• Hi, in neu hier (man lese meine Vorstellung im Vorstellungsforumhttps://www.dogforum.de/unsere-mitglie…0.html#p9447392) :smile:

    es geht um den jüngsten in meinem Dreierrudel. Wie beschrieben habe ich 2 ältere Jagdhunde (12 und 11) und einen 2,5 jährigen Schäferhund (Kenny).

    Kenny habe ich beim spazierengehen von einer Frau geschenkt bekommen, die ihn nicht mehr haben konnte. Da war er 3 Monate alt. Es war von Anfang an zu bemerken dass er sehr (frühreif) dominant ist. Die beiden Jagdhunde sind gegenüber Neuankömmlingen oder anderen unbekannte Hunden immer sehr freudlich und unagressiv. So auch mit dem kleinen Kenny. Boris, der nicht kastrierte, war natürlich sehr bald schon damit beschäftigt seine Vormachtsstellung zu halten und setzte dies auf seine sehr unagressive Art und Weise durch. Naja, normal halt.

    Jedoch je grösser Kenny wurde, desdo weniger akzeptierte er die Rangposition des älteren Rüden. Das dumme ist, Kenny beisst (im Gegensatz zu den anderen beiden) ziemlich kräftig zu. Da mittlerweile die repressalien von Kenny sich auch auf meinen ältesten (Tobi) erstrecken, muss ich Tobi meist im Haus lassen wenn Kenny draussen ist und umgekehrt, den Tobi hat mittlerweile Angst vor Kenny.

    Meine Frage ist:
    Ist es in gewisser Weise natürlich und normal, dass ein junger dominanter Rüde so deutlich ältere Rüden praktisch "eliminieren" möchte? Ist Kenny unnatürlich dominant, bzw. agressiv? Gegenüber Personen hat er diese Anwandlungen nicht, obwohl ich bei völlig fremden Personen ein wenig aufpassen muss. Fremde Personen die ab und zu mal zu Besuch kommen werden akzeptiert und er spielt gerne mit ihnen.

    Die Kastration hat sein Verhalten nicht verändert, aber das wusste ich vorher, das war nicht der Grund für die Kastration.

    Wie sind eure Erfahrungen? Zur Zeit versuche ich Kenny durch stimmliches Zurechtweisen, dass ich nicht möchte, dass er die anderen beiden anknurrt oder angreift. Sozusagen "beschütze" ich die anderen beiden. Ist das angebracht? Ach ja, auslösende Situationen sind: Streit um "Besitztümer", Streit um die besten Liegeplätze und manchmal kann ich nicht genau erkennen warum.

    LG,
    Angela

  • Also bei mir gibt es kein Ressourcenkampf. Ich bin die jenige die Futter, Leckerlies, Spielzeug und auch Schlafplätze (wenn es nötig wäre) zuteilt und die Hunde haben sich nicht zu prügeln, oder irgendwas durchzusetzen. Wollen sie vom anderen Hund in Ruhe gelassen werden, dürfen sie ihre Meinung gern kundtun, aber sobald Ressourcen ins Spiel kommen nicht mehr. Und da greife ich auch hart durch. Stänkert einer, bekommt er eine verbale Ansage, hört er es nicht auf, darf er sich die Wohnzimmertür solange von aussen ansehen, bis er wieder abgekühlt ist.

    Ich muss aber dazu sagen, dass es zwischen meinem jetzigen Paar nur zum "Nerv mich nicht!" Knurren kommt, nie aber um Ressourcen gestritten wird. War beim Paar vorher anders.

  • Hat sich erledigt. Vielleicht antworte ich genauer darauf, wenn ich etwas mehr Zeit habe (deshalb hatte ich wg. Link einstellen gefragt - wäre schneller gegangen).

    Aber du bekommst bestimmt auch noch andere Antworten....

  • Hallo und willkommen im Forum!

    Mein meinung dazu: dein Jungspunt sollte nicht sein "Dominanz" ( :roll: ) ablegen, sondern lernen, dass er nicht den Dicken machen kann!

    Er sollte in meinen Augen konsequent gestört werden, wenn er sich so verhält, sollte lernen, die beiden Anderen in Ruhe zu lassen und Ruhe zu geben.
    In meinen AUgen ist das nämlich kein "wer ist hier der Boss"-Spiel, sondern ungezogenes Junghundverhalten - Stänkern! (Nix gegen dich!).
    Im Moment meint er, dass er bei euch alles regeln muss. Das ist aber schlecht, denn das kann ganz schnell Stress auslösen.
    Dein Hund sollte lernen, dass er sich getrost auf dich verlassen kann und da nix an der "Rangfolge" machen muss.
    Ich würde ihn konsequent auf seinen Platz schicken und damit jeglichen Stänkerversuch von ihm unterbinden.

    Wie beschäftigst du den "Kleinen", was hat er alles schon gelernt und welche "Rechte" hat er so eventuell auch im Vergleich zu deinen beiden anderen?

    VG, aussiemausi!

  • Klingt für mich nach Ressourcenverteidigung.

    Das Thema hab ich mit der Ressource "Futter" hinter mir.
    Wenns Futter gibt, dann nur an getrennten Plätzen und jeder hat auf seinem Platz liegen zu bleiben, bis alle fertig sind.

    Bei den Liegeplätzen würd ichs mal versuchen, einfach täglich die Decken an eine andere Stelle zu legen. Daran kannst Du dann erkennen, ob es um einen bestimmten Ort oder um eine bestimmte Decke geht.

  • naja des es sich hier um ressourcenverteidigung handelt sagt die TS ja selber
    und ich halte es bei meinen 3 rüden wie poco...louise ist ebenfalls sehr ressourcenneidisch und es gab deswegen scho einiges an handfesten auseinandersetzungen..inzwischen regel ICH und nur ich alles an ressourcengeschichten..steht zb rüdiger grad neben mir und taucht louise daneben auf und will ihn anknurren,zeig ich ihm eben,das ich diejenige bin,die entscheidet,wer hier neben ihr steht und ganz sicher nicht er..und der herr darf sich trollen
    alles ein bissl mit management verbunden,aber wie ich finde handhabbar,wenn mans mal raus hat

  • Zitat

    Hallo und willkommen im Forum!

    Mein meinung dazu: dein Jungspunt sollte nicht sein "Dominanz" ( :roll: ) ablegen, sondern lernen, dass er nicht den Dicken machen kann!

    Er sollte in meinen Augen konsequent gestört werden, wenn er sich so verhält, sollte lernen, die beiden Anderen in Ruhe zu lassen und Ruhe zu geben.
    In meinen AUgen ist das nämlich kein "wer ist hier der Boss"-Spiel, sondern ungezogenes Junghundverhalten - Stänkern! (Nix gegen dich!).
    Im Moment meint er, dass er bei euch alles regeln muss. Das ist aber schlecht, denn das kann ganz schnell Stress auslösen.
    Dein Hund sollte lernen, dass er sich getrost auf dich verlassen kann und da nix an der "Rangfolge" machen muss.
    Ich würde ihn konsequent auf seinen Platz schicken und damit jeglichen Stänkerversuch von ihm unterbinden.

    Wie beschäftigst du den "Kleinen", was hat er alles schon gelernt und welche "Rechte" hat er so eventuell auch im Vergleich zu deinen beiden anderen?

    VG, aussiemausi!

    Zitiere Aussimausi stellvertretend für Euch anderen, danke erstmal. :smile:

    Ich muss den "Jungstinker" ein bischen verteidigen, denn es ist zu, na sagen wir mal 75% der nicht kastrierte Boris, der den jüngeren Kenny provoziert. Provoziert ihn z.B. durch sich aneignen von Gegenständen die dem Kenny gehören. Und es ist reine Provokation, denn der Boris interessiert sich eigentlich nicht die Bohne für Gegenstände, bzw. Spielzeug.

    Bei der Fütterung gibt es keine Probleme, denn da hat jeder seinen Platz und jeder respektiert das Futter des anderen.

    Dass ich die Geschehnisse konsequenter überwache ist leider nur sehr bedingt möglich, da die drei "Draussenhunde" sind.

    Aber ich seh schon ein bischen klarer nach Euren Antworten. Der Platz worum sie sich meistens streiten ist der Schlafplatz von Kenny. Direkt vor der Haustür. Kenny schläft dort Nachts, während die beiden anderen jetzt in der kälteren Jahreszeit drinnen im Abstellraum schlafen dürfen (Jagdhunde sind so Weicheier was das Wetter angeht :roll: ) Dummerweise ist der "Vor der Tür Platz" Tagsüber aber der beliebteste Platz vom Boris. Und ich lass es zu. Vielleicht ist das der Fehler (zumindest was diesen einen Streitpunkt angeht). Wahrscheinlich sollte ich konsequent dafür sorgen, dass der Platz vor der Tür einzig und allein dem Kenny zusteht. Jetzt deucht mir, dass vor der Tür nur deswegen der Lieblingsplatz vom Boris ist, weil es eigentlich Kennies Platz ist. :???:

    Würde der Boris einsehen, dass er den Chefplatz verloren hat (wie ich das sehe), dann wären die Streitigkeiten erledigt. Wenn die drei ein natürliches Rudel wären wÜrde ich sagen es ist einfach natürlich, dass irgendwann mal der alte Rüde seinen Rang an den jungen, starken verliert. Boris wiegt 25kg, Kenny 46kg. Liegt an der Natur der Sache, oder täusche ich mich da so?

    Ich muss sie wirklich nochmal deutlicher beobachten. Vielleicht rennt ja auch wirklich der Kenny rum und "sagt": Und das ist meins, und das ist meins, und das ist auch meins........! Und dann kommt der Boris und sagt: Neee, eigentlich gehört alles mir!

    Das wirkliche Opfer ist mein anderer alter Hund, der Tobi. Ich glaube der wird von Zeit zu Zeit einfach mal "aus Spass" ohne wirklichen Grund von Kenny "gestaucht". Da ist auch noch niemals was geschehen, denn Tobi unterwirft sich sofort.

    Leider ist zwischen Boris und Kenny schon Blut geflossen aus kleinen Löchern in Schnauze und/oder Ohren..... :sad2:

    Also sollte ich versuchen den Kenny zur Disziplin zu bewegen, oder den Boris?? Irgendwie ist mir nicht ganz klar wie die Konstellation besser wäre.......

  • ich frag mich da eher,warum du deinen hunden da soviel spielraum gibst..du entscheidest,wessen platz wo ist und da haben die herren sich dann auch nicht drum zu streiten..und auch wenns um spielkram geht,der rumliegt,wo du kein auge drauf hast..dann räume es bitte weg!
    und wenn dein boris sich gegenstände aneignen will..es am besten gar nicht erst dazu kommen lassen..hier bei mir liegt nichts rum,wodrüber sich die hunde streiten könnten..ich mein sie es doch auch mal so..das ist doch auch für die hunde viel entspannter,wenn sie nicht ständig auf "hab-acht-stellung" sein müssen ;)
    ich mein das nicht böse..denn wie du schon sagst ist schon blut geflossen und glaub mir..solche keilereien,wie ich sie hier schon hatte,willst du nicht haben und müssen auch einfach nicht sein :)

  • Hallo,

    ich finde auch, dass Du ein bisschen mehr Ordnung da rein bringen solltest und die Hunde nicht so viel alleine regeln müssen.
    Woher weiss den Hund A, dass das Spielzeug Hund B gehört und für ihn Tabu ist?
    In meinem Dreierrudel liegen nur Kauseile rum und davon so viele, dass es keinen Stress gibt.

    Wer Stress macht, fliegt raus, geregelt wird bei mir gar nichts, denn dafür bin ich da.
    Meine Hunde haben untereinander gar nichts auszumachen und eine Rangordnung gibt es bei mir nicht. Keiner wird gemobbt oder in seiner Bewegung eingeschränkt, wenn, dann durch mich.

    Würde ich meinen Großen lassen wie er wollte, dann hätte ich hier nur Stress und Ärger.
    Daher gib die Regeln vor und achte darauf dass sie eingehalten werden.

    Wenn Dein Kenny vor der Tür liegt, dann kann es auch gut sein, dass er meint hier wachen zu müssen. Wäre ja für einen Schäferhund nichts außergewöhnliches.
    Ich würde keine Plätze direkt vor Ein- oder Ausgängen platzieren sondern an strategisch unwichtigen Plätzen.

    Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du das bald im Griff hast.

    Liebe Grüße

    Steffi

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