"Leichte" Überforderung mit der Erziehung
-
SabrinaundYoshi -
19. April 2012 um 16:48
-
-
Hallo an Alle,
mein Yoshi (Rack Russel Rüde) ist jetzt 15 Wochen jung und leider tun sich so langsam einige Probleme bei seiner Erziehung auf.
Ich habe den Kurzen mit 10Wochen zu mir nach Hause geholt und anfangs war alles ganz einfach, er hat super schnell gelernt, speziell sich zu melden, wenn er muss.
Doch leider hat sich das jetzt (seit ca 2 Wochen) geändert. Ich gehe nach wie vor alle 2 Stunden mit ihm raus (es sei denn, er schläft). Den Spaziergang sieht er jetzt aber eher als Abenteuerspielplatz an und macht sein Geschäft , wenn ich Glück habe, grundsätzlich nur noch in meinem Vorgarten (Mehrfamilienhaus!!!). Oft will er auch gar nicht mehr draßen machen. Er wartet, bis wir in der Wohnung sind und pieselt dann ungehemmt alles voll. Auch sein großes Geschäft verrichtet er neuerdings in der Wohnung und er zeigt vorher keinerlei Anzeichen dafür, dass er mal muss (am Anfang lief er zur Tür und hat gefiepst). Er schämt sich noch nicht einmal dafür, er macht direkt vor meinen Augen!
Auch ein weiters Problem trat auf: Der Süße beißt mir ständig in die Füße. Und er zwickt auch nicht einfach rein, er beißt richtig zu, was auch schon den einen oder anderen blutigen Zeh zur Folge hatte. Wenn ich daraufhin "Nein" sage hört er kurz auf, macht dann aber munter weiter. Auch wenn ich mir eine Hose an,- oder ausziehe flippt er völlig aus und verbeißt sich in den Stoff!
Ich weiß nicht, was ich noch tun sollen, "Nein", wegschieben, ignorieren und auf seinen Platz schicken hilf nicht.Über hilfreiche Tips von Euch würde ich mich riesig freuen (ist mein erster Hund, daher hab ich 0,0000000 Erfahrung mit der Hundeerziehung).
Danke im Vorraus
Sabrina und Yoshi - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
Das der Hund wartet bis er wieder zu Hause ist um sich lösen, kann daran liegen, dass draußen viel zu viel passiert als das er sich draußen genug entspannen kann um sich zu lösen. Versuche an Stellen zu gehen, wo zum Beispiel nur Gebüsch drumherum ist und keine oder kaum andere Umweltreize auf ihn einprasseln. Dort warten bis er sich löst, ruhig loben und ihm dann erst die Welt zeigen, wenn du möchtest.
Zum Zweiten: Dein Fiffi weiß nicht, dass er dir mit seinen Aktionen weh tut. Er kann es nicht einschätzen wie weit er gehen kann. Ein schmerzerfülltes Aufquieken deinerseits und anschließenden abwenden von ihm, vielleicht auch noch ein verlassen des Raumes, hilft mehr, als wenn du anfängst ihn zu schieben oder irgendwo hin zu schicken, denn er wird es als Spiel ansehen und sich freuen, dass du mitmachst. Das beißen in die Füße muss einfach langweilig werden für ihn. Welpenbesitzer gehen nie unbeschadet aus dieser Zeit heraus.

-
Hallo,
erstens einmal musst duch dich von dem Gedanken verabschieden, dass dein Hund sich für irgendetwas schämen würde. Solche Gefühle sind einem Hund fremd. Der denkt nicht in solchen Kategorien.

Er ist ja noch ein Baby und hat einfach noch nicht verstanden, was du von ihm willst.
Ich würde ganz einfach weiterhin oft mit ihm raus gehen und dann wirklich so lange warten, bis er macht (und dann natürlich loben) und auch weniger spannende Strecken gehen. Das könnte den Kleinen ablenken.
Zweitens ist es gut gedacht, dass du ihm "nein" sagst, aber ich fürchte fast, er kann damit nix anfangen. Anders gefragt: Hast du ihm beigebracht, was "nein" bedeutet?
Außerdem belohnst du sein Verhalten damit durch Aufmerksamkeit. Er ist lästig und du beschäftigst sich mit ihm.
Ich würde "aua" quietschen und danach wortlos den Raum verlassen. Und nach einem kleinen "Timeout" ihm eine neue Chance geben... -
Erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten.
In Zukunft werde ich mal versuch, ihn zuerst auf eine ruhige wiese zu führen, da die nächste aber ca. 10 Min. zu Fuß entfernt ist, sollte ich ihn dann hintragen?Und zum zweiten Problemchen: "Aua" quietschen hab ich am Anfang auch versucht. Das Problem ist, sagt jedenfalls meine Tierärztin, dass mich der Kleine wohl eher als Spielgeführte ansieht. Sie sagte: "Mit Quietschen würde ich mich ihm unterwerfen."
Und wenn ich versuche den Raum zu verlassen, hängt Yoshi grundsätzlich an meinem Hosenbein!
Habe ich ihn denn wirklich jetzt schon verzogen? -
Tierärzte sind auch der Meinung das es nichts besseres als Trockenfütterung gibt.
Tierärzte sollten bei dem Bleiben von dem sie Ahnung haben: Die Vet-Medizin! und die anderen Fachbereichen denen überlassen, die Ahnung davon haben. :)
Du hast deinen Hund nicht verzogen, er ist halt ein typisch aufgedrehter Welpe der noch lernen muss was er darf und was nicht. Warte einfach bis er das Hosenbein losläßt (Befreiungsversuche wird er als Spiel ansehen) und dann geh.
Und bau das Nein auf. Schau mal in diesen Thread für Tipps: https://www.dogforum.de/bring-deinem-h…bei-t61351.html
-
-
Hallo!
Also mein Kleiner ist 12 Wochen und ich gehe nur noch alle 3-4 Stunden raus mit ihm (er meldet aber meistens brav). Finde ich schon oft alle 2 Stunden, mit 15 Wochen.
Der meine hat seine "Pipistelle" und ich hab ihn an ein bestimmtes Wort gewöhnt, wenn oder damit er sich erleichtert, lobe ihn ganz laut wenn er macht und dann bekommt er ein Leckerli.
Daheim passiert ihm nur noch ganz selten ein "Mißgeschick". Sowas dauert, aber das wirs du schaffen!
Das was Shepard schrieb, find ich gut. Mache ich auch so!
Zweitens ist es gut gedacht, dass du ihm "nein" sagst, aber ich fürchte fast, er kann damit nix anfangen. Anders gefragt: Hast du ihm beigebracht, was "nein" bedeutet?
Außerdem belohnst du sein Verhalten damit durch Aufmerksamkeit. Er ist lästig und du beschäftigst sich mit ihm.
Ich würde "aua" quietschen und danach wortlos den Raum verlassen. Und nach einem kleinen "Timeout" ihm eine neue Chance geben...[/quote]Alles Gute euch beiden!
-
Belohnst du ihn denn wenn er draussen macht? Lobst du ihn dafür? Das mit dem Signalwort hab ich auch gemacht. Ich sag bis heute "mach Pipi" und sie weiß gleich was gemeint ist. find ich praktisch wenns mal schneller gehen muss.
Das quitschen eine Form der Unterwerfung ist hab ich noch nie gehört. So habe ich die Beißhemmung bei meiner Hündin aufgebaut und sie respektiert mich trotzdem. Hat also nicht geschadet. Wenn du merkst dass er seine fünf Minuten hat, kannst du ihm auch ein Spielzeug (z.B. ein Tau oder Plüschtier) anbieten.
-
Keine Sorge, du hast den Kleinen sicher noch nicht "verzogen". Damit, daß er seine Geschäfte plötzlich drinnen erledigt, versucht er dir gerade zu "sagen", daß er sich draußen entweder nicht mehr sicher genug fühlt, oder daß er zu überdreht ist.
So junge Hunde können sich draußen nur lösen, wenn sie sich total sicher und entspannt fühlen. Ist doch auch logisch: Einmal hinterlassen sie eine Geruchsspur, die ihnen den Freßfeind auf den Hals schicken könnte, wenn sie bei der Platzwahl nicht ganz vorsichtig waren. Zum anderen geht es ihnen wie Kleinkindern: vor lauter Toben "vergessen" sie, daß sie müssen, und es fällt ihnen ein, wenn die Anspannung nachläßt - also drinnen.
Daß der Kleine noch in den Vorgarten macht, spricht eher dafür, daß er draußen Angst hat. Vielleicht hat ihn da vor zwei Wochen irgendwas erschreckt, was du gar nicht wahrgenommen hast, Welpen sind da total empfindlich - und nun geht er auf Nummer Sicher und wählt entweder die Wohnung als sicheres Klo, oder eben den Vorgarten, der ja geruchlich noch zu seinem engsten Revier gehört. Hat er den verlassen, wird's ihm offenbar zu gefährlich.
Das mit der ruhigen Wiese ist da sicher eine gute Idee, und Hintragen kann auch hilfreich sein. Dann hat er keine Gelegenheit, vorher in den Garten zu machen, und du kannst ihn gleich an Ort und Stelle loben. Geduld wirst du sicher brauchen - aber es wird schon wieder klappen, sobald er verstanden hat, was du da von ihm willst.
-
ja, das kann schon sein. Vor 2 Wochen hat er angefangen auch mit anderen Hunden zu spielen (vorher hatte er noch sehr viel Angst und hat sich zwischen meinen Beinen versteckt).
Komisch ist nur, dass er von denen gar nicht mehr weg wollte und immer hinterher rennen wollte, hatte also nicht den Eindruck, dass er Angst hat.
Ich habe auch von Anfang an feste Routen mit ihm festgelegt, damit er sich daran gewöhnen kann und eine Routine bekommt. Ausflüge in den Berliner Grunewald verlege ich auf das Wochenende, als Belohnung, ist das richtig? -
Dieses aktive Hinterherrennen kann auch heißen ,daß er die Großen auf seine Babyart eindringlich gebeten hat, ihm nichts zu tun - das hat meine Hündin in dem Alter besonders bei Hunden gemacht, vor denen sie sich fürchtete und die sie so ständig beschwichtigen wollte.
Er braucht aber nicht mal Angst zu haben, Respekt reicht da schon: Die anderen sind erwachsen, er ist klein - und da mag er das Revier vorsichtshalber nicht mehr mit Duftmarken "in Beschlag nehmen", damit's keinen Ärger gibt. Das gibt sich sicher, wenn du ihm einen ruhigen Löseplatz suchst, und wenn er älter und selbstbewußter ist, traut er sich auch wieder.
Was du mit ihm machst, würde ich davon abhängig machen, wie er darauf reagiert: Kommt er zuhause ganz entspannt zur Ruhe, war's genau richtig, ist er nach einem Spaziergang noch lange total überdreht, war's zuviel, und wenn er generell bei jeder deiner Bewegungen dauernd aufdreht, kann er auch schlicht entsetzliche Langeweile haben.
Hat er denn gleichalte Spielkameraden, mit denen er auch mal ein bißchen rumrüpeln darf? Ein kleiner Terrier hat einfach Unmengen an Energie, und die mußt du in geordnete Bahnen lenken, schon, damit er sie nicht an dir auslassen muß - du siehst ja, daß sowas ziemlich weh tut.
Das ist immer, noch viel mehr als bei vielen ruhigeren Rassen, eine Sache der Balanace: Gelegenheit, seine Kraft und seinen Kinder-Übermut loszuwerden, braucht so einer unbedingt mal, aber chronisch überdrehen darfst du ihn dabei auch nicht.
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!