    Sam ist während der Stunde jetzt ruhiger. Das liegt daran, dass er vor der Stunde nicht mehr toben darf. Er hat sich immer so dermaßen hochgeschaukelt :smile:
    Jetzt darf er nach der Stunde spielen, wenn er gut mitmacht. Das klappt bei uns sehr gut.

    Hab mal mehr Geduld. Die Dobis werden eh recht langsam erwachsen und haben dementsprechend auch lange Flausen im Kopf. Du schaffst das schon :smile:

    Ach und zu dem Anpöbeln anderer Hunde. Wir haben ein Signal, das ist "lieb sein". Wenn ich vorrausschauend agiere kann ich Sam aus jeder brenzligen Situation damit beruhigen und abrufen. In dem Alter pöbeln die Machos halt gerne rum. Übe das zu unterbinden!

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