Bei der Begrüßung pinkeln
-
-
Auch wenn Sie im Wohnzimmer im Körbchen wäre, dürfte Sie den Besuch erst begrüßen wenn Sie ruhig ist. Denn ich erwarte den Besuch und nicht Sie. Ich empfange den Besuch und nicht Sie. Das ist doch richtig oder?
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Bei der Begrüßung pinkeln*
Dort wird jeder fündig!-
-
Meine Hündin hat das lange gemacht, wenn ich nachhause gekommen bin. Bei meinem Freund übrigens nicht.
Ich denke es handelte sich hier um eine Mischung aus submissivem Verhalten (Versorgungsverhalten) und positivem Stress/Erregung.
Ich habe es so gelöst, dass ich die Begrüßung für eine Weile nach draussen verlagert habe. Ich habe dann geklingelt und bekam von meinem Freund direkt die Leine in die Hand gedrückt. Vor der Tür war das Pinkeln dann ja kein Problem...
Mit der Zeit ist es seltener geworden und mittlerweile passiert das kaum noch, so dass ich den Hund nun auch wieder in der Wohnung begrüßen kann. -
Zum 'Problem' an sich kann ich leider nichts sagen, hätte aber eine Frage die hier rein passt... Es gibt doch auch dieses sogenannte 'Freudenpipi' ? Pullert Luna denn richtig los? Also, hockt sie sich hin und macht quasi ihr Geschäft...? Denn bei Suki ist es manchmal so, wenn mein Freund zB abends nach Hause kommt, ist sie natürlich außer sich vor Freude... und dabei verliert sie dann ab und an ein paar Tropfen Pipi... Aber sie macht eben nicht unter sich oder so... ?
-
Ja,
das ist schon richtig.
Ich würde es auch nicht anders machen wollen.Trotzdem ist dies Streß.
Dein Hund befindet sich quasi zwischen den Stühlen.
Sie weiß wohl, daß sie erst "darf", wenn sie ruhig ist, das hat sie so gelernt,
und sie steckt voller Vorfreude darauf, endlich zu den Leuten zu kommen.Dieses "Wollen" und "(Noch) nicht können" kann zu einer inneren Anspannung führen.
Schöne Grüße noch
SheltiePower -
wie alt ist luna?
bei welpen und junghunden gehört ein beschwichtigendes pinkeln teilweise noch zum begrüßungsverhalten gegenüber autoritäten.
gerade meine welpen- und junghunde in meinen gruppen pinkeln mich beispielsweise sehr häufig zur begrüßung an, begleitet von einem aufgeregten piepsen, mundwinkellecken und wildem gewedel/rumgekugel - eben das volle beschwichtigungsprogramm, welches welpentypisch absolut normal und im rahmen ist.
bei erwachsenen hunden jedoch kann es ein zeichen von angst, enormem stress oder sozialer unreife sein.viele welpen schmeißen sich ja zur begrüßung eines älteren hundes sofort auf den rücken, lecken die lefzen und zeigen eine wildes durcheinander von aktiver und passiver unterwerfung (wie tanzwichtel schon schrieb: submissives verhalten)
für einen welpen abolut normal.dieses devote verhalten als erwachsener hund hingegen wäre eher nicht normal.
natürlich ist das ein ausdruck von bewältigbarem stress, ich persönlich würde das nicht auf die box schieben, sondern ganz einfach die begrüßungssituation, wenn es sich um einen welpen handelt.
stress ist jede form von erregung - ob sie nun subjektiv positiv oder negativ erlebt wird.
stress ist aber nicht immer etwas schlimmes, es gehört zum leben dazu, diesen zu bewältigen. ich finde es zwar grundsätzlich sinnvoll, den hund erst einmal auf seinen platz zu bringen. aber ich würde das nicht mit hilfe der box machen, sondern mit hilfe eines kommandos, das vorher in ruhe geübt wird. wenn das klappt, wird die reizlage langsam hochgedreht.
bis das zuverlässig funktioniert, würde ich auch die begrüßungssituation nach draußen verlagern, damit kein malheur passiert.
-
-
Luna ist 8 Monate. Also anderen Hunden gegenüber unterwirft Sie sich IMMER. Wenn sie die Hunde kennt und Sie weiß das die Hunde Ihr nichts tun, ist alles Ok.
-
Ich würde mit ihr üben, dass sie den Besuch gar nicht begrüßt.
-
ist luna kastriert?
-
Zitat
ist luna kastriert?
Mit 8 Monaten...!?

Suki hat sich noch nie unterworfen... bei niemandem... sie ist ne ziemlich dominante Ziege

-
Ich fürchte auch, mit der ganzen Aktion vorher steigerst du ihre Aufregung nur noch weiter, und was sie dann abliefert ist eine Mischung aus großer Freude (Streß!) und dem Unterwürfigkeitspinkeln ("Bitte friß mich nicht, Fremder!") eines unsicheren jungen Hundes. Für letzteres spricht sehr, daß sie genau dann loslegt, wenn sie angefaßt wird. Also in dem Moment, in dem die "Gefahr" akut und ihr die Situation unheimlich wird, beugt sie mit dieser totalen Unterwürfigkeitsgeste sozusagen jedem Ärger vor. Daß wir Menschen sowas anders verstehen als ein Artgenosse, weiß ein Hund ja blöderweise nicht.
Kommt mir enorm bekannt vor: meine sensible Terrierhündin hat in den Alter dasselbe getan und pinkelt sogar heute, mit zweidreiviertel, noch in einer einzigen Situation: wenn fremde, große Männer sich über sie beugen, um sie zu streicheln. Da benutzt sie das Pinkeln ganz klar, um den gefährlichen Riesen zu zeigen ,daß sie "welpenhaft" klein und harmlos ist.
Bei uns hat sie übrigens nie gepinkelt, egal, wie lange wir weg waren. Es waren/sind immer diese "Vorstellungssituationen", genau wie bei deinem Hund: Aufregung, Freude und Fremde.
Geholfen hat uns da am besten, jede überflüssige Spannung rauszunehmen. Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, wer denn nun Besuch zuerst begrüßen "darf" und erst recht keine solchen Rituale eingeführt. Das hätte die Aufregung und Erwartung ja immer nur weiter aufgebaut. Bei uns gibt's zwei Möglichkeiten: entweder es kommt jemand wie der Paketbote, der sie nichts angeht, dann sitzt sie inzwischen auf der Treppe frei ab, darf also dabeisein, hat aber mit der Situation sonst nichts zu tun. Dann pinkelt sie natürlich nicht.
Kriegen wir gemeinsam Besuch, begrüßen wir den auch gemeinsam, in den frühen Pinkelphasen möglichst schon an der Gartenpforte. Ich bitte die Besucher, den Hund dabei nicht zu bedrängen, also einfach den kurzen Moment abzuwarten, bis sie von selbst kommt und aktiv um Zuwendung bittet. Dann sitzen wir meist alle schon, die erste Aufregung ist vorbei, und alles geht pinkelfrei. Das klappte immer besser, und heute zeigt das Sensibelchen diese Unterwürfigkeits-Geste nur noch dann, wenn es sich "überfallen" fühlt, und das kann man vermeiden.
Wir sind also sozusagen den umgekehrten Weg gegangen: So wenig spezieller Aufstand wie möglich, und erst recht kein Wegsperr-Ritual zum gezielten Spannungsaufbau, wenn es klingelt. Hund ist ganz selbstverständlich dabei, aber nicht der Mittelpunkt, fühlt sich also nicht bedrängt und muß nicht so beschwichtigen. Pinkelte sie doch mal, wurde es eben weggewischt, und fertig. Vorher spazierengehen, daß die Blase leer ist, ist sicher generell nützlich, aber es wird das Pinkeln an sich nicht verhindern: das macht sie ja in dem Moment absichtlich, wird also notfalls auch noch den letzten Reservetropfen rausdrücken.
So hat meine Hündin diese generelle Begrüßungs-Pinkelei mit dem Älterwerden so gut wie ganz abgelegt, auch wenn es bei dem Sensibelchen ungewöhnlich lange gedauert hat - normalerweise endet sowas ja schon mit dem Welpenalter. Jetzt benutzt sie sowas nur noch in (aus ihrer Sicht!)Extremsituationen: eben dieser große Unbekannte, der sie anfassen will. Da geht sie nach wie vor auf Nummer Sicher, und damit kann ich gut leben - ich denke, wenn sie noch etwas älter und sicherer ist, wird auch das aufhören.
Mein Fazit aus den Pinkel-Jahren wäre also: je weniger Theater man um die ganze Besuchs-Sache macht, desto weniger pinkelt der Hund.
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!