Welpe in Center oder Straßenbahn
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Soooo ihr lieben Leute,
ich hab da mal wieder ne Frage und muss erstmal überlegen, wie ich am Besten anfange...
(Achso, es geht um mein 15 Wochen altes Labbi-Mädel)Also, man soll ja in den ersten 16.Wochen dem Welpen soviel wie möglich von der Welt zeigen (dem Alter entsprechenden Schritten und Dosierungen natürlich), ihn zu Orten führen, die man selber regelmäßig besucht (als man noch ein Leben hatte, das nicht vom Hund bestimmt wurde
), zwecks Sozialisierungs etc.Ist ja soweit alles gut und schön, meine Lucy ist sehr mutig und abenteuerlustig, sodass sie natürlich auch bereit ist, die Welt zu entdecken. Tja, wenn da nicht das gute alte Anspring-Problem bei Fremden wäre. Ich nenn es jetzt einfach mal so, auch wenn ich nicht glaube, dass man bei einem Welpen da von einem direkten Problem sprechen kann. Meist wird es ja erst mit der Zeit zu einem solchen und den perfekten Welpen gibt es nunmal nicht.
Nun ist es natürlich so, dass wir seit einiger Zeit verstärkt daran üben. Ohne Leine lass ich sie generell nur auf einsamen und abgelegen Plätzen laufen (Wiesen, etc.), damit ich mir sicher sein kann, sie auch zu 100% abrufen zu können, was auch echt bombastisch gut klappt (bin manchmal selbst überrascht, wenn Madame trotz schnüffeln angewetzt kommt^^).
Das heißt, auf Gehwegen vor unserem Haus ist sie immer an der Leine - klar, sonst könnte man ja nicht trainieren. Meine Leine ist übrigens nur 2,80m lang. Kommt jetzt Gegenverkehr in Form von verlockenden Beinen, ruf ich sie ran, bevor sie die Leute entdeckt (wobei sie meist eh neben oder gar hinter mir läuft). Dann lenke ich sie ab, indem ich sie entweder "Bei Fuß" laufen oder absitzen lasse (mit Bleib), bis die Leute vorbei sind.
Das klappt auch alles ganz prima, mittlerweile schaut sie schon von sich aus zu mir, wenn andere kommen.So, nun aber zu meiner eigentlichen Frage:
Wie sieht das Ganze jetzt in einem Center oder einer Straßenbahn aus??? Beides soll und Muss sie kennenlernen, da beides zu meinem Leben gehört. Das Center jetzt nicht aus Shopping-Sucht, aber es ist bei mir in der Nähe die einzige Einkaufsmöglichkeit^^.
Bei mir vor dem Wohnunhaus sind nun nicht soviele Menschen unterwegs, außer es ist Schulbeginn/Schulschluss, aber das meide ich eh schon (Kinder sind bei Madame nochmal ein extra Thema - da kriegt sie sich nicht mehr ein vor Freude
).
Nun sind in einem Center aber hunderte potentielle Anspring-Kandidaten unterwegs. Ich war bereits 2x mit ihr dort (bevor wir konkret mit dem Problem-Training begonnen hatten), aber es war zum Verzweifeln...ihr Kopf ruckte von einer Richtung in die nächste, ihr ganzes Hinterteil war am Dauerwackeln - Lucy stand also scheinbar sehr unter Stress.Sollte ich das Center daher lieber meiden? Und wann kann ich mal beginnen, auch dort mit ihr durchzuschlendern. Hunde sind dort ja erlaubt (außer in Lebensmittelgeschäften).
Dasselbe gilt fürs Straßenbahnfahren. Ich dachte mir, dort zunächst mal spät abends oder sehr früh am Morgen zu fahren, wenn nicht mehr als 5 Leute in der Bahn sitzen und das Ganze dann langsam zu steigern.Aber in einem Center kann man das ja nicht kontrollieren, da isses immer voll...
Würde mich über Anregungen freuen. Bis Madame alltagstauglich ist, werden wohl noch viele Monate ins Land gehen...aber sie soll ja auch an meinem Leben teilhaben und nicht immer alleine bleiben müssen oder jemand auf sie aufpassen.
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Hi,
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fang doch vllt mal damit an mit ihm nur im eingang dieses centers zu stehen dass er sich dass aus der ferne angucken kann.wenn er dann beim nächsten mal entspannter ist kannst du ja vllt kurz mal durchlaufen und wieder raus.so dass er es stück für stück kennen lernt, hast ja schliesslich noch zeit deinen hund alltagstauglich zu machen

ich bin übrigens auch mal absichtlich an baustellen vorbei gelaufen wenn ich eine gesehen habe.
was den abruf angeht kann ich dir nur raten "freu dich nicht zu früh, die pflegelphase kommt auch noch!" so fies es klingt aber welpen wollen es einem meist nur recht machen und dich nicht verärgern, sie sind schliesslich komplett hilflos ohne uns

meine hat in dem alter auch wie ne eins gehört, nun muss sie an der schleppleine laufen und ich muss den abruf wieder neu aufbaun.ich habe das gefühl sie hat noch nie so richtig erziehung genossen
alles kann und kein muss, nur fliegt man ganz schön auf den allerwertesten wenn man sich "zu früh" freut. -
Hallo,
zum Straßenbahn fahren üben würd ich an ne Endstation fahren, da stehn die ja meistens offen rum, man kann das rein/raus hüpfen trainieren. Auch sind sie leer, so dass du mit ihr üben kannst wo sie wo wie sitzen/liegen soll - gibt ja immer Plätze die mit Hund besser sind als andere. Joa und dann mal ein paar Stationen fahren, die Straßenbahn füllt sich nach und nach.
Unser Hund hatte am Anfang panische Angst vor den Straßenbahnen, mittlerweile liebt er sie :)
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such dir ne hübsche Bank, der Spaziergang durch so ein Gewusel muss ja nicht sein, aber gucken und lernen ruhig zu bleiben, geht doch

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Hallo,
sehe ich auch so wie Melanie und vor allem gehen in so einem Center auch sehr viele Menschen einfach so an dem Hund vorbei. Dabei lernt er auch gleich, dass nicht alle zu ihm kommen und er nicht zu jedem kann.
Besser geht es doch gar nicht.Liebe Grüße
Steffi
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Also ich hab auch immer alle Bänke in Beschlag genommen, in der Innenstadt, an Bushaltestellen, am Hauptbahnhof Züge gucken, am Hauptbahnhof neben dem Dönermann
und das nicht nur mit Bandit als Welpen sondern gezielt nach unserem Umzug in die Stadt. -
Also ich dachte am Anfang auch, halleluja, mit Welpe in der Großstadt, das kann ja was werden...
aber es war nun so, dass Maggy eigentlich recht selten auf andere Menschen reagiert hat. Wenn die nun nicht gerade geschnalzt haben o.Ä. ist sie eigentlich nie zu jedem Paar Füße hin, weil sie schon so genug Reize hatte und es einfach zu viele Menschen waren, um die alle anzuspringen
Ich mache es außerdem immer noch oft so, dass ich sie einfach unbeirrt an solchen "Ohhh komm mal Welpi utschi-putschi"-Leuten vorbei- bzw. weiterziehe, ohne überhaupt darauf einzugehen. Sie soll lernen, sowas zu ignorieren, und dass ICH zumindest auf sowas nicht eingehe --> sie also auch keinen Grund hat, sich von sowas bezirzen zu lassen. Nervt mich übrigens ungemein, wenn man in der Fußgängerzone unterwegs ist und von rechts und links dauernd Quietschegeräusche kommen, um den Hund auch ja zu sich zu locken - dass ich vielleicht gerade woanders hin will und mein Hund dadurch nur hoffnungslos in die Leine rennt scheint die Leute da wenig zu interessieren, ist ja so süß...
ich würde mir also an deiner Stelle vor dem Centerbesuch eine Route überlegen, die du in eigenem Tempo zurücklegst. Natürlich nach wie vor angepasst an eure Süße, damit sie nicht erschlagen wird von den ganzen Reizen, aber am besten lass sie gar nicht groß zu anderen Menschen hin. Ich zumindest habe die Erfahrung gemacht, dass neue Umgebung PLUS zu viele Streicheleinheiten von Fremden (und jedes Mal erneutes Hochpushen) totalen Stress aufbauen und dann kein Platz mehr für die ganzen Reize im Center ist.
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Du hast ja nun schon die Tipps bekommen, die dir helfen! Und was ich auch noch wichtig finde, falls du es nicht schon eh so machst..., den "Ausflug" ins Center oder die Fahrt mit Bus/Bahn absolut als Übung für dich und deine Vierpfote sehen! Nichts vorhaben, nichts einkaufen wollen etc.! Dann bist du gleich entspannter und konzentrierter auf deine "Hüpf-hab'-alle-lieb" Hündin!

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Danke ihr Lieben, das sind echt gute Tipps.
Dann werd ich das am Montag gleich mal ausprobieren. Jetzt am WE muss das nicht sein, da sind einfach zuviele Leute unterwegs.Heidesand
Nee klar, werd dann natürlich nur als Übung mit ihr durchlatschen. Sie kann ja schon ne Stunde alleine bleiben, da schaff ich ja immer locker alle Einkäufe :-) Und das dann auch vormittags, da sind noch nicht so viele Leute unterwegs und wir zwei noch fit^^Magpie
Du hast ja so recht, was diese ganzen Leute immer angeht. Selbst wenn ich gerade mit ihr "Sitz" übe, pfeift immer irgendein Depp oder Leute schnalzen mit der Zunge und Madame will natürlich sofort hin und ich steh da wie blöd. Und selbst wenn man böse guckt oder drum bittet das zu unterlassen, hören sie zwar kurz auf, aber wenn Lucy dann nochmal hinzerrt, heißt es: "Ach lassen Sie sie doch! Sie will doch zu mir..." Boah, da könnt ich immer schreien. Ich trainiere hier Tag und Nacht (manchmal kommen ja auch 23:00Uhr noch Leute entgegen) und andere müssen wieder alles ruinieren.Aber sagt mal: meint ihr, diese Ablenkungsgeschichten wie "Bei Fuß" gehen lassen, absitzen lassen, etc. werden später mal dazu führen, dass sie entgegenkommende Leute mehr oder weniger ignoriert?
Ich meine, ich sehe oft Hundehalter, deren Hunde ohne Leine an Leuten vorbei laufen, ohne diese auch nur eines Blickes zu würdigen, sondern stattdessen nur auf ihren Halter achten.
Ist sowas bei einem solchen Känguru-Hund wie Lucy möglich (mit ordentlich Training natürlich)?
Ich merke ja, dass wenn ich intensiv dran arbeite, es wirklich besser wird, aber 1x nicht aufgepasst, klappts danach die ersten 2-3 Male auch eher nicht so...
Klar, sie ist noch ein Welpe, aber sie ist ja nun noch nicht mal in der Pubertät und wird noch deutlich schwerer. Mir schwindelt jetzt schon bei dem Gedanken daran
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Zitat
Aber sagt mal: meint ihr, diese Ablenkungsgeschichten wie "Bei Fuß" gehen lassen, absitzen lassen, etc. werden später mal dazu führen, dass sie entgegenkommende Leute mehr oder weniger ignoriert?
Ich meine, ich sehe oft Hundehalter, deren Hunde ohne Leine an Leuten vorbei laufen, ohne diese auch nur eines Blickes zu würdigen, sondern stattdessen nur auf ihren Halter achten.Dein Hund kann lernen, welches Verhalten du wünscht, also das " Ignorieren " fremder Personen. Bandit hatte mit ca 16 Wochen raus, dass nicht alle begrüßt werden dürfen und es besser ist, auf mich zu achten

Hätte er heute allerdings die Wahl und dürfte er selber entscheiden, würde er es anders machen. Er ist aufgeschlossen und unerschrocken, gleichzeitig liiiiieebt er Menschen.
Es ist sicherlich auch rasseabhängig, in wie weit ein Hund die Tendenz hat, Kontakt aufzunehmen oder sich von Leuten " anlocken " zu lassen.Dein Job ist es halt, dem Hund beizubringen, dass er andere Leute ignoriert. machst du das konsequent, wird sie es generalisieren und von alleine zeigen.
Für uns war es eine der schwierigsten Übungen, trotz Anstarren, Ansprechen oder Ranlocken anderer Leute die Konzentration und Fokussierung auf mich zu halten.
im Prinzip geht es ja darum, den ersten Ansatz des Kontakthaben- Wollens zu anderen zu unterbinden und Alternativen zu etablieren. - Vor einem Moment
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