Lauftraining (mit und ohne Hund)

  • Ich fange tatsächlich ganz anders an als nepolino. Bei mir wird direkt gelaufen und ich versuche dabei dem Hund eine Heidenspaß zu vermitteln, indem ich ein Tempo renne(!) das den Hund strahlen lässt. Dabei ist mir erstmal egal ob er vorne oder neben mir läuft. Wir rennen zusammen, darum geht's. Irgendwann geht der Hund vor mich und darf das, bzw wird bestätigt wenn er das braucht. Und geht er auf Zug, dann renne ich mit.

    Wichtig: niemals Druck aufbauen! Immer Spaß haben!

    Auch super: wenn der Hund schon Spaß am rennen mit mir hat hat, dann Mal bergab laufen. Das fetzt für der Hund mega, wenn er auf Zug ist! Also sollte man ein Gefälle haben das man laufen kann, den Hund nicht runter bremsen, sondern einfach wie ein Kind völlig bekloppt mit dem Hund da runter ballern.

    Solchen Unfug mache ich gerne mit Goofy.

    Bruno habe ich eher im ruhigen gleichmäßigen Tempo auf Zug, unser Laufen wirkt fast hypnotisch auf uns beide und das habe ich ihm.als.seinen Job aufgetragen... Wobei ich jetzt langsam auch mit dem mal Unfug und Quatsch einbauen werde. Er ist eigentlich so gefestigt, daß ich ihm zutraue mich nicht über den Haufen zu rennen :???:

    Je nach Hundetyp agiere ich sehr verschieden. Wenn ich grundsätzlich der Ansicht bin den Hund auch auf Speed unter Kontrolle halten zu können, dann gehe ich den Tempo-Spiel-Spaß-Speed Weg. Wenn die Hunde so stark und triebig sind, daß ich sie grundsätzlich nicht mehr unter Kontrolle hätte, dann gehe ich eher auf das ruhige, monotone Laufen. Aber ich starte immer direkt mit Laufen.

    Das zeigt eigentlich nur, daß nicht nur je nach Hund verschieden vorgegangen werden sollte, sondern auch je nach Typ Mensch. Ich wäre für nepolinos Ansatz zu ungeduldig, kann auf meinem Weg aber fast alle Hunde mit einem breiten Grinsen wieder zurück bringen.

  • Na ich hatte mit Rouvi einen seeehr unsicheren Kandidat, der nie niemals vorgegangen wäre im Speed, der ohne dass ich es ihm beigebracht habe, maximal leinenführig war. Da war der Zwischenschritt mit Flexi und ganz dezent anfangen, keinen Stress, keine Unruhe rein bringen, sondern ihn selbst den Spaß am Laufen entdecken lassen, der einzigst mögliche.

    Peppino war sehr ähnlich, zwar offener aber der ist mir anfangs nicht vom Bein gegangen. Bin ich angetrabt hinter ihm, ist er sofort stehen geblieben und hat sich hinter mir einsortiert. Bei Rouven hats auch tatsächlich lang gebraucht bis er sich wirklich getraut hat zu ziehen, bei Peppi warens 4-5mal Flexi, eh ich ihn angespannt habe und da hats beim zweiten mal dezent klick gemacht, beim dritten richtig und seit dem vierten Lauf rennt er mich in Grund und Boden. :lol:

    Rouven ist da dezenter, für den Stresskeks mit der grundsätzlichen Angst etwas falsch zu machen, ist auch grundsätzlich ruhiges, langes traben mit einer gut erfüllbaren Aufgabe besser. Er führt mich, er ist mein Held, wir entdecken die Welt gemeinsam. Er braucht bei allen Dingen sehr lange und man muss sich sehr an seinem Tempo die neuen Dinge zu verarbeiten, orientieren, sonst geht er absolut ins meiden. Mit Peppi entdeckt er jetzt langsam den Spaß am Speed aber manche Tage merkt man, dass ihm dieses sofort so losjagen irgendwie etwas zu viel vom Kopf ist. Er bräuchte da etwas länger um in die Aufgabe zu finden. Ich kann da inzwischen aber auch drüber weg gehen, er vertraut mir soweit und er steigt dann einfach später in seinen Job ein. Etwas speziell der kleine Knopf. :D

  • Ich glaube auch bei Rouven hätte der Schritt nicht funktioniert, wenn ICH ihn angewandt hätte, eben weil ICH dabei nicht authentisch wäre. Ich denke wirklich, daß das dein Weg ist, der bei mir nicht gut funktionieren würde.

    Bei Cati und Goofy hatte ich das Glück, daß beide zwar unsicher sind/waren, aber mir extrem viel Vertrauen entgegen gebracht haben. Und daß beide einfach unglaublich gerne rennen.

    Cati hat mich im übrigen auch immer eher geführt als gezogen.

    Chicca hat mir monatelang gründlich misstraut :flucht:Die hätte ich vielleicht in den Zug bekommen nachdem der Knoten zwischen uns geplatzt war, vorher ist sie böse nach mir schielend schräg hinter mir gelaufen.

    ...ich bin mir ziemlich sicher, daß sie später zumindest vor gelaufen wäre. Irgendwann sicher auch mit gespannter Leine.

    Vorher gab es wichtigeres als die Kleene in den Zug zu bekommen und ich glaube, wir haben unsere gemeinsame Aufgabe übererfüllt.

    Mein Zwischenschritt ist tatsächlich so zu joggen/rennen, daß es Spaß macht, dabei darf der Hund auch neben mir laufen.

    Und ich nehme keine Hunde mit, die grundsätzlich andere Interessen haben.

    Chicca war halt immer dabei ohne zu ziehen, Cati inzwischen auch.

    Pensionshunde habe ich meist 1-3 an der Leine im Zug und dazu noch Freigänger um mich rum wuseln.

    Pensionshunde, die keine Lust auf Tempo haben, gehen Gassi und nicht mit mir rennen. :klugscheisser:

    Wie gesagt, je nach Hund pushe ich mehr oder weniger: Einem triebigen 50kg Schäfer ohne Manieren will ich nicht noch das bisschen Hirn wegpusten wenn ich mich an ihn anbinde.:ugly:

    Ich bin jetzt gespannt, nachdem der Hundesitter all die glücklichen Teams gestern beobachtet hat, ob er jetzt besser versteht warum ich welchen Hund mitnehme und welchen nicht.

  • Also das sie ziehen dürfen haben beide verstanden denke ich. Bei Henry ist es halt wirklich das schnuppern. Rennen lieben sie beide sehr. Henry lief auch geradeaus und er hat super Zug gehalten, wie gesagt 1a auf meine rechts und links Kommandos reagiert nur eben mit Nase unten:muede::ugly:

    Vielleicht probier ich es auch nochmal ganz anders, wenn mein Mann noch länger krank ist.

    Im Urlaub hatte ich mir ja einen Hüftgurt genäht, damit ich beim Wandern die Hände frei hab. Ich hatte irgendwann keine Lust mehr sie zu überzeugen das sie neben mir laufen sollen also hab ich sie ziehen lassen, am normalen Geschirr, und sie zogen beide konstant und sind geradeaus gelaufen. Ich musste es dann abbrechen weil sie nicht aufgehört haben und mein Mann schon keine Lust mehr hatte, weil ich so schnell wurdexD

    Ich hab es dann im Urlaub noch ein paar Mal getestet und immer wenn ich sie ziehen lassen habe, haben sie nicht links oder rechts geschaut sondern haben einfach nur gezogen. Wir sind allerdings nicht gejoggt oder so sondern nur gegangen.

    Vielleicht hat das auch die Dynamik zwischen den Hunden ausgemacht?

    Beim Laufen würde ich mich mit beiden aber nicht trauen, weil sie halt doch so viel wiegen wie ich oder soll ich das doch mal probieren auf Stopp hören sie ja einwandfrei.

  • Probieren!
    Das ist für die Hunde so viel leichter als allein! Und vermutlich wirst du den Effekt haben, den du im Urlaub erlebt hast.

    nepolino hat drei große Hunde, zusammen wiegen die mehr als sie. Ähnlich bei Die Swiffer und wenn ich Goofy und Bruno zusammen laufe, oder noch besser 2-3 große Pensionshunde, dann wiegen die deutlich mehr als ich. Und sind nicht meine Hunde, ich würde also nicht darauf schwören, daß die so gut wie deine auf Stopp reagieren :D

  • Samita ich würd es probieren.

    =)

    Sam und Erbse musste ich nie zu irgendwas überreden oder motivieren, die konnte nur ziehen. xD Also quasi einspannen und dann los.

    Hazeli hab ich bei Sam angelernt, da war wirklich auch nie ein Zögern.

    Der Opi hat zwar nie lange Sinn drin gesehen, aber nen bissl mitziehen hat ihm auch Spaß gemacht. Den hab ich einfach mit eingespannt.

    Einzig Eggi hat sich nen bissl schwer getan, aber hinter den Mädels einspannen und dann abgefeuert werden, hat ausgereicht. =)

  • Woher bekomme ich jetzt eigentlich einen guten Dogscooter?

    Woran erkenne ich qualität? Ist Kostka empfehlenswert?

    Ich hab mich ja in so dicke Reifen verguckt, wie vom Fatmax zum Beispiel ist das nötig, wenn ich auch gern schwieriges Gelände fahren möchte?

    Warum zur Hölle ist Dyck so schrecklich teuer sind die wirklich so viel besser?

    Kann mir vielleicht hier jemand helfen? :lepra:

  • Roller gibt es auch gute gebrauchte, kuck mal auf EBay( Kleinanzeigen ) und in den Facebookgruppen.

    Zum laufen kann ich dir sagen, ich bin mit zwei Schäferhunden gelaufen, und ich hatte damals etwa das gleiche Gewicht wie die Hunde.

    Später bin ich mit Schäfer und 2 Bordern gelaufen, die Wogen mehr als ich, aber es war vor allem zu viel getuddel vor mir, auch wegen der ungleichmäßigen Geschwindigkeiten.

    Amber rennt gern mal kurz richtig,trabt dafür aber ultralangstrecke (Am Rad zu guten Zeiten 30km) die Border sind gerannt wie die die irren, langsam oder Vollgas dazwischen gab es kaum was...

    Einfach ausprobieren!

    Hast du einen Paniksnap? Falls nein ist das vielleicht eine Idee, damit kannst du die Hunde in einer Sekunde von dir lösen.

    Ich würde die Hunde auch zusammen binden (Neckline), dann rennen sie nicht zu weit außeinander.

  • Ich habe bisher weder einen Dyck-Roller, noch einen Roller mit dicken Reifen auf Rennen gesehen :ka:

    Scheibenbremsen machen Sinn, weil die anderen sich gut mit Matsch vollsetzen können, oder, Die Swiffer ?

    Trittbrett-Höhe ist ein Thema: zu hoch heißt, du kannst nicht treten, zu tief heißt, du bist nicht gegeländegängig.

    Ich persönlich würde zu einem Fachhändler mit verschiedenen(!) Marken gehen. Ahnung vom Dog Scooter sollte auch vorhanden sein.

    Wenn du wirklich neu kaufen willst, würde ich tatsächlich Simply Outside überlegen. Vielleicht noch ein Training buchen. Dann habt ihr viel Input, bekommt sicher auch etwas zum Scooter erklärt und die weite Fahrt würde sich lohnen.

    Gute Roller für Anfänger gehen wohl bei 5-600€ los (neu), der übliche Roller in meinem Umfeld liegt bei etwa 1000€.

    Ich sehe Kostka, Tektoss und Doxtor Roller auf Rennen, das mag aber meine Wahrnehmung sein.

    Man kann natürlich auch viel kleiner starten, ich bin mit Cati die ersten Jahre am Hollandrad gefahren. Geht alles!

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