...Help...macht meinen Hund die Schule verrückt?

  • Hallo,

    das was Yane geschrieben hat wollte ich auch schreiben, denn die gleiche Frage hatte ich auch:
    Kann er denn irgendwo anders abgelegt werden wenn Du das möchtest?

    Du hast es ja gerade beantwortet. Dein Hund kann es noch nicht.
    Wenn er es sonst nicht kann, warum sollte er es auf dem Hundeplatz können?

    Diese Frage: Kann er das denn überhaupt schon?, sollte als erstes von einem Trainer gestellt werden bevor ich etwas von einem Hund verlange ohne zu wissen wie weit sein Stand eigentlich ist.
    Das ist nicht fair und ihn dann auch noch zu korrigieren ist absoluter Humbug.

    Ich würde das zuhause mal in aller Ruhe üben.
    Wie gesagt ist es ein enormer Unterschied ob ein Hund sich hinlegt und was kaut, oder ob ich das einfordere.

    Wie hast Du denn das Platz aufgebaut?
    Weiss er überhaupt, dass er ein Kommando so lange ausführen muss bis Du es auflöst?
    Da liegt oft der Hase im Pfeffer.
    Die Hunde machen Platz und stehen sofort wieder auf weil sie es nicht anders gelernt haben.

    So lange ein Hund nicht definitiv weiss was er zu tun hat, so lange kann ich auch es auch nicht einfordern, oder ihn gar korrigieren.

    Hab Geduld mit dem Kerlchen und bring es ihm in Ruhe bei.
    Sag dem Trainer das nächste Mal, dass er das einfach noch nicht kann und Du übst. Wenn er es auch nur ne halbe Minute aushält, dann lass ihn nur eine halbe Minute liegen anfangs und lös das Kommando auf, selbst wenn die anderen 5 Minuten oder länger liegen bleiben.
    Fang in kleinen Schritten an, nur dann kommst Du zum Erfolg.

    Das nächste Problem kann dann noch kommen wenn es in die kalte und nasse Jahreszeit geht.
    Viele kurzhaarige und "bauchnackige" Hunde legen sich ungern auf nasses, kaltes Gras und wenn, dann keine längere Zeit.
    Ich würde das niemals verlangen. Mir reicht da ein ganz kurzes Platz und gut ist es. Wichtig ist nur, dass der Hund das ausführt.

    Bei einer BH-Prüfung muss der Hund ja auch länger liegen und entweder würde der Prüfer es zulassen, dass ich einen kurzhaarigen Hund im Winter auf eine Decke lege, oder aber ich würde die Prüfung erst im Frühjahr machen.

    So halte ich das jedenfalls.

  • Vielen Dank für eure Antworten und euren Rat.

    bewusstes Ablegen kann Engine. Zum Beispiel wenn ich ihn zuhause auf sein Körbchen (sagen wir bei der Größe: Korb ;) ) verweise und wenn ich ihn bespielsweise draußen auf Wiese oder Feldweg ablege um ihm sein Spielzeug zu verstecken oder ihm eine kleine Fährte zu legen. Er bleibt solange liegen bis ich zu ihm zurückkehre und ihn mit dem Kommando "Jetzt, such" seine Beute suchen lasse.
    Auch wenn wir Fuß, Sitz, Platz üben, bleibt er solange in dem Kommando bis ich es auflöse. Mir war daran sehr gelegen, dass er diesen Fehler, gleich wieder aufzustehen, eben nicht macht. Auch bei Apportierspielen bleibt er im Sitz oder Platz bis ich ihn freigebe. Wichtig, da er als Dobi nunmal dazu tendiert "hochzudrehen" und dann ist sinnvolles Spielen nur noch Toben.

    Ich befürchte, dass auf dem Hundeplatz 2 große Probleme für ihn vorhanden sind:
    1. Engine möchte sich lieber mit den anderen Hunden rumtummeln, ich meine dass ihm zur Zeit gerade das Kräftemessen Spass macht, weil er leider Gottes bisher immer "siegreich" war. Das hat er in der Spielgruppe vorm Training wohl erfahren können....wo wir beim Thema unter Ablenkung wären.
    2. Engine wurde einmal auf dem Hundeplatz übel von diesen kleinen Mücken am Bauch zerstochen. Das ist mir gestern abend noch eingefallen. Mit seinen kurzen Haaren ist er ein wunderbares Zielobjekt für diese Blutsauger. Einmal wars so schlimm nach dem Training, dass er vor Kratzen nicht mehr zur Ruhe kam und mir sehr leid getan hat.

    Mich hat das Anspringen sehr gestört und zwar schon immer. Jedoch hat er es kaum praktiziert, weil ich ihn immer davon abgehalten habe und ihm gelernt habe, dass man auch begrüßt werden kann ohne auf 2 Beinen zu stehen. Leider hüpft er auf dem Hundeplatz herum, wie ich es nicht kenne. Also möchte er so wie ich es sehe, damit seinen Willen irgendwie durchsetzen. Denn selbst wenn er keine Aufmerksamkeit im positiven sinne bekommt, er bekommt zumindest eine Rüge.

  • Hallo,

    also grundsätzlich finde ich das freie Spiel vorm Training toll. Das die Hunde da auch mal aneinander geraten ist normal. Gerade in dem Alter probieren sie einfach aus. Und ich würde so normales rumgeprolle auch gar nicht unterbinden. Klar ist dein Hund jetzt in einem Alter wo er sich verändert und solche Situationen stressig für ihn sind. Aber meiner Meinung nach lernt der Hund gerade aus solchen Situationen enorm viel.
    Habt ihr denn feste Gruppen? Oder sind immer wieder andere Hunde mit im Freilauf? Greift der Trainer immer so früh ein oder hast du soviel vertrauen das du denkst er kann die Situation gut einschätzen? Sind die Hunde alle ungefähr gleich vom Alter?
    Ist es nicht schon ein wenig so, dass dein Dobi während dem Training lieber was anderes machen möchte als zu trainieren? Und dann versucht er aufzumucken und zu testen? Ist das nicht normal? Mit 13 Monaten fängt er doch gerade erst an....dann sei doch froh das er es dort macht wo jemand ist der dir helfen kann. Was ich meine, vielleicht siehst du das alles ein wenig zu negativ? Wie würdest du dich von aussen sehen wenn du in deiner Trainingsgruppe wäres? Wie wäre ein Gespräch mit dem Trainer?

    lg

  • Zitat

    also grundsätzlich finde ich das freie Spiel vorm Training toll. Das die Hunde da auch mal aneinander geraten ist normal. Gerade in dem Alter probieren sie einfach aus. Und ich würde so normales rumgeprolle auch gar nicht unterbinden. Klar ist dein Hund jetzt in einem Alter wo er sich verändert und solche Situationen stressig für ihn sind. Aber meiner Meinung nach lernt der Hund gerade aus solchen Situationen enorm viel.

    ja leider, hat mein Engine dabei gelernt, dass er nie den kürzeren zieht. Alle Rüden kuschen vor ihm. es sind Rüden und Hündinnen ab einem alter von 10 Monaten bis 6 Jahre dabei. Wenn Engine zu einem Grüppchen Rüden läuft, dann laufen die Älteren Kopfduckend, bzw. ihn ignorierend, davon. Jüngere die ihn beschnuppern wollen, bringt Engine umgehend dazu sich abzuwenden, die gehen oder laufen dann weg, sich mit gekrümmten Rücken nach ihm umsehend. Wenn aber einer sich erlaubt nicht zu gehen, wenn er des Weges kommt, dann wird der sofort unterworfen. Er stellt sich über sein "Opfer" und knurrt. Wenn er ablässt, laufen die sofort weg und er noch ein paar meter hinterher. Anfangs hat er noch eher nach einer Freundin gesucht und wollte spielen, jetzt ´kommt es mir eher vor, als würde er nur noch die hundegruppe überblicken wollen und stoßt dazu wenn ihm was auffällt. wenn ein anderer Rüde mit einer Hündin scherzt, geht er dazwischen.
    Ich beobachte ihn mittlerweile sehr genau, weil mir einfach angst ist, dass er sich mit einem der älteren mal anlegt...was wenn sich einer das mal nicht gefallen lässt? was dann, wenns zu einer Rauferei kommt?

    Zitat

    Ist es nicht schon ein wenig so, dass dein Dobi während dem Training lieber was anderes machen möchte als zu trainieren? Und dann versucht er aufzumucken und zu testen? Ist das nicht normal? Mit 13 Monaten fängt er doch gerade erst an....dann sei doch froh das er es dort macht wo jemand ist der dir helfen kann. Was ich meine, vielleicht siehst du das alles ein wenig zu negativ? Wie würdest du dich von aussen sehen wenn du in deiner Trainingsgruppe wäres? Wie wäre ein Gespräch mit dem Trainer?

    hmmm...da ist wohl was dran. anfangs wenn er in 2 stunden 5 mal an mir hochgesprungen ist, hats mich nicht gestört und ich hab ihn für jeden schönen arbeitsschritt sehr gelobt. So wie er mich ja auch kennt, wenn er was toll macht rede ich mit ihm. wenn nicht, dann sag ich nichts außer mal "nein".
    mittlerweile fängt er an zu springen, sobald das "ablegen" oder Sitz kommt....ich weiß nicht warum....
    der Trainer hat mich ermahnt ich soll nciht so viel wörtlich loben....ich laber meinen Hund zu , hieß es. Aber vielleicht verunsichert es ihn ja, dass ich nicht mehr so viel rede. Er steht ja noch total am Anfang seiner Ausbildung. Da kann man sowas doch erst langsam reduzieren...oder?? :???:

  • Zitat


    ich habe daher beschlossen:
    ...
    2. mir nichts mehr von einem Trainer dreinreden zu lassen

    Das sind jetzt aber keine guten Voraussetzungen, in eine Hundeschule zu gehen.... Ich würd da mal mit den Trainern reden. Lange. Wie sie ihn einschätzen, warum, wie Du am Besten daran arbeiten kannst. Wenn Du Dich und Deinen Hund nicht verstanden fühlst und den Ansatz der Trainer nicht für erfolgversprechend hälst, dann macht es keinen Sinn.
    Wenn Du eigentlich ein gutes Gefühl hast, frag nach ein paar Einzelstunden.
    Ansonsten such Dir eine andere Hundeschule, einen Trainer für Einzelstunden oder einfach ein paar Hundefreunde, mit denen Du gemeinsam trainierst.
    Hingehen und "nicht machen, was die sagen" ist ja auch blöd. Manchmal sieht man seinen Hund wirklich falsch und braucht Input von anderen. Dafür darf man aber nicht grundsätzlich glauben, daß die nur Quatsch erzählen und den eigenen Hund eh falsch einschätzen...Wenn es einen passenden Trainer nur außerhalb gibt, dann fährst Du halt seltener hin - um mal jemanden draufgucken zu lassen, ob Dein eigenes Training gut ist.

  • Zitat


    Das sind jetzt aber keine guten Voraussetzungen, in eine Hundeschule zu gehen.... Ich würd da mal mit den Trainern reden. Lange. Wie sie ihn einschätzen, warum, wie Du am Besten daran arbeiten kannst. Wenn Du Dich und Deinen Hund nicht verstanden fühlst und den Ansatz der Trainer nicht für erfolgversprechend hälst, dann macht es keinen Sinn.
    Wenn Du eigentlich ein gutes Gefühl hast, frag nach ein paar Einzelstunden.
    Ansonsten such Dir eine andere Hundeschule, einen Trainer für Einzelstunden oder einfach ein paar Hundefreunde, mit denen Du gemeinsam trainierst.
    Hingehen und "nicht machen, was die sagen" ist ja auch blöd. Manchmal sieht man seinen Hund wirklich falsch und braucht Input von anderen. Dafür darf man aber nicht grundsätzlich glauben, daß die nur Quatsch erzählen und den eigenen Hund eh falsch einschätzen...Wenn es einen passenden Trainer nur außerhalb gibt, dann fährst Du halt seltener hin - um mal jemanden draufgucken zu lassen, ob Dein eigenes Training gut ist.

    Ja, du hast auf alle Fälle recht, aber ich meinte primär damit, dass mein Hund nicht mehr von einem Trainer zurechtgewiesen wird. Und bestimmt nicht körperlich!

    Am Samstag fahren wir ins Training zum Dobermann Verein. Die Fahrt dauert zwar über eine Stunde, aber das ists mir wert. vielleicht kann mir ein Rasseverständiger ja weiterhelfen.

    Die Sache ist ja, dass Engine alles andere als verhaltensauffällig ist. Im Gegenteil ein recht normaler Hund. Irgendwas scheint ihm wohl am Hundeplatz nicht zu passen....
    An der Arbeit kanns bestimmt nicht liegen. Er arbeitet ja gern mit und wenn er weiß, dass er dafür sein Spielie bekommt, dann macht er im Prinzip alles.

    Ich habe ihn gestern bewusst in alle Geschäfte, in die ich musste mitgenommen. Da springt er nicht an mir hoch. Natürlich ist er nicht so entspannt wie woanders und er vergisst schon mal, dass man an der Leine nicht zieht, aber wenn so viel neues um einen herum ist....
    Vor allem ...ich kenn ihn...wenn ich ihn erst mal schnuppern und sich aklimatisieren lasse....dann wird er von selber ruhig....

    Ich würde es gern verstehen, warum gerade am Hundeplatz diese Probleme auftauchen...ists Unsicherheit, Stress, kein Bock auf arbeiten... ich weiß es nicht...

    Es macht mich traurig, dass die Trainer mit "so ein ungezogener Rüpel" und nicht mit "wohl muss man an seiner Selbstsicherheit, oder seiner Souveränität auf dem Trainingsplatz arbeiten...stress ihn nicht...."
    Dieses Dominanzgerede kotzt mich an...ich will nicht, dass mein Hund wie gelähmt daliegt, weil er sich nichts mehr anderes machen traut, ich will dass er macht, weil er verstanden hat worum es geht....

  • Zitat

    Natürlich ist er nicht so entspannt wie woanders und er vergisst schon mal, dass man an der Leine nicht zieht, aber wenn so viel neues um einen herum ist....
    Vor allem ...ich kenn ihn...wenn ich ihn erst mal schnuppern und sich aklimatisieren lasse....dann wird er von selber ruhig....

    Merkst Du eigentlich, was Du gerade tust?

    Du entschuldigst sein Verhalten, beschönigst es, redest es Dir passend zurecht.

    Und genau das ist euer Problem. Ausserhalb findest Du alle möglichen Ausreden (noch zu jung, Ablenkung zu gross, muss sich das alles erst mal ansehen und schnuppern, wenn er sich dann daran gewöhnt hat, dann klappt das auch wieder), warum es genau jetzt in dem Moment nicht klappt, er die jeweiligen Übungen ansonsten aber doch schon richtig gut beherrscht.

    Auf dem Platz aber soll er sozusagen "sofort" funktionieren. Und das funzt nicht. Wenn dein Hund ausserhalb schon nicht soweit erzogen ist und machen darf, was er gerade will, wenn es ihm passt - und Du auch schön die jeweiligen Ausreden parat hast, warum es jetzt gerade in dem Moment nicht funktioniert ...... wie kannst Du erwarten, dass Hund dann auf dem Platz mit seinen "Spielkameraden" direkt um ihn herum sofort "funktioniert"?

    Zitat

    Ich würde es gern verstehen, warum gerade am Hundeplatz diese Probleme auftauchen...ists Unsicherheit, Stress, kein Bock auf arbeiten... ich weiß es nicht...

    siehe oben - auf dem Platz erwartest Du, dass die Übungen ausgeführt werden. Ausserhalb findest Du alle möglichen Gründe, warum es gerade jetzt nicht klappt.

    Das funktioniert nicht und ist dem Hund gegenüber unfair.

    Zitat

    Es macht mich traurig, dass die Trainer mit "so ein ungezogener Rüpel" und nicht mit "wohl muss man an seiner Selbstsicherheit, oder seiner Souveränität auf dem Trainingsplatz arbeiten...stress ihn nicht...."

    Ganz ehrlich nach deinen letzten Postings kann ich mir vorstellen, dass deine Trainer durchaus nicht ganz falsch liegen mit "so ein unerzogener Rüpel".


    Zitat

    An der Arbeit kanns bestimmt nicht liegen. Er arbeitet ja gern mit und wenn er weiß, dass er dafür sein Spielie bekommt, dann macht er im Prinzip alles.

    ;) Wenn einer "meiner" Trainierenden zu mir sagt "eigentlich macht er alles", "im Prinzip kann er das schon" .... dann ist meine Standard-Gegenfrage -> "und uneigentlich?".
    Denn "eigentlich" und "im Prinzip" bedeuten nach meiner Erfahrung nach inzwischen 12 Jahren als Trainer -> Hund kann es eben nicht wirklich, sondern nur so halbseiden irgendwie vielleicht eher durch Zufall und sobald was Interessanteres da ist, klappt sowieso alles nicht mehr.

    Von KÖNNEN rede ich dann, wenn Hund etwas wirklich KANN.
    Es gibt eine sehr bekannte amerikanische Trainerin, die sagte mal, dass ein Hund für eine relativ einfache Übung wie "Sitz" ungefährt 3000-5000 Wiederholungen oder so braucht. Dass damit nicht 5000 Wiederholungen im Wohnzimmer gemeint sind, ist hoffentlich klar. Sondern überall, wo man gerade Hund sitzen lässt. Hunde haben es nicht so mit dem Generalisieren, ein Sitz auf einem ruhigen Feldweg ist was anderes als ein Sitz in einer hektischen Bahnhofshalle.
    Kannst es Dir ja mal ausrechnen - geh mal davon aus, dass Du deinen Hund 10x am Tag sitzen lässt. Dann braucht es bei 3000 Wiederholungen ein Jahr - bei 5000 Wiederholungen sind es schon fast 2 Jahre bis Hund wirklich sicher sich überall auf Signal hin hinsetzt - VORAUSGESETZT man hat überall trainiert und nicht nur im Wohnzimmer.


  • .....
    ich will nicht an deiner Erfahrung zweifeln, aber das ist etwas zu vorschnell geurteilt....

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