Verängstigte, scheue Hündin
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Ich persönlich finde, dass ein Hund, der so aufgewachsen ist, definitiv nur zu einem souveränen Althund vermittelt werden sollte. Da hätte er ein Vorbild an dem er sich orientieren kann und der ihm Sicherheit vermittelt.
Und zu TS: darf ich fragen, wo du wohnst? Also ländlich oder Stadt? Haus oder Mietwohnung? Garten oder nicht?
Kinder, ja oder nein?
Das sind so Punkte, die nicht unwesentlich sind
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Hi,
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Ich habe großen Restpekt vor deinem vorhaben.
Ich weiß das es immer schwierig ist eine so bedeutende Entscheidung zu treffen.
mein Tipp ist, unterhalte dich ausgiebig mit den Betreuern der Hunde und frage nach ob sie "deine" Kleine eventuel an einen anderen sicheren Hund dran gehangen hat an dem sie sich orientiert.
Falls dies der Fall sein sollte, ist es vieleicht sinnvoll wen dieser Hund bei euerm kennenlernen dabei sein könnte damit sie sich sicherer fühlt.
Wer weiß vielleicht erobern ja auch 2 Fellnasen dein Herz
Ich wünsche dir ganz viel Glück und hoffe auf Berichte wie es gelaufen ist
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Wabun,
es war kein Angriff gegen dich sein, falls du es so aufgefasst hast, entschuldige ich mich.

Wenn du dir sicher bist und vor allen Dingen bewusst bist was dich erwartet wenn du einen verängstigten Hund aufnimmst, dann ist das super!
Sei dir einfach bewusst, es wird ein Training auf Hundelebenszeit. Es gibt immer wieder Situationen in denen die Ängste auch nach Jahren noch hervor kommen.
Auch wenn du gelernt hast das Verhalten der Hündin zu lesen.Ich bringe dir mal ein Beispiel.
Mein damaliges Rackertier, hatte ihn 9jährig aus dem TH, ging meinen damaligen Freund an in einer Situation, bei der wir der Meinung waren, wir hätten dieses Problem überwunden. Er biss ihn in einer Situation die sehr oft vorkam. Popeliges Vorbeilaufen am Hund. Tja, selbst nach 3 Jahren Training und sehr guten positiven Fortschritten kam das Verhalten wieder hervor. :/Oder Emmy-Kleinteil. 1 Jahr hatte es gedauert bis sie keine Panik mehr hatte vor meinem Nachbarn. Tja und letztens im Treppenhaus, er kommt zur Tür raus und Emmy rennt heulend und quietschend wieder hoch, sitzt zitternd vor der Tür und hatte unter sich gemacht. Am nächsten Tag war alles wieder gut.
Euren Anfang, den ihr besprochen habt, finde ich sehr gut.

Nicht jeder Hund aus dem TS hat ein Trauma. Aber es gibt sie, mehr als genug. Die Frage ist, was für ein Trauma hat der Hund. Rackertier und auch Emmy waren aus sehr desolaten Verhältnissen. Ihrem Verhalten nach, wurden sie geschlagen. Es reicht nur eine unbedachte Bewegung und die Panik kommt durch. Klar lernt dein Hund dich zu lesen, aber nicht fremde Menschen.
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Zitat
Und zu TS: darf ich fragen, wo du wohnst? Also ländlich oder Stadt? Haus oder Mietwohnung? Garten oder nicht? Kinder, ja oder nein?
Zwar noch in Wien, aber schon eher provenziell, also in der Vorstadt am Rande der Lobau (Nationalpark Donauauen), Haus mit 500 qm Garten, keine Kinder.
Das ein so armes Wesen von einem Zweithund viel lernen kann ist mir durchaus klar, nur woher nehmen, wenn nicht stehlen? Um Himmels willen, nur nicht falsch verstehen - ich entführe keine Hunde

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Wabun,
es war kein Angriff gegen dich sein, falls du es so aufgefasst hast, entschuldige ich mich.

Nein, Ziggy, doch nicht von Dir. Ich versteh doch so manchen Eurer Vorbehalte. Das ist sicher kein einfaches Thema und schon gar nicht einfach in der Umsetzung. Ich habe mich nur etwas über jemand anderen geärgert, und klarerweise auch über mich, da ich dies auch vllt etwas missverständlich geschrieben habe und somit sofort zurechtgewiesen wurde, ohne, dass die Person nachgefragt hat und es auch nicht der Mühe wert fand, mir dann auf meine Richtigstellung zu antworten. Aber shit happens :)
ZitatSei dir einfach bewusst, es wird ein Training auf Hundelebenszeit. Es gibt immer wieder Situationen in denen die Ängste auch nach Jahren noch hervor kommen.
Auch wenn du gelernt hast das Verhalten der Hündin zu lesen.Tolle Beispiele, danke schön :) Vielleicht sehe ich es momentan doch durch die zu rosarote Brille, und stelle es mir trotz all der Gedanken, die ich mir gemacht hab, immer noch zu einfach vor. Nachdem meine Sam auch keine einfache Hündin war, mag das sein. Ich dachte mir immer, schlimmer als mit ihr kann es nicht werden :)
Ich musste Weitblick ohne Ende haben, weil sie z.B. als Welpe (mit 13 Wochen!) von 2 Schäferhündinnen, die sich auf der Wiese auf meine Kleine gestürzt und ganz schön feste gezwickt haben, , ein festes Trauma hatte und seitdem von Weiten schon jede Hündin angekeift hat und sich am liebsten auf sie gestürzt hätte (außer Hündinnen mit denen sie aufgewachsen ist und die in ihrem Alter waren, die hat sie akzeptiert) jede andere Hündin - vergebene Liebesmüh. Sie war ein total dominanter Hund mit allen ihren Tücken.
Aber je länger, dass ich so drüber nachdenke, desto eher komm ich zu dem Schluss, dass sie sicher nicht vergleichbar mit einer so durch Angst geprägten Hündin ist , wie diese "Jule", welche ich morgen sehe, angeblich sein soll.Nachdem ich mir nix im Leben einfach mache, denk ich mir scheinbar, kann ja nicht sein, dass ich das arme Mädel ihrem Schicksal überlassen soll und den einfachen Weg gehe und mir einen unbelasteten, sozialisierten Welpen nehme. Aber may be habt ihr Recht und ich sollt die Finger davon lassen - das entscheide ich aber, wenn überhaupt, erst morgen oder nach ein paar Besuchen, oder wenn sie sich strikt weigert mein Haus zu betreten. Sie einmal sehen und versuchen ob sie mir zuginge, muss ich.
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mein Tipp ist, unterhalte dich ausgiebig mit den Betreuern der Hunde und frage nach ob sie "deine" Kleine eventuel an einen anderen sicheren Hund dran gehangen hat an dem sie sich orientiert.Falls dies der Fall sein sollte, ist es vieleicht sinnvoll wen dieser Hund bei euerm kennenlernen dabei sein könnte damit sie sich sicherer fühlt.
Danke für den Tipp, werde ich sicher beherzigen, ich hab mir schon eine to-do-Liste für morgen erstellt^^
ZitatWer weiß vielleicht erobern ja auch 2 Fellnasen dein Herz
Ich wünsche dir ganz viel Glück und hoffe auf Berichte wie es gelaufen ist
Ach ja, auch das könnte leicht passieren, wenn sie sich in der Gesellschaft dieses Hundes wohler fühlt. Wenn man einen satt bekommt und viel Liebe zu verschenken hat, ist ein Zweithund auch noch drinnen. Platz genug für zwei wäre und die Hundeabgabe für zwei ist auch schon in Wien günstiger als nur für einen. Such ich schon nach Gründen für einen Zweithund? *lach*Erste Berichterstattung erfolgt dann morgen abends - versprochen!
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... und es auch nicht der Mühe wert fand, mir dann auf meine Richtigstellung zu antworten. Aber shit happens :)
Auch wenn bei mir "online" steht, bin ich nicht immer hier
Ich war gerade mit einem Angsthund unterwegs.Weißt Du, Du fasst meine Aussage vielleicht als Angriff auf, aber das ist es nicht.
Ein Angsthund kann seine Angst schnell ablegen und auch schnell zu Deinem Leben passen. Aber es kann eben sein, dass das nicht der Fall ist, dass DU - wenn Du der Hündin gerecht werden willst - Dein Leben umkrempeln musst.
Es kann sein, dass Du auch diese Hündin überall mit hinnehmen kannst. Es kann aber auch sein, dass für diese Hündin jeder "Ausflug" ein Horrortrip wird und somit für Dich sicher auch. Es kann sein, dass ein 2-Meter-Zaun die Hündin abhält, es kann aber auch sein, dass sie versucht, darüber zu klettern oder unten am Boden ein Schlupfloch zu finden. Beim "schlimmsten" Angsthund, den ich kenne, hieß es, er wird versuchen, durch die Fensterscheibe zu flüchten. Es kann auch sein, dass Du diese Hündin nie wirst ohne Leine laufen lassen können. Bei Hundebegegnungen nicht immer eine Freude. Es kann aber auch sein, dass sie sich schnell an Dir orientiert und Du in der Lage bist, ihr soviel Sicherheit zu vermitteln, dass ein Freilauf möglich ist.
Wenn es sich um eine seriöse Tierschutzorga handelt, wird sie Dir wirklich die beste und auch die schlechteste Möglichkeit, die auf Dich zukommen kann, in aller Ausführlichkeit schildern.
Der schönste Moment gerade bei solch einem Hund ist, wenn man erstmals merkt, dass er Dir als Mensch Vertrauen schenkt, sich an Dir orientiert, weil er merkt, Du gibst ihm Sicherheit. Aber der Weg dorthin kann sehr steinig und lang sein - oft eben ein Hundeleben lang.
Nach wie vor bin ich der Meinung, es sollte bereits ein Hund im Haushalt vorhanden sein. Einen zweiten Hund gleichzeitig dazuzunehmen, ich glaube - das ist jetzt mal sehr direkt, aber nicht böse, sondern eher schmunzelnd gemeint - da muss man schon irre sein

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Ich persönlich finde, dass ein Hund, der so aufgewachsen ist, definitiv nur zu einem souveränen Althund vermittelt werden sollte. Da hätte er ein Vorbild an dem er sich orientieren kann und der ihm Sicherheit vermittelt.
Nicht immer orientieren sich der Hund dann auch an den Althund..
Mit einer sicheren und einfühlsamen Führung,kann man das auch schaffen..Es kann aber auch hilfreich sein,wenn sich der Hund an selbstbewussten,sicheren Hunden orientiert. -
Ich denke auch das das entscheidende sein wird sie nicht zu bemitleiden oder zu denken wie arm sie doch ist.
Durch Souveränitat wirst du ihr sicherlich schon enorm helfen können. -
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Auch wenn bei mir "online" steht, bin ich nicht immer hier
Ich war gerade mit einem Angsthund unterwegs.Weißt Du, Du fasst meine Aussage vielleicht als Angriff auf, aber das ist es nicht.
Thx, ja auch ich kann etwas missverstehen und in Foren ist das sowieso vorprogrammiert, da man ja nicht die Stimme des Gegenübers hört. Also danke fürs Erläutern - peace !
ZitatEin Angsthund kann seine Angst schnell ablegen und auch schnell zu Deinem Leben passen. Aber es kann eben sein, dass das nicht der Fall ist, dass DU - wenn Du der Hündin gerecht werden willst - Dein Leben umkrempeln musst.
Mit so etwas rechne ich natürlich, in dem Fall - wer A sagt, muss auch B sagen und das mache ich dann aber auch herzlich gerne, wenn ich mich für ein Tier entscheide.
ZitatWenn es sich um eine seriöse Tierschutzorga handelt, wird sie Dir wirklich die beste und auch die schlechteste Möglichkeit, die auf Dich zukommen kann, in aller Ausführlichkeit schildern.
Kann ich Dir jetzt gar nicht sagen - die Dame der Org ist auf jeden Fall, deutsche Staatsbürgerin, die in Wien lebt und arbeitet, soviel weiß ich und die Annonce war in der meistgelesenen Tageszeitung in der Tierecke Samstags vorige Woche, die von einer sehr großen Tierschützerin Österreichs http://de.wikipedia.org/wiki/Maggie_Entenfellner
geleitet wird, somit nehme ich an, dass die Dame von einer seriösen Tierschutzorganisation kommt.ZitatDer schönste Moment gerade bei solch einem Hund ist, wenn man erstmals merkt, dass er Dir als Mensch Vertrauen schenkt, sich an Dir orientiert, weil er merkt, Du gibst ihm Sicherheit. Aber der Weg dorthin kann sehr steinig und lang sein - oft eben ein Hundeleben lang.
Sollte ich mich wirklich für die Maus entscheiden, ist das klar und bei mir dauern *auf Holz klopfe* Göttin sei Dank, Hundeleben sehr lange, da kommt dann wieder A und B zum Tragen. Wenn ich eine Verpflichtung gegenüber einem Tier eingehe, dann für die Zeit, welche uns gemeinsam vom Universum geschenkt wirdZitatNach wie vor bin ich der Meinung, es sollte bereits ein Hund im Haushalt vorhanden sein. Einen zweiten Hund gleichzeitig dazuzunehmen, ich glaube - das ist jetzt mal sehr direkt, aber nicht böse, sondern eher schmunzelnd gemeint - da muss man schon irre sein

Will ich gar nicht abstreiten - ab und zu reitet mich der Teufel, da wirke ich oder bin ich dann schon leicht crazy.

Nein, ich würde es nicht tun, nur wenn man mir echt dazu rät, denn ich glaub mit der Süßen wäre ich schon ganz schön im Einsatz. Aber ich versteh natürlich, was Du bzw. auch die anderen User_innen, versuchen mir verständlich zu machen, warum es mit "Althund" besser wäre.Danke nochmals fürs Antworten :)
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