• Liebe TS
    Wie du schon richtig erkannt hast, gibt es bei deinem Hund einige Baustellen zu bearbeiten. Und dann lebt er im einem Umfeld, in dem von Konsequenz nicht die Rede sein kann (du bist oft hilflos, dein Vater mischt auch noch mit ...)
    Das ruft geradezu nach einem vernuenftigen Trainer, der die Situation vor Ort betrachten kann, um dir wirklich sinnvoll zu helfen.
    Ich glaube nicht, dass die (wirklich bemuehten) Forumsmitglieder hier
    Effektiv helfen koennen - zu viele Variablen muessen hier beachtet werden!
    Ich hoffe, dass du dir bei nochmaligem Nachrechnen vielleicht doch 2-3 Trainerstunden bei dir zu Hause (moeglichst in Anwesenheit ALLER Beteiligten) leisten kannst!
    Alles Gute!

  • Huhu

    ICH BIN BEGEISTERT !!! :ops:
    Soviele und nette Beiträge und ich lebe noch :D Tausend Dank dafür !!
    Also ich denke, ich werde mit Max seiner Erziehung da anfangen, wo einer anfängt wenn er einen kleinen Welpen bekommt.
    Das erste Ziel wird sein, ihn mit viel Gefühl und Geduld an sein Körbchen zu gewöhnen. Habe es schon umgestellt an einen neuen Platz. Wenn das dann klappt, gehts an das Klingelproblem.

    - Das Wort "Nein" kennt er. Bei dem Wort "aus" reagiert er nicht. Wenn er irgendwas vom Fußboden aufheben will und ich sage mit festem Ton nein, dann geht er sofort weg.

    -Seine Leine ist 3 meter lang. Aber keine Rolleine. Eine ganz normale die man bei Bedarf auch um die hälte kürzen könnte.

    - Ich bin immer so viel Spatzieren gegangen weil mir immer und immer wieder gesagt wurde, das dieser Hund viel raus muss und bewegung braucht. Wir haben das nicht von anfang an gemacht. Als er ein Welpe war sagte uns der Züchter das er nur soviel Minuten gehen darf am Stück wie er wochen alt ist. Sprich : 12 Wochen alt = 12 Minuten. Das haben wir dann immer gesteigert.

    - Beim Gassigehen werde ich das mit dem Stehnbleiben mal versuchen. Soll ich ihm den ein leckerchen geben wenn er stehn bleibt ? oder wenn zu mir kommt ?? soll ich ein "Befehl" geben wenn er zieht und ich stehn bleibe ??

    - Mit dem Futterzeiten habe ich auch einen riesen Fehler gemacht. Der Napf steht in der Küche und ich muss zu meiner Schande sagen, das der Napf immer voll ist. :-(
    Aber nicht verzagen, ich habe ja grade gelernt das es das nicht mehr gibt. Ich werde es jetzt so machen das er nur noch Abends Futter bekommt und dann so wie es SibHusky1 geschrieben hat. Abends ist auch unsere Hauptzeit wenn wir Essen. Er wird dann wohl auch erst nach uns sein Fressen bekommen richtig ?? Er bettelt auch ziemlich am Tisch. :hust: Er bekommt bei den Schwiegereltern gerne mal was vom Tisch und auch von mir ab und an mal, wenn ich fertig bin ( Reste).

    - Tja, bis auf den Ball, hab ich mir nie groß Gedanken gemacht, wegen einer beschäftigung für Max. Was kann ich den Zuhause noch alles so machen mit ihm ? Ich frage nach Zuhause und nicht draußen weil er ja draußen noch nicht hört. Ich habe schon ein paar mal so Denkspiele für Hunde gesehen. Also sie bestehen aus Holz und man kann Futter darin verstecken und er muss es dann suchen. Wäre das was für ihn ?

    - Aber die größte Aufgabe wird wohl sein das ICH LERNE KONZIQUENT zu bleiben !! Er brauch mir nur einen süßen Blick zu zu werfen und schon schmelz ich dahin. :rollsmile: Aber das hat ein Ende. Ich hoffe auch, das sich mein Mann mehr einbindet. Weil bis jetzt bleibt ja alles an mir hängen.

    Liebe Grüße
    littlelilie

  • Hm also ich kann bungee`s Ansichten gut nachvollziehen!
    Ich habe damals das Buch- was hier mit Sicherheit auch nicht jeder gut findet: "Mit Hunden sprechen" gelesen und das von Anfang durchgezogen (bis auf das, dass wir VOR unserem Hund essen sollen)
    Das heisst:
    Wenn es klingelt liegt ER in seinem Körbchen und bleibt da auch. Und das geht auch nur mit Konsequenz.
    Dass dein Hund immer den Herrmann macht wenn jemand kommt liegt ja auch daran dass er denkt es ist seine Aufgabe und er ist der Boss.....da musst du an seiner Ansicht etwas ändern.
    Ich beachte ihn nicht 24 h sondern nur wenn es um ihn geht, das heisst :
    Draußen volle Aufmerksamkeit- er darf aber auch in Ruhe schnüffeln und mit Hunden spielen- klar
    drinnen aber ist ruhe angesagt!
    Er kann liegen wo er will aber nicht auf dem Sofa!
    Wir beachten ihn im Haus nicht wirklich und wenn er angelaufen kommt, beachte ich ihn nicht sondern rufe ihn ran wenn ich Lust habe mit ihm zu kuscheln.
    Er muss bei seinem Fressen warten bis ich "Nimm" sage, steht er vorher auf muss er wieder zurück an seinen vorherigen Platz und warten.
    Wir lassen ihn im Haus einfach in Ruhe und am Anfang kam er oft noch angelaufen und wollte Action aber er hat relativ schnell bemerkt dass er einfach nicht zu bestimmen hat wann es was gibt!
    Er hat im Haus auch nur sein Kauknoten und sonst kein Spielzeug.

    Dadurch haben wir- so würde ich mal sagen- einen sehr ausgeglichenen Hund der draußen super hört weil er draußen unsere volle aufmerksamkeit bekommt, wild spielt und ausgelassen ist und drinnen liegt er unscheinbar irgendwo rum...jaaa oder steht eben im Weg aber fordert uns nicht mehr zum Spielen auf.
    Kurz: Draußen wird getobt und drinnen wird ausgeruht.

    Natürlich ist das auch Charakterabhänging und wir haben so meine ich eher die softe Variante zuhause aber ich denke dass man viel mit "Nicht beachten" erreichen kann.

    Lies das Buch mal.....

  • Zitat


    Auch, wenn du es nicht gerne hörst: dein Schwiegervater hat recht und du bist im Irrtum. Lass dem Hund draußen mehr Freiheit, damit er sich entspannen kann!!!

    Solange ihr keine richtige Bindung habt - und die habt ihr augenscheinlich nicht - LANGE Leine (gibt auch z.B. 3m Fettlederleinen o.ä.). Du setzt dein Tier unnötig unter Stress.


    Du brauchst nen kompetenten Hundetrainier, am besten jemanden, der zu euch ins Haus kommt und mit dir die Grundlagen regelt, dein Timing mit dir übt.

    Tut mir leid, nee eigentlich nicht wirklich, bungee, Du irrst!

    Leinenführigkeit an einer 8m Schleppleine, wie soll das funktionieren? Mit einer Schleppleine kann ich den Rückruf trainieren, aber keine Leinenführigkeit, da ich auf diese Distanz keine Kontrolle über den Hund habe.

    Der Hund gehört an die kurze Leine, bei Zug stehen bleiben, weitergehen erst, wenn die Leine durchhängt, dazu immer wieder Richtungswechsel einbauen. Das immer und immer wieder üben. Hundeerziehung ist keine Angelegenheit von Stunden oder Tagen, es dauert Wochen manchmal Monate.

    Sieh zu, daß der Hund bevor er andere fixieren und jagen - wieso eigentlich jagen - kann, von dir abgelenkt wird. Ziehe seine Aufmerksamkeit auf dich. Benutze Leckerchen, Spielzeug oder raschel einfach mit Papier. Manche Hunde reagiern auf Schnalzlaute, Zischen o. ä. probiere es aus. Und auch hier nicht nach lassen, immer dran bleiben, immer aufmerksamer als der Hund sein und bevor er auf andere reagiert, ihn aufmerksam auf sich selbst machen.

    Zum anderen Teil, meine Hunde haben alle keinen festen Platz, sie fallen da um, wo es ihnen beliebt. Sind sie mir im Weg, sag´ ich es. Aber ich steige auch über meine Hunde sollten sie in der Tür liegen. Mir bricht da nichts aus der Krone.

    Gaby und ihre schweren Jungs

  • Was Ihr über das Benehmen Eurer Hunde schreibt hat absolut NICHTS mit Rudelgedöns, Cheffe, Alpha oder sonstigem zu tun. Auch nix mit Ignorieren oder weiß der Teufel.

    Es ist VIEL EINFACHER:

    Lerngesetze:

    Was sich für den Hund lohnt, wird er öfter und stärker zeigen.

    Was sich für ihn nicht lohnt, wird er seltener und schwächer zeigen.

    Ich bestätige/belohne also das Verhalten, das ich mir von meinem Hund wünsche.

    Und ich verhindere/ignoriere das Verhalten, das mir nicht gefällt.

    Was ich da drumrum tue ist ziemlich pupsegal, ich muß nur eindeutig und kar kommunizieren.

    Mal kuschele ich meine Jungs, wenn sie zu mir kommen, mal rufe ich sie ran, wenn ich kuscheln will. Kommen sie an und ich kann grad nicht, dann wird das klar und eindeutig aber freundlich kommuniziert. Fertig.

    Und so geht das in allen Bereichen.

    Ich brauche keine Rudelphilosophien, keine Alpha-Geschichten, keine Chef-Allüren... Ich kenne die Lerngesetze und kann sie einsetzen. Mehr brauche ich nicht...

    Meine Jungs fressen zuerst und die haben bis heute noch nicht die Weltherrschaft an sich gerissen.

    Literatur:

    "Dominanz - Tatsache oder fixe Idee." Animal Learn Verlag.

    "Timberwolf & Co." von Bloch

    "Die Welt in seinem Kopf" Animal Learn Verlag.

    "Verstärker verstehen- über den Einsatz von Belohnung im Hundetraining. " von Viviane Theby

    "verstehe deinen hund." von Viviane Theby.

    "Einfach schnüffeln." von Christina Sondermann.

    Threads hier im Dogforum:

    "der doppelte Rückruf".

    andere gute Seiten:

    http://www.spass-mit-hund.de

    auf dieser Homepage gibt es auch tolle Erklärungen zum "Leine-laufen" sowie zu "nicht-bellen".

  • sorry, hab mich vll. mißverstänlich ausgedrückt...

    ich meinte MINDESTENS 3 m... , besser 5 oder auch 8 m.
    (bei "kurzer Leine" - wie sie schrieb, denke ich immer an diese Standardleinen von 2,20, das mit der 3m Leine hab ich überlesen. )

    Die lange Leine (egal ob Flexi oder Schlepp) muss aber mit gezieltem Training verbunden werden:
    kurzer Warnlaut, bevor, sich die Leine strafft, dann STEHEN BLEIBEN.
    (Handschuhe nicht vergessen).


    Gibt es bei euch keinen umzäunten Hundeplatz? Das würde vll. erstmal den Druck vom Leinenträining nehmen. Ihr habt soooo viele Baustellen, da kommt die Leinenführigkeit erst später.

  • Zitat

    Aber bungee hat ne 3m Leine empfohlen ;)

    Möchtest Du hier Erbsen zählen oder was wird das?

    Halt mal einen ziehenden, nicht leinenführigen Hund an der 3 m Leine. Das mag ja ideal für Bungees Zughundesport sein, aber ein HH. der mit seinem Hund spazieren gehen möchte, wird das nicht schätzen.

    Leinenführigkeit wird an der kurzen Leine, an der ich den Hund gut "führen", lenken kann, geübt.

    Zu deinem den Hund zu Hause nicht beachten, vor ihm essen. Auch das sind längst überholte Geschichten.

    Meine Hunde bekommen grundsätzlich ihr Futter bevor wir uns an den Tisch setzen. Meine Hunde bekommen auch im Haus Beachtung. Es ist völlig legitim das meine Hunde zu mir kommen und mich "fragen" ob ich mit ihnen spiele, sie kraule oder drgl. Ich sage dann, ob es mir jetzt paßt oder nicht.

    Und was meinst Du wie schnell mich meine Hunde auf Trapp bringen, wenn einer unbedingt in den Garten will. Mir ist der Haufen nämlich draußen lieber, als auf dem Teppich.

    Wozu schafft man sich Hunde an, wenn man sie dann 20 Stunden nicht beachtet?

    Nicht beachtet wird mein Fahrrad, es sei denn ich mag 2 Std durch den Wald radeln. Meine Hunde liegen in ihrer Wertigkeit höher als ein Sport- und Spielgerät.

    Gaby und ihre schweren Jungs

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