Verängstigte, scheue Hündin

  • So und bevor ich es vergesse, habe ich auch noch zu verkünden ich kann leider nichts mehr an meinem Postin von vorhin ändern) ich habe gerade in diesem Forum nachgelesen - also meine Hündin, war nicht dominant ^^. Eigentlich schlimm, das hat mir einmal ein TA auf meine Frage bzgl. ihres Verhaltens gesagt - aber auch TA's wissen scheinbar nicht alles über die Psyche eines Hundes und erzählen Unsinn.

    Alles in Allem freu ich mich echt, bei Euch gelandet zu sein, denn obwohl ich schon viele, viele Jahre mit Hunden gelebt habe, lern ich hier sehr viel dazu. Auch zu dem Thema BARFEN mit dem ich mich auch schon vor zwei Jahren auseinander gesetzt habe, aber meine Hündin sich strikt geweigert hat, sich nach 14 Jahren umgewöhnen zu lassen. Eine der nächsten Fragen, die auf auch zukommen wird, befasst sich dann sicher mit diesem Thema und Euren Erfahrungen :)

    Und nun muss ich gucken ob ich noch jemanden eine Antwort schuldig bin, bevor ich mich dann irgendwann von Euch losreißen muss, weil sonst bleib ich noch die ganze Nacht online und lese mich durch die vielen Infoseiten und diversen Threads.

    Ich wünsche Euch allen, die mir Neuankömmling, so freundlich, hilfreich mit Tipps und Ratschlägen, geantwortet haben, noch einen schönen Abend und vielleicht bis später (kann es nicht beschwören, dass ich heute doch noch offline geh :D )

    Mit liebem Gruß
    Ela alias Wabun

  • Meine Hündin war ebenso ein Exemplar und es brauchte viel Geduld, damit sie heute (nach nur einem 3/4 Jahr) so ist wie sie ist. Zunächst sind wir mit ihr nur vor die Tür des TH und das wars. Danach mussten wir sie für weitere Strecken (also weiter als die TH-Tür) erstmal tragen, da sie vor dem Laufen zu viel Angst hatte. Irgendwann ging es dann. Ich habe sie zudem 3 Wochen jeden Tag zu uns geholt, damit wir uns aneinander gewöhnen und herausfinden konnten, auf was wir uns genau einzustellen haben. Ich habe sie im Haus z.B.umhertragen müssen, das sie einfach Angst hatte. Auf den Teppich habe ich ihr dann eine Decke hingelegt und das war dann automatisch ihr Platz...von dort aus konnte sie ALLES sehen und musste nur ihren Kopf drehen. In die Autobox wurde sie einfach gesteckt, da sie ja täglich von A nach B kommen musste. Gefressen hat sie erst nach der ersten Übernachtung etwas und es hat 2 Wochen gedauert bis sie sich ein wenig über meinen Besuch gefreut hat.

    Für uns war sie der erste "alleinige" Hund und ja, wir richten uns sehr nach den beiden. Lärm aller Art geht nicht, Kinder will sie nicht, Feuerwerk & Gewitter gehen nur mit menschlichen Antidepressiva, beim Laufen haut sie ab, sobald sie vor irgendwas Angst bekommt usw..

    ABER: Sie kann ewig alleine bleiben, liebt Autofahren, bellt nicht, ist lieb zu allem und jedem, wurde erst mit dem Rüden so wirklich selbstbewusst (dass der sie natürlich immer und überall beschützen muss, ist nicht immer so toll), schläft am liebsten den ganzen Tag und wir konnte sie während unseres Urlaubes 2,5 Wochen zu Bekannten geben und sie fühlte sich pudelwohl (ok, sie bekamen dort auch 24h lang Puderzucker in den Hintern geblasen).

    Wenn du dich für so einen Hund entscheidest, dann musst du bereit sein dein Leben an ihm auszurichten. Wieder weggeben ist für solche Hunde soooo schlimm, das würde ich nicht tun. Dann lieber erstmal als Pflegestelle auftreten.

  • Hallo,
    lies Dich doch mal durch den Angsthund-Thread von Chris.
    Ich denke da bekommst Du ein ganz gutes Bild davon, was so alles auf Dich zukommt.

    Eure erste Begegnung:
    Ich würde ein paar Stück Kuchen mitnehmen und so gut wie gar nichts machen und abwarten....

    Fühlt sich zwar nicht besonders toll an, aber auch unsere Hündin war damals die Einzige, die gar nichts von uns wissen wollte und unter dem nächsten Himbeerbusch verschwunden ist.

    Was super gut geklappt hat, war die Heimfahrt gemeinsam auf der Rückbank (mein Mann ist gefahren).
    Ich glaube dieser ganze Tag war erstmal die Hölle für sie und enorm anstrengend - sie hat auf meinem Schoß geschlafen (waren fast 300 km).

    Warum auch immer, in dieser Phase war ich fremder, beängstigender Mensch doch irgendwie gut....

  • Empfehlenswerte Leckerlis für den Besuch:
    Eklig stinkender Blättermagen oder Pansen, also noch in der grünen Form :kotz2: Wenn Du den in Stücken bekommst, kannst Du tolle, mundegerechte Stückchen davon abschneiden und verfüttern.
    Manche Hunde mögen auch richtig widerlich stinkenden Käse.
    Ausnahmsweise würde ich auch ein Stück Salami geben, sofern der Hund es verträgt.
    Oder eben Würstchen.

    Guten Appetit :smile:

  • Guten Morgen @all!

    Vielen lieben Dank @lavina (hoffe ich habe den Nick nun richtig gelesen, falls nicht, bitte verzeih, ich bin erst bei der zweiten Tasse Kaffee, Deine Zeilen machen Mut, das Wagnis einzugehen, im Falle, dass sie das auch mag :)

    Aber wie schon betont, werde ich ihr und mir Zeit lassen und einige Besuche absolvieren, bevor ich das Mäderl ganz zu mir hole.

    Euch allen einen schönen Tag und viel Spaß beim Hund Zeitung lesen gehen.

  • Zitat

    Wieder weggeben ist für solche Hunde soooo schlimm, das würde ich nicht tun. Dann lieber erstmal als Pflegestelle auftreten.

    Zum allerletzten Mal :) Ich würde, wenn ich mir ein Tier zulege, es nicht wieder abgeben!!!!

  • Zitat

    Manche Hunde mögen auch richtig widerlich stinkenden Käse.

    Ja, meine war so ein Exemplar. Die hat Quargeln (wird es wohl nur in Bayern auch geben, vermute ich, falls Du das nicht kennst) heiß geliebt. Danke für den guten Tipp, ich werde es auch mit Stinkerkäse in der Dose klein geschnitten versuchen :D

  • Klar kannst du Leckerlies mitnehmen, aber erwarte nicht, dass es unbedingt funktionieren muss - und sei nicht enttäuscht wenn es nicht funktioniert.

    Ich kann es nur von unserer Hündin sagen, aber wenn sie unter angstbedingtem Stress steht, kann sie nichts fressen. Auch nicht direkt nach einer beendeten "Gefahren"situation, die sie eigentlich gut gemeistert hat.

    Lange Zeit hat sie es schon als Bedrohung empfunden, wenn sie jemand direkt angesehen hat.
    Noch heute ist es so, dass Fremde okay sind, aber eine Hand darf ihr nicht entgegen kommen. Deshalb blocke ich solche Dinge, ob mit oder ohne Leckerlie drin, strikt ab.

    Was ganz gut funktioniert: setz Dich irgendwo hin und beschäftige Dich mit etwas anderem und lass das Leckerlie einfach neben Dir liegen. Wenn sie sich da hin traut und es sich holt - ist das schon eine Leistung....

  • Zitat

    Hallo,
    lies Dich doch mal durch den Angsthund-Thread von Chris.
    Ich denke da bekommst Du ein ganz gutes Bild davon, was so alles auf Dich zukommt.


    Danke schön, ich werde mich auf die Suche danach begeben.

    Zitat

    Was super gut geklappt hat, war die Heimfahrt gemeinsam auf der Rückbank (mein Mann ist gefahren).Ich glaube dieser ganze Tag war erstmal die Hölle für sie und enorm anstrengend - sie hat auf meinem Schoß geschlafen (waren fast 300 km).


    Wenn sie wirklich die Absicht hat, mit mir zu leben, dann werde ich das auch so handhaben. Chauffeur ist jederzeit verfügbar und wir haben es nicht weit, sind höchstens 15 km. Die werde ich auch anfangs zu Fuß oder mit Rad absolvieren, für den Fall, dass ich sie regelmäßiger besuchen darf.

    Werde das heute sicherlich mit dem Pensionsinhaber auch besprechen, weil nachdem dort mehr Hunde sind, dass die Aufregung bei den anderen nicht so groß ist, wenn ich eintrudle. Ich weiß ja noch nicht, wie viele arme Wesen dort sind, die auf eine neue Heimat warten.

    Vielen Dank auf jeden Fall für Deine Zeilen!

  • Zitat

    Klar kannst du Leckerlies mitnehmen, aber erwarte nicht, dass es unbedingt funktionieren muss - und sei nicht enttäuscht wenn es nicht funktioniert.


    Ne, ne. Das ist schon klar, da hilft nur Geduld und viel Zeit mit der kleinen Maus gemeinsam auf ner Wiese oder in ihrem Gehege verbringen.


    Zitat

    Was ganz gut funktioniert: setz Dich irgendwo hin und beschäftige Dich mit etwas anderem und lass das Leckerlie einfach neben Dir liegen. Wenn sie sich da hin traut und es sich holt - ist das schon eine Leistung....


    Nachdem mir hier (verzeih, wenn ich Deinen Nick nicht mehr weiß, liebe Ratschlaggeberin!) auch zu einem Buch mitnehmen und einfach lesen geraten wurde, werde ich das so machen und abwarten, was sie tut.

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