Sind am verzweifeln . . .

  • Hallöchen Zusammen,

    wir haben einen 9 Jährigen Mischlingshund (Casper) und daher schon so einige Erfahrungen gesammelt.
    Vor 3 Monaten haben wir uns entschieden, einen zweiten Hund, in unsere Familie zu holen.
    Aro (Boxer) ist derzeit 7 Monate alt und es läuft die meiste Zeit sehr gut mit ihm.
    Er liebt unsere Kinder, versteht sich super mit Casper,bellt kaum andere Hunde oder Leute an, hört schon gut auf uns,... .
    Jedoch sind wir am verzweifeln und wissen uns keinen Rat mehr.

    Wenn wir mal weg fahren müssen (einkaufen,etc.) bleibt er mit Casper zu Hause.
    Er jault nicht aber dafür macht er richtig mist.Er macht den Kühlschrank auf und frisst ihn fast leer, er zerfetzt Müll und alles andere was er zwischen die Zähne bekommt, versucht sich Geschirr (was noch nicht gespült ist) von der Arbeitsplatte zu holen und pullert (manchmal sogar kackert) rein.
    Das gleiche passiert wenn ich ihn Nachts in der Küche lasse (dort haben sie auch ihren Hundeplatz).

    Wenn ich meine Kaffeetasse auf dem Tisch vergesse wegzuräumen und nur für 2 Minuten den Ar*** drehe, klettert er hoch und schlabbert sie aus.

    Falls Aro beim Essen bettelt schick ich ihn aus dem Zimmer, lasse jedoch dir Tür offen, seine Reaktion daraufhin ist eine Pfütze oder ähnliches und wenn das nicht der Fall ist versucht er sich heimlich wieder ins Zimmer zu schleichen.

    Wenn wir ihn ignorieren interessiert es ihm kein bischen, er wartet einfach bis alles wieder im Lot ist und sei es bis zum nächsten Tag.
    Wir können ihn doch nicht tagelang ignorieren.

    Wir sind echt verzweifelt.

  • Hallöchen!

    hmm ich bin ja jetzt nicht so der Hundeprofi aber...

    Zitat


    Wenn wir mal weg fahren müssen (einkaufen,etc.) bleibt er mit Casper zu Hause.
    Er jault nicht aber dafür macht er richtig mist.Er macht den Kühlschrank auf und frisst ihn fast leer, er zerfetzt Müll und alles andere was er zwischen die Zähne bekommt, versucht sich Geschirr (was noch nicht gespült ist) von der Arbeitsplatte zu holen und pullert (manchmal sogar kackert) rein.
    Das gleiche passiert wenn ich ihn Nachts in der Küche lasse (dort haben sie auch ihren Hundeplatz).

    Das ist meiner Meinung nach Trennungsangst! Wie hat der Kleine denn gelernt alleine zu bleiben? Wie lange ist er im Schnitt so allein? Warum schläft er nachts nicht bei euch?

    Trennungsangst ist kagge denn jetzt hat er nicht nur nicht gelernt dass alleine bleiben gar nicht schlimm ist. Jetzt verknüpft er es sogar noch negativ.
    Das heißt ihr solltet das Hundekin jetzt erstmal nicht mehr alleine lassen und nach ein paar Wochen mit einem ganz sensiblen und langsamen Training beginnen.


    Zitat


    Wenn wir ihn ignorieren interessiert es ihm kein bischen, er wartet einfach bis alles wieder im Lot ist und sei es bis zum nächsten Tag.

    Wie soll er sich denn verhalten wenn ihr ihn irgnoriert?

  • Wir haben die "Alleinbleibzeiten" immer ein wenig verlängert.
    Er muss aber eine gewisse Zeit allein bleiben, die Kids müssen zur Kita gebracht werden, der Einkauf muss erledigt werden und sonst gibt es ja auch Orte und Gelegenheiten wo er nicht mit hin kann.
    Er muss allerhöchstens 2 Stunden am Tag "allein" sein (Casper ist ja auch da)

    Bei uns schläft derzeit noch unsere jüngste Tochter (6Monate) und hin und wieder auch einer von den älteren Kindern.
    Da Aro ständig versucht bei uns ins Bett zu kommen, der Haupthundeplatz in der Küche ist und es Casper gegenüber unfair wäre soll er in der Küche schlafen.

    Uns geht es ja nicht darum wie er sich in der Zeit verhält, wenn wir ihn ignorieren, sondern dass er mitbekommt dass er Mist verbockt hat.

  • Hallo!


    Ein Hund, der beim Alleine bleiben, auch wenn ein anderer Hund mit ihm zu Hause ist, etwas kaputt macht, oder gar uriniert und kotet, könnte Streß haben.

    Frage:
    Seid Ihr Euch sicher, daß es nur der jüngere Hund ist, der diesen "Unsinn" anstellt?
    Habt Ihr das mal gefilmt?

    Ich an Eurer Stelle würde das wirklich filmen wollen. Dann könnt Ihr die Reaktion von Euren Hunden besser auswertern. Erst dann könnt Ihr wirklich sehen, ob einer, oder sogar beide Streß hat/haben.


    Zitat


    Falls Aro beim Essen bettelt schick ich ihn aus dem Zimmer, lasse jedoch dir Tür offen, seine Reaktion daraufhin ist eine Pfütze oder ähnliches und wenn das nicht der Fall ist versucht er sich heimlich wieder ins Zimmer zu schleichen.

    Dabei werde ich etwas hellhörig.
    Ein Hund, der bei einer "Strafe" unter sich macht, hat Angst, und beschwichtigt.

    Wie sieht es allgemein aus?
    Bist Du ziemlich streng? Könnte eventuell sein, daß es für diesen einen Hund schon zu streng ist?
    Benutzt Du klare Kommandos, die der Hund sicher beherrscht?
    Denn, wenn Du etwas verlangen solltest, was der Hund noch nicht sicher beherrscht, dann löst Du mit Deiner zu hohen Erwartungshaltung noch mehr Streß aus.

    Da hilft nur eines. Viel mehr Ruhe einbringen.
    Selbst ruhig agieren, dem Hund zeigen, was er darf.

    Zitat

    Wenn wir ihn ignorieren interessiert es ihm kein bischen, er wartet einfach bis alles wieder im Lot ist und sei es bis zum nächsten Tag.
    Wir können ihn doch nicht tagelang ignorieren.

    Mit Ignorieren wirst Du nicht wirklich weiter kommen.
    Wenn Du Pech hast, "bestätigst" Du gerade mit Deinem Verhalten diesen "Unsinn".

    Hunde kommen oft besser damit klar, wenn man ihnen Alternativverhalten aufzeigt. Dann weiß er, was er beim nächsten Mal statt dessen zeigen soll, und wird es auch von sich aus anbieten.
    Wenn man den Hunden dann Alternativverhalten aufzeigt / beibringt, dann sollte es in einer ruhigen Stimmung geschehen. Es bringt nicht, wenn man als Mensch auf 180 ist, den Hund anbrüllt und dann noch Sätze benutzt, die der Hund eh nicht verstehen kann.

    Lieber alles in aller Ruhe und mit viel Geduld zeigen.
    Denn Streß ist schon immer ein ganz besonders schlechter Lehrmeister gewesen!


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Zitat

    Uns geht es ja nicht darum wie er sich in der Zeit verhält, wenn wir ihn ignorieren, sondern dass er mitbekommt dass er Mist verbockt hat.


    Ähem,
    Entschuldigung!
    Aber, Hunde denken nicht in unserem Maßstab.
    Du wirst alles aus Hundesicht sehen und agieren müssen.
    Nur so kannst Du Deinem Hund helfen.

    Er weiß ja nicht, daß das, was er tut, "Mist" ist.
    Hilf ihm dabei, damit er das vestehen lernt.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Zitat


    Mit Ignorieren wirst Du nicht wirklich weiter kommen.
    Wenn Du Pech hast, "bestätigst" Du gerade mit Deinem Verhalten diesen "Unsinn".

    Hunde kommen oft besser damit klar, wenn man ihnen Alternativverhalten aufzeigt. Dann weiß er, was er beim nächsten Mal statt dessen zeigen soll, und wird es auch von sich aus anbieten.
    Wenn man den Hunden dann Alternativverhalten aufzeigt / beibringt, dann sollte es in einer ruhigen Stimmung geschehen. Es bringt nicht, wenn man als Mensch auf 180 ist, den Hund anbrüllt und dann noch Sätze benutzt, die der Hund eh nicht verstehen kann.

    SheltiePower

    Hallo, ich kann jetzt leider nichts zum eigentlichen 'Problem' beitragen, allerdings würde mich interessieren, welche Alternative man zB dem Hund anbieten soll, wenn er bettelt...?
    Das macht unsere Madame seit neustem nämlich und auch sehr penetrant... Sie bellt das Essen an, bellt uns an etc... Wir haben es auch mit ignorieren versucht, weil wir dachten so gibt sie auf wenn sie merkt sie bekommt nix vom Tisch... ?

    Was sollte man denn stattdessen dem Hund als Alternative bieten? Oder hat sich deine Aussage mit dem Alternativverhalten statt Ignoranz nur auf das Unsinn machen des Hundes der TS bezogen?

    :)

  • In der Küche ist bei euch der feste Platz für die Hunde? Ihr Rückzugsort, richtig?
    Wenn ihr essen wollt fliegen sie aber raus, fester Platz nicht zugänglich, finde ich
    nicht gerade geschickt. Ein Hund sollte seinen Rückzugsort jederzeit aufsuchen können
    und dürfen, sonst ist es keiner.
    Könnt ihr einen anderen Platz einrichten, an dem er nicht so viel anstellen kann? Sonst
    gewöhnt euch an aufzuräumen und nichts rumstehen zu lassen.
    Ob das Trennungsangst ist? Hört sich eher nach Langeweile an. In dem Alter platzt er
    vermutlich vor Tatendrang. Sorgt ihr da für genug Auslastung? Wie sieht es denn
    ansonsten mit dem Umgang mit Frust aus? Wie geht er an der Leine, bei Begegnungen
    mit anderen Hunden? Du darfst das Verhalten beim alleine bleiben nicht isoliert sehen,
    meist spielen da noch andere Dinge mit rein.

  • SheltiePower

    Also wir sind uns 100%ig sicher das es Aro ist.
    Casper hat so etwas noch nie gemacht, nicht einmal als Welpe.
    Außerdem kommt es oft genug vor das Casper im Wohnzimmer liegt und Aro in der Küche seine Werke vollbringt.

    Ich bezweifel das Aro Angst hat.
    Wir schimpfen weder lautstark noch prügeln wir ihn ihn.

    Wir haben nicht viele Kommandos die unsere Hunde kennen müssen (Nein, Raus, Sitz, Fuß, Komm her,... befolgt Aro aber gut)

    Wie meinst du das mit dem Altenativverhalten? Es wird doch immer geraten den Hund zu ignorieren - das versteh ich jetzt nicht.
    Könntest du mir da eins zwei Beispiele nennen?
    Und durch was soll der Hund Stress haben, wenn er alleine ist und falls es wirklich Stress sein sollte, wie kann ich ihm helfen?


    YorkieFan

    Wir essen im Esszimmer (grenzt am WZ an).
    Wir haben jeweils 2 Körbchen (oder in dem Sinne Körbe :D ) in der Küche und 2 im WZ, obwohl beide die meiste Zeit in der Küche sind.

    Ich weiß nicht was das jetzt mit dem aufräumen zu tun hat.
    Es gibt bei uns tägliche Situationen wo ich nicht gleich alles wegräumen kann und meiner Meinung nach der Hund lernen sollte, dass er da nicht ran darf.

    Ich denke schon das Aro ausgelastet ist.
    Er geht insgesamt 5 mal am Tag raus.
    4 kleine Runden ( ca. 20 - 30 min) und eine große "Familienrunde" ( ca. 2 Stunden) jeden Tag.

    Sein Interesse für andere Hunde ist unterschiedlich, mit dem Einen will er sofort spielen und andere beachtet er nicht wirklich.

  • Mich würde mal interessieren, wie ihr bisher reagiert habt, wenn ihr nach Hause kommt und das blanke Chaos vorfindet?
    Also was eure erste Reaktion war/ist.

    Und hatte er die Probleme mit dem Alleinesein von Anfang an oder klappte es anfangs?

  • Zitat


    Er jault nicht aber dafür macht er richtig mist.Er macht den Kühlschrank auf und frisst ihn fast leer, er zerfetzt Müll und alles andere was er zwischen die Zähne bekommt, versucht sich Geschirr (was noch nicht gespült ist) von der Arbeitsplatte zu holen und pullert (manchmal sogar kackert) rein.
    Das gleiche passiert wenn ich ihn Nachts in der Küche lasse (dort haben sie auch ihren Hundeplatz).

    Wenn ich meine Kaffeetasse auf dem Tisch vergesse wegzuräumen und nur für 2 Minuten den Ar*** drehe, klettert er hoch und schlabbert sie aus.

    Falls Aro beim Essen bettelt schick ich ihn aus dem Zimmer, lasse jedoch dir Tür offen, seine Reaktion daraufhin ist eine Pfütze oder ähnliches und wenn das nicht der Fall ist versucht er sich heimlich wieder ins Zimmer zu schleichen.

    Die Pfütze (was meinst Du eigentlich mit "oder ähnliches"?) macht mir Sorgen. Ein Hund sollte in einer solchen Situation eigentlich nicht pinkeln.

    Bist Du ganz sicher, dass er keine Angst hat? Manchmal merkt man das selbst nicht, mein Mann hat auch schon mal vor sich hingeschimpft und der Hund hat das sofort auf sich bezogen obwohl er gar nicht gemeint war. Mein Mann hat das auch nicht gemerkt.

    Ansonsten könnte das Verhalten mehrere Ursachen haben:

    z. B. - Hund ist kackfrech und unerzogen
    oder - Hund ist ängstlich und unerzogen
    oder - Hund ist unausgelastet und/oder ängstlich und unerzogen

    Das musst Du zuerst herausfinden, sonst machst Du beim Bekämpfen des Verhaltens möglicherweise alles noch viel schlimmer.

    Aber schlau ist er auf jeden Fall, nicht jeder kriegt die Kühlschranktür auf. Ein bißchen Beschäftigung für den Kopf kann auf keinen Fall schaden, mach doch mal ein paar Suchspiele mit ihm.

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