Hund mir gegenüber aggressiv

  • Zitat

    wir reden hier von einem dalmatiner, nicht von sowas sensibles wie einem hüte oder jagdhund...

    Dalmatiner sind nciht sensibel und wahrscheinlich ist auch jeder Labbi verfressen? :headbash:

    ich kann meinen Hunden auch Grenzen setzen, dafür muss ich sie nicht schlagen.
    Meine Hunde dürfen mich gerne anknurren - mich beeindruckt das nur nicht. Ich zieh mein Ding durch, biete eine Alternative an und übe die Situation mit dem Wissen, was in meinen Hunden vorgeht... aber ich kenne mich da eh nicht aus. Ich wurde bisher nur ein einziges Mal angeknurrt (da wars tatsächlich eine Übersprungshandlung)
    Sowas aber zu empfehlen (ja, auch wenn du schreibst: "bei mir funktioniert schlagen" ist es ein Ratschlag, denn du teilst deine erfahrung mit, damit es andere nachmachen) ist ziemlich fahrlässig... vor allem, da es effektive freundlichere Methoden gibt.

    übrigens zum thema: http://klartexthund.blogspot.de/2011/12/warum-…s.html?spref=fb

  • einpatra

    Das ist ja mal ne krasse Einstellung. Okay, Du unterstellst Deinem Hund quasi, dass er Dich mit einer Waffe (seinen Zähnen) angreift und dann ist es nur rechtens ihm mit Deiner Waffe (schlagende Hand) eins zurückzugeben.

    Was wird denn das? Auge um Auge, Zahn um Zahn? Ne Schlägerei mit Deinem Hund? Diese Art der Kriegsführung braucht kein Mensch / Hund, sonst hast Du schneller einen "eisernen Vorhang" in Eurer Beziehung wie Du schauen kannst.

    (Nach der Abgabe freut sich dann der nächste Halter, wenn er ein riesen Gschiss damit hat dem Hund ein Geschirr oder Halsband anzulegen, Glückwunsch - sowas gibts hier nämlich durchaus auch)

    Als Rudelführer willst Du angesehen werden, derjenige, der clever, souverän, gelassen ist - immer weiß was zu tun ist? Ist dem anderen zu knallen eine neue Sozialkompetenz, die ich noch nicht kenne?

    Finde ich peinlich, als hochentwickelte Spezies solche Steinzeitmethoden nötig zu haben.
    Wir haben als Menschen den höheren Intellekt, dachte ich zumindest....

    So ein Verhalten mit einem Block zu vergleichen, der den Hund in seiner Bewegungsrichtung stoppt, finde ich unmöglich. Das wäre gerade so, als ob Du eine Gartenmauer verteufelst, weil Du es besser findest einen Eindringling zu erschießen.

    Kopfschüttelnde Grüße
    Petra

  • Für mich klingt es auch nach einer eindeutigen Drohung. Es ist einmal vorgekommen ok aber gab es weitere Situationen in denen es vorkommen könnte?

    Ich kann ein Lied von singen und ja ich setze meinem Hund dann Grenzen. Und ja ich habe in dem Moment das recht auch wütend zu sein und dieses auch zum Ausdruck zu bringen.

    Ich verstehe nicht warum ein Hund dies darf und ein Mensch nicht.

  • Zitat

    Ich finde es auch fast schon fahrlässig hier sowas zu schreiben.

    Find ich nicht, jeder ist eigenverantwortlich , und außerdem muss man erstmal die Bereitschaft haben, seinem Hund eine runter zu hauen.

    Dafür muss die innere Haltung passen und die Art , wie mit Emotionen umgegangen wird. Sowas ändert sich nicht von heute auf morgen.
    In dem Zusammenhang fänd ich einfach die Ursache der Aggression wichtig und die Beleuchtung der grundsätzlichen Hund-Mensch- Beziehung.

  • @Threaderstellerin

    Auf dem Platz steht der Trainer neben dir, das gibt dir Sicherheit, die "Gefahr" ist nicht real, du bist ruhiger, das spürt der Hund.

    Draußen ist der Trainer nicht da, die "Gefahr" ist real, du wirst nervös, auch das spürt der Hund.

    Er bezieht das aber nicht auf sich, sondern auf die vermeintliche Gefahr und das dreht ihn noch weiter hoch.

  • Also ich muss sagen, dass mich der Thread schwer irritiert. Auf der einen Seite kriegen Hunde prinzipiell mal eine gedonnert, wenn sie ihrem Unmut Ausdruck verleihen und auf der anderen Seite bekommt man teilweise das Gefühl, dass Hunde nur das Ausdrucksverhalten Knurren und Beißen kennen und wenn ich beim einen klar Stellung beziehe, folgt unweigerlich das zweite Ausdrucksverhalten.

    Ich bin ganz ehrlich: ich finde beides sehr extreme Ansichten. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass der kleine Punk sehr gezielt gehandelt hat. Aber wie gesagt, ist das doch kein Weltuntergang. Er sagt eben »geh mir aus der Sonne, sonst knallt es«.

    Mag krank klingen, aber ich finde die Reaktion gut. Denn einerseits zeigt es mir, dass der Hund wahrnimmt, was geschieht und andererseits, dass er anscheinend auch begreift, worum es geht. Was spricht nun dagegen, diesem Verhalten klar und entschieden entgegen zu treten und dem Hund zu vermitteln, dass er den Quatsch lassen soll. Eine Trainerin, die dabei unterstützen kann, scheint ja greifbar zu sein und die TS schreibt selbst, dass sie ein paar Einzelstunden in Anspruch nehmen will.

    Viele Grüße
    Frank

  • Zitat

    Ich verstehe nicht warum ein Hund dies darf und ein Mensch nicht.


    Klar, ... wenn du von deinem Hund wie Seinesgleichen behandelt werden möchtest, dann kannst du dich auch auf die Ebene des Hundes begeben, steht ja jedem frei... Aber ich denke, der Mensch hat auf physischer Ebene weniger zu melden, deshalb würde ich mich garnicht erst darauf einlassen...
    Man glaubt ja, dass man als Mensch zu höheren kognitiven Leistungen fähig ist... aber scheinbar trifft das nicht auf alle Individuen zu.

    Zitat

    auf der anderen Seite bekommt man teilweise das Gefühl, dass Hunde nur das Ausdrucksverhalten Knurren und Beißen kennen und wenn ich beim einen klar Stellung beziehe, folgt unweigerlich das zweite Ausdrucksverhalten.

    Was unterscheidet denn das Knurren von einer anderen offensichtlichen Drohung, dass man dem Hund dafür gleich eine scheuern muss...? die stillen Drohungen erkennen Viele ja noch nichteinmal. Gerade als Anfänger ist das Lesen der Hundesprache noch nicht so leicht...

    Zitat

    Find ich nicht, jeder ist eigenverantwortlich , und außerdem muss man erstmal die Bereitschaft haben, seinem Hund eine runter zu hauen.

    Dafür muss die innere Haltung passen und die Art , wie mit Emotionen umgegangen wird. Sowas ändert sich nicht von heute auf morgen.

    stimmt... und deshalb gehören solche Leute meiner Meinung nach in psychologische Behandlung...

    Ich würde den Hund ebenfalls garnicht erst in eine Situation bringen, wo er neben dem Konflikt mit einem anderen Hund sich noch gegen mich behaupten muss... das ist frustrierend und er kann dabei nur verlieren. Und das eigentliche Problem (dass er andere Hunde doof findet - oder zumindest doof findet, nciht hin zu dürfen) wurde damit immernoch nciht beseitigt, indem man seinem Hund die Möglichkeit der Kommunikation mit dem Fremden nimmt. Ich finde, ein Hund sollte lernen, zu kommunizieren und sich mit dem Reiz auseinander zu setzen: das klappt aber nciht, wenn er ncihtmal hinschauen darf.

  • Zitat

    Was unterscheidet denn das Knurren von einer anderen offensichtlichen Drohung, dass man dem Hund dafür gleich eine scheuern muss...? die stillen Drohungen erkennen Viele ja noch nichteinmal. Gerade als Anfänger ist das Lesen der Hundesprache noch nicht so leicht...

    Tut mir leid. Ich verstehe deine Frage an mich nicht. Ich halte es für völlig unnötig einem Hund eine zu ballern weil er knurrt oder andersweitig droht. Wie gesagt, irritieren mich einfach die beiden genannten Extreme. Ich bin der Meinung, dass ich mich nicht gleich in meinem Status angegriffen sehen muss und dem Hund eine ballern muss, nur weil er stinknormales Drohverhalten an den Tag legt. Aber genauso wenig muss ich dem Hund jeden Mist durchgehen lassen, nur aus Angst ich könnte ihm das Drohen madig machen und er würde künftig immer einen Zahn zulegen.

    Worin besteht das Problem, einem Hund – je nach Situation – entgegenzutreten, um ihm zu sagen »Schatzi, du überspannst den Bogen gerade« ohne ihm unreflektiert eine zu donnern und ohne Angst zu haben, er könnte gleich jegliche Kommunikation einstellen?

    Viele Grüße
    Frank

  • wow, was für ein thread..

    leute, keiner hier war dabei. die TE schrieb:

    Zitat

    Sunny macht sein übliches Spielchen, sobald er den anderen Hund erblickt bin ich vergessen und er versucht zu dem Hund zu kommen. Ich schön á la HuSchU in ihn "reingedreht"- da knurrt er mich an, fletscht die Zähne und bedroht mich massiv. Ich war komplett von den Socken. Ich habe einfach mal versucht mich davon nicht beeindrucken zu lassen, er hat aber meine Erschrockenheit ausgenutzt, lief um mich rum und "freudestrahlend" zu dem anderen Hund- den er dann aber nur kurz angeschaut hat und es war gut.

    sie hat es als massive drohung empfunden - soweit, so gut (bzw. so schlecht).

    ob das jetzt tatsächlich eine übersprungshandlung war oder tatsächlich eine massive, ernstgemeinte, auf die TE bezogene drohung war - weiss hier keiner.

    da aus der ferne einen ratschlag zu geben wie "kräftig eine schallern" - ist etwas schräg. selbst wenn man es in "ich"-form schreibt.

    vorallem, wenn man betont, dass es notwendig ist, seinen hund lesen zu können. auf der einen seite soll die TE ihren hund so gut verstehen, dass sie bereits vor so einem massiven verhalten eingreift - aber auf der anderen seite fällt einem nix besseres ein, als ne watschn?

    Noctara hat das eben grad sehr gut ausgeführt, kann ich mich nur anschliessen.

    sein hochentwickeltes menschliches primatengehirn einzusetzen um dem hund regeln und erwünschtes verhalten nahe zu bringen hat im übrigen überhaupt nix mit "weich, dutzidutzi, wattebällchen" zu tun - sondern schlicht mit nachhaltiger erziehung - inkl. aller regeln und grenzen, die man selber setzen will. geht völlig ohne watschn und hat vorallem wesentlich weniger (u.u. unerwünschte) nebenwirkungen.

    zwischen einem "dutzi" und einer "watschn" wird man doch wohl noch andere möglichkeiten finden können. dieses "entweder-oder" ist sowas von kurz gedacht....

  • Für Übersprung ist es mir zu ruhig. Knurren ist kein typischer Ausdruck von Übersprungshandlungen, hätte der Hund gelocht, in die Leine gebisen, oder ähnliche, dacore.
    Ich halte es für eine klare Unmutsäußerung, was aber nichts mit dem Versuch die Weltherrschaft an sich zu reißen.
    Ich würde dir auch empfehlen an festen Ritualen und klaren Regeln im Alltag zu arbeiten, bevor man in Konfliktsituationen versucht Dinge auszufechten.

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