Warum sind alle gegen Kastration?

  • Zitat

    Tja und was macht man, wenn der kastrierte Rüde eine viel zu große Prostata hat?


    ....dann hat er was falsch gemacht - das geht doch gar net, weil er schon kastriert ist.... *ggg

  • Zitat

    ........
    Ich habe mir überlegt, dass wohl nach Kastration dieser sich fortpflanzungs- Trieb nicht mehr vorhanden ist, somit verspürt der Hund kein Bedürfnis ein Weibchen decken zu müssen...


    DAS erzähl mal meinem kastrierten Rüden.... *gg Müssen nicht - aber machen - jederzeit gern.....

  • Zitat

    Hier mögen vll. besser die Männer antworten :D
    Was ist besser - neben Kim Basinger zu liegen und nicht zu dürfen
    oder als Eunuch durchs Leben zu laufen ?...

    :lachtot:
    der war gut....

  • Zitat

    ........
    außerdem gibt es menschen, die mit dem rüdengehabe nicht umgehen können. soll ich das nun verurteilen???
    ....

    Nö, das nicht - aber hol ich mir dann nen unkastrierten Hund, und lasse ihn nur meinetwegen (ich leide ja unter dem Verhalten, nicht der Hund, und um den geht es doch in dieser Diskussion) kastrieren, oder nehm ich lieber einen, der schon kastriert ist, ausm Tierheim.

  • Das Problem ist, dass die Kastration oft als Allheilmittel angesehen wird, vor allem bei Aggressionen wird es oft empfohlen. Die entsprechende Wirkung ist allerdings nicht immer gegeben.

    Außerdem "leiden" kastrierte Rüden auch häufig darunter, dass sie von anderen Rüden nicht als Rüden angesehen werden, sondern anscheinend als gut duftende Hündin. Red war auch schon in einen Dalmatinerrüden verliebt, der das nicht lustig fand (und mir war´s unheimlich peinlich). Ist das besser?

    Wir haben unseren alten Rüden mit 9 Jahren aus gesundheitlichen Gründen kastrieren lassen. Ein Prollmacho und Casanova war er trotzdem noch gern.

  • Ach tröste Dich, Red, beim Terrier ist ein frühkastrierter Pointerrüde und der ist auch not amused.....

    Der Punkt ist für mich, warum soll ich meinem Hund ohne Veranlassung außer meinem Etepete-Gefühls die Hoden amputieren lassen.

    Das gibt das Tierschutzgesetz nicht her und auch der Bericht des Bundestages zum Thema nicht. Der sieht nämlich den Hundehalter in der Pflicht auf seinen Hund zu achten und empfiehlt eine Durchtrennung der Samenleiter oder der Eileiter im Zweifelsfall.

    Und mit einer Kastration entferne ich die Keimdrüsen und nicht das Hirn. Nur das ist für die Handlungen des Hundes verantwortlich dank Neuroprozesse.

    Zudem greife ich mit der Kastration massiv in den Hormonhaushalt des Hundes ein, ebenso in das SD-geschehen, in den Skelett- und Bänderapperat, in den Stoffwechsel, ins Fellgeeschehen.... usw.usf.

    Und mittlerweile ist auch nachgewiesen, dass eine Kastration weder als Verhaltenstherapie taugt noch zur Krebsvorsorge.

    Arbeiten von Dr. Niepel, von Dr. Ganßloser und Strodtbeck belegen dies eindrucksvoll.

  • Zitat

    Du findest das also nicht ARTgerecht...dann erzähl du uns doch mal bitte wie Caniden (Hunde, Wölfe, Schakale, Kojoten) im Naturverband leben, wer zur Fortpflanzung kommt und was das für die Haltung des Haushundes bedeutet...
    Bin gespannt!

    Also ich finde nicht, dass man das vergleichen kann, weil Wölfe etc. nicht wie Hunde funktionieren.

    Ausserdem finde ich es auch genug Indikation, wenn eine Hündin dermassen unter psychischem Hormon-Strom leidet, selbst wenn sie keine biologisch-medizinischen Gründe zeigt, sondern eben nur psychische. Eine Hündin nicht zu kastrieren, die dauernd geplagt ist von ihrer Natur - auch Hündinnen können fast oder auch ganz (?) dauerläufig werden, meine hatte ihren Zyklus bereits von 6 auf 4 Monate verengt - ist nach meinem Empfinden Tierquälerei. Sie war dauernd von einer hyperaktiven Unruhe oder Depression getrieben, fand aber keinerlei Erleichterung. Seit sie kastriert ist, ist sie ein anderer Hund: voller Lebensfreude, wie eben ein Hund sein sollte.

    Insofern ist das Kim Basinger Beispiel auch auf Hündinnen umgekehrt übertragbar und richtig, finde ich.

    Anders sieht das bei "erziehungstechnischer Kastration" aus: ein kastrierter Hund folgt weder besser, noch benimmt er sich anständiger ;) Das muss ich schon selbst in die Hand nehmen *gg*

  • Zitat

    Tja und was macht man, wenn der kastrierte Rüde eine viel zu große Prostata hat?

    Dazu hätte ich eine Frage, evtl. kann mir dir ja jemand beantworten :smile: Was gibt es denn noch so für Ursachen für eine vergrößerte Prostata ausser Hormonstau?
    Und zwar ist es so, dass ich gestern wegen mehrerer kleinerer Sachen mit Milou - unkastriert, fast 5 Jahre - beim Tierarzt war. Dabei kam raus dass seine Prostata vergrößert ist. Hatte auch angesprochen dass er manchmal Probleme beim Kotabsatz hat (kommt schon was raus aber nur gaaaanz dünne Würstchen), meiner Beobachtung nach vor allem wenn er grad wieder ziemlich wuschig ist und sich in jede Pipistelle reinsteigert. Da er eigentlich die letzten Tage nicht so drauf war und auch ordentlich häufeln konnte, denk ich mir dass dann ja in diesen "schlimmen" Phasen die Prostata noch größer sein müsste.
    Der TA riet zur Kastration/Chip, da er grad auch Probleme mit der Violschen Drüse (heisst die so richtig?) hat, und man beide Probleme damit in den Griff kriegen könnte. Bin noch am Abwägen, er ist jetzt nicht so der typische hypersexuelle Hund, kein Jaulen an der Tür oder Futterverweigerung weil wir eine läufige Hündin getroffen haben, verträglich und kein Rüdengeprolle, ausser selten mal ne kleine Prügelei mit anderen intakten Rüden, aber das ist glaub ich im Rahmen. "Nur" halt phasenweise seeeehr aufgedreht, rammelt dann alles in der Wohnung an und hat ständigst ne Erektion , Pipistellen würden vermutlich stundenlang abgeleckt wenn ichs nicht abbrechen würde etc.
    Da der TA nicht wirklich hilfreich bei der Beratung war und ich auch noch eine Zweitmeinung einholen werde, könnte die Prostatavergrößerung also noch eine andere Ursache haben?
    Wills mir nich zu leicht machen und ihn aus egoistischen Gründen entmannen, andrerseits hat er teilweise ja schon auch ganz schönen Stress, vergrößerte Prostata ist auf Dauer auch nicht gut und die Vorstellung, dass ich beim Gassi eventuell nicht mehr ständig auf hab acht sein muss um nicht den Moment zu verpassen, in dem er gerade eine Pipistelle in 100m Entfernung erschnüffelt und er gerade noch abrufbar ist (ist er erst mal los hilft nur noch einsammeln, wenigstens streunt er nicht sondern klebt da dann fest :headbash: ), ist auch verlockend :ops:

  • Zitat

    Abessinierin: angeblich gibt es aus Amerika gegenläufige Studien, weißt du darüber was?
    Wohl sogar welche die Ultra-Frühkastrationen (mit 8/9 Wochen) befürworten.... :|

    Ich hab es wohl mal iwo gehört, nur weiß ich nicht, worauf sie das setzen... vermute mal es geht in Richtung Schneider 1969.

    Allerdings ist Amiland auch das Land, wo Katzen zur Schonung der Polstermöbel die Krallen entfernt und den Hunden die Stimmbänder durchtrennt werden wegen der himmlischen Ruh...

    Insofern glaub ich da doch eher Niepel, Ganßloser und Strodtbeck.

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