Hundepartnerin für Hund anschaffen?
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Ich habe zwei unkastrierte Rüden und die sind dicke Kumpel, spielen zusammen und
verstehen sich super. Mein Ersthund ist ein sehr freundlicher Hund der sich grund-
sätzlich mit allen Hunden versteht, egal ob Rüde oder Hündin. Als Zweithund kam
ein gleich großer Rüde mit 14 Monaten dazu, da konnte ich im Vorfeld testen ob die
Hunde sich grundsätzlich mögen. Es gibt auch bei Hunden Abneigungen vom ersten
Anblick an. Das wäre also eine Möglichkeit, dass du keinen Welpen nimmst sondern
einen etwas älteren Hund mit dem du im Vorfeld testen kannst ob die sich verstehen.
Ist zwar auch keine Garantie aber eine gute Voraussetun dass es klappt. - Vor einem Moment
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Hallo,
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Einen Zweithund sollte man sich nur dann anschaffen, wenn man selbst Lust und Zeit auf einen weiteren Hund hat.
Wird Euer Münsterländer jagdlich geführt? Wird mit ihm gearbeitet? Darf er seinen Jagdtrieb ausleben?
Wie läuft es bei Spaziergängen? Gibt es Probleme?
Zwei Hunde machen nämlich oft mehr als die doppelte Arbeit. Über einen zweiten Hund sollte man erst dann nachdenken, wenn der erste sehr gut "funktioniert" und man die Zeit hat sich auch einzeln mit den Hunden zu beschäftigen.
Ansonsten ist es so, dass Hunde (zum Glück) so gezüchtet sind, dass der Mensch für sie ein sehr wichtiger und wertvoller Sozialpartner ist. Klar, ist der Mensch kein Hund, aber es ist zum Beispiel auch möglich Sozialkontakte zu Artgenossen zu ermöglichen, indem man sich regelmäßig zum Gassi mit anderen Hundehaltern trifft.
Zum Thema mit der Befriedigung des Sexualtriebs kann ich nur sagen: Wenn Du "Pech" hast, dann wird eine Hündin nur einmal im Jahr läufig, mit "Glück" zwei Mal. So richtig austoben kann er sich dann auch nicht wirklich... Zumal Hündinnen oft den hauseigenen Rüden ziemlich kacke finden und nicht mal ranlassen. Es ist bei Hunden praktischerweise, dass Hunde sich da gar nicht ausleben müssen, um zufrieden zu sein.
Abgesehen davon stelle ich es mir ganz schön anstrengend vor, nur damit der Hund sich mal befriedigen kann, alle sechs Monate Welpen aufzuziehen und passende Halter für Jagdhund(mischlinge) zu finden. Wer soll so einen Hund gescheit halten können? Jäger haben keine Interesse an solchen Hunden und Privathalter wollen sicher keinen Hund, der ihnen regelmäßig zum Jagen abhaut.
Die Welpen müssen sozialisiert, an die Umwelt gewöhnt werden etc... Das macht ziemlich viel Arbeit! Und die Wohnung leidet auch darunter...Viele Grüße
Corinna -
...und daß das mit dem "Rassenkram" nicht ganz ohne ist, wirst du spätestens dann feststellen dürfen, wenn du merkst daß die Welt nicht auf Münsterländer-Mixe gewartet hat: Jäger haben daran eh kein Interesse, und Nichtjäger wünschen sich keinen Hund, der regelmäßig hinter allem abgeht.
Und dann: eine Hündin zu haben heißt noch lange nicht, daß der Rüde sich regelmäßig an ihr ausleben darf. Ich kenne viele intakte Hundepaare, bei denen die Hündin läufig so ziemlich jeden Partner akzeptierne würde - außer dem Rüden, mit dem sie zusammenlebt.
Wir hatten auch so eins, und für den Rüden waren die Läufigkeiten zweimal im Jahr Qual pur: Sobald er sich auch nur in die Nähe der Hündin bewegte, kriegte er kräftig das Fell voll. Wir mußten sie also weniger wg. der Nachwuchsgefahr trennen, sondern eher deshalb, weil der arme Kerl sonst nur noch verprügelt in der Ecke hockte. Sowas ist wirklich nicht selten - und ob das jetzt wirklich der Traum deines Rüden wäre?
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Hallo,
ich danke euch, ganze besonders liebe(r) Sorcha, MarionP, YorkieFan, Corinna und Terriers4me.
Ich bin wohl von falschen Voraussetzungen ausgegangen. Ich dachte, es würde schon gut gehen, wenn er mit einer Hündin zusammen leben würde. Ich hätte auch gern neben ihm noch eine Hündin. Und es ging mir -auch wenn das vielleicht falsch rübergekommen war- nicht nur darum, dass sich er mal austoben darf. Es ist halt etwas seltsam für mich: Er trägt seine Spielzeugfiguren wie eine Hundemutter, als wären es Welpen, sehr sorgsam, so wie es Hundmammas tun, er legt sie neben sich und schleckt sie liebevoll ab, da denke ich immer: Vielleicht vermisst er das?
Jedenfallks ist mir klar geworden, dass auch zwischen den beiden "die Chemie" stimmen müsste. Und dass es Ärger zwischen den beiden geben kann.
Ich habe auch nochmal nachgelesen, stimmt, der Hund ist so weit vorangezüchtet, dass er eigentlich uns als Rudel akzeptiert...
Und wenn es solche Prpbleme geben kann, sollte man doch alles gut überdenken. Jetzt nehm ich erst mal Abstand davon. Vielleicht genießt er ja auch (ganz sich sogar), dass er hier die "No. 1" ist
Ansonsten müsste ich in der Zukunft einmal die beiden est beobachten und schauen, ob sie überhaupt zueionander passen und so weiter...Liebe Grüße!
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Schön, dass ich helfen konnte
vielleicht magst ja mal ein Bild von deinem Racker zeigen, Bilder kommen hier immer gut! 
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Zitat
Es ist halt etwas seltsam für mich: Er trägt seine Spielzeugfiguren wie eine Hundemutter, als wären es Welpen, sehr sorgsam, so wie es Hundmammas tun, er legt sie neben sich und schleckt sie liebevoll ab, da denke ich immer: Vielleicht vermisst er das?
Das dürfte wohl eher ein Verhalten aus dem Bereich des Jagdverhaltens sein... Beute wegtragen, sichern und benagen, beschlecken, fressen... einbuddeln... Hundemütter tragen ihre Welpen äußerst selten durch die Gegend, Rüden eigentlich gar nicht.
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Zitat
Außerdem ist es so, dass ihm in dieser Hinsicht "etwas fehlt"- und? Ist das jetzt schlimm? er ist ein Hund und will sich fortpflantzen. Ich kann darin nichts böses entdecken...
Auch wenn Du anscheinend erwartet hast, daß wir alle sagen: Super Idee
- Mein Kater und meine Katze würden sich vielleicht auch gerne fortpflanzen. Sind aber schon beiderseits im Tierheim kastriert worden, und hätten die das nicht getan, hätte ich das veranlasst - in jeder Läufigkeit möchte sich tier vielleicht fortpflanzen, und ein Rüde möchte jede beliebige läufige Hündin bespringen - sollen wir das jedes Mal, JEDES MAL zulassen, weil sie das doch so gerne wollen?? -
Sorry - das war mir grad spontan eingefallen und es war an mir vorbeigegangen, daß sich das Blatt mittlerweile gewendet hatte.

Bin heute etwas dünnhäutig, liegt aber an anderen, nicht hundbezogenen tierschutzrelevanten Dingen
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Ich glaube, du hast das "Rassegeschwafel" in den falschen Hals bekommen. Ich versuche, mal ganz kurz, es zu erklären.
Vorerst: Nein, es geht nicht darum, dass Rassehunde "besser" oder Mischlinge "schlechter" sind. Ganz und gar nicht.
Ein ordentlicher Züchter achtet auf rassetypische Erbkrankheiten. Und zwar nicht nur bei den Eltern, sondern auch bei Großeltern, Urgroßeltern etc. Es gibt nämlich Krankheiten, die über Generationen hinweg auftauchen und die man nur bei den Eltern nicht feststellen kann. Das kannst du nur über Ahnentafeln verfolgen. Dazu sind diese Dinger da - und nicht dafür, um irgendeinen Hund als "adelig" darzustellen.
Das gleiche gilt für den Charakter der Tiere: Dein Hund mag vielleicht charakterlich toll sein, aber du weißt nicht, wie seine Vorfahren drauf waren. Vielleicht war der Opa hochgradig aggressiv? Vielleicht hatte die Uroma einen extremen Schutztrieb? Weißt du das?
Das ist eigentlich "schon" der ganze Hintergrund der Sache: Dieses Risiko mit kranken Hunden zu züchten, kannst du bei Mischlingen überhaupt nicht kontrollieren. Einfach, weil du nichts über deren Herkunft weißt.
Und wir reden hier nicht von Kleinigkeiten.
Was machst du, wenn einer der Welpen taub ist?
Oder blind?
Oder beides?
Oder wenn einer der Hunde wegen starker HD mit zwei Jahren nicht mehr laufen kann?
Oder wenn einer der Hund plötzlich tod umkippt, wenn du ihn eigentlich nur entwurmen wolltest?Was ist, wenn einer der Welpen plötzlich extrem aggressiv ist?
Oder extrem ängstlich?Das klingt jetzt alles so, als würde ich den Teufel an die Wand malen... Ist aber leider nicht selten. Du brauchst nur ausversehen zwei Hunde der "falschen" Farbe miteinander verpaaren und bekommst u.U. schwer behinderte Welpen.
Mit papierlosen Hunden zu züchten, ist wie Russisch Roulette. Du spielst mit der Gesundheit der Hunde - und da JEDE Rasse ihre typischen Krankheiten mitbringt, ist das Risiko nicht gerade gering. Dieses Risiko bewusst einzugehen, ist wirklich alles andere als Tierliebe.
Versteh mich nicht falsch, ich will dir nichts vorwerfen. Ich denke, du bist / warst dir dessen gar nicht bewusst. Vielleicht ist dir jetzt klarer, warum hier so gereizt auf das Thema reagiert wird.
Dass dein Hund durch den Sex mit der Hündin befriedigter wird, ist ein Trugschluss. Hunde handeln was das angeht einfach nur triebgesteuert - der Akt an sich ist aber nicht "geil". Die beiden hängen ne halbe Stunde "Po an Po" aneinander, gucken durch die Gegend, und dann hat sich die Sache. Da ist nicht viel mit "Romantik".
Und dass dein Rüde die Kuscheltiere durch die Gegend trägt, hat höchstens etwas mit seinen Jagdanlagen zutun. Hat Corinna ja schon erklärt... Die Welpen interessieren den Rüden nachher herzlich wenig.
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