Ist Auslastung nötig?
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Tante Flauschig -
29. Februar 2012 um 04:06
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Mit meiner Hündin mache ich derzeit nicht sonderlich viel.
Morgens frühstücken wir bei meiner Mutter, dort spielt sie mit deren Hund.
Nachmittags machen wir einen knapp einstündigen Spaziergang (sie ist eine Dogge und knapp 9 Monate alt - ich muss sie also noch etwas schonen). Wenn wir gehen, läuft sie hauptsächlich frei, immer wieder mal unterbrochen durch Spiele, kurze Gehorsams- und Leinenübungen.
Zu Hause wird ab und an geclickert, geknobelt, gekuschelt und wir haben gerade begonnen das Apportieren zu lernen.Noch scheint sie absolut zu Frieden damit zu sein, schläft die meiste Zeit und macht so gut wie keinen Unsinn - ab und zu klaut sie mal 'ne Socke, wenn sie dran kommt, das war's. Sie scheint durch unsere gemeinsamen Aktivitäten ausgelastet und zufrieden zu sein.
Wenn sie später mehr Action braucht, werde ich mal schauen, ob ich sie für einen Hundesport begeistern kann. Ich denke, Mantrailing oder Zugarbeit könnten was für sie sein. Sie mag Schnüffelspiele und ist sehr lauffreudig. Ich bin überzeugt, dass Agility ihr sehr viel Spass machen würde - dafür ist sie aber meines Erachtens leider zu gross.
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Ich denke ebenso, wie die meisten, das es ganz auf den Hund ankommt. Manche wollen einfach nur Nähe... andere wollen sich auspowern... wieder andere brauchen mehr Kopfarbeit. Wir Menschen sind ja auch sehr unterschiedlich in dem, was uns Zufrieden macht, was uns liegt.
Jemand hatte 'Flow' geschrieben, daran hab ich auch gedacht.
JD braucht ein gewisses Maß an Beschäftigung und Aufmerksamkeit, bekommt er es nicht, ist er unausstehlich, hört nicht richtig, ist unkonzentriert und vor allen Dingen macht er alles Kaputt, was er zwischen die Pfoten bekommt, klaut auch vom Tisch u.ä.
Man kann es ganz gut von seinen 'Wie weit kann ich gehen-Tests' unterscheiden, wenn er unausgelastat ist, macht er keinen Unterschied was er zerstört, hauptsache es ist hinterher unbrauchbar.Lenny, der Hund unseres Mitbewohners, ist hingegen ein sehr ruhiger Vetreter seiner Gattung. Für ihn ist das wichtigste dabei sein, immer dort wo die Menschen sind, die er gern hat, ansonsten wirkt er wie ein Häufchen Elend. Nicht das er irgendwas großartig anstellen würde, aber er bettelt dann regelrecht um Streicheleinheiten und darum, das man mit ihm spielt.
Janis, der Senior der bei meinen Eltern lebt, hat es hingegen gebraucht, das er sich einfach austoben konnte. Hauptsache rennen, draußen sein, üben beim Spazieren gehen, Pferde hüten. Hatte er das tagsüber, war er der bravste Hund der Welt, hatte er es nicht, hat er die Bude inkl. Möbel und Teppichen in Kleinstteile zerlegt. Jetzt als Senior ist das Pensum richtig abgesackt. Er will immer noch gern draußen sein, hat auch genug Power um unseren Jungspund problemlos 'platt' zu machen, aber mag zum Beispiel nichts, wo er lange Strecken schneller laufen muss, kuschelt jetzt lieber, als das er spielt.
Mein Pflegehund hingegen war ein richtiger Couchpotato. Dobermann der am liebsten den ganzen Tag geschlafen und gekuschelt hätte, unterbrochen von gemütlichen Spaziergängen, aber bitte nur bei schönem Wetter. Man konnte ihn schon zum spielen animieren, aber nach 10 Minuten wars ihm dann auch schon wieder genug.
Ich bin der Meinung, das Auslastung nötig ist, ja, aber das es ganz auf den Hund darauf an kommt, wie diese aussieht... und ob es Sport ist oder Kuscheln, oder ganz was anderes.
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Spannendes Thema! Ich denk auch, dass es sehr auf den Hund und die äußeren Umstände ankommt. Bei uns ist es so: Sharky, unsere alte Dame (sie ist jetzt 15, war aber vor 8 Jahren, als ich sie bekommen hab, schon genauso) wäre der perfekte Omihund, der 3mal am Tag um den Block geführt wird. Sie ist genügsam, immer ausgeglichen, egal, wie viel Beschäftigung sie bekommt oder nicht. Aber, wenn ich was mit ihr mache, ist sie mit Feuereifer dabei (ein Hoch auf futtergeile Hunde *hihi*) und hat echt Spaß. Wir machen einmal die Woche was auf dem Hundeplatz (ganz entspannt, ohne Stress, für die Abwechslung) und ansonsten hier und da UO, Tricks und "gemütlich durch die Gegend schnüffeln". Sie lässt mich also komplett entscheiden, wie viel wir machen. Mir ist es dabei nur sehr wichtig, dass ich ihren Kopf fitt halte (auch mit Intelligenzspielen ab und an z.B.), dass sie nicht einrostet.
Fureto ist da anders, er braucht definitiv Auslastung, sonst geht er jagen und wenn er mal ein paar Tage zu kurz kam, zeigt er mir das deutlich (mit permanentem Hinterherlatschen in der Wohnung mit einem Blick von wegen "Was machstn daaa? Darf ich auuuch??"
Wir machen viel mit dem Dummy, UO, Tricks und es tut ihm gut. Einfach nur durch die Gegend laufen ist für ihn ok, für mich aber nur mit Leine möglich, weil er sich sonst dem Pseudojagen widmet 
Bodo (Angsthund) kriegt von mir einerseits "erzwungene" Auslastung (Alltagstraining, Ängste abbauen, das fordern ihn enorm), ansonsten braucht er an Kopfauslastung (mit mir, also was beibringen, Dummy, Fährte, egal) gar nichts, findet er recht unspannend (wir haben es in einem halben Jahr auf ein halbwegs zuverlässiges Sitz und einem noch gar nicht zuverlässigem Platz gebracht, er tickt da so ganz anders als die anderen 2). Gerade vor ein paar Tagen (deswegen find ich das Thema hier so spannend *grins*) hab ich mir dann aber oben Geschriebenes eingestanden, vorher dachte ich immer "boah, du kannst doch mit dem Hund nciht nur laufen, er muss doch auch seinen Kopf anstrengen, Bindung, blalba"), aber da fahre ich nun einfach meine Erwartungen runter und schau, was ihm gut tut und das ist RENNEN und SPIELEN. Da wird er seinen Stress los und fällt Zuhause überglücklich um :) Deswegen ist jetzt mein neuestes Trainingsziel Gewöhnung an mein Fahrrad (er hat panische Angst vor diesen Monstern), so dass wir leinenlos durch den Wald fahren können, wenn mal keine Hundekumpels greifbar sind. Ich denk, das ist genau das, was er braucht :)
Von daher, um auf deine Ursprungsfrage einzugehen: Ich denke, JA, jeder Hund braucht Auslastung, die sieht aber bei jedem anders aus und als Hundebesitzer sollte man schauen und probieren, was seinem Hund gut tut und was zu viel ist.
lg Nadine
PS: Der Hund einer Freundin z.B. ist zu fast nichts zu bewegen, außer zum Kuscheln - wird sie Zuhause intensiv eine halbe Stunde am Stück bekuschelt und massiert, läuft sie draußen viel fröhlicher und gut gelaunter mit, ansonsten wirkt sie draußen oft sehr lustlos und tranig, find ich sehr spannend, das hab ich so auch noch nie gehört. Bei ihr könnte man also fast sagen, zu ihrer "Auslastung" (oder besser: Ausgeglichenheit) gehört viel Nähe und Körperkontakt.
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Von mir gibt es ein ganz klares
zur Auslastung.Ich habe hier zwei Hunde sitzen, die mir ganz klar zeigen, dass es ohne nicht geht.
Meine Hündin ist früher sehr schnell unausstehlich geworden, wenn sie nicht regelmäßig zum Sport konnte. 4x die Woche Training war Pflicht. Dabei war es eher Nebensache was wir gemacht haben, Hauptsache wir haben etwas gemacht.
Einfach nur Gassigehen und spielen war ihr nicht genug, sie wollte mehr Herausforderung.Ekko ist nicht ganz so extrem aber ähnlich gelagert. Wenn er sich nicht regelmäßg geistig und körperlich auspowern kann, leidet meine Einrichtung und meine Nerven. Außerdem sucht er sich Ersatzbeschäftigungen, wenn ich ihm keine biete, dazu gehört u.a. Autos jagen.
Was man mit Hund macht, hängt meiner Meinung nach immer von den eigenen Vorlieben ab, sowie von dem was Hund Spaß macht. Wenn man freude dran hat, kann man auch mit einem Jack Russel VPG machen und wenn man den einen Retriever unter einer Million erwischt hat, der kein Interesse an Dummys hat, gibt es noch genug andere Möglichkeiten.
Das einzige was man immer im hinterkopf behalten sollte, ist die Frage ob die gewählte Sportart vom Hund körperlich ohne Schäden bewältigt werden kann.Und natürlich kann man es mit der Auslastung übertreiben, aber da sollte man einfach seinen Hund gut genug kennen, um die Grenzen rechtzeitig zu sehen.
So und wir gehen jetzt eine Runde Frisbee spielen und danach laufen wir UO.

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es kommt m.e. ganz klar auf die rasse an. hunde aus langen leistungszuchten/arbeitszuchten bzw. zu bestimmt zwecken "kreiert" wurden, sind sicher kaum jemals reine familienhunde, die mit ein paar runden um den block zufrieden wären. dazu gehören m.e. schäferhunde, jagdhundrassen, hütehunde, dobermänner etc. , oder natürlich huskys. natürlich werden bei jeder rasse ausnahmen die regel bestätigen, aber anstonsten sollte sich jeder, der sich so eine rasse anschafft, seiner erhöhten verantwortung zur "auslastung" bewußt sein.
ansonsten ist immer wieder interessant zu lesen, dass zwar viele schreiber hier es ok finden, die hunde stundenlang alleine zu lassen (ganz extrem ist mir ein HH aufgefallen, der schrieb, seine hunde seien 9 stunden (!) am tag alleine, das wäre auch ok. Im atavar ein tolles agility-bild, weil man sich ja sonst so artgerecht kümmert) aber beim thema "auslastung" laut "hier" schreien, bis hin zu der aussagen (auch hier aus dem forum) : hunde müssen nicht körperlich ausgelastet sein, kopfarbeit reicht - als wenn sich unsereins zur auslastung hinsetzt und ein paar mathearbeiten löst.
hunde sind tiere und als solche von ziemlich vielen instinkten geleitet. hier habe ich oft den eindruck, dass sie mit maschinen oder robotern verwechselt werden. sie brauchen m.e. anschluß, einen geregelten ablauf mit viel körperlicher bewegung (natürlich rasse- und altersabhängig) und natürlich futter etc. vieles von den ach so gepriesenen beschäftigungen (incl. dummy etc.) braucht man doch nur, weil man die rassen im grunde nicht artgerecht hält.
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Ich betreibe ja nun Hundesport und das täglich. Mein Großer genießt diese intensive Zeit die wir so mehrmals täglich kurz miteinander verbringen genauso wie seine Kuscheleinheiten. Ich denke nur mit Latschrunden 2 Stunden in der Wildnis wäre er gar nicht mehr mein Hund. Dieser Sport verbindet uns enorm, wir sind auf einander angewiesen. Latsche ich jetzt einfach so durch die Wildnis macht mir selbst das schon mal keinen Spaß, Andiamo würde irgendwann anfangen sein Ding zu machen da ich ja in keinster Weise aktiv bin.
Natürlich gehen wir auch einfach mal so ne Stunde schnüffeln aber dass da nicht ein paar kleinere Übungseinheiten drinne sind ist doch eher total ungewöhnlich, selbst jetzt wo ich immer noch einen Pflegi mit dabei habe.
Zusammengefasst ist es sicher möglich einen unausgelasteten Hund zu haben aber ich weiß nicht ob dies wirklich erstrebenswert ist da über gemeinsame Arbeit ja auch eine enge Bindung entsteht die im Alltag sehr nützlich sein kann und ganz nebenbei auch einfach nur schön ist. Mir macht die Arbeit mit meinem Buben Freude und wenn er einfach so zu mir kommt und mit mir spielen will und mir sämtliche Tricks die er drauf hat anbietet dann weiß ich dass es ihm ebenso geht.
Das trifft es genau auf den Punkt. Ich hab mir gezielt einen aktiven Hund geholt, der auch Input braucht, um zufrieden zu sein und diese Seite an ihr hab ich auch gefördert. Einfach nur spazierengehen und "Seele baumeln lassen" ist bei ihr auch schwierig, weil sie Jagdtrieb hat und es bei uns schon einiges an Wild gibt. -
Also, meine Kleine arbeitet seeeehr gern, ich merke bei ihr relativ schnell, wenn ich mal zwei Wochen mit dem Such-Training aussetze (oder gar länger in der Winterpause). Sie wird dann richtig übermütig, und fängt an, Bossi daheim zu ärgern, nur um der Beschäftigung Willen, damit sie mit dem rumraufen kann, und ihre überschüssigen Energien loswerden kann ;-) Denke aber, wenn ich das nicht angefangen hätte, könnte sie sicherlich ohne leben. Aber das wäre jaaaammerschade, die ist echt gut....
Seitdem tun mir sämtliche Oma-Pudels leid, die nur 3mal am Tag 10 Minuten laufen dürfen.
War mal mit nem Pudelverein unterwegs auf "Wanderung" (die war nach 20 Minuten beim nächsten Café zu Ende - hat mich voll geschockt, und ich hatte mich auf ne richtige Wanderung gefreut!), die Armen durften alle nicht mal ohne Leine laufen, weil die Frisuren sonst ruiniert gewesen wären, oder die Füßchen schmutzig! Ich hab meine beiden wie meist leinenlos laufen lassen, und es hat alle geschockt, daß ich das arme Pudeli mit dem Jagdterrier übers (abgeerntete!) Feld hab rasen lassen, sie im Graben neben dem Feldweg hab buddeln lassen, und die "armen" Tiere dabei auch noch schmutzig geworden sind. Aber die leuchtenden Augen der beiden bei diesen Aktionen haben sie nicht wahrgenommen.....(auch wenn für die zwei der Spaß nach 20 Minuten grad erst mal angefangen hatte.... *gg Das war für uns eher ne Pipirunde als ne Wanderung.)
Ich finde, so richtig kennenlernen tut man seinen Hund doch nur, wenn man den Hund auch mal Hund sein läßt (der blüht doch dann erst richtig auf - und dazu gehört für mich eben der Art entsprechende Auslastung/Beschäftigung, und der Pudel war nunmal ursprünglich ein Jagdhund - sie liebt es, Dinge zu apportieren, oder zu suchen. Das kann für einen anderen Hund auch einfach nur eine kleine Leckerlisuche am Wegrand sein, muß nicht offiziell ein regelmäßiger Hundesport sein oder so!), und der nicht nur immer brav, hübsch und gepflegt aussehen muß. Sonst kann ich mir auch ne Barbiepuppe anschaffen...
Ich hab grad Jan Nieboers "Natural Dogmanship" zu lesen begonnen- und darin schreibt er z.B. sinngemäß (und das gab mir schon zu denken), daß der Hund ja ursprünglich für die Jagd gehalten und entsprechend weitergezüchtet wurde, Lasten gezogen hat o.ä., also auf seine Aufgaben richtiggehend und weitgehend spezialisiert wurde, und heute wird dann plötzlich nur noch ein Hund gewünscht, der einfach brav ist und hübsch aussieht, sich in jeder Situation dem Menschlichen Vorstellungen angepaßt verhält - aber oft keinerlei Aufgaben mehr hat als die Begleitfunktion. Eigentlich kraß, dieser Gegensatz.... Daß das zu Problemen führen kann, ist für mich nachvollziehbar, insbesondere für Arbeitsrassen, die heute noch für bestimmte Jobs gezüchtet werden (wie "meine" Jagdis oder auch Weimaraner, die ja viel zu oft in unkundiger Privathand nicht ausgelastet werden etc.)....
Mein Bossi will auch richtig gearbeitet werden - wenn nicht, werden seine Kreise beim Spazierengehen um mich herum immer weiter, weils bei mir langweilig wird, er fängt an, zu schnüffeln, und gezielt Spuren zu suchen, um einen Auslöser (aufspringender Hase o.ä.) für eine lustige Hetzjagd zu finden. Er fängt dann auch daheim an, mich zu nerven ("Spiel mit mir!", legt sich zwischen meine Nase und das Buch, wenn ich auf dem Sofa liege, richtig frech also, fiept mich an, läuft unruhig herum und guckt definitiv, was er jetzt "anstellen" könnte). Kommt dann also nicht mehr wirklich zur Ruhe. Aber bei ihm ist nicht nur geistige Auslastung wichtig, sondern auch das Rennen - wenn der nicht ab und an einfach losdüsen darf, weiß er nicht, wohin mit seiner Power. Ich versuche, ihm auch diese Bewegung zu ermöglichen, indem er bekannte Hundekumpels trifft, die ihn gerne jagen oder sich von ihm spielerisch jagen lassen, mit ihm toben etc., oder wenn ich alleine mit ihm unterwegs bin, lasse ich ihn vor-rennen, rufe ihn zu mir her, schicke ihn wieder weg - einfach, damit er, wenn ich unterwegs bin, den x-fachen Weg zurücklegen und rennen kann. Er freut sich dann bei jedem Abruf, kehrt auf dem Absatz um und rast auf mich zu, dreht um und rennt nach Freigabe wieder weiter. Zur geistigen Auslastung nehme ich Spielzeug mit oder Leckerli, und er kriegt Aufgaben unterwegs: Liegenbleiben, während Biene um ihn herumläuft oder ich ihm ein Spielzeug zum Apportieren werfe, das plötzlich im Busch verschwundene Zerrseil suchen, mit dem er dann als Belohnung zerren darf etc. Manchmal bleib ich einfach stehen und geh kommentarlos zwei Schritte hinter einen Gartenzaun in die Garageneinfahrt, und laß mich suchen (wenn er dann mal gemerkt hat, daß ich verschwunden bin.... *gg). Also teils Impulskontrolle, teils Apportieren, teils Zerren, teils suchen, alles jagdliche Aufgaben, die er da ausleben darf. Und ich traile mit ihm spaßmäßig - bisher nicht regelmäßig, aber immer wieder mal, war auch schon auf Seminar mit ihm. Hab grade eine Hundeschule in der Nähe gefunden, und wenns gut läuft (geht März los), werde ich dabei bleiben, sodaß wir das dann regelmäßig machen können.
Natürlich mach ich nicht bei jedem Spziergang sämtliche Übungen, aber mal 1-2 Sachen pro Spaziergang, das reicht schon, um auch seine Aufmerksamkeit bei mir zu belassen - es könnte ja was Aufregendes bei Fraule passieren....
Also, ich denke, es hängt echt vom Hund und der Rasse ab, ob der gezielt "ausgelastet" und beschäftigt werden muß, oder ob ein bißchen Spaß auf dem Spaziergang ihm reicht. Was noch dazu kommt: ein Hund aus Showlinien hat sicherlich auch andere Bedürfnisse als einer aus einer reinen Arbeitslinie, und ein Hund, der das Arbeiten kennt und liebt, wird ohne diese Arbeit künftig doch etwas vermissen. Selbst bei uns in der Staffel werden ehemalige Suchhunde als Rentner mit kleinen Aufgaben weiterhin beschäftigt - sei es mit mini-Suchen oder einfach nur einer kleinen Anzeige oder Verbellübung.
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Maja ist so ein Mittelding, was das angeht.
Die kann eine Zeitlang auch mal ohne, sowohl körperlich als auch geistig, dann wird sie "nervig". Sie macht nichts kaputt oder so, aber sie kommt ständig an um zu "fragen", ob wir jetzt nicht was machen könnten...
Durch Krankheiten/Verletzungen/stressige Unizeiten kommt es schonmal vor, dass Maja auf best. Dinge verzichten muss und da merke ich dann recht deutlich, dass nur Gassi-Runden ohne irgendwie was zu tun für sie zu langweilig sind.
Dafür ist Maja nicht so sehr auf Hundekontakte angewiesen. Sie hat zwar die Möglichkeit dazu, gibt mir aber auch sehr oft zu verstehen, dass das grad nicht sein muss und sie dafür grad keinen Nerv hat.
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Loui ist in der Beziehung sehr pflegeleicht. Er will (im Moment noch?
) einfach nur rennen, toben, spielen, Spaß haben.Mit seinen knapp 1 1/2 Jahren kommt da aber vielleicht auch noch was...allerdings muss man sagen, dass ich fast täglich Betreuungshunde da habe und es für ihn auch anstrengend ist, dass alle auf ihren Plätzen liegen müssen und drinnen nicht getobt werden darf. Oder dass jeder nur an seinem Napf frisst und man nicht gucken gehen darf was die anderen so kriegen usw.

Er freut sich aber auf und über Beschäftigung. Er sucht sehr gerne und darf das auch hin und wieder machen. Wir arbeiten an der ZOS und das macht er in der Wohnung schon super. Außerdem waren wir bis jetzt einmal in der Woche in der Hundeschule.
Ansonsten gehen wir aber eigtl. täglich nur so 1-2 Stunden raus und dort wird gespielt, geschnüffelt, auch mal abgerufen und bei Fuß gegangen...aber ist das schon Auslastung in dem Sinne?

ICH möchte aber gerne mit ihm Fährten gehen, allerdings erst nachdem wir die Hundeschule mit der nächsten Prüfung abgeschlossen haben. Er bräuchte es glaube ich nicht, aber ich hab Lust mit ihm ein bisschen zu "arbeiten"

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Zitat
Ich starte mal einen Fred mit der Frage, ob Hunde "Auslastung" (im sportlichen Bereich), wie sie uns geläufig ist (Dummytraining, ZHS, VPG und was es da nicht alles gibt) unbedingt brauchen.
Kommt auf den Hund drauf an.Wenn man sich einen Hund anschafft der für spezielle Aufgaben gezüchtet wurde , hat der nunmal auch spezielle Bedürfnisse. Kennt man doch zB von Border Collies die dann ihre Familie hüten...
Ich persönlich finde es wichtig dass man versucht herauszufinden ,was das Talent seines Hundes ist.
Allerdings glaube ich nicht dass man dazu unbedingt in einen Verein oder eine Hundeschule muss und da einen der angebotenen Sportarten ausüben muss.
ZitatManchmal habe ich das Gefühl, dass der Mensch die "Auslastung" braucht um mit seinem Hund glücklich zusammenleben zu können.
Ich habe im Moment das Gefühl , dass das durch Hundeschulen auch recht gefödert wird. Wenn ich da mal bei uns gucke: Es wird nur noch von Dogdance, Aglity und Obedience gesprochen: Jetzt kommt noch Longieren hinzu .ZitatIst die Aussage "der Hund braucht Auslastung" eine Lüge?
Nein. Jeder Hund und auch Mensch braucht Auslastung in irgendeiner Form und wenn es nur ne Runde Joggen ist. Den ganzen Tag rumliegen macht depressiv.ZitatLastet es den Hund wirklich aus, wenn er einer vom HF gelegten Fährte nachgehen darf?- Was empfindet der Hund dabei?
Keine ahnung was der Hund dabei empfindet, aber wenn man es vernünftig aufgebaut hat und der Hund ohne Zwang mitarbeitet kanns ja keine schlechte Emotion sein oder ??ZitatWoran macht ihr fest, dass ihr einen ausgelasteten Hund habt?
Zuhause ist Ruhe . Es wird geschlafen. Hab ich mal nix mit ihnen gemacht , kommt es häufiger zu Spielaufforderungen unter den Hunden , spielen mit Kuscheltieren oder auch nervigen Sachen wie zB das öfters gebellt wird, wenn man draussen was hört
Es ist insgesamt unruhiger zuhause.ZitatGibt es hier im Forum Hunde, die nicht sportlich ausgelastet werden und trotzdem glücklich sind?
Jacko reichen kurze Spaziergänge und mal 2-3 Minuten clickern , der is aber auch schon 13-14
Simba ist da auch recht anspruchslos: spazierengehen und n bissl clickern , er ist aber auch eher ein zurückhaltender Hund
Die anderen drei cuhen sich dann zuhause Ersatzbeschäftigungen ,siehe Frage hierüber.ZitatFührt "Auslastung" zu Problemen?
Wenn man sich zu sehr auf Hundesport im Verein konzentriert könnte es durchaus zu Alltagsproblemen führen . Beispiel wir haben bei uns einen Hund der kann gefühlte 1000Tricks, ist extrem gelehrig , ist aber draussen ne Katastrophe.
Wenn man zuviel trainiert , könnte es Probleme geben , wenn man mal keine Zeit hat den Hund auszulasten so dass der sich ne andere Beschäftigung sucht.ZitatWas ist für Euch eine "Anlagen gerechte" Auslastung?
Bei Rassehunden bringt das die Rassebeschreibung ja schon mit .
Bei Mischlingen muss man vll etwas suchen was der Hund für ein Talent hat.ZitatWas für Aufgaben bekommen Eure Hunde im Alltag, neben Eurer sportlichen Aktivität- solltet Ihr im Hundesport aktiv sein? Damit meine ich keine erlernten Tricks, sondern Situationen, bei denen sich die Hunde selbst mit einbringen dürfen?
Oder dürfen sie sich- ihrer Persönlichkeit entsprechend nicht einbringen, da es mit dem Hund evtl Probleme gibt oder Ihr als Halter einen Kontrollverlust erleidet?
Meine Hunde dürfen Bellen/melden wenn es an der Tür klingelt. Hier gab es schon öfters Einbrüche , bei mir nich
Allerdings dürfen sie , speziell Alice ,kein Terror am Zaun machen, Das artet aus. Alice schnappt sich dann in ihrem Frust auch mal einen vom eigenen Rudel.mehr fällt mir dazu jetz grad nich ein.
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