Junghund flippt im Urlaub völlig aus, wieso???
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Hi,
also für mich hört sich das nach Überforderung an.. vielleicht ist es einfach zu viel für den Kleinen. Er wird aus dem ruhigen, klaren Alltag in pure Action gerissen. Viel Freiheit kann auch sehr verunsichern.
Ich würde, wie Corinna, für Ruhe sorgen und das ganze langsam angehen.
Wie war es denn die ersten Tage? Seid ihr angekommen und habt gleich mit den Unternehmungen losgelegt? Oder habt ihr es euch erstmal gemütlich gemacht und den Hund ans neue, vorübergehende "Zuhause" gewöhnt?
Wie lange seid ihr denn noch da?LG Gina
- Vor einem Moment
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Hi,
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Die kleine Pfütze hat mich auch nicht aufgeregt sondern eher alarmiert. Ich bin halt einfach traurig weil ich micb gefreut habe dem kleinen Kerl Ferien ohne Leine zu ermöglichen. Aber vielleicht ist es wirklich zu viel Freiheit für ihn. Werde ihn wieder an die Leine nehmen und versuchen mehr Struktur in den Tag zu bringen und mehr Ruhepausen einzubringen.
Ja klar bin ich mittlerweile auch mit der Situation überfordert weil ich nicht verstehe wieso er sich plötzlich so verhält.
Am ersten Tag sind wir zu Hause geblieben und haben die Koffer etc ausgepackt. Wir sind noch für knapp zwei Wochen hier, habe mir aber echt schon überlegt wieder nach Hause zu fahren.
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Guten Morgen,
das war sehr viel Neues und Aufregendes für deinen noch sehr jungen Hund - sorge für Ruhe, verliere nicht den Kopf und sichere den Knopf so, dass er nicht abhauen kann.
Hunde lernen orts- und situationsabhängig, in dem Alter kann er noch gar nicht verstanden haben, dass etwas "allgemeine Gültigkeit" besitzt. Außerdem ist die Aufnahmekapazität bei so viel Aufregung (und in dem Alter sowieso) äußerst begrenzt. Ob er auf den Wanderungen nun selber laufen muss oder nicht, es sind dennoch jede Menge neuer Eindrücke, die es zu verarbeiten gibt.
Da du sehr ambitioniert und auch ein wenig... emotional aufbrausend (nicht falsch verstehen, ist nicht böse gemeint
) klingst, noch ein lieb gemeinter Rat:
Alles hat seine Zeit, dein Hund muss und kann noch nicht alles perfekt können. Konzentriere dich lieber in kleinen Schritten auf eine Hand voll Sachen, die für ein harmonisches Zusammenleben wirklich von Bedeutung sind (Rückruf, Abbruchkommando, Stubenreinheit, "allgemeine Hausregeln", ect.) und sorge dafür, dass er diese auch verinnerlichen kann - sonst hast du in ein paar Monaten, wie ich damals, einen cleveren Junghund, der ganz vieles kann, nichts davon aber so richtig.Gestalte den Urlaub etwas ruhiger und gib deinem Hund Zeit, sich einzugewöhnen. Für´s Erste würde ich eher managen, dass er gar nicht erst in Situationen muss, in denen er so durchdreht und dafür sorgen, dass er viel Schlaf bekommt.
Und für dich: Tee trinken, den Druck raus nehmen und den Welpenunsinn mit ein bisschen Humor betrachten

Liebe Grüße
p.s.: Zur Pfütze - keine Panik! Aufregung ist nicht nur was für den Kopf, sondern regt auch den Stoffwechsel an, so dass so ein Unfall schnell mal passiert ist. Kennst du vielleicht auch, dass du öfter mal musst, wenn du nervös bist.
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kann mich den vorherigen Äußerungen nur anschließen. dein zwerg leidet unter reizüberflutung. sieht erstmal alles als bedrohung an. und deine panik (sorry) bestärkt ihn noch dabei zu glauben, das gefahr im anzug ist.
häng ihn an die schleppleine und bleib cool.
viel spaß noch im urlaub (ernst gemeint!)
lg teddy -
Wie gesagt, für mich ist der Rückruf und die normalen Hausregeln das wichtigste und im Moment muss er gar nicht mehr können.
Ja ich werde den Druck rausnehmen und konnte mich auch wieder beruhigen. Es ist schön sich mit Euch austauschen zu können, das beruhigt, echt!
Wir haben nun die erste Gassirunde gemacht, an der Leine. Jetzt gibts Frühstüvk und dann soll er nochmal schlafen. Wir sind halt sehr aktiv und er zeigt sich auch sehr aktiv, da ist es manchmal schwierig sich zu bremsen
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Hallo Pinschhi 1977,
ich kann Shelti-Power nur zustimmen! Und...an Dich: Keep cool!

Zu Hause wird sich auch alles normalisieren. Nimm's einfach so: ist auch eine lehrreiche Lektion für Dich: in Zukunft gut darauf zu achten, was Du in welcher Umgebung von Deinem Hund erwarten kannst und was Du Dir auch selbst zutraust. Bedenke: Er ist noch ein ganz ganz junger Kerl, der viel Sicherheit und einen souveränen starken Teampartner braucht.
Kopf hoch, und schmust lieber noch 'ne Runde anstatt halligalli zu machen

Viele Grüße, Kamille
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Zitat
Wie gesagt, für mich ist der Rückruf und die normalen Hausregeln das wichtigste und im Moment muss er gar nicht mehr können.
Aber schon das ist für einen 4 Monate alten Welpen einfach zu viel verlangt und utopisch anzunehmen, dass er dies beherrscht.
Du mußt deine Erwartung runterschrauben und dir einfach bewußt machen, dass dein Hund im übertragenden Sinne noch nicht einmal ein Kindergartenkind ist. Von einem Kleinkind erwartet man doch auch nicht, dass es schon rechnen und schreiben kann.
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Liebe TS,
ich schließe mich den anderen an. Geniesse den Urlaub und mach dir klar das du da noch ein Kleinkind hast.Wieso diese große Erwartung an den Zwerg.Damit setzt du dich und den Hund unter Druck.
Es werden doch noch die ein oder anderen Urlaube gemacht wenn er größer ist,dann kannst er rennen und die Natur geniessen wie ihr es jetzt macht,nur ist der Hund noch nicht so weit.
Mein Jungspund ist 9 Monate alt und zeigt dieses Verhalten auch wenn ich irgendwo völlig anders bin.Ich war letztens in einem Heide und Dünengebiet spazieren.Für meine Althündin nichts neues. Ich war keine 100 Meter gegangen war mein Jungspund schon fix und fertig.Alles roch so unwahrscheinlich gut.An hören ist da absolut nicht zu denken.Sie bleibt an der Schlepp.
Also tröste dich,der Tag wird kommen wo dein Hund das zu schätzen weiss.
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Die anderen haben recht: der Kleine, der ja ohnehin schon sehr temperamentvoll und sensibel ist, reagiert wie ein total reizüberflutetes Kleinkind: Er dreht am Rad.
Daß es dir dabei ähnlich geht (und deine Stimmung kriegt er natürlich mit!) macht die Sache für ihn vollends erschreckend: Alle gewohnten Sicherheiten weg (ein Welpe weiß ja nicht, was "Urlaub" bedeutet), und Frauchen auch noch total aufgelöst - da bricht seine kleine Welt zusammen, und entsprechend aufgelöst reagiert er.
Bringt einfach Ruhe rein - und ja: es ist wirklich ganz einfach: Erwartungen an den Hund komplett weg, notfalsl tragt ihr ihn halt oder gebt ihm die Sicherheit einer lanen Leine - so what? Statt Streß wird entspannt getrödelt und erkundet, und ihr seid für den Zwerg die Felsen in der Urlaubs-Brandung. Wenn ihr euch nicht noch gegenseitig hochdreht, sieht die Welt in ein paar Tagen bestimmt schon ganz anders aus.
Verzweifel nicht, sieh es einfach als große Chance: du kannst dem Kleinen jetzt gleich vermitteln, daß er sich auch in fremder Umgebung auf eure Sicherheit und Souveränität verlassen kann. Das muß er einfach erstmal erfahren und lernen, damit auch er was vom Verreisen haben kann - im Moment bedeutet es für ihn nur Aufregung nud Chaos.
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Falls es dich tröstet: Uns ist es letztes Jahr ähnlich gegangen, als wir unseren immerhin schon fast zweijährigen Terrier in den ersten Urlaub mitgenommen haben. Der temperamentvolle Hund stürzte sich in der neuen Umgebung in eine so wilde Schnüffel- Stöber- und Erkundungsorgie, daß ich nach der ersten Nationalpark-Wanderung Blasen an den Händen hatte: ich hatte nicht damit gerechnet, daß sich acht Kilo so wild, so ausdauernd und so unansprechbar in die lange Leine schmeißen können.
Wir haben dann ganz schnell einen Gang runtergeschaltet und den nächsten Tag bloß mit Trödeln, Erkunden und Entspannen in der nächsten Umgebung verbracht, erstmal sogar angeleint, daß sie sich nicht wieder so reinsteigern konnte:
Externer Inhalt img5.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Dann war auch schon die gewisse Routine da, die Hunde so schätzen: Terrier kannte das Quartier, die Umgebung und die Urlaubsbegleitung, konnte sich in dieser Sicherheit entspannen, benahm sich wieder so vernünftig, wie sich eine junge Wilde eben benehmen kann, und am Rest der Zeit hatten wir alle gleichermaßen Spaß.
Externer Inhalt img5.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Wenn aber schon ein zweijähriger, also deutlich lebenserfahrener Hund so überwältigt auf so viel Neues reagiert, daß erstmal alle Manieren zum Teufel sind, kannst du dir, glaube ich, leicht vorstellen, wie sowas auf ein Viermonatsbaby wirkt?
Aber mit mehr Gelassenheit kriegt ihr das sicher ebenso hin, später, wenn der Hund ein erfahrener Reisender ist, lacht ihr über die wilden Anfänge - und einen schönen gemeinsamen Urlaub noch!
- Vor einem Moment
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