Sind am verzweifeln . . .

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    Ich würde mich von einem Trainer beraten lassen, der nach Hause kommt. Wenn sich aber auf Dauer zeigt, das der Hund nur gestresst ist, würde ich über eine Abgabe in ein ruhiges Umfeld nachdenken.

    :???:

    Das halte ich für etwas übertrieben, denn selbst wenn der Hund jetzt noch mit den Kindern überfordert sein sollte ist er doch jung genug um sich daran gewöhnen zu können.

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    :???:

    Das halte ich für etwas übertrieben, denn selbst wenn der Hund jetzt noch mit den Kindern überfordert sein sollte ist er doch jung genug um sich daran gewöhnen zu können.

    Das kann ja jeder selber entscheiden, ich habe von den Erfahrungen mit MEINEM Hund berichtet. Und, ja, es gibt Hunde, die sich auch nach einer längeren Eingewöhnungszeit nicht wohlfühlen. Das ist keineswegs abwertend gemeint, auch mit viel Mühe von Seiten der Besitzer kann es sein, dass einfach nicht funktioniert und Haushalt und Hund nicht kompatibel sind.

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    Wenn wir jetzt also essen, führe ich ihn in sein Korb.
    Demnach muss ich vorher ihm das Kommando bleib beibringen.
    Wenn er trotz der Essenzeit in EZ kommt, sollte ich dann "nein" sagen und ihn wieder ihn sein Körbchen bringen?

    Wieviel Zeit sollte man deiner Meinung nach fürs Gassi (für Aros alter) benötigen ?

    Ich würde erst mal mit Trockenübungen anfangen, außerhalb der Esszeiten.

    Ihn zum Korb führen / schicken (dabei Kommando "Korb"), ablegen lassen und ein Bleib mit Sichtzeichen (ausgestreckter Arm und Handfläche zeigen) und davor stehen bleiben und sofort belohnen. In langsamen Trainingsschritten nach hinten gehen und wenn er liegen bleibt, fliegt das Leckerchen ins Körbchen. Du brauchst da ein gutes Timing, wenn er schon aufsteht bevor du ihn belohnst, war die Millisekunde zu lange und du musst dann eventuell wieder einen Trainingsschritt zurück.
    Viel Arbeit und viel Geduld, doch das positiv aufgebaute Verbleiben im Korb bringt auf längerer Sicht mehr Erfolg.
    Erst wenn er die Übungen beherrscht und er sich dann doch zum Essen ranschleicht, sagst du "Korb" und zeigst mit den Finger in die Richtung. Sollte er weiter reinschleichen oder verharren, ruhig aufstehen und wieder zum Platz bringen / schicken.

    Die Gassizeiten sollten in dem Alter 1 Stunde nicht übersteigen, die Regelung heißt: 5 Minuten pro Lebensmonat. Bis zum ersten Lebensjahr sollten sie wirklich Ruhe lernen, das heißt auch einen Rückzugsort wo er vollkommen ungestört ist und auch die Kinder nichts zu suchen haben. Wenn er durch die Kinder, wenn er sie oft aufsucht, nicht zur Ruhe kommt dann würde ich eine gewisse Ruhezeit / Ausszeit aufzwingen.
    Zum Kühlschrank und zur Ordnung wurde schon gute Tipps gegeben!

    Ob man nun einen Hund an Bäume, Zäune etc. anbinden muss, um Ruhe zu lernen kann "ich" nicht bestätigen, doch jeder Hund ist auch anders.
    Wovon ich dir dringend abrate, ist der Tipp mit der Wasserpistole und ich glaube das so manche User zu viel Rütter geschaut haben und denken das funktioniert bei alle Problemen, denn das kann auch gehörig nach hinten losgehen, gerade bei unsicheren oder gar ängstlichen Hunden.

    Auch kommt der Kerle jetzt in die Pupertät und da hinterfragen oder vergessen die Jungspunte auch mal schon erlerntes.

    Eventuell könnt ihr wirklich mal eine Kamera aufstellen, einfach um zu sehen ob er Stress hat.

    Ich bin da ganz bei euch, denn zwei unserer Hunde haben auch im Junghundalter Teile der Wohnung umgestaltet, da fehlte auch mal einen Rigibsecke, waren Verschlüsse von der Wäsche säuberlich abgetrennt worden, robuste Schuhe zu Badelatschen verarbeitet und die anfänglichen Liegedecken genüßlich angeknappert. :roll: :D

    Handhabt es mit der Erziehung wie bei Kindern üblich, mit liebevoller, geduldiger Konsequenz und einer guten Portion Humor! ;)

    LG Sabine

  • Ich würde auch nicht mit der Wasserpistole auf den kleinen Rüpel losgehen, damit kannst Du ihn auch total verunsichern. Aufräumen ist erstmal eine gute Idee, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass man mit 4 Kindern keine Krümel auf dem Boden haben kann. :D

    Mit Suchspielen meine ich, z. B. ein Leckerli (im Beisein des Hundes) unter einem Becher verstecken und der Hund muss es dann darunter hervorholen. Du kannst das das später auf mehrere Becher erweitern. Oder, Steigerung, Du versteckst einen Futterdummy in der Wohnung, den er suchen muss. Anfangs wird er allerdings damit wegrennen und versuchen, das Teil zu zerlegen. Du musst ihn dazu bringen, es zu Dir zu bringen und Du machst es auf.

    Und Ruhe in den Kerl bringen, Babies müssen viel schlafen. Zwei Stunden spazierengehen sind viel zu lang. Für einen 7 Monate alten Welpen sollte nach spätestens 45 Minuten Schluss sein.

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    Hallo, ich kann jetzt leider nichts zum eigentlichen 'Problem' beitragen, allerdings würde mich interessieren, welche Alternative man zB dem Hund anbieten soll, wenn er bettelt...?
    Das macht unsere Madame seit neustem nämlich und auch sehr penetrant... Sie bellt das Essen an, bellt uns an etc... Wir haben es auch mit ignorieren versucht, weil wir dachten so gibt sie auf wenn sie merkt sie bekommt nix vom Tisch... ?

    Was sollte man denn stattdessen dem Hund als Alternative bieten? Oder hat sich deine Aussage mit dem Alternativverhalten statt Ignoranz nur auf das Unsinn machen des Hundes der TS bezogen?

    Habe mal gelesen, dass man dem Hund fressen geben soll, sobald man selber isst. Dann kann er gar nicht mehr betteln, weil er ja selber mit dem Essen beschäftigt ist.
    Aus der Küche rausjagen würde ich euch auch abraten.

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    Habe mal gelesen, dass man dem Hund fressen geben soll, sobald man selber isst. Dann kann er gar nicht mehr betteln, weil er ja selber mit dem Essen beschäftigt ist.
    Aus der Küche rausjagen würde ich euch auch abraten.

    Das ist aber auch gefährlich. Ich kenne Leute, die machen das so. Hat dazu geführt, dass der Hund immer Futter haben MUSS, wenn sie selbst essen.

    Wir bieten als Alternative immer Warten an... Außerdem kennt unser Hund "meins". Setz Dich hin und nimm Dir was zu Essen. Wenn der Hund kommt, sagst Du nein, meins und schiebst ihn weg. Das kapieren die schon.

    Das kannst Du dann auch in den anderen Situationen einsetzen.
    Bellen immer ignorieren, Hund nicht anschauen, wegdrehen. Oder lässt Du Dich auch von anderen Leuten antreiben, wenn sie dich lautstark anpöbeln?

  • Hhhm stimmt, als Welpe bekommt er ja noch 3mal am Tag ein bischen was zu essen, als erwachsener ja nicht mehr... Dann sollte ich mal ausnahmen dieser Regel vornehmen :-)

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    Ob man nun einen Hund an Bäume, Zäune etc. anbinden muss, um Ruhe zu lernen kann "ich" nicht bestätigen, doch jeder Hund ist auch anders.


    Anbinden, mit dem Fuss auf die Leine treten... auf jeden Fall dieses "Du bist jetzt abgemeldet" von Anfang an trainieren. Bei meinen funktioniert das wunderbar und sorgt dafür, dass ich auch beim Leinen-Gassi mal ein Schwätzchen halten kann, mich am Auto in Ruhe sortieren kann und Hunde durch erlernte Ruhe einfach schnell runterbringe - denn je nach Rasse MUSS das halt auch wirklich erlernt werden.

    Zitat


    Wovon ich dir dringend abrate, ist der Tipp mit der Wasserpistole und ich glaube das so manche User zu viel Rütter geschaut haben und denken das funktioniert bei alle Problemen, denn das kann auch gehörig nach hinten losgehen, gerade bei unsicheren oder gar ängstlichen Hunden.


    Wasserpistole ist sicherlich kein Allheilmittel, aber - es kann grade bei einem ängstlichen/unsicheren Hund im Zweifelsfalle mehr helfen, als eine Korrektur mit der Hand - grade bei so Helden, die alles von der Arbeitsplatte holen in der Küche, die alles schreddern... wie schnell ist ein Glas kaputt und Herr Hund übt sich im Scherben kauen - oder er will seine Pfote auf die heisse Herdplatte donnern, oder er gedenkt dass 700€-teure iPad zu fressen, oder oder oder... unser Hund war am Anfang so unsicher, dass ihn ein reines berühren (!) schon hat steif werden lassen - ein forsches "Raus da" hat zum unter sich pinkeln veranlasst etc. Da war die Wasserpistole für ihn mit das am Abstand geringste Übel... es hat ihn NICHT steif werden lassen, es hat ihn NICHT pinkeln lassen, er hat dann nicht geschnappt - sondern er hat reichlich irritiert zu mir geschaut und sich dann mit einem freundlichen, leisen "komm her" von der Gefahrenstelle abgewandt.
    Also nicht wie bei Rütter um Meideverhalten zu erzeugen, sondern einfach um eine Aufmerksamkeit herzustellen... deswegen schrieb ich ja auch... ein leichter Schuss auf die Flanke.
    Man könnte hierzu auch vielleicht eine Pfeife nehmen, einen Klicker oder ein anderes markantes Geräusch, wenn man denn einen audiophilen Hund hat... unser Pflegehund z.B. reagiert sehr gut auf Doppelschnalzen. Bei beiden Beagles hab ich mit Geräuschen sehr schlechte Erfahrung gemacht, weil die nämlich einfach ignoriert wurden - die haben nicht mal eine Augenbraue gehoben, wenn ich die Töpfe durch die Küche geschmissen haben (nein, nicht absichtlich!) :lol:

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    Einen Trainer kann sich heutzutage wohl kaum noch einer leisten und abgeben werde ich den Hund mit Sicherheit auch nicht. Er ist schließlich ein Mitglied unserer Familie, natürlich nicht so wie es unsere Kinder sind, dennoch ein Wesen was sehr wichtig für uns ist und das wir sehr lieb haben

    Ein Trainer ist nicht so teuer. Wenn man sich einen Hund mit Futter, Tierarzt, Steuer, Versicherung und und und leisten kann, dann muss eine Trainerstunde auch mal drin sein können. Bei uns bekommt man eine Einzelstunde ab 15 EUR, zuhause kostet es 20 EUR. Manchmal reicht eine Stunde auch schon aus, um das Verhalten analysieren zu können und die wichtigsten Tipps zu erhalten wie man ein unerwünschtes Verhalten abstellt. Und dann kann man ja ggf. nochmal eine zweite Stunde für den Feinschliff buchen.

    Ich würde das Thema Trainer nicht so abtun. Denn das könnte Euch in Eurer Situation sehr weiter helfen. M.E. ist bei den ganzen gegeben Tipps im Internet prinzipiell ein großer Unsicherheitsfaktor mit im Spiel. Du kannst die Situation nur schildern wie Du sie für Dich erlebst - und nur auf der Basis können Dir Tipps gegeben werden. Da würde ein Trainer vor Ort wirklich helfen können die Situation objektiv zu betrachten. Und da wären 20 bis vielleicht 100 € doch wirklich gut investiertes Geld. Vorallem wenn man bedenkt was man spart wenn man nicht ständig einkaufen fahren muss bloss weil Herr Hund den Kühlschrank mal wieder geleert hat :lol:

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    Ein Trainer ist nicht so teuer. Wenn man sich einen Hund mit Futter, Tierarzt, Steuer, Versicherung und und und leisten kann, dann muss eine Trainerstunde auch mal drin sein können. Bei uns bekommt man eine Einzelstunde ab 15 EUR, zuhause kostet es 20 EUR. Manchmal reicht eine Stunde auch schon aus, um das Verhalten analysieren zu können und die wichtigsten Tipps zu erhalten wie man ein unerwünschtes Verhalten abstellt. Und dann kann man ja ggf. nochmal eine zweite Stunde für den Feinschliff buchen.

    Ich würde das Thema Trainer nicht so abtun. Denn das könnte Euch in Eurer Situation sehr weiter helfen. M.E. ist bei den ganzen gegeben Tipps im Internet prinzipiell ein großer Unsicherheitsfaktor mit im Spiel. Du kannst die Situation nur schildern wie Du sie für Dich erlebst - und nur auf der Basis können Dir Tipps gegeben werden. Da würde ein Trainer vor Ort wirklich helfen können die Situation objektiv zu betrachten. Und da wären 20 bis vielleicht 100 € doch wirklich gut investiertes Geld. Vorallem wenn man bedenkt was man spart wenn man nicht ständig einkaufen fahren muss bloss weil Herr Hund den Kühlschrank mal wieder geleert hat :lol:

    Ich kann dem nur zustimmen. Keiner von uns kennt den Hund, dennoch werden Tipp gegeben wie anbinden", in die Box sperren, mit der Wasserpistole bespritzen... kann für robuste Hunde hilfreich sein, bei einem ängstlichen, verunsicherten Hund ganz schön nach hinten los gehen!
    Der Hund ist noch nicht lange in der Familie, die erste "Erziehungsleistung" sollte sein, eine Vertrauensbasis aufzubauen! Dafür muss die Bezugsperson für den Hund berechenbar sein!

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