Sind am verzweifeln . . .

  • Als erstes bereinigt mein Mann das ganze Chaos kommentarlos.
    Ich habe gelesen, dass wenn man schimpft, der Hund, die Ankunft des Herrchen als, negativ empfindet und nicht seine Tat.
    Nach knapp einer Stunde des Ignorierens geht er mit ihm Gassi.

    Er hat vor knapp 1 Monat mit dem ganzen angefangen, vorher war er immer ganz brav aber das kann an der Eingewöhnungszeit gelegen haben oder?

  • Hallo TeddyKa,

    mit ähnliches meine ich das er auch manchmal (nicht oft) sogar hinkackert.

    Vor sich hinschimpfen tut keiner von uns, da wir auch 4 kleine Kiddies haben, die sich gern das eine oder andere abhören würden.
    Außerdem beseitigen wir seine Spuren wortlos.

    Ich muss zugeben das du recht hast und er höchstwahrscheinlich unerzogen ist und das möchten wir jetzt ändern.

    Danke für den Tip mit dem Suchspiel, dass werden mit Sicherheit bald ausprobieren.
    Was würdest du ihm denn am besten suchen lassen und ihm überhaupt das beibringen?

  • Zitat

    Wie meinst du das mit dem Altenativverhalten? Es wird doch immer geraten den Hund zu ignorieren - das versteh ich jetzt nicht.
    Könntest du mir da eins zwei Beispiele nennen?

    Da hast du recht und man verknüft das Ignorieren oft situationbedingt falsch.

    Beispiel ignorieren:
    Welpe dreht auf und beißt in die Hände, Hose etc. - dann beende ich das Spiel, dreh mich um und ignoriere - Lernefekt, wenn ich meine Zähne unkontrolliert einsetzte, ist sofort Schluss mit lustig.

    Fussel hatte die Angewohnheit bevor es in den Wald ging aufzudrehen, sprich er lief immer eng um mich rum wenn ich mir die Schuhe anzog und vesuchte in meine Hand zu schnapsen.

    Alternativverhalten / Umlenkung:
    Fussel wird auf den Fußableger vor der Tür plaziert und dafür mit Leckerli belohnt. Er hat jetzt gelernt, wenn es in den Wald geht, ab auf den Vorleger und ruhig absitzen bis wir gehen.

    Beispiel für dich:
    Hund soll beim Essen nicht dabei sein. Den Hund ruhig und freundlich aber souverän dort hinführen, wo er in der Zeit verbleiben soll (Korb etc) und fürs Bleiben belohnen. Das Schritt für Schritt und mit Geduld aufbauen.

    Ein Hund kann das Ignorieren über lange Zeit nicht verstehen und es bringt auch nichts.

    Ich finde die Auslaufszeiten von insgesamt 3 Stunden auch noch zu viel in dem Alter und man ereicht oft das Gegenteil, einen aufgedrehten Hund der schlecht runterfahren kann - statt einen ausgeglichenen und noch ruhebedürftigen Hund.

    LG Sabine

  • Wenn wir jetzt also essen, führe ich ihn in sein Korb.
    Demnach muss ich vorher ihm das Kommando bleib beibringen.
    Wenn er trotz der Essenzeit in EZ kommt, sollte ich dann "nein" sagen und ihn wieder ihn sein Körbchen bringen?

    Wieviel Zeit sollte man deiner Meinung nach fürs Gassi (für Aros alter) benötigen ?

  • Falls er das Hörzeichen "Bleib" nicht kennt, kommst du wahrscheinlich nicht zum essen. :D

    Wir haben das Körbchen neben uns gestellt, den Hund reingeschickt und ihn notfalls festgehalten (mit Geschirr und Leine). Nach ganz kurzer Verweildauer das Hörzeichen aufgelöst und Hund belohnt.
    Das dauert halt ein bißchen.

    Durch die Leine und das ruhige festhalten übst du eine ganz natürliche Autorität aus. Der Hund merkt, dass er nicht weiter kommt und wird sich irgendwann setzen oder legen.
    Falls du das so machen möchtest, empfehle ich dir dringend den Einsatz eines Geschirrs, da der Hund sehr viel ziehen wird und man ja auch noch unangenehme Belastung auf den Hals möchte.

  • Hmm...wenn es erst später anfing, kann es auch sein, das er es mit etwas negativen verknüpft und erst dadurch später Streß beim Alleinsein aufgebaut hat.

    Kann es sein, das er sich mal arg erschrocken hat? Er sich irgendwie wehgetan hat? Irgendwas war? Natürlich blöd, nun zu mutmaßen...aber durch so etwas kann so ein Verhalten/ Streß zum Beispiel auch ausgelöst werden.

  • Hallöle!
    Zum Thema Kühlschrank öffnen...
    bis das "Problem" gelöst ist und er freiwillig den Kühlschrank in Ruhe lässt, gibt es z.B. im DM Markt oder Schlecker usw. Kühlschrank "Schlösser". Die sind in der Baby/Kinderabteilung zu finden und für vorwitzioge Kinderfinger gedacht. Damit könntest du den Kühlschrank vorübergehend sichern. Die Dinger kann man ankleben und auch (mit etwas Mühe...) wieder entfernen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Sehr praktisch :)
    Denn Kühlschrank plündern würde mich ja auch mal wahnsinnig machen :headbash:

    Ansonsten musste wohl erst noch mal das Alleinebleiben üben und vor allem "Marnieren beibringen" dem lieben Kleinen ;)
    das wird schon, wenn du dran bleibst!

    Drück dir die Daumen und wünsch
    Alles Gute!!!

  • Zitat

    Hallo TeddyKa,

    mit ähnliches meine ich das er auch manchmal (nicht oft) sogar hinkackert.

    Vor sich hinschimpfen tut keiner von uns, da wir auch 4 kleine Kiddies haben, die sich gern das eine oder andere abhören würden.
    Außerdem beseitigen wir seine Spuren wortlos.

    Ich muss zugeben das du recht hast und er höchstwahrscheinlich unerzogen ist und das möchten wir jetzt ändern.

    Danke für den Tip mit dem Suchspiel, dass werden mit Sicherheit bald ausprobieren.
    Was würdest du ihm denn am besten suchen lassen und ihm überhaupt das beibringen?

    Mit wieviel Personen hat der Hund vorher gelebt? Vielleicht ist er mit 4 kleinen Kindern komplett überfordert! Es gibt viele Hunde, die ein großes Ruhe- und Rückzugsbedürfnis haben, meiner gehört auch dazu. Wenn er aus unserer Familie in einen turbulenten Haushalt mit kleinen Kindern wechseln würde wäre das für ihn extrem problematisch.

    Ich würde mich von einem Trainer beraten lassen, der nach Hause kommt. Wenn sich aber auf Dauer zeigt, das der Hund nur gestresst ist, würde ich über eine Abgabe in ein ruhiges Umfeld nachdenken.

  • Klingt nach einem unerzogenen, jungen Drecksack :D

    Kühlschrank aufmachen kann unserer nicht, aber ansonsten ist unser 11 Monate alter Labbi eurem Hund sehr ähnlich... bzw. war es von wenigen Wochen/Monaten noch...
    Was das Essen klauen angeht, bzw. Geschirr abschlabbern: Ordnung, Ordnung Ordnung! Jeder Brotkrumen ist ein Erfolgserlebnis und wird als solches verbucht - und mit jedem Erfolgserlebnis wird es schwieriger, es wieder abzugewöhnen. Wenn euer Hund Angst vor euch hat, dann würde ich -je nach Wesen- hergehen und auf Distanz arbeiten... ein ruhiges "Nein" und dann ein Schuss aus einer kleinen Wasserpistole auf die Flanke. Ihr wisst nicht, wleche Erfahrungen er mit Menschen gesammelt hat, da kann ein Wasserspritzer auf Distanz deutlich besser verkraftet werden.
    Das Allein bleiben ist mMn einfach ein Zeitfaktor im Sinne der Gewöhnung an die Familie und auch im Sinne des Erwachsen werdens. Könnt ihr b.a.w. nicht einfach hergehen und den kleinen Zwerg im Auto, in seiner Box, mitnehmen? Klar dass das bei -20°C und bei +30°C keine Lösung ist, aber jetzt bei leichten Plus-Graden sollte es eigentlich kein Problem darstellen, wenn es sich nur um kleinere Dinge handelt - auch würde ich die Gassirunden noch runterschrauben... der kleine Mann ist noch ein halbes Baby. Zum lösen würde ich auf max. 15 Minuten reduzieren - den "grossen" Spaziergang würde ich wohl auch auf maximal 1h ausweiten, eher weniger.
    Das wichtigste, was ein Hund lernen muss im ersten Jahr ist RUHE. Je nach Typ Hund müssen die Hunde entweder in den Schlaf gekuschelt werden, manchmal reicht auch ruhiges verweilen an einem Platz (arbeiten am PC, lesen, Gemüse schnippeln am Tisch etc) und bei den ganz harten Kalibern würde ich auch hergehen und mit einer Box arbeiten, bzw. mit anleinen.
    Bei unserem 11 Monate alten Labbihund gehört das anleinen und ignorieren zu JEDEM tollen Tobespaziergang dazu. Mal nur 3 Minuten, mal 20 Minuten, es variiert - auch ob zu Anfang, in der Mitte oder am Ende. Auch meine anderen beiden Hunde mussten da durch. Mal habe ich einen Zaunpfahl genommen, einen Baumstamm, eine Parkbank, einen Laternenpfosten... ganz egal. Klar dass man das nicht bei Minusgraden macht oder bei strömenden Regen... aber nur so lernen die Hunde, Ruhe zu halten. Dieser Wechsel zwischen "Ja, jetzt kümmere ich mich um dich, jetzt gibt es Party!" und "Nö, nu bist du nicht wichtig, verhalt Dich still und unauffällig und schlaf" ist für mich ganz arg wichtig.
    Und je konsequenter das gemacht wird, desto eher lernt es der Hund umzusetzen. Das hat dann so tolle Vorteile wie ein entspannter Besuch beim TA, wo mein Junghund dann brav neben mir sitzt und nicht permanent rauf und runter springt oder zu anderen Hunden will. Auch kann ich ihn damit später mal leichter mit in ein Restaurant nehmen. Und auch zuhause lernt er dann deutlich schneller ohne Leine, was es bedeutet, dass jetzt KEINE ACTION angesagt ist.

    Versteh mich nicht falsch, kein Hund gehört dauerhaft angeleint oder in die Box, aber das was er jetzt in der Junghundezeit lernt, ist später jederzeit wieder abrufbar, mit deutlich weniger Training. Und hier zählt Klasse und Timing deutlich mehr als Masse.

    Ich binde den Hund an einem Baumstamm fest, bleibe bei ihm... er hüpft rum, macht Terz und springt mich an - ich gehe einen Schritt zur Seite, so dass er grade NICHT mehr an mich rankommt - und lass ihn machen. Am Anfang kann das jaulen, jammern, krakelen richtig lange dauern... aber sobald er das erste Mal entspannt, mach ich ihn ruhig los und es geht weiter... meiner reagiert unwahrscheinlich stark auf Bewegungsreize - bereits nach 2 Wochen war er soweit, dass Kinder vor ihm Fussball spielen konnten und die Leine locker geblieben ist.

    Mittlerweile weiss er schon, wenn ich ihn anleine und ignoriere, was das bedeutet und er chillt sich ganz gemütlich auf den Boden. Gestern hatten wir den ersten TA-Besuch seitdem... und mein Hund ist still im Sitz neben mir geblieben, völlig entspannt - im Gegensatz zu vielen anderen Hunden. :gut:

    Wichtig ist zuhause auch ein wirklich aufgeräumtes Umfeld... keine Frage, der wird am Anfang jeden Tag was neues finden, was er nutzen kann um euch zu nerven und auch hier haben eine Zeitlang Schuhe auf 1,50m im Regal gestanden und viele Türen waren verrammelt - aber wenn wirklich gar nichts mehr da ist, dann wird er zwangsweise irgendwann Ruhe geben müssen. Und dann setzt der Lernprozess ein - und dann merkst du irgendwann dass deine Schuhe schon seit 4h unberührt auf dem Boden stehen - und freust dir nen Keks :roll:

  • Zitat

    Hmm...wenn es erst später anfing, kann es auch sein, das er es mit etwas negativen verknüpft und erst dadurch später Streß beim Alleinsein aufgebaut hat.

    Kann es sein, das er sich mal arg erschrocken hat? Er sich irgendwie wehgetan hat? Irgendwas war? Natürlich blöd, nun zu mutmaßen...aber durch so etwas kann so ein Verhalten/ Streß zum Beispiel auch ausgelöst werden.

    Mir fällt absolut gar nichts ein. Weh tun kann er so an sich nichts.

    Zitat


    Mit wieviel Personen hat der Hund vorher gelebt? Vielleicht ist er mit 4 kleinen Kindern komplett überfordert! Es gibt viele Hunde, die ein großes Ruhe- und Rückzugsbedürfnis haben, meiner gehört auch dazu. Wenn er aus unserer Familie in einen turbulenten Haushalt mit kleinen Kindern wechseln würde wäre das für ihn extrem problematisch.

    Ich würde mich von einem Trainer beraten lassen, der nach Hause kommt. Wenn sich aber auf Dauer zeigt, das der Hund nur gestresst ist, würde ich über eine Abgabe in ein ruhiges Umfeld nachdenken.

    Über sein Vorbesitzer wissen wir nicht viel, nur das Aro dort in der Kneipe des Besitzers aufgewachsen ist.

    Wir sind insgesamt 6 Personen (unsere 4 Kids, mein Mann und ich)

    Ich glaube nicht das Aro überfordert ist, denn er sucht ja auch regelrecht die Nähe zu den Kindern.
    Außerdem legt er erst seit ca. 4 Wochen dieses Verhalten an den Tag.

    Einen Trainer kann sich heutzutage wohl kaum noch einer leisten und abgeben werde ich den Hund mit Sicherheit auch nicht. Er ist schließlich ein Mitglied unserer Familie, natürlich nicht so wie es unsere Kinder sind, dennoch ein Wesen was sehr wichtig für uns ist und das wir sehr lieb haben !


    Zitat

    Zum Thema Kühlschrank öffnen...
    bis das "Problem" gelöst ist und er freiwillig den Kühlschrank in Ruhe lässt, gibt es z.B. im DM Markt oder Schlecker usw. Kühlschrank "Schlösser". Die sind in der Baby/Kinderabteilung zu finden und für vorwitzioge Kinderfinger gedacht. Damit könntest du den Kühlschrank vorübergehend sichern. Die Dinger kann man ankleben und auch (mit etwas Mühe...) wieder entfernen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Sehr praktisch


    Mensch, na klar .... hätte ich auch allein drauf kommen können :ops:

    Danke :)

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