Ist Auslastung nötig?
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Tante Flauschig -
29. Februar 2012 um 04:06
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Ich denke, solang Mensch und Hund Spaß an körperlicher Auslastung haben und es im erträglichen Maß für beide Parteien bleibt, spricht nichts dagegen.
Das Wichtigste dabei für mich, was ich meinen Hund neben Auslastung in Form von Aufgaben bieten will:
Kontakt zu Artgenossen und einfach mal Hund sein
Das heißt, der Hund darf da eben auf die Wiese mal 15min an einer Stelle schnüffeln, wenn es ihm Spaß macht oder sich im Dreck wälzen (solange es keine Fuchs- A A oder Aas ist *grins).
ZitatWas ist für Euch eine "Anlagen gerechte" Auslastung?
Ich finde es wichtig, dass man auf die Anlagen des Hundes eingeht. Macht es dem Hund keinen Spaß, ist es aber auch ok. Hunde sind schließlich Individuen und nicht alle Tiere einer Rasse kann man über einen Kamm scheren.
Eine "Anlagen gerechte" Auslastung bedeutet für mich mit meinen Husky's zum Beispiel, dass ich mein Bestes gebe und ihnen den Drang zu Laufen weitestgehend ermöglichen will.
Dazu gehe ich in Richtung des Bikejöring, Canicross und Dogscooter.Ob es dem Hund dann auch wirklich Spaß macht, ist eine andere Frage - da muss der Mensch die Augen offen halten, gegebenenfalls aufhören und nach einer anderen Möglichkeit suchen.
Hund einer Leistungszucht gehören für mich definitv in Hände, wo sie gerecht gefordert werden.
Dem Hund, der gut erzogen ist und immer einfach nur Hund sein darf, mit dem sonst nix gemacht wird --> weder geistig noch körperlich <-- fehlt aber womöglich auch nichts, denn er kennt es ja nicht anders.
Wenn allerdings nichtmal die nötigste Auslastung gegeben ist, damit der Hund ruhig schlafen kann, ohne dass kleine Energie-Blitze durch seinen Körper wandern ... das nenne ich Tierquälerei.
Denn bestimmt jeder von uns kennt das Gefühl, wenn man auf der Couch sitzt und eigentlich am liebsten aufspringt um 3 Runden um den Block zu rennen, dass man diese Energie los wird.Dazu kommt, dass natürlich auch derMensch ein Erfolgserlebnis braucht. Sei es ihm Verein, wo anerkennend gejubelt wird oder kleine Erfolge für sich selbst. Das schweißt zusammen, das bekommt man nur durch gemeinsame Arbeit --> und diese wiederum ist schon Auslastung.
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Hallo, einen schönen Tag wünsche ich allen. Also, mein Malamute muß jeden Tag ausgelastet werden. Und zwar mehrstündig. Sonst würde der komplett abdrehen. Ich habe mich bewußt nicht für einen Sofawolf entschieden. Der Malamute, oder die Dampflokomotive des Nordens, hatte es mir von Anfang an angetan. Omaha braucht das einfach. Sonst macht er irgendwann Kleinholz im Haus.
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Das Ganze ist doch einfach ein sehr individuelles Thema, weil jeder Hund und jeder Mensch anders drauf ist.
Mein Sheltie und keine Auslastung - das verträgt sich gar nicht. Für sie ist "arbeiten" das Größte. Egal ob Agi (wobei sie sich da auch körperlich noch besser auspowern kann) oder Obi. Sie braucht was für Kopf und Geist. Andere Hunde sind ihr auch schnurzegal, wenn wir trainieren. Sie will dann einfach was tun.
Machen wir mal eine Woche in der Richtung gar nix, sprich einfach nur wortlos durch die Pampa streifen, dann wird sie echt irgendwann unleidlich. Sie kommt dann nicht zur Ruhe, wandert durch die Wohnung, schlägt schneller an, wenn draußen Geräusche sind und ist generell einfach "unzufrieden" - das lässt sich schwer beschreiben.
Kaputt machen tut sie aber trotzdem nix (hat sie auch noch nie), das scheint nicht in ihr Sheltiebild zu passen
Nee, clickern und turnen, das muss schon sein, damit das Sheltietier zufrieden und ausgeglichen ist. Und ich brauche das ehrlich gesagt auch. Gemeinsames Training schweißt auch unheimlich zusammen und mit einem Hund, der den ganzen Tag nur faul auf der Couch liegen wollen würde, wäre ich sicher kreuzunglücklich.
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Hm, also Lotta braucht keine Auslastung im Sinne von Hunde- oder Vereinssport.
Sie geht morgens mit ins Büro (3 Std), da ist sie abwechselnd schwer beschäftigt bis gähnend faul.
Mittags gehen wir ein bis anderthalb Stunden raus in den Wald.
Zuerst darf sie ein paar Minuten mit ihrem Futterdummy fetzen, dann schlendern wir (leinenlos) durch den Wald, sie darf schnüffeln (aber nicht den Weg verlassen), ab und zu ein paar Leckerchen suchen, mit mir rennen und toben, hin und wieder den Dummy bringen.
Und abends gibt es nur ne 5-Minuten-Pipi-Runde.
Obwohl sie eine echte Kanonenkugel ist, ist sie damit völlig "ausgelastet". Zuhause die Ruhe selbst, macht nichts kaputt, nervt nicht, ist gänzlich unauffällig. Ich vermute mal, sie ist zufrieden.
Bei ihr ist der Grat zwischen Aus- und Überlastung allerdings sehr schmal, da muss ich aufpassen. Wenigstens ein Mal die Woche machen wir deshalb nichts außer sehr kurzen Pipi-Runden. -
Zitat
Wenigstens ein Mal die Woche machen wir deshalb nichts außer sehr kurzen Pipi-Runden.
Ah dazu fällt mir noch ein: Wir machen egtl. auch einmal die Woche gar nix, außer pinkeln...meistens Sonntags wenn wir nicht arbeiten müssen und weil Samstag immer sehr viel Programm ist...
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Ja, die Auslastung ist so ein Thema ...
Ich bin der Meinung das es immer auf den Hund ankommt.
Unsere letzte Hündinw ar glücklich das sie Hof und Garten hatte und ab und an mit langen Gassi gängen bespaßt wurde. Sie war zufrieden...
Meine beiden Grazien haben hohe jagdliche Interessen.
Von daher stehen ihnen Ersatzhandlungen zu. *gg* Mal ernsthaft, beide sind Jäger, beide sind läufer ... was bietet sich an wenn man Freuilauf nur bedingt bieten kann? Richtig ZHS.
Beide sind damit glücklich denke ich. Die schwarze grinst mich an wenn sie eingespannt ist wie als wenn sie gerade von der Hatz kommt, die blonde lernt gerade wie es geht...Beide Hunde sind ruhiger wenn wir zwei bis dreimal die Woche einspannen.
Sorina zB geht friedlich an anderen Hunden vorbei, sie zieht und zerrt nicht mehr so sehr an der Leine und konzentriert sich mehr auf mich. :)
Lizzy steht nicht mehr hinter mir und jammert. Sie jammert auch nicht mehr im Körbchen, sie schubst mich nicht mehr ständig an und quengelt "sinnlos" umher.Und ja, mittlerweile können beide Hunde auch mal damit leben wenn wir nur mal drei kurze Runden um den Block drehen - solange das kein Dauerzustand wird.
Wie gesagt, die Kombination aus dem richtigen Trainingsmaß und Hundekontakten macht bei uns das ganze Geheimniss. Und ich bin immer wieder überrascht weshalb ich das nicht viel früher erkannt habe ...

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Meine Schäfis (allesamt Leistungslinie) waren/sind grundverschieden. Mein erster Schäfi, der Alf war ein recht ruhiger Vertreter und brauchte keine Auslastung hinsichtlich Hundesport. Er hatte seine Kumpeline Urda (Das Urmeltier), eine Schäferhündin aus Hochzucht. Die beiden waren ein echtes Dreamteam und mit langen Gassigängen und Spielen zufrieden.
Mein Andor war da völlig anders. Der brauchte einen "Job". Wenn es da, aus welchen Gründen auch immer, mal nicht mit regelmässigem Hundeplatzbesuch klappte, wurde er wirklich nervig. Fordernd, ständig fragend ob was anliegt, unausgeglichen und motzig. Ich bin meist so zwei -dreimal die Woche auf den Hundeplatz gegangen und zusätzlich in die Fährte. Damit gings ihm prima und er war ausgeglichen und hat abends gemütlich geschlummert.

Mein Eloy ist eine Mischung aus beiden.
Er arbeitet sehr gern und mit viel Freude. Freut sich ein Loch ins Bein, wenn er merkt, es geht auf den Hundeplatz. Wir sind zweimal die Woche auf dem Hundeplatz und ein- bis zweimal beim Fährten. Dann ist er abends gar nicht zu sehen und pennt. Wenn es mal nicht klappt über einen etwas längeren Zeitraum, wie im Moment z.B., weil er eine Weile Schonung brauchte, dreht er zwar nicht hoch, aber er ist unruhiger. Mitunter kommt er dann doch mal abends mit einem Ball an und möchte spielen, obwohl wir am Tag ausgiebig auf Tour waren und dort auch gespielt und Denkspielchen gemacht haben.Meine Janna (DSH-Dobimix) ist mit ausgiebigen Gassigängen mit Spiel und Spaß absolut zufrieden. Bedingt durch ihr dünnes Nervenkostüm, schafft sie das total (neue Umgebung, fremde Hunde, viele Eindrücke) und sie pennt meist schon auf dem Rückweg im Auto.

Insgesamt denke ich auch, es kommt auf den Hund an. Meinen Eloy ohne Hundesport könnte ich mir nicht vorstellen und fände ich auch nicht gerecht. Der Hund braucht das und das war mir von vornherein klar. Ich will/wollte ja genau so einen Hund.
Janna hingegen braucht das nicht. -
Ich habe mich bewußt gegen Hundesport entschieden und habe nicht den Eindruck, dass meinen Hunden langweilig mit meiner Entscheidung ist.
Sie leben in einer Familie, wir haben einen großen Garten mit vielen Nachbarn, die sie täglich sehen. Es leben zwei weitere Hunde auf dem Grundstück mit denen sie täglich Kontakt haben, wir gehen täglich minimal zwei Stunden offline spazieren. Gelegentlich gehen wir auch joggen, machen Canicross oder Bikejöring. Sie dürfen fast jeden Sozialkontakt wahr nehmen und uns überall hin begleiten. Wir bringen ihnen allerhand Blödsinn bei, lassen sie Familienmitglieder, Dummys, Schlüssel und Handy suchen, spielen Ball und Frisbee und turnen im Wald rum. Ich wüßte nicht warum wir unsere schöne Zeit zu Gunsten von Hundesport begrenzen sollten ^^ Ist einfach nichts für MICH

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Zitat
Sie dürfen fast jeden Sozialkontakt wahr nehmen und uns überall hin begleiten. Wir bringen ihnen allerhand Blödsinn bei, lassen sie Familienmitglieder, Dummys, Schlüssel und Handy suchen, spielen Ball und Frisbee und turnen im Wald rum. Ich wüßte nicht warum wir unsere schöne Zeit zu Gunsten von Hundesport begrenzen sollten ^^ Ist einfach nichts für MICH

Das eine schließt das andere ja nicht aus. Die Woche hat ja zum Glück 7 Tage und somit biete ich meinen Hunden das Gleiche wie du, aber eben zusätzlich noch den Hundeplatz.

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Zitat
Das eine schließt das andere ja nicht aus. Die Woche hat ja zum Glück 7 Tage und somit biete ich meinen Hunden das Gleiche wie du, aber eben zusätzlich noch den Hundeplatz.

Jo, in der Zeit spielen wir dann halt "nur" im Garten ^^ Meinen Hunden reichts definitiv. - Vor einem Moment
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