"Leichte" Überforderung mit der Erziehung
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SabrinaundYoshi -
19. April 2012 um 16:48
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Ich war mit ihm schon bei einer Welpengruppe. Leider war er zu diesem Zeitpunkt noch so ängstlich, dass er die 60 Min. damit verbracht hat, zwischen meinen Beinen zu sitzen und zu fiepsen.
Das Fiepsen macht er übrigens immernoch, wenn wir spazieren gehen. Er läuft einfach ganz normla an der Leine, dreht sich zwischendurch um, um zu sehen ob ich noch da bin, aber er fiepst trotzdem dauerhaft. Habe gedacht, es würde an der Leine liegen, daran, dass er vielleicht nicht überall hin kann, wo er will. Aber auch ohne Leine geht das Konzert weiter.Da ich Studentin bin, habe ich dementsprechend sehr viel Zeit für den Kurzen und gehe so oft wie möglich mit ihm raus. Zu Hause beschäftige ich ihn mit kleinen Denkspielchen- kann er sich dennoch langweilen?
Ich habe mich bewusst für einen Jack Russel entschieden, da er meinen Lebensgewohnheiten entspricht. Ich weiß, dass diese Rasse sehr aufgedreht ist und sehr viel Beschäftigung und Auslauf braucht.
Sobald er ausgewachseln (bzw. in der Lage dazu ist) möchte ich ihn an Joggen und Fahrradfahren gewöhnen. - Vor einem Moment
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Ich würde ihn ganz einfach weiterhin in den Vorgarten machen lassen und den Kot entfernen. So hat er seinen festen Löseplatz und braucht keine Angst zu haben. Mein Welpe (9,5 Wochen alt) macht sein großes Geschäft auch nicht auf den "Gassigängen" (10 Minuten im Wald) sondern im heimischen Garten oder auf nem Grünstreifen neben unserem Haus, wo ich auch nachts hingehe. Auch hilft es, einen Haufen liegen zu lassen, weil er dadurch dran erinnert wird, was er dort machen soll.
Und das Signalwort ist Gold wert, das verstehen die Kleinen ganz fix.
Zum Beißen kann ich nur sagen, dass ich ein Nein sage und mich abwende. Versucht er mich richtig anzugehen und knurrt und springt mich an, dann entziehe ich mich ihm (notfalls auch auf nen Stuhl klettern) und warte, dass er sich beruhigt. -
Das Fiepsen ist Streß, so eine Mischung aus genereller Aufregung und Unsicherheit - dann ist er wirklich so angespannt, daß er überhaupt nicht ans Lösen denkt.
Daß ein Jack Russell generell "aufgedreht" wäre, ist übrigens ein verbreiteter Irrtum - das soll er gerade nicht sein. Idealerweise hat er als Arbeitshund auch ein Arbeitshunde-Temperament, das heißt, er kann auf den Punkt aufdrehen, aber ebenso wieder runterschalten. Das ist aber der Idealfall, denn wenn züchterisch nicht sehr auf diese Ausglichenheit geachtet wird, kommen dabei wirklich oft sehr hibbelige Hunde raus, weil das hohe Temperament sozusagen kein Gegengewicht mehr hat.
Wenn Yoshi so superschnell hochfährt, daß er draußen ständig fiept, macht ihr vielleicht sogar noch zu viel für sein Alter - offenbar ist er ja ein absolutes Sensibelchen (übrigens auch sehr rassetypisch!) Ich würde versuchen, da einerseits ganz viel Ruhe und Routine reinzubringen - ihr habt alle Zeit der Welt vor euch, er muß also nicht jetzt schon "ausgelastet" werden. Andererseits würde ich ihm doch mal seinen Terrierspaß gönnen - aber auch nur so viel, wie er von selbst mag, ohne überfordert zu sein. Wenn ihm eine ganze Welpengruppe zuviel ist, gibt's vielleicht einen einzelnen Hund, mit dem er erstmal vosichtig anfangen mag?
Wir sind übrigens immer gut damit gefahren, nicht jeden Tag gleichmäßiges Programm zu bieten, also nichts, was der Hund schon hibbelig erwarten und später einfordern könnte. Der kleine Terrier durfte ab und zu mal richtig aufdrehen, und dann wieder haben wir nur einfach nur getrödelt. Jetzt, wo meine Hündin erwachsen ist, kennt sie Vollgas und Sofatage gleichermaßen, und kommt mit beidem gut klar.
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Ich kann meinen Vorrednern nur zu stimmen. Eine Kleinigkeit allerdings noch. Ich weiß nicht ob du es weißt und wieviel du spazieren gehst... aber es gibt da so ne 5-Minuten-Regel. Soll heißen, pro Lebensmonat nur 5 Minuten am Stück spazieren gehen...

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Ach ja, die Jack Russell *lol*.
Schön, daß Du viel Zeit für Deinen Zwerg hast - beschäftige ihn jedoch bitte nicht die ganze Zeit über. Du bist doch nicht sein Animateur. Ruhig nebeneinander sitzen (Stichwort: Rudelliegen) ist entspannend und bindungsfördernd. Bitte zieh Dir kein Hibbelchen heran, welches ständig Action benötigt - daran hast Du später keine Freude mehr, bestimmt nicht.
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Er pinkelt Dir im Haus quasi vor die Füße?!
Wie reagierst Du dann?
Erwischst Du ihn in flagranti, solltest Du ihm klarmachen, daß solche Aktionen unerwünscht sind. Also laut/bestimmt "Nein!" sagen, schnappen und gleich wieder raus bringen - keinesfalls erst einmal in Ruhe zuende pieseln lassen!
Verlangt viel Beobachtung und wird auch nicht mit zwei - drei Malen erledigt sein. Bleib dran!
Daß er sein Geschäft unterwegs verrichtet, kommt mit der Zeit - im Vorgarten ist in seinem Alter noch total normal.
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Er verbeißt sich in Deine Kleidung und wird beim Spiel zu heftig?
Bist Du ein Zerrstrick/Hundespielzeug? Nein? Dann agiere. Mach ihm deutlich, daß Du dies Verhalten nicht durchgehen läßt. Wattebäuschchenwerfen ist zwar ganz nett, Dein Hund scheint jedoch nicht der Typ zu sein, der diese minimalen Signale richtig interpretiert.
Wenn er beim Spielen zu heftig wird, sag laut "Aua"/"Nein"/"Aus" (oder ein Dir passenderes Kommando, es muß nur kurz und klar sein) und beende sofort das Spiel! Spielzeug wird weggeräumt, Du läßt ihn ohne weiteren Kommentar stehen (verläßt zB den Raum). Fährt er dabei weiter hoch und schnappt immer noch, umfasse sanft aber bestimmt mit Deiner Hand seine Schnauze (ein ruhiges klares "Nein" als Abbruchkommando) und Du läßt ihn für die nächsten 5 Minuten in Ruhe. Dann (wenn er ruhig ist) kannst Du das Spiel von Dir aus wieder beginnen.
Achte darauf, daß Du auch derjenige bist, der entscheidet, wann es endet - und mit was gespielt wird.
Beim Verbeißen in der Kleidung (was für ein tolles Spiel aus Hundesicht!) würde ich genauso reagieren - notfalls ihn aus dem Zimmer schicken, während Du Dich umziehst.
Bitte das mit dem Schnauzgriff nicht falsch verstehen! Du sollst ihm nicht wehtun, sondern ihm nur deutlich klarmachen, daß er zu weit gegangen ist.
Ach ja, hat er Spielzeug, das quietscht? Falls ja, würde ich das noch eine ganze Weile weglegen - er soll ja nicht lernen, daß Quietschen lustig ist. Nicht, daß er das Aua-Quietschen anderer Welpen fehlinterpretiert.
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Hab keine Angst, daß Dein Hund Dich nicht mehr "lieb" hat, wenn Du Dich durchsetzt.
Im Gegenteil! Die Basis von Liebe ist gegenseitiger Respekt - den muß er Dir gegenüber noch lernen. Wenn er erfährt, daß Du genau weißt, wo es langgeht (und dies auch durchsetzen kannst), kann er sich bei Dir sicher fühlen.
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Viele Grüße
Bianca -
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Hallo ihr Lieben,
vielen vielen Dank für die nützlichen Tipps. Ich weiß, dass es sich komisch anhört, aber wir haben schon nach zwei Tagen erste Erfolge!
Ich habe seine Runden so eingeschränkt, dass er jetzt genau den weg kennt und wir max. 15 Minuten unterwegs sind. Ich habe die Zeitpunkte genau abgepasst und ihn immer erstmal ganz in Ruhe seine "Geschäfte" erledigen lassen und danach hat er ne Extraportion Lob, Knuddeln und Leckerchen bekommen. Anschließend sind wir erst zur Runde aufgebrochen. Dadurch war er auch total entspannt und lief ganz fröhlich und interessiert- ohne fiepsen- vorne weg.
Kurz und knapp: Ich bin happy wegen der sauberen Wohnung und er -denke ich- ist seitdem auch viel ruhiger und glücklicher beim Rausgehen.
Problem Nr.2 ist noch nicht so gut im Griff, aber ich bin ja ne ganz geduldige Hundemama.
Jetzt hab ich aber doch noch mal ne wichtige Frage:
Ist es normal, dass sich Yoshi nicht nur anderen Hunden sondern auch fremden Menschen sofort unterwift?
Ich glaub bei anderen Hunden ist das ja ganz normal, aber wenn ihn die Leute auf der Straße streicheln, schmeißt er sich sofort auf den Rücken und streckt die Beinchen in die Luft! Nicht falsch verstehen, er hat keine Angst, er freut sich dabei total (extrem-Schwänzchenwedeln und Ablecken), leider freut er sich manschmal auch so sehr über andere Leute, dass er denen auch mal hinterher flitz und sie von hinten anzuspringen versucht. Noch finden das alle total süß, weil er ja noch sooooo klein und niedlich ist, aber später ist das bestimmt nicht mehr so der Hit!
Freu mich auf Eure Tipps
Liebe GrüßeSabrina & Yoshi
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Du brauchst einen Welpen noch nicht mit Denkspielchen zu beschäftigen. Er hat gerade noch ganz andere Sachen zu tun, muss die ganzen Dinge, die ihm den Tag über begegnen, verarbeiten. Das ist Beschäftigung genug, alles andere überfordert ein so junges Köpfchen und du erziehst dir ein überdrehtes Nervenbündel, das nicht mehr zur Ruhe kommen kann.
Es sollte niemals Ziel des Hundehalters sein, einen aufgedrehten Hund zu haben. Auch bei einem Jack Russel nicht. Agil ja, arbeitseifrig ja, aber nicht überdreht. Denn das bedeutet nichts anderes als Stress und ist sowohl für den Hund als auch für dich äußerst unangenehm.
Er sollte Zuhause lernen, Ruhe zu halten. Es macht einen Hund auf Dauer fertig, immer auf Trab zu sein, nicht abschalten zu können - körperlich sowie geistig. Hunde haben ein wesentlich höheres Schlafbedürfnis als Menschen, in etwa das doppelte.
Natürlich sollst du dich auch mit ihm beschäftigen. Aber das sollte sich im Welpenalter im Wesentlichen auf Sozialisation und Erziehung beschränken. Später ist es wichtig, dass du dir ganz GEZIELT sinnvolle (!) Beschäftigungsmöglichkeiten suchst. Nicht nur im Sinne von Bewegung, sondern mindestens genauso wichtig, auch etwas für den Kopf. Da darf dann Gas gegeben werden, aber außerhalb dieser Zeiten ist es mindestens genauso wichtig, dass er eben NICHT aufgedreht ist! Damit tust du ihm keinen Gefallen.
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Hallo, da bin ich mal wieder.
Ich hab Eure Ratschläge so gut ich konnte umgesetzt und auch schon einige Erfolge erzielt.
Yoshi hat jetzt einen festen Löseplatz, welchen wir ansteuern, bevor wir seine übliche Runde gehen. Klappt total gut, ich muss ihn nur absetzten und das "Zauberwort" sprechen und schon ist die Sache erledigt. Es ist wirklich schön zu sehen, wie entspannt er danach spazieren geht und sich immer über das Loben freut!
Dennoch gibt es leider eine "Baustelle"!
Ich war in den letzten Tagen krank und lag dementsprechend viel im Bett oder auf der Couch, weil ich dachte ich könnte ihn anstecken, wollte ich nicht, dass er wie üblich auf mir drauf schläft. Naja, das hab ich ein Paar mal versucht, klar, er konnte nicht verstehen warum er plötzlich nicht mehr bei mir liegen durfte- also extremes Fiepskonzert. Auch wenn es ein Fehler war, hab ich ihn irgendwann dann zu mir hoch genommen und zack war die welt wieder in ordnung- dachte ich! Nach einer gewissen Zeit fing der Kurze an sich zu langweilen. Weil ich hohes Fieber hatte war nicht viel mit Spielen, aber ich setzte ihn natürlich erstmal runter weil ich dachte er würde sich allein beschäftigen- von wegen! Er wollte einfach nicht allein auf dem Boden sein und immer wieder zu mir ins Bett oder auf die Couch. Nahm ich ihn dann hoch, fing er an mir an den Haaren zu ziehen, ins Ohr oder in die Nase zu beißen und zu guter Letzt mussten die Füße und der Reißverschluss meiner Bettdecke dran glauben. Ich setzte ihn immer wieder runter und jedesmal fing er wieder wie verrückt an zu weinen und auch zu bellen. Das ganze Hin,- und Her ging so lange, bis er müde war und endlich einschlief... Naja, so weit so gut, war eben ne Ausnahmesituation und ich dachte, sobald es mir besser geht, würde der normale Yoshi wieder zum Vorschein kommen! Falsch gedacht. Offenbar findet er es jetzt ganz toll mit mir (Haare, Nase- Körper) zu spielen. Mitten in der Nacht legt er also los und hopst auf mir rum. Das Problem: Schicke ich ihn in seinen Korb weil er endlich aufhören soll, bellt er das ganze Haus zusammen, das geht natürlich in nem Mietshaus nicht- was soll ich denn jetzt machen? Wie bringe ich ihm schnell bei, dass er auf mir nicht rumkauen kann???Noch schnell ein weiteres Problemchen:
Wenn er mich morgens weckt, weil er mal muss kann ich ihn nicht runter setzen, sonst pieselt er sofort los?
Neuerdings weckt er mich aber nicht mehr und jetzt (schon das dritte mal) morgens einfach ins bett gepullert!
Warum macht er denn sowas plötzlich und wie erziele ich schnell wieder einen Erfolg?
Danke für Eure Geduld -
Hmmm, der hat dich aber super im Griff.
Du tanzt total nach SEINER Pfeife.Das solltest du sofort ändern!
Setz dich mal konsequent durch und bestimm DU mal was abgeht und was NICHT.
Konsequenz ist das Zauberwort.
Und wichtig.....den Hund nicht mit tausend Worten und so totsabbeln..... Klare, kurze Anweisungen in ruhigem aber BISTIMMTEN Ton!
Dein Hund braucht ne Führung und jemanden an dem er sich "anlehnen" und orientieren kann. Diese Stellung musst du endlich mal übernehmen.
Ich hoffe du schaffst es und hast bald Erfolge.
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leider weiß ich, dass er mir schon ziemlich auf der nase herum tanzt!
genau darum bin ich ja hier. ich habe keine erfahrung mit der huneerziehung und bin daher über jeden tip dankbar.
es fällt mir unendlich schwer den kleinen zu ignorieren oder zu schimpfen wenn er mich mit seinen kulleräuglein so süß anschaut.
ich bin sicherlich nicht die konsequenteste, aber ich geb mein bestes!!! - Vor einem Moment
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